International
Kolumbien

Ende eines jahrelangen Konflikts: Entwaffnung der FARC-Rebellen in Kolumbien abgeschlossen

epa06026973 A handout photo made available by the Revolutionary Armed Forces of Colombia (FARC) shows Chief of United Nations Mission in Colombia Jean Arnault (L) and other UN members during an inspec ...
Die Farc-Rebellen haben über 7000 Waffen abgegeben. Bild: EPA/EFE/FARC

Historischer Moment: Farc-Rebellen geben in Kolumbien letzte Waffen ab

27.06.2017, 01:1027.06.2017, 01:13

 Nach über 50 Jahren des bewaffneten Kampfes hat die FARC-Guerilla alle Waffen den Vereinten Nationen übergeben. Die 6800 Kämpfer hätten alle zuvor registrierten 7132 Waffen übergeben, teilte die UNO am Montag  mit.

UNO-Beobachter hätten die Waffen in ihre Obhut genommen. Ausgenommen davon seien lediglich einige Waffen, mit denen die Sicherheit in den Entwaffnungszentren gewährleistet werden soll.Für Dienstag war ein offizieller Festakt zur symbolischen Beendigung der Waffenabgabe im Beisein der FARC-Führung und von Präsident Juan Manuel Santos im zentralkolumbianischen Mesetas geplant.

Waffen werden Friedensmahnmale

Santos hatte für seine Bemühungen um ein Ende des jahrzehntelangen Konflikts 2016 den Friedensnobelpreis zugesprochen bekommen. Die Waffen sollen eingeschmolzen und als Baumaterial verwendet werden für Friedensmahnmale in Kolumbien, in New York am Sitz der Vereinten Nationen und in Havanna, dem Ort der fast vierjährigen Friedensverhandlungen.

Seit Februar befinden sich die Kämpfer in 26 «Friedenscamps», wo sie den Übergang in ein normales Leben und die Gründung einer Partei vorbereiten. Dieser FARC-Partei sollen in den ersten Jahren zehn Sitze im Kongress garantiert werden. Die Guerilleros sehen sich vor allem als Anwälte der armen Landbevölkerung und fordern unter anderem eine gerechtere Landverteilung.

(sda/afp)

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