International
Raumfahrt

Schnappt sich Musk jetzt die ISS? Trump will Internationale Raumstation loswerden

epa05056300 A handout picture made available by NASA on 06 December 2015 of a photograph taken by one of the Expedition 45 crew members aboard the International Space Station (ISS) showing the robotic ...
Die USA wollen die Raumstation ISS privatisieren.Bild: EPA/NASA

Schnappt sich Musk jetzt die ISS? Trump will Internationale Raumstation loswerden

12.02.2018, 01:38

Kauft SpaceX-Boss Elon Musk jetzt auch noch eine Raumstation? Die US-Regierung will laut einem Zeitungsbericht in ein paar Jahren die Internationale Raumstation ISS privatisieren. Das Weisse Haus wolle das kostspielige Raumfahrtprojekt nur noch bis zum Jahr 2025 finanzieren.

Dies berichtete die «Washington Post» am Sonntag unter Berufung auf ein internes Dokument der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Danach könne die Privatwirtschaft Teile der ISS übernehmen.

«Die Entscheidung, die Unterstützung des Bundes für die ISS 2025 zu beenden, bedeutet nicht, dass die Plattform zu diesem Zeitpunkt ihren Orbit verlassen muss», zitiert die «Post» aus dem Nasa-Dokument. Es sei vielmehr «möglich, dass die Industrie manche Elemente oder Kapazitäten der ISS im Rahmen einer künftigen kommerziellen Plattform fortführt». Zur Vorbereitung dieses Übergangs will das Weisse Haus dem Bericht zufolge Marktanalysen und Entwicklungspläne anfertigen lassen.

Die Nasa erklärt in dem Dokument laut «Washington Post», dass sie in den kommenden sieben Jahren ihrer «internationalen und kommerziellen Partnerschaften» weiter ausbauen werde, «um die weitere Präsenz und den Zugang von Menschen zur unteren Erdumlaufbahn sicherzustellen».

Bereits private Versorgungsflüge

epaselect epa06394974 The Russian Soyuz booster rocket FG with Soyuz MS-07 spacecraft lifts off from the launch pad at Baikonur Cosmodrome in Kazakhstan, 17 December 2017, carrying the expedition 54/5 ...
Sojus-Raketen fliegen Astronauten zur ISS.Bild: EPA/EPA

Im Haushaltsentwurf der US-Regierung, der am Montag vorgestellt werden sollte, sind dem Bericht zufolge 150 Millionen Dollar für die Entwicklung «kommerzieller Kapazitäten» eingeplant, um eine reibungslose Privatisierung der ISS zu ermöglichen. Die Nasa wollte zu dem Bericht auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Der Grundstein für die ISS war vor 20 Jahren mit einem internationalen Abkommen gelegt worden. Beteiligt sind neben den USA auch Russland, die EU, Japan und Kanada. Seit der Präsidentschaft von George W. Bush (2001-2009) hat die Nasa vermehrt Aktivitäten an die Privatwirtschaft ausgelagert. So übernehmen mittlerweile die Firmen SpaceX und Orbital ATK Versorgungsflüge zur ISS. Das Space-Shuttle-Programm der USA wurde 2011 eingestellt. US-Astronauten können seitdem nur noch mit russischen Sojus-Raketen zur ISS gelangen. (sda/afp)

Wunderschöne Aufnahmen des Polarlichts von der ISS

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
US-Diplomat lobt Putin als Wohltäter – der Konter von Russland-Kennern sitzt
Die Trump-Regierung hofiert den russischen Machthaber und verharmlost öffentlich die Verbrechen des Kremls. Das wollten im Exil lebende Putin-Kritiker nicht unwidersprochen hinnehmen.
Ein Humanist ist gemäss Definition jemand, der sich für die Würde, die Freiheit und das Wohl der Menschen einsetzt.
Zur Story