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Das Wettrüsten geht munter weiter – Moskau will Raketen mit höherer Reichweite entwickeln

05.02.2019, 12:41
Das russische Militär feuert eine Iskander-Rakete ab, undatierte Aufnahme.
Das russische Militär feuert eine Iskander-Rakete ab, undatierte Aufnahme.
Bild: AP/Defense Ministry Press Service

Nach der Kündigung des Abrüstungsvertrages für atomar bewaffnete Mittelstreckenwaffen INF durch die USA und Russland will Moskau schnell neue Raketen mit höherer Reichweite bauen. Die Entwicklung solcher Waffen solle bereits in Kürze beginnen.

«Jetzt kommt es darauf an, die Reichweite der heute zu entwickelnden bodengestützten Raketensysteme zu erhöhen», sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag. Die neuen Waffen sollten weiter als 500 Kilometer fliegen können - der INF-Vertrag erlaubte eine solche Reichweite nicht.

Die USA und Russland hatten das mehr als 30 Jahre alte Abkommen über das Verbot landgestützter atomarer Mittelstreckenraketen am Wochenende nacheinander ausgesetzt, weil sie sich gegenseitig Verstösse dagegen vorwerfen. Es bleibt aber noch eine halbjährige Kündigungsfrist, um den Vertrag doch noch zu retten. Die Abkürzung INF steht für «Intermediate Range Nuclear Forces», auf Deutsch: nukleare Mittelstreckensysteme.

Nach Angaben von Schoigu will Russland zudem seine Militärsatelliten im Weltall umrüsten. «Die Erfahrung in Syrien zeigt, dass für einen effizienten Einsatz von Präzisionswaffen detaillierte Karten notwendig sind.» Solche Daten könnten nur mit modernen Satelliten gewonnen werden, die die Erdoberfläche überwachten, erklärte der Minister. Es gehe dabei etwa um Kameras mit höherer Auflösung. (sda/dpa)

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