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Nordkorea zum Fall Kim Jong Nam: Ein Mann verfiel in «Schockstarre» und starb



Zehn Tage nach dem rätselhaften Tod Kim Jong Nams berichteten Nordkoreas Staatsmedien zum ersten Mal über den Vorfall in Kuala Lumpur, ohne jedoch den Verstorbenen beim Namen zu nennen.

Sie sprachen vielmehr von einem nordkoreanischer Bürger mit einem diplomatischen Pass, der in dem Flughafengebäude plötzlich in «Schockstarre» verfallen und an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben sei.

Die Protagonisten der Affäre um die Tötung von Kims Halbbruder

Malaysia bittet Interpol um Mithilfe

Malaysia hat im Fall des mutmasslich ermordeten Halbbruders des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un Interpol um Mithilfe gebeten. Interpol solle eine Warnung vor vier verdächtigen Tatbeteiligten aus Nordkorea ausgeben, sagte Polizeichef Khalid Abu Bakar am Donnerstag vor Journalisten.

Die vier Männer hätten Malaysia offensichtlich schon am 13. Februar verlassen, als Kim Jong Nam von zwei Frauen im Flughafen von Kuala Lumpur überfallen worden sei.

Nordkorea wehrte sich unterdessen gegen den Verdacht, in den Fall verwickelt zu sein, und kritisierte erneut das Vorgehen der malaysischen Behörden. 

«Dunkle Zwecke»

Südkoreanischen Medien wurde vorgeworfen, «wilde Gerüchte» zu verbreiten, er sei von zwei Agentinnen Nordkoreas vergiftet worden. Eine Autopsie hatte keine Resultate ergeben.

Das staatliche nordkoreanische Juristen-Komitee unterstellte Malaysia eine «unfreundliche Haltung» und im Umgang mit dem Leichnam «dunkle Zwecke». Das ungerechtfertigte Verhalten Malaysias falle mit «einer gegen die Volksrepublik gerichteten verschwörerischen Gaunerei Südkoreas» zusammen, wurde das Komitee zitiert.

Autopsie ohne die Genehmigung Nordkoreas

Die Behörden hätten unter anderem die Autopsie ohne die Genehmigung Pjöngjangs durchgeführt. Auch sei der Leichnam des Mannes entgegen dem Wunsch Nordkoreas nicht übergeben worden. «Die grösste Verantwortung für seinen Tod liegt bei der Regierung in Malaysia, weil der Bürger der Volksrepublik dort gestorben ist.»

Die malaysische Polizei hatte bislang nicht direkt Nordkorea für den Tod des 45-jährigen Kim Jong Nam verantwortlich gemacht, jedoch unter anderen auch einen Diplomaten der nordkoreanischen Botschaft als einen Verdächtigen genannt.

Diplomatische Verstimmungen

Die beiden mutmasslichen Täterinnen, die den Angriff ausgeführt haben sollen, wurden festgenommen. Sie sollen nach Angaben der Polizei in örtlichen Einkaufszentren für ihre Tat trainiert haben. Eine der Frauen kommt demnach aus Vietnam, die andere aus Indonesien.

Der Fall um den mutmasslichen Giftanschlag auf den erstgeborenen Sohn des früheren nordkoreanischen Diktators Kim Jong Il sorgt bereits sei Tagen für diplomatische Verstimmungen zwischen Pjöngjang und Kuala Lumpur. Nordkoreas Botschafter in dem südostasiatischen Land hatte bereits vor einigen Tagen Kuala Lumpur beschuldigt, sich an einer Konspiration zu beteiligen.

Malaysias Polizeichef drohte am Donnerstag, den in Verdacht stehenden Diplomaten zu zwingen, «zu uns zu kommen». Man habe zunächst an den nordkoreanischen Botschafter geschrieben, eine Befragung des Verdächtigen zu erlauben. (whr/sda/dpa)

Kim Jong Uns Gefolgsleute machen Notizen

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