International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Vietnamese Doan Thi Huong (L) and Indonesian Siti Aishah are seen in this combination picture from undated handouts released by the Royal Malaysia Police to Reuters on February 19, 2017. Malaysia on March 1, 2017 charged both women with the murder of Kim Jong Nam, the estranged half brother of North Korea's leader.  Royal Malaysia Police/Handout via Reuters/File Photo ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. IT WAS PROCESSED BY REUTERS TO ENHANCE QUALITY. UNPROCESSED VERSIONS HAVE BEEN PROVIDED SEPARATELY. EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE.

Die Vietnamesin Doan Thi Huong (links) und die Indonesierin Siti Aishah werden wegen Mordes angeklagt. Bild: HANDOUT/REUTERS

Kim Jong Uns Halbbruder vergiftet – zwei Frauen droht die Todesstrafe

01.03.17, 09:17 01.03.17, 09:46


Nach dem Giftanschlag auf den Halbbruder von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Malaysia sind zwei verdächtige Frauen wegen Mordes angeklagt worden. Ihnen droht die Todesstrafe.

Der 28-jährigen Vietnamesin und der 25-jährigen Indonesierin wurde am Mittwoch vor Gericht einzeln die Anklageschrift vorgelesen. Den jungen Frauen, die nach eigener Darstellung hinters Licht geführt wurden, droht die Todesstrafe.

Indonesian suspect Siti Aisyah, center, in the ongoing assassination investigation, is escorted by police officers as she arrives at Sepang court in Sepang, Malaysia on Wednesday, March 1, 2017. Under the protection of special forces carrying machine guns, two women accused of smearing VX nerve agent on Kim Jong Nam, the estranged half brother of North Korea's leader, arrived in court Wednesday to face murder charges. (AP Photo)

Siti Aishah wird schwer bewacht zum Gericht gebracht. Bild: /AP/KEYSTONE

Lange Prozessdauer erwartet

Bei der Anklageverlesung wurden die beiden Frauen nicht aufgefordert, sich zu äussern. Dennoch sagte die Vietnamesin laut ihrem Anwalt: «Ich bin nicht schuldig.» Der Verteidiger ergänzte, seine Mandantin sei angesichts des Mordvorwurfs «nervös» gewesen.

Die Angeklagten erschienen nacheinander in Handschellen und in kugelsicheren Westen im Gericht, das von mehr als 100 schwer bewaffneten Polizisten bewacht wurde. Der eigentliche Prozessauftakt wird voraussichtlich erst in mehreren Monaten sein. Der indonesische Botschafter in Malaysia, Andreano Erwin, sagte, er habe seiner angeklagten Landsfrau geraten, sich auf einen langen Prozess einzustellen.

Vietnamese suspect Doan Thi Huong, center, in the ongoing assassination investigation, is escorted by police officers out from Sepang court in Sepang, Malaysia on Wednesday, March 1, 2017. Appearing calm and solemn, two young women accused of smearing VX nerve agent on Kim Jong Nam, the estranged half brother of North Korea's leader, were charged with murder Wednesday. (AP Photo/Daniel Chan)

Doan Thi Huong mit kugelsicherer Weste. Bild: Daniel Chan/AP/KEYSTONE

Nervengift VX

Die Anklagebehörde wirft ihnen vor, Kim Mitte Februar am Flughafen von Kuala Lumpur mit einem Nervengift getötet zu haben. Kim, der ältere Bruder des nordkoreanischen Machthabers, war am 13. Februar in Kuala Lumpur angegriffen worden und kurz darauf gestorben.

Videoaufnahmen vom Flughafen zeigten, wie Kim von zwei Frauen angegriffen wurde, die ihm offenbar ein Tuch ins Gesicht drückten. Nach dem Angriff wandte sich Kim an das Flughafenpersonal. Nach Polizeiangaben war er unter Krämpfen gestorben, noch bevor er das Spital erreichte.

Die Ermittler gingen später auf der Grundlage ihrer Untersuchungen davon aus, dass Kim mit dem Nervengift VX getötet worden war. Die Substanz gilt als Massenvernichtungswaffe und ist international geächtet.

Südkorea verdächtigt das Nachbarland, hinter dem Attentat auf den bei der nordkoreanischen Führung in Ungnade gefallenen Kim Jong Nam zu stecken.

Vietnamese woman Doan Thi Huong, who has been arrested by Malaysian police over the murder of Kim Jong Nam, poses for a photo during a motor show in Hanoi, Vietnam July 16, 2016. Picture taken July 16, 2016.   PTS Chip/Handout via REUTERS   ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. THIS PICTURE WAS PROCESSED BY REUTERS TO ENHANCE QUALITY. AN UNPROCESSED VERSION HAS BEEN PROVIDED SEPARATELY. NO RESALES. NO ARCHIVE. TPX IMAGES OF THE DAY

Doan Thi Huong ging davon aus, bei einem Streich für eine Fernsehshow mitzuspielen.  Bild: HANDOUT/REUTERS

Streich für eine Fernsehshow

Die beiden verdächtigten Frauen gaben an, nicht gewusst zu haben, dass sie in ein Mordkomplott verwickelt wurden. Stattdessen gingen sie nach eigenen Angaben davon aus, bei einem Streich für eine Fernsehshow mitzuspielen. Die Polizei hatte nach dem Attentat ausser der Indonesierin und der Vietnamesin auch einen 46-jährigen Nordkoreaner festgenommen, gegen den weiter ermittelt wird.

Nordkorea hat bislang weder die Identität des Getöteten noch die Ergebnisse der Autopsie und die Polizeiermittlungen anerkannt. Malaysia weigerte sich bislang, die sterblichen Überreste von Kim herauszugeben.

Gesundheitsminister S. Subramaniam sagte, zunächst müsse der Tote von Angehörigen identifiziert werden und dann werde die Leiche Verwandten übergeben. Die eigentlich relativ entspannten Beziehungen zwischen Nordkorea und Malaysia verschlechterten sich seit dem Angriff auf Kim rapide. (whr/sda/afp)

Kim Jong Uns Gefolgsleute machen Notizen

Das könnte dich auch interessieren:

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 04.03.2017 01:31
    Highlight "Den jungen Frauen, die nach eigener Darstellung hinters Licht geführt wurden, droht die Todesstrafe."

    Diese jungen Frauen sehen das schon richtig. Sie sind hinters Licht geführt worden.

    Die Geheimdienste dieser Welt arbeiten auf diese Art.

    Auch die Schweizer Geheimdienste, übrigens. Aber das sage ich nicht öffentlich. Das sage ich nur im Vertrauen. Unter uns. Sozusagen.
    1 0 Melden

«Eine nie gesehene Krise»: Herzegowina-Kroaten erleiden Wahlschlappe in Bosnien

Die Wahl des dreiköpfigen Staatspräsidiums in Bosnien-Herzegowina hat den Kroaten in der Herzegowina eine schwere Niederlage beschert. Statt ihres jahrelangen Führers Dragan Covic wird der Kroate Zeljko Komsic ins höchste Amt des kleinen Balkanstaates einziehen.

Dies teilte die staatliche Wahlkommission am Montagmorgen in Sarajevo mit. Der Unterlegene kündigte an, jetzt sei «eine nie gesehene Krise» möglich. Schon im Wahlkampf hatte der Nationalist Covic angekündigt, im Falle einer …

Artikel lesen