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Der ehemalige russische Präsident Medwedew: «Unser Land pfeift auf die Nichtanerkennung der neuen Grenzen durch die G7.»
Der ehemalige russische Präsident Medwedew: «Unser Land pfeift auf die Nichtanerkennung der neuen Grenzen durch die G7.» Bild: keystone

Medwedew: Russland pfeift auf Anerkennung der Grenzziehung durch G7

14.05.2022, 21:24

Der frühere russische Staatschef Dmitri Medwedew hat mit Sarkasmus und Kritik auf die Unterstützung der Ukraine durch die führenden Industrienationen (G7) reagiert. «Sanft ausgedrückt: Unser Land pfeift auf die Nichtanerkennung der neuen Grenzen durch die G7», kommentierte er am Samstag in seinem Telegram-Kanal die Erklärung der G7-Staaten, Grenzveränderungen, die Russland mit militärischer Gewalt erzwingen wolle, «niemals» anerkennen zu wollen.

Wichtig sei in dem Fall nur der Wille der dort lebenden Menschen, so Medwedew. Seit einigen Wochen gibt es Spekulationen über Referenden in den von moskautreuen Truppen besetzten Teilen der Ukraine für einen Anschluss an Russland. Der 56-Jährige verwies einmal mehr auf Kosovo, das im Kreml als Präzedenzfall für die mögliche Verschiebung von Grenzen gilt.

Das Versprechen der G7 an Kiew, der Ukraine weiter Waffen zu liefern, bezeichnete er als Fortführung eines «verdeckten Kriegs gegen Russland» und die geplante Verringerung der Abhängigkeit von russischen Energieträgern als «Plünderung» der Bürger in den G7-Staaten, die nun höhere Preise zahlen müssten, um das «korrupte Regime in der Ukraine» zu unterstützen. Insgesamt kritisierte Medwedew die Erklärungen beim G7-Treffen als verlogen.

Der russische Ex-Präsident, der während seiner Amtszeit liberaler eingeschätzt wurde als der jetzige Kremlchef Wladimir Putin, hat sich seit Kriegsbeginn mit einer Reihe von scharfen Äusserungen gegenüber dem Westen und der Ukraine profiliert. So setzte er die Ukraine mit dem nationalsozialistischen Dritten Reich gleich und bestritt ihr Existenzrecht, drohte mit der Enteignung westlicher Konzerne in Russland und bei einem Nato-Beitritt von Schweden und Finnland mit der Stationierung von Atomwaffen im russischen Ostseeraum. (sda/dpa)

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Diesen russischen Oligarchen geht die EU an den Kragen

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quelle: keystone / alejandro zepeda
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68 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Lowend
14.05.2022 22:03registriert Februar 2014
Keine Angst Medwedew, wenn die Ukrainer so weitermachen, werden es eh die Grenzen vom Jahr 2014 sein und die werden von allen Staaten der Welt anerkannt.
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So oder so
14.05.2022 21:32registriert Januar 2020
Medwedew wie auch Lawrow kann man nicht mehr Ernst nehmen. Die Quatschen nur noch um der Putin Doktrin wegen - Polit Zombies.
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stormcloud
14.05.2022 22:12registriert Juni 2021
Der kleine Zwockel tut so, als wäre er ein ganz Großer und spuckt auch große Töne.
Dabei ist er nur ein willfähriger Lakei des Giftzwergs....
Ich hoffe, diese menschenverachtenden Kriegsverbrecher erhalten alle ihre gerechte Strafe!
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