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A family flees the fighting in Mosul, IraqÕs second-largest city, as oil fields burned in Qayyara, Iraq, on November 12, 2016. In its sixth week, the military campaign to retake Mosul from the Islamic State had bogged down in a grueling fight. Seeking to escape the bloodshed, more civilians than ever took the risk of evacuation, hoping to find help if they could make it past the militantsÕ gun range. By mid-December 2016, up to one million people were trapped inside the city, running low on food and drinking water and facing the worsening cruelty of Islamic State fighters. Sergey Ponomarev for The New York Times/Courtesy of World Press Photo Foundation/Handout via REUTERS   THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ON WORLD PRESS PHOTO ONLY. NO RESALES. MANDATORY CREDIT. NO CROPPING

Menschen flüchten vor den Kämpfen in Mossul (November 2016). Bild: HANDOUT/REUTERS

Verzweiflung in Mossul: Menschen essen Katzen und flüchten – nach Syrien (!)



Nach dem Beginn der Grossoffensive der irakischen Armee gegen die Terrormiliz «IS» in West-Mossul am Wochenende wird die Lage für eine dreiviertel Million Einwohner immer dramatischer. Die Preise für Lebensmittel sind in der belagerten Stadt explosionsartig gestiegen. Viele Familien müssen Möbel und Kleidung verbrennen, um sich aufzuwärmen. Wer flüchtet, riskiert, von den Terroristen erschossen zu werden.

Einer, der es gewagt hat, ist Karim (Name geändert). Mit seinen fünf Kindern im Alter von acht Monaten bis 7 Jahre ist er vergangene Woche im Flüchtlingslager Al-Hol jenseits der Grenze zu Syrien in kurdisch kontrolliertem Gebiet angekommen. Der Kinderrechtsorganisation Save the Children hat er seine bewegende Geschichte erzählt:

«Ich habe drei Schwestern, die mit ihren Ehemännern und Kindern im Westen Mossuls leben, der noch immer vom ‹IS› kontrolliert wird. Ich hatte zuletzt vor 10 Tagen mit ihnen Kontakt, als ich ihnen am Telefon mitteilte, dass ich mit meiner Familie nach Syrien flüchten werde. Sie weinten, weil sie wissen, dass die Fluchtwege vermint sind und sie fürchteten um unser Leben. Meine Schwestern leben unter prekären Bedingungen. Es gibt dort nicht mehr viel, kein Brot, kein Wasser, keine Nahrungsmittel. Sie haben kleine Kinder im gleichen Alter wie meine.»

«Meine Schwestern haben mir viel erzählt. Sie leben von Vorräten, die aber nur noch für einen Monat reichen werden. Sie haben Angst zu verhungern, sollte die Belagerung noch länger andauern. In anderen Stadtteilen seien die Menschen noch schlechter dran. Sie essen Katzen, um zu überleben.»

«Auch mein Onkel lebt im Westteil der Stadt. Er hat mir am Telefon gesagt, dass die Menschen angefangen haben, aus Verzweiflung zu betteln. Sie klopfen an Türen und bitten um einen Happen Essen. Er sagt, falls die Gebiete weiter unter der Kontrolle des ‹IS› bleiben, wird dasselbe passieren wie in Madaja in Syrien. Sie werden verhungern. Es gibt weder Ärzte noch Lebensmittel. Kein Mehl, Bulgur, Reis, Milch. Auf dem Markt gibt es noch etwas, aber niemand hat Geld.»

Kareem*, an Iraqi father from Mosul, sits with his children in their tent in Al Hol Camp in Hasakah Governorate, Syria. Kareem arrived in Al Hol Camp with his wife and five children three days earlier after fleeing the violence in Mosul.

Father: Kareem*
Children: 
Bushra*, 7 years old
Basima*, 6 years old
Khalil*, 5 years old
Deema*, 2 years old
Randa*, 8 months old 

Kareem’s story in his own words:

Karim mit seinen Kindern im Flüchtlingslager Al-Hol im kurdisch kontrollierten Teil Syriens (Februar 2017). bild: save the children

«Die Gesundheitsversorgung ist zusammengebrochen. Wer krank wird, stirbt. Ausser Decken haben die Menschen nichts gegen die Kälte. Seit vier Monaten sind keinerlei Güter mehr hereingekommen. Früher konnte mein Onkel die Stadt arbeitshalber verlassen und zurückkommen, aber das geht jetzt nicht mehr. Die Gegend ist umstellt und es gibt keinen Ausweg. Die Strassen sind gesperrt und wer versucht zu flüchten, wird getötet.»

«Für den Moment sind meine Schwestern sicher, aber ehrlich gesagt weiss ich nicht, ob ich sie jemals wiedersehen werde. Vor zehn Tagen schlugen fünf Granaten in der Nähe eines ihrer Häuser ein. Ihnen ist nichts passiert, aber sie hatten entsetzliche Angst. Ich habe gehört, dass bald Luftangriffe einsetzen werden. Sie hoffen, dass die irakische Armee die Stadt bald einnimmt und sich der ‹IS› zurückzieht.»

«Vor zwanzig Tagen versuchten einige meiner Verwandten den Westteil Mossuls zu verlassen. Laut meinem Onkel versuchten sie Qayyara [30 Kilometer südlich von Mossul] zu erreichen, das von der irakischen Armee kontrolliert wird. Sie wurden erwischt und vom ‹IS› auf der Stelle getötet. 20 Personen einschliesslich Frauen und Kinder. ‹IS›-Kämpfer lauerten ihnen nachts auf und erschossen sie.»

Wer früher beim Verlassen der Stadt erwischt wurde, zahlte eine Busse und wurde vom ‹IS› zurückgeschickt. Seit die Belagerung begann, töten sie jeden, der es versucht. Ich kenne sonst niemanden, der es versucht hat. Die Leute haben zuviel Angst. Sie töten alle, auch Frauen und Kinder.

«Es ist schwierig, meine Familie in Mossul zu erreichen, denn Mobiltelefone sind verboten. Wer mit einer SIM-Karte erwischt wird, wird bestraft. Es gibt keine Netzabdeckung, es sei denn man versucht es an einem höher gelegenen Punkt. Das letzte Mal, als ich mit einer meiner Schwestern sprach, war sie auf dem Dach ihres Hauses. Sie hatte Angst, denn über ihnen schwirren Drohnen, die das Netzwerk überwachen. Solche Telefongespräche sind verboten. Die Lage ist schrecklich.»

Nachtrag

Das Welternährungsprogramm (WFP) hat laut eigenen Angaben genügend Nahrungsmittel für 770'000 Menschen vor Ort und wird mit der Verteilung beginnen, sobald die Sicherheitslage es erlaubt.

Flüchtlingslager al-Hol (Syrien)

November 16, 2016. Tents in Al Hol camp, northeast Syria. The dusty camp has seen an influx of refugees from Iraq since the offensive on Mosul was declared on October 17, 2016. Save the Children and other NGOs, as well as the UNHCR, are racing against the clock to improve facilities at the camp as winter closes in.

bild: save the children

Der beschwerliche Kampf um Mossul

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Raphfa 22.02.2017 19:17
    Highlight Highlight Die "Eliten" des Westens soll sich sofort aus dem nahen Osten zurückziehen und Reparationszahlungen für ihre Untaten an die geschundene Bevölkerung entrichten.

    Diese werden durch die Superreichen bezahlt. Dann:

    1. Ab sofort keine Kreuzzüge mehr.
    2. Jede Bevölkerungsgruppe kann sich nach dem Vorbild Tschechien/Slowakei vom auferzwungenen Staat abspalten. Je kleiner die Einheit, desto besser.
    3. Imperialismus - von wem auch immer - wird geächtet.
    4. Produktehaftpflicht für Waffenproduzenten, Zugriff auf Privatvermögen der Aktionäre, um die Schäden durch die Produkte zu entschädigen.
    5. usw.
    • rodolofo 22.02.2017 21:30
      Highlight Highlight Du hast noch (nationalistische) Illusionen.
      Im "befreiten" Kosovo haben sie solche Illusionen bereits nicht mehr...
      Aber die Erfahrung, was "Unabhängigkeit" in der Realität wirklich ist, nämlich die Herrschaft einer Einheimischen "Blutsauger"-Clique, ist trotzdem sehr wichtig, als Vorbereitung für den Schritt in eine global vernetzte, internationale Zukunft.
      Diese Zukunft hat längst begonnen und sie lässt sich nicht mehr rückgängig machen.
      Ansonsten müssten wir ja sofort aufs Internet und auf Watson verzichten und nach draussen gehen, um den vorbei rollenden Verkehr zu beobachten...
    • 3fuss 23.02.2017 14:15
      Highlight Highlight Die Produkthaftpflicht gilt bereits für alle Produkte. Sie kommt allerdings nur dann zur Anwendung, wenn durch einen Herstellfehler des Produktes und ausschliessliech bei bestimmungsmässigem Gebrauch ein Schaden entsteht.
      Bei Waffen wäre das z.B. wenn der Schuss nach hinten losginge. Nicht aber, wenn sie ordnungsgemäss funktioniert und dadurch z.B. ein randalierender Palästinenser getötet würde.
      Diese Forderung von Dir ist also bereits zur besten Zufriedenheit erfüllt.
    • Raphfa 23.02.2017 21:16
      Highlight Highlight @3fuss. Die Tabakkonzerne mussten auch zahlen, obwohl ihre Produkte wie versprochen Nikotin freisetzten.

    Weitere Antworten anzeigen
  • DarkStanley 22.02.2017 19:02
    Highlight Highlight Meine Mutter hat früher auch Katzen gegessen
    • sägsali 23.02.2017 00:05
      Highlight Highlight Frag sie, wie es geschmeckt hat.
    • 3fuss 23.02.2017 14:16
      Highlight Highlight Als Pfeffer immer gut. Sonst mitunter etwas zäh.
  • 3fuss 22.02.2017 18:35
    Highlight Highlight Solange es noch Katzen zum verspeisen gibt, ist die Lage nicht extrem schlimm.
    Die Hunde sind wohl schon alle. Als nächstes stehen Ratten auf dem Menu.
    Richtig schlimm ist's wenn man den Kleister von den Tapeten und die Ledertasche kochen muss, weil es nicht einmal mehr Gras hat, s. Leningrad im 2. Weltkrieg.
    Und überhaupt: Wer noch flüchten kann, der ist nicht fatal schlimm dran.
    • Birdie 22.02.2017 18:48
      Highlight Highlight "Wer noch flüchten kann, der ist nicht fatal schlimm dran."

      Wie bitte? Also abgesehen davon, dass die Menschen eben NICHT flüchten können, geht es ihnen fatal schlimm. Oder würden sie so eine Situation auf die leichte Schulter nehmen? Ist ja ganz leicht ohne Essen in der Kälte, ohne Schutz und in ständiger Ungewissheit was passiert.
    • sikki_nix 22.02.2017 18:54
      Highlight Highlight Ja genau und so lange die Granaten bloss im Haus nebenan einschlagen, brauchen sie sich auch nicht zu beklagen. Ausserdem hat es ja zwischen den Minen genug platz zum durchlaufen und solange sie noch Hosen Tragen, brauchen wir uns keine Gedanken zu machen. Alles im Butter also 👍🏼
    • sowhat 22.02.2017 19:34
      Highlight Highlight OMG wo nimmst du nur soviel Sarkasmus her?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 22.02.2017 17:57
    Highlight Highlight Wieso sollen die Menschen nicht nach Syrien flüchten? Syrien nimmt den grössten Teil seiner Flüchtlinge gleich selbst auf, ca. 8Mio laut dem Tagi: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/halb-syrien-ist-auf-der-flucht/story/26459593
    Assad ist halt doch nicht ganz so ein schlimmer Kinderfresser, wenn 8Mio bei der Regierung Schutz suchen anstatt ins Ausland zu flüchten.
    • #10 22.02.2017 19:22
      Highlight Highlight Wenn du den Text nochmals liest, wirst auch du erkennen: die beschriebene Familie flüchtete ins kurdisch kontrollierte Syrien. Kleiner, aber feiner Unterschied.
    • Tierra Y Libertad 22.02.2017 19:44
      Highlight Highlight Und du denkst, dass diese 8 mio (fast 40% der syrischen Bevölkerung!) von der Regierung versorgt werden? Das hier gezeigte Flüchtlingscamp ist eine Seltenheit, die sich hauptsächlich auf das kurdische Gebiet beschränkt. Die Flüchtlinge versuchen einfach möglichst "normal" weiterzuleben - egal ob Assad oder Islamisten.
  • Domino 22.02.2017 16:38
    Highlight Highlight Wenn ich es richtig verstehe ist es ein Religionskrieg. Und irgendwie habe ich das Gefühl das die Menschen diesen, wie wir im Mittelalter, selbst ausfechten müssen um sich Aufzuklären und frei von diesem Dogma/Ideologie zu werden. Der Westen kann nicht viel dazu beitragen. Da können wir noch so viele Flüchtlinge aufnehmen.
    Schrecklich finde ich das sich viele Grossmächte einmischen und jeder undurchsichtige Ziele verfolgt.
    • Posersalami 22.02.2017 17:53
      Highlight Highlight Wenn sie glauben, dass in Syrien ein Religionskrieg tobt, haben sie in der Tat nicht viel verstanden. Man kann ihnen schlecht einen Vorwurf machen, die MM informieren über diesen Krieg und den Terrorismus allgemein recht unvollständig. Der Krieg findet auf vielen Ebenen statt. Die wichtigsten sind: Reformer gegen Assad, SA und Katar vs. Iran (Schiitien vs Sunniten), die Türkei kämpft gegen die Kurden und um Nord Syrien gegen Assad, USA vs. Russland um Einfluss im Nahen Osten, Israel hat Interessen und es geht um die Frage, wer Gas durch Syrien transportieren darf.
    • raphidet 22.02.2017 22:18
      Highlight Highlight Gebe dir recht Posersalami.

      Aber auch die sogenannten Religionskriege im MA und in der Neuzeit (30jähriger Krieg, Sonderbundskrieg, ...) waren nie auf den Religionsaspekt beschränkt. Religion wurde schon damals, und wird leider auch heute noch, vor allem als Vorwand verwendet.
  • dorfne 22.02.2017 15:09
    Highlight Highlight Was George Bush mit dem Irakkrieg angerichtet hat!! Fakenews gabs ja schon damals: nicht existierende Massenvernichtungswaffen! Da muss Trump sich noch gewaltig anstrengen, wenn er das topen will. Was er hoffentlich nicht will.
    • trio 22.02.2017 18:16
      Highlight Highlight Trump ist aber auf gutem Weg, George Bush mit seinen Fake News zu überholen. Nach gut einem Monat!
    • Nick_ 22.02.2017 18:38
      Highlight Highlight Sehr sinnfreier Beitrag.
      Nicht dass ich G.Bush gut fände: aber Nordirak resp Kurdistan sind/waren heilfroh um die US Invasion. Seit der Invasion können die Kurden den Nordirak teilautonom regieren und sind weitestgehend selbständig vom arabischen Teil. Dass der IS wieder Mossul für sich beansprucht, kann die USA herzlich wenig dafür.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 22.02.2017 15:02
    Highlight Highlight Da herrschen zustände wie im Mittelalter "Burg" belagern und Bevölkerung aushungern lassen und das nicht nur bei paar 100 sondern 250000 Menschen, wo leben wir nur? Gut was hab ich schon zusagen, aber mittlerweile beschäftigt mich das Thema schon so sehr.
    • FCZBVB180 22.02.2017 17:04
      Highlight Highlight Laut Bericht, leider sogar 750'000 Menschen :(
    • rodolofo 22.02.2017 17:46
      Highlight Highlight Der IS ist ein sehr modernes Phänomen.
      So viel ich bisher weiss, war das Mittelalter für die Islamisch geprägten Länder eine "Goldene Zeit", mit relativ viel Freizügigkeit und Lebenslust.
      Die rigiden Auslegungen des Islam sind eine eher junge Entwicklung. Dies hängt wohl auch damit zusammen, dass in den vom "Westen" kolonisierten Ländern Militärdiktaturen und Marjonetten-Régimes herrschten, welche den Islam in den Untergrund drängten. In ländlichen Rückzugsgebieten haben besonders traditionalistische Islamisten überdauert, die dann ihren Terror in die Städte trugen. Bsp.: Ägypten, Mindanao.
    • Agakami 23.02.2017 01:57
      Highlight Highlight @Lapos
      Ich möchte Sie mal sehen, wie Sie sich ohne Waffen gegen Granaten und Maschinengewehre verteidigen, während sie kurz vor dem verhungern sind.
  • pamayer 22.02.2017 14:54
    Highlight Highlight Albtraum. Scheinbar endlose.



    Aber kräftig falsche Wirtschaftstouristen zurück schicken, das können wir Europäer gut.
  • Beobachter24 22.02.2017 14:42
    Highlight Highlight Ich finde es ein wenig schräg, dass man Wochen u. Monate lang praktisch nichts aus Mossul berichtet hat.
    Und dann kommt ein sehr emotionaler Bericht, der aber kaum Fakten enthält ...
    • Beobachter24 22.02.2017 18:59
      Highlight Highlight @Echo der Zeit,
      watson ist nicht meine einzige Quelle für News.
  • Maragia 22.02.2017 14:25
    Highlight Highlight Mich würde mal wieder ein aktueller Lagebericht zu Syrien interessierten. Seit der sehr erfolgreichen Befreiung von Aleppo durch die russische und syrische Streitmacht hört man nichts mehr. War also doch besser als es kurz vorher die ganz Zeit in den Medien geklungen hat?
    Wo sind nun aktuelle Informationen? Was machen die Amerikaner? Was die Russen?
    • Effersone 22.02.2017 15:01
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass bei einer Aufarbeitung der Geschehnisse sowie über deren Berichterstattung, sich diverse Medien dem Vorfurf der Falschinformation bzw. Fake-News stellen müssten ( Giftgaseinsatz der Regierung, 200'000 Menschen in Aleppo, Benamslung der Terroristen als demokratische Bewegung oder moderate Opposition, WhiteHelmets und Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte als seriöse Quellen nennen usw. ).

      Ausserdem müsste man sich eingestehen, das RU und Assad eventuell nicht alles falsch gemacht haben.

    • Tierra Y Libertad 22.02.2017 15:30
      Highlight Highlight Kurze Zusammenfassung:
      Russland unterstützt die Türkei und verbündete Rebellengruppen sowie die syrische Armee in der seit November belagerten Kleinstadt al-Bab. Erdogan hat angekündigt, danach entweder Manbij, welches von prokurdischen FSA (SDF) Einheiten gehalten wird, oder Raqqa anzugreifen.
      Die von den USA unterstützten kurdisch-arabischen Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) haben die Region um Raqqa grösstenteils eingenommen. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Trump in Raqqa mit der Türkei kooperieren wird, da diese bis jetzt im Kampf gegen den IS nicht sonderlich erfolgreich war.
  • Philipp Schuepbach 22.02.2017 14:25
    Highlight Highlight Wo bleiben die Aufschreie, die Empörung ? Achso Russland ist ja nicht dort. Solange es Nato Verbündete sind ist alles I.O


    Doppelmoral stinkt
    • Sapere Aude 22.02.2017 14:49
      Highlight Highlight Dass die Russenfraktion sofort den verbalen Zweihänder auspacken muss war irgendwie klar, die Amifraktion ist gerade zu sehr mit Trump beschäftigt.
    • ujay 22.02.2017 16:47
      Highlight Highlight Heuchler!
  • Luca Brasi 22.02.2017 13:29
    Highlight Highlight Einfach nur traurig...

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