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«Ich würde dir nicht einmal etwas vermieten, wenn du die letzte Person auf Erden wärst.» – Gastgeberin Tami zur 25-jährigen Airbnb-Nutzerin Dyne Suh. 

«Darum haben wir Trump!»– Rassistische Airbnb-Host lässt Gäste im Schneesturm stehen



Es hätte ein entspannter Kurztrip werden sollen. Ein erholsames Wochenende im beliebten Skigebiet «Big Bear Lake», zwei Autostunden entfernt von Los Angeles. Doch der Trip endete für Dyne Suh in einem Desaster.

Die 25-jährige Jurastudentin buchte bereits einem Monat im Voraus eine Berghütte auf Airbnb und erhielt eine Zusage. Auch nachdem sie sich ein bisschen später nochmals bei der Gastgeberin meldete um zwei Freunde und zwei Hunde zu ihrer Reservation hinzuzufügen, sei dies kein Problem gewesen, sagte Suh gegenüber der Washington Post

Als die Gruppe sich dann auf den Weg machte, tobte gerade ein harscher Wintersturm durch die Gegend. Minuten vor der Berghütte meldete sich Suh bei der Gastgeberin, um sie über die baldige Ankunft zu informieren. Doch es kam ganz anders als erwartet.

Entgegen der ersten Zusage, war es für die Gastgeberin plötzlich nicht mehr in Ordnung, dass nun auch noch zwei Freude mehr zu Besuch kämen: 

«Wenn du denkst, vier Personen und zwei Hunde erhalten ein Zimmer für $50 in der Hochsaison, dann täuschst du dich gewaltig.»

Diese Meldung erhielt Suh kurz vor ihrer Ankunft von der Airbnb-Gastgeberin «Tami». Geschockt protestierte Suh und schickte Tami einen Screenshot von ihrer ersten Zusage bezüglich der Reservationsänderung. Doch die Gastgeberin blieb hart und cancelte gar die gesamte Buchung. 

«Mach nur weiter so. Ich würde dir die Berghütte auch nicht vermieten, wenn du die letzte Person auf der Erde wärst. Ein Wort erklärt alles: Asiatin.»

Mit dieser Aussage hatte Suh zuletzt gerechnet. Entrüstet schrieb sie Tami zurück, dass sie diese rassistische Bemerkung bei Airbnb umgehend melden würde. Die Gastgeberin bleibt jedoch unbeeindruckt und antwortete:

«Mach nur weiter. Darum haben wir Trump. Ich werde nicht erlauben, dass unserem Land von Ausländern gesagt wird, was wir tun sollen. »

Neben der gerade eben gecancelten Buchung, machte der Gruppe ein weiteres Problem das Leben schwer: der Schneesturm. Suh zufolge wurden die Strassenverhältnisse immer schlechter und es war unmöglich, den gleichen Weg wieder zurückzufahren. 

Durch Glück und Zufall befand sich eine Crew-Bus des TV-Senders «KTLA 5» gerade in der Nähe. Der Sender berichtete gerade live vom Schneesturm. Einer der Reporter, Steve Kuzj, interviewte Suh noch vor Ort mit seinem Smartphone.

Das Video mit Suh, wie sie aufgelöst und schluchzend vom gerade Erlebten berichtet, hat der Sender vergangene Woche auf YouTube hochgeladen. Im Video berichtet Suh, dass sie seit sie drei Jahre alt ist in Amerika wohnt: «Ich bin Amerikanerin, das ist mein Zuhause. Es tut weh. Es tut weh, wenn du seit 23 Jahren in Amerika wohnst und dann so etwas passiert», sagte Suh im Interview

Auch Suh selbst berichtete über Facebook von dem Vorfall und postete Printscreens von der Unterhaltung mit ihrer Gastgeberin. Sie war von den vielen Reaktionen berührt und überrascht, sagte sie gegenüber der Washington Post.

Airbnb habe ihr zudem das Geld rückerstattet und die Gastgeberin Tami gesperrt. Auch fanden Suh und ihre Freunde in besagter Nacht dann doch noch eine Unterkunft – nach einer zweistündigen Suche im meterhohen Schnee. (ohe)

Die 20 angesagtesten Unterkünfte auf Airbnb

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44
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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ned Kelly 11.04.2017 01:00
    Highlight Highlight But...Where are you from?
    Play Icon
  • Volare 10.04.2017 18:09
    Highlight Highlight Das ist eine eigenartige Geschichte. Die beiden Damen haben doch schon vorher miteinander kommuniziert. Dyne ist doch auf dem Foto klar als Asiatin erkennbar und ihr Nachname lässt auf koreanische Wurzeln schliessen. Ich vermute eher, dass sie sich im Nachhinein nicht auf den neuen Preis haben einigen können. Das Ganze ist ausgeartet, da sich die Vermieterin in die Enge gedrängt gefühlt hat und sich folglich aus den üblichen Klischees gegenüber Asiaten bedient hat. Nicht, dass es das besser macht. Man hätte auch absagen können, ohne rassistisch zu werden.
    • atomschlaf 10.04.2017 22:23
      Highlight Highlight Eigenartig oder nicht, Hauptsache man kann die Rassismusempörung der einschlägig Vorbelasteten triggern... :-P
    • SUP_2 10.04.2017 23:21
      Highlight Highlight Ja ja am Ende muss man immer alles erklären und entschuldigen, wenn die sagenhafte Dummheit von Rassisten und Schmarotzern zugreift
  • Wehrli 10.04.2017 17:12
    Highlight Highlight Dyne Suh gewinnt damit das "goldene Mimimimimi" des Aprils. Und wird Bewerber für den Jahrespokal.
    • philosophund 10.04.2017 18:54
      Highlight Highlight ..sagt Wehrli, der Gewinner für das braune Mimimimimi des Aprils und ist zugleich auch Anwärter für den Jahrespokal.
    • phreko 11.04.2017 00:32
      Highlight Highlight Wehrli, sind wir uns einig, dass du hier offen Rassismus befürwortest?
    • HansDampf_CH 11.04.2017 09:29
      Highlight Highlight @phreko dafür bräuchte es ein minimum an Selbstreflektion und Intelligenz... Rassismus zeigt ja genau das dieses Fehlt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • demian 10.04.2017 15:30
    Highlight Highlight Kommentare wie bei 20min und Blick...
  • Schneider82 10.04.2017 13:19
    Highlight Highlight Mir auch schon mal passiert in Korea. Der Host wollte keine Ausländer und ist nun nicht mehr Airbnb Host, denn airbnb ist hier recht hilfreich. Diejenige, die finden, die Frau überreagiere... Nicht schön, wenn man so diskriminiert wird... Wünsche das niemandem.
  • atomschlaf 10.04.2017 13:03
    Highlight Highlight ...nuff said.
    Benutzer Bild
    • Nicholas Fliess 10.04.2017 13:39
      Highlight Highlight Und darum haben Sie hier auch einen Kommentar posten müssen?
    • Evan 10.04.2017 14:34
      Highlight Highlight Da hat sich Atomschlaf ja Mal selber übertroffen. So einen dümmlichen Kommentar in einem dermassen unpassenden Moment wird freigeschaltet und ganz andere Dinge nicht. Shame on you Watson Team.
    • Alex_Steiner 10.04.2017 15:26
      Highlight Highlight Der umgefallene Sack REIS ist bei dem Thema Rassimus gegen Asiaten wohl nicht besonders angebracht :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Smith (2) 10.04.2017 12:31
    Highlight Highlight Mir fällt auf, wie sehr Frau Suh betont, dass sie Amerikanerin ist. Wäre die Sache also akzeptabel gewesen, wenn sie eine Ausländerin gewesen wäre? (Dies nennt man dann wohl unterschwelligen Rassismus.)
    • DailyGuy 10.04.2017 13:22
      Highlight Highlight Nein, aber wenn du liest, siehst du wie die Vermieterin ihr sagt, sie sei eine Ausländerin, was ja nichts stimmt. Man kann Argumentieren, dass die Wortwahl von Suh nicht ideal ist, jedoch muss man sich auch in ihre Situation versetzen.
    • who cares? 10.04.2017 13:27
      Highlight Highlight Geht glaub eher darum, dass sie die USA als ihre Heimat ansieht und dass sie sich als Amerikanerin fühlt, aber dass die Vermieterin sie trotzdem nicht als das anerkannt. Wie wenn dir jemand deine Heimat verweigert, weil du eine andere Hautfarbe hast als die Mehrheit.
    • John Smith (2) 10.04.2017 14:27
      Highlight Highlight Aus den Blitzen und Antworten schliesse ich, dass es also ok ist, wenn ich meine Wohnung nicht an (zum Beispiel) eine Türkin vermiete, dass das aber dann nicht ok ist, wenn ich nur meine, es sei eine Türkin, es aber tatsächlich eine eingebürgerte Schweizerin ist. (Positiv ist zu vermerken, dass also auch eine «bloss» Eingebürgerte immerhin schon Anspruch auf eine Vorzugsbehandlung hat.)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hänsel die Gretel 10.04.2017 11:45
    Highlight Highlight Ein bisschen peinlich so zu weinen, aber die Vermieterin wird schon ihre Geünde gehabt haben. I smell bullshit...
    • Charlie Brown 10.04.2017 12:02
      Highlight Highlight "die Vermieterin wird schon ihre *Gründe gehabt haben".

      Klar. Weil sie Asiatin ist. Reicht als Grund, oder?

      I smell brown shit.
    • Datsyuk * 10.04.2017 12:08
      Highlight Highlight Klar: Gefühle sind peinlich...

      Wie kommst du dazu, das zu schreiben?
    • Tilman Fliegel 10.04.2017 12:11
      Highlight Highlight Ein bisschen Peinlich ist vor allem dein Kommentar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nuka Cola 10.04.2017 11:43
    Highlight Highlight So sollte es nicht sein, aber und nun bedenke man ein mal, dies geschieht auch tag täglich in Hotels. Ich meinte ZDF hat 2013 dazu mal eine Doku gemacht, klar die hatten nicht reserviert, abwr da wurde einem Deutschen mit afrikanischen wurzeln trotz nachweislich leerer Zimmer gesagt, es sei alles ausgebucht.
  • Dunkleosteus6765 10.04.2017 11:16
    Highlight Highlight Das nennt man dann wohl: "Fremd im eigenen Heimatland sein." Was zum Teufel stimmt mit manchen Leuten nicht. Menschen in einem Schneesturm ihrem Schicksal überlassen, nur weil sie nicht der "gleichen Rasse" angehören, wie man selbst. Solche Personen haben die Menschlichkeit und gegenseitiger Respekt weggeworfen und gegen Dummheit und Rassismus, etc. ersetzt. Zum Glück sind solche Personen aber immer noch in der Minderheit.
    • Alnothur 10.04.2017 13:50
      Highlight Highlight Joa, irgendwie wie wenn ich werktags tagsüber durch Biel gehe. Sei es auf den Zug zur Arbeit, oder zu meiner Grossmutter ins Altersheim. Da fühle ich mich als Schweizer mittlerweile auch fremd, werde zum Teil sogar schon fast blöd angeglotzt.
    • Baba 10.04.2017 17:16
      Highlight Highlight @Alnothur, sind Sie in anderen Dingen auch so feinfühlig?

      In Aarau (v.a. im und um den Bahnhof) wimmelt es von dunkelhäutigen Menschen, ich habe mich noch NIE blöd beäugt gefühlt oder wurde irgendwie dumm angemacht. Vielleicht auch weil ich von diesen Menschen auch nicht erwarte, dass sie mir schlecht gesinnt sind.
    • Wehrli 10.04.2017 17:19
      Highlight Highlight "fast blöd angeglotzt" ist das so wie "ein bisschen schwanger"?

      Oder "also ich bin kein Rassist aber wir Eingeborenen sind eben halt schon besser ..."

      Etwa so?
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