International
USA

Pinselstriche gegen Sexismus: Künstlerin macht Trump zur «Nasty Woman»

Die niederländische Künstlerin Jet Nijkamp «kleidet» Donald Trump neu ein.
Die niederländische Künstlerin Jet Nijkamp «kleidet» Donald Trump neu ein.bild: jet nijkamp

Pinselstriche gegen Sexismus: Künstlerin macht Trump zur «Nasty Woman»

15.09.2017, 18:4615.09.2017, 19:16

Wirklich durch blickte niemand, als es im Februar im Weissen Haus hiess, Frauen hätten sich wie Frauen anzuziehen. Dieser Tenor hielt nach Donald Trumps Amtseinsetzung Einzug und er liess weltweit Fragen offen.

Auch die niederländische Künstlerin Jet Nijkamp beteiligte sich an der Diskussion und fragte: «Wenn Trumps Regierung möchte, dass Frauen im Weissen Haus sich wie Frauen anziehen, was hat diese – männliche – Regierung dabei im Kopf?»

Das deutsche Magazin ze.tt berichtet mit Bezug auf einen aktuellen Beitrag von Nijkamp in «Bored Panda» von weiteren Fragen, die im Kopf der Künstlerin herumschwirrten. So soll sich die Niederländerin gefragt haben, wie Donald Trump aussehen würde, wäre er angezogen wie eine Frau. Wie er sich selbst als Frau quälen würde, in seinem Alter und mit seiner Figur.

Um sich diese Fragen selbst zu beantworten, gab Nijkamp dem US-Präsidenten Frauenkleidung. Sie malte mit Pastellfarben auf Zeitungsfotos und so erhielt Trump seit Monaten wechselnde Outfits. Von – in Anspielung an seine Aussage – vermeintlich klassischen Frauenoutfits, über den Badeanzug und Hosenanzüge bis zum Hijab – alles war dabei.

Wie ze.tt weiter schreibt, wird Jet Nijkamp ihre gesammelten Werke kommende Woche in Amsterdam auf der Nasty Women Exhibition London ausstellen. Der Name sei eine Anlehnung an Trumps Spruch im dritten TV-Duell vor der US-Wahl. Dort betonte er, in sein Land kämen viele bad hombres und nasty women. Mit der Ausstellung werden Spenden für Frauenrechtsorganisationen gesammelt.

Nun aber zu Nijkamps Werken:

(rst)

Donald Trump ahmt Menschen nach

Video: watson

Wut, Trauer, Entsetzen über Trumps «Dreamer»-Entscheid

1 / 26
Wut, Trauer, Entsetzen über Trumps «Dreamer»-Entscheid
Proteste in den USA nachdem Präsident Donald Trump das DACA-Programm, das Hunderttausende Söhne und Töchter illegaler Einwanderer vor Abschiebung schützte, als beendet erklärt.
quelle: ap/the tennessean / george walker iv
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Stefan Lux warnte 1936 vor Hitler – seine Botschaft verhallte in Genf
1936 begeht Stefan Lux vor dem versammelten Plenum des Völkerbunds Suizid. Er will die Staatengemeinschaft dazu bewegen, der Politik des nationalsozialistischen Regimes entgegenzutreten.
Genf, 3. Juli 1936. Ein kühler und regnerischer Vormittag. Im Sitzungssaal des Völkerbunds zieht sich die Rede des spanischen Delegierten in die Länge. Viele Sitze bleiben leer, die Mittagspause rückt näher, die Aufmerksamkeit schwindet.
Zur Story