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Politische Beteiligung der Bürger: Volksabstimmungen tragen zur Stabilität bei.
Politische Beteiligung der Bürger: Volksabstimmungen tragen zur Stabilität bei.Bild: Gonzalo Garcia

Auf der Welt gibt es noch vier Inseln der Stabilität – und du wohnst auf einer davon

13.02.2017, 18:18

Trump im Weissen Haus, Populisten auf dem Vormarsch und die EU im Brexit-Schock – die westliche Welt segelt derzeit durch unsichere politische Gewässer. Das widerspiegelt sich in der interaktiven Risiko-Weltkarte, die der Versicherungsmakler Marsh alljährlich publiziert. Immerhin vier Inseln der Stabilität gibt es in dieser unruhigen Zeit – und drei davon liegen in Europa.  

Den aktuellen Index der Stabilität führt die Schweiz mit 82,8 von 100 möglichen Punkten an, vor Norwegen (82,5), Singapur (81,1) und Schweden (80,7). Am andere Ende der Skala befindet sich der Süd-Sudan (20,1), der zusammen mit sechs weiteren afrikanischen Ländern sowie Haiti, Jemen und Syrien die Gruppe der zehn instabilsten Länder bildet. 

Nur zwei skandinavische Länder, die Schweiz und Singapur haben mehr als 80 Punkte auf dem Stabilitätsindex erhalten. Am instabilsten sind neben mehreren afrikanischen Ländern Syrien, Haiti und Jemen. Sehr instabil sind in Europa die Länder Bosnien, Kosovo, Weissrussland, Ukraine und Moldawien. 
Nur zwei skandinavische Länder, die Schweiz und Singapur haben mehr als 80 Punkte auf dem Stabilitätsindex erhalten. Am instabilsten sind neben mehreren afrikanischen Ländern Syrien, Haiti und Jemen. Sehr instabil sind in Europa die Länder Bosnien, Kosovo, Weissrussland, Ukraine und Moldawien. Karte: Marsh.com

Volksabstimmungen tragen zur Stabilität bei

In der Schweiz gewährleiste der «breite politische Konsens» ein hohes Mass an Stabilität, sagte ein Vertreter von Marsh dem deutschen Nachrichtenportal Welt.de. Die Beteiligung der Bürger am politischen Prozess durch Volksabstimmungen trage ebenfalls zur Stabilität bei. Weiter wird die «Unabhängigkeit des Landes von internationalen Organisationen» genannt, was der Regierung erlaube, frei zu agieren. 

Weltweit sorgten letztes Jahr gemäss Marsh vornehmlich zwei Ereignisse – die auch in den nächsten Jahren nachwirken werden – für Unsicherheit: Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten und der britische Entscheid, der EU den Rücken zu kehren. Auch in Staaten wie Frankreich, den Niederlanden oder Italien wirke sich der Vormarsch von «nationalistischen Anti-Establishment-Parteien» stabilitätsvermindernd aus.

«Politisch unsichere Zeiten» in Deutschland

In Deutschland, das vor der Bundestagswahl vor «politisch unsicheren Zeiten» stehe, sieht Marsh entsprechend die Möglichkeit von grossen Zugewinnen der AfD bei den Wahlen. Zudem seien aufgrund der Flüchtlingskrise starke soziale Spannungen vorhanden. 

Die New Yorker Risikoberatungsfirma Marsh erstellt ihre «Political Risk Map» jeweils mit Daten von Business Monitor International (BMI), das Länder- und Kreditrisiken in über 200 Ländern analysiert. Im Vordergrund stehen dabei politische und makroökonomische Risiken. In der letztjährigen Ausgabe der Risiko-Weltkarte war die Spitzengruppe noch etwas grösser: Österreich und Kanada wiesen 2016 ebenfalls einen Index von 80 Punkten oder mehr auf. 

(dhr)

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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Tepesch
13.02.2017 19:00registriert Oktober 2015
@Redaktion
Ein Vergleich mit den letzten Jahren wäre noch hilfreich.
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pamayer
13.02.2017 18:58registriert Januar 2016
Ist ein Privileg, in der Schweiz zu wohnen. Also schauen wir dafür, die Schweiz vor den staatszersetzenden Kräften am rechten Flügel zu schützen.
Und reagieren trotz allem offen und durchlässig. Mauern schaffen nur Enge und Konflikte.
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Tunella
13.02.2017 23:46registriert September 2015
Irgendwie habe ich Mühe mit Artikeln (und Medien), die völlig unkritisch eine sogenannte Analyse eines börsenkotierten, profitorientierten Unternehmens runterleiern. Mit dem Hinweis auf die Datenquelle, derer sich der Konzern zur Erstellung der Analyse bedient, nämlich das ebenfalls börsenkotierte und profitorientierte Unternehmen Business Monitor International, ist es jedenfalls nicht getan. Das ist höchstens Scheintransparenz. Das ganze Gejodel nur weil man Helvetia feiert? Braver Patriotismus auch bei Watson... Solche Analysen gibt es noch und nöcher: warum gerade über diese berichten?
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