DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Barbara Bush 1988.
Barbara Bush 1988.Bild: AP/AP

Ehemalige First Lady Barbara Bush ist mit 92 Jahren gestorben

Barbara Bush, Ehefrau des ehemaligen Präsidenten der USA, George H. W. Bush,  ist nach langer Krankheit mit 92 Jahren im Kreise der Familie verstorben.
18.04.2018, 01:5218.04.2018, 06:20

Die frühere First Lady der USA, Barbara Bush, ist tot. Die Frau des ehemaligen Präsidenten George H. W. Bush und Mutter des späteren Präsidenten George W. Bush starb am Dienstag im Alter von 92 Jahren, wie das Büro der Familie mitteilte.

Ihr Mann sei bis zuletzt an ihrer Seite gewesen, twitterte die frühere Stabschefin Jean Becker. «Der Verlust seiner geliebten Barbara, die 73 Jahre seine Frau war, hat natürlich sein Herz gebrochen.»

In einer ersten Erklärung, die auf Twitter und Instagram verbreitet wurde, trauerte Sohn George W. samt Familie um seine Mutter. Sie seien traurig, dass sie gegangen sei, doch ihre Seelen seien «im Frieden», da sie alle wüssten, dass auch ihre Seele im Frieden war.

Ihr Gesundheitszustand hatte sich zuletzt sehr verschlechtert. Nach einer Reihe von Spitalaufenthalten entschied sie sich gegen eine weitere medizinische Behandlung.

Barbara Bush war vor ihrem Tod schwer krank.
Barbara Bush war vor ihrem Tod schwer krank.Bild: EPA/EPA

Die 92-Jährige war die älteste ehemalige First Lady der USA. Sie engagierte sich nach ihrer Zeit im Weissen Haus unter anderem für die Alphabetisierung.

US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania würdigten die verstorbene frühere First Lady als eine Anwältin amerikanischer Familien. In einer Mitteilung des Weissen Hauses hiess es, das Ehepaar wolle sich mit der Nation vereinen, um Barbara Bushs Leben zu feiern. Man werde sich sehr lange an sie erinnern, weil sie sich in starker Weise an Land und Familie hingegeben habe. Beidem habe sie unfehlbar gut gedient.

Mutter von sechs Kindern

Die Bushs waren seit 73 Jahren verheiratet. Die beiden lernten sich kennen, als Barbara 16 Jahre alt war. George H. W. war ab 1981 Vizepräsident von Ronald Reagan. 1989 wurde er dann selbst Präsident. Während seiner Amtszeit erfreute sich die First Lady hoher Beliebtheitswerte.

Ein Foto aus glücklichen Zeiten. Ehemaliger US-Präsident George H. W. Bush 1992 mit seiner Frau Barbara. 
Ein Foto aus glücklichen Zeiten. Ehemaliger US-Präsident George H. W. Bush 1992 mit seiner Frau Barbara. Bild: AP/AP

Das Ehepaar hatte sechs Kinder, von denen eines im Alter von drei Jahren gestorben war. Sohn George W. Bush war von 2001 bis 2009 Präsident. Er nannte seine Mutter als Grund dafür, dass er so viele Frauen in seinem Führungsstab hatte. «Der Grund, warum ich die Ratschläge von Frauen schätze, die einen starken Willen haben und ihre Meinung vertreten, ist meine Mom», sagte er.

Mutter und Sohn. Barbara Bush mit Ex-Präsident George W. Bush.
Mutter und Sohn. Barbara Bush mit Ex-Präsident George W. Bush.Bild: AP/AP

Im hohen Alter auf Wahlkampftour

Der zweitälteste Sohn Jeb Bush bewarb sich 2016 um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner und geriet dabei oft mit seinem Konkurrenten Donald Trump aneinander. Barbara Bush hatte sich 2013 noch gegen eine Kandidatur ausgesprochen und in einem Interview gesagt, man habe genug Bushs im Weissen Haus gehabt. Andere Familien müssten eine Chance haben. Später änderte sie ihre Meinung aber.

Barbara Bush setzte sich zuletzt im Wahlkampf für ihren Sohn Jeb ein.
Barbara Bush setzte sich zuletzt im Wahlkampf für ihren Sohn Jeb ein.Bild: AP/AP

Während des Vorwahlkampfes unterstützte die Frau mit den schlohweissen Haaren Jeb trotz ihres hohen Alters dann sogar mit Auftritten. In einem Interview machte sie deutlich, dass sie Donald Trump für einen ungeeigneten Kandidaten halte. Sie verstehe nicht, wie Frauen ihn wählen könnten, sagte sie mit Blick auf verächtliche Kommentare Trumps über die Moderatorin Megyn Kelly. Jeb Bush galt am Anfang des Rennens als Favorit, schied dann während der Vorwahlen aber früh aus. (sda/dpa)

Wenn du George W. Bush plötzlich für ganz vernünftig hältst

Video: watson
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Warum irische Fischer Wladimir Putin die Stirne bieten
Der Widerstand gegen die Kriegspläne des russischen Präsidenten wächst an vielen Fronten. Hat er sich verzockt?

Irland hat keine Armee, und schon gar keine Marine. Aber Irland hat Fischer, und die fürchten weder Tod noch Teufel – und schon gar nicht Wladimir Putin. Als die russische Marine Manöver vor der irischen Küste angekündigte, hatte sie die Rechnung ohne den Wirt, respektive die Fischer gemacht.

Zur Story