Die USA bleiben nach den Worten von US-Präsident Donald Trump im Konflikt zwischen den irakischen Kurden und der Zentralregierung in Bagdad neutral.
«Wir ergreifen nicht Partei, aber wir finden es nicht gut, dass sie zusammenstossen», sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz im Garten des Weissen Hauses in Washington. «Wir hatten viele Jahre lang sehr gute Beziehungen zu den Kurden», sagte Trump. «Und wir stehen auch auf der Seite des Irak.»
Irakische Regierungstruppen hatten drei Wochen nach dem Unabhängigkeitsvotum der autonomen Kurdenregion eine Offensive gegen die kurdischen Peschmerga-Kämpfer gestartet. In Kirkuk brachte die Armee am Montag zentrale Einrichtungen unter ihre Kontrolle. Kirkuk liegt nicht in der autonomen Kurdenregion, hatte jedoch an dem Referendum über die Unabhängigkeit von Bagdad teilgenommen.
Laut Pentagon-Sprecher Rob Manning unterstützen auch die in der Region stationierten US-Soldaten und Militärberater «weder die irakische Regierung, noch die Regierung Kurdistans». Manning rief zum Dialog auf, um den Konflikt zwischen Kurden und Zentralregierung zu lösen.
US-Aussenamtssprecherin Heather Nauert sagte, Washington sei «sehr beunruhigt» über die Gewalt in Kirkuk. Die US-Regierung arbeite mit Vertretern der Zentral- und der Regionalregierung daran, die «Spannungen zu reduzieren und zum Dialog zu ermutigen».
Nauert rief beide Seiten auf, «Provokationen» zu vermeiden, die «von den Feinden des Irak» dahingehend ausgenutzt werden könnten, einen «ethnischen und konfessionellen Konflikt» zu entfachen. Schliesslich sei die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) noch nicht besiegt. Die Spannungen zwischen Kurden und Zentralregierung könnten die kurdischen und irakischen Streitkräfte von dieser Aufgabe «ablenken», sagte Nauert. (sda/afp)