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«Dreist und schamlos»: Mueller rechnet auf 800 Seiten mit Trumps Ex-Wahlkampfleiter ab



Das Büro des US-Sonderermittlers Robert Mueller drängt auf eine exemplarische Strafe für den früheren Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort. Dieser sei ein «dreister» Krimineller und habe «wiederholt und schamlos» gegen das Gesetz verstossen. So heisst es in einem am Samstag (Ortszeit) veröffentlichten 800-seitigem Memo aus Muellers Büro.

epa07368058 (FILE) - Former Trump campaign chairman Paul Manafort departs the federal court house after a status hearing in Washington, DC, USA, on 14 February 2018 (reissued 13 February 2019). A judge has voided Manafort's plea deal on 13 February 2019, following a closed hearing on whether Manafort broke his plea agreement with Special Counsel Robert Mueller.  EPA/SHAWN THEW

Unter Druck: Paul Manafort. Bild: EPA/EPA

Das Gericht solle in seinem für den 13. März erwarteten Urteil die «Schwere des Verhaltens» Manaforts einbeziehen. Ziel müsse es sein, sowohl Trumps Ex-Wahlkampfleiter als auch mögliche Nachahmer abzuschrecken. Während eines Jahrzehnts habe Manafort unter anderem Steuern hinterzogen, Geldwäsche betrieben, die Justiz behindert und gegen Lobby-Gesetze verstossen. Noch nach seiner Anklage habe er versucht, Zeugen zu beeinflussen und die Behörden sowie seinen eigenen Anwalt angelogen.

Bereits vergangene Woche hatte Mueller bis zu 24 Jahre Haft für Manafort verlangt. Damit schloss er sich einer Einschätzung des Justizministeriums an, wonach Manafort zwischen 235 und 293 Monate ins Gefängnis solle und eine Geldstrafe von bis zu 24.3 Millionen Dollar zahlen müsse.

Zuvor war eine Bundesrichterin zu dem Schluss gekommen, dass Manafort die Ermittler wiederholt belogen und damit gegen eine Kooperationsvereinbarung mit Mueller verstossen habe. Damit ist Mueller nicht mehr an diese Vereinbarung gebunden.

Geldflüsse in die Ukraine

Der Ex-Lobbyist Manafort hatte sich im Rahmen der Vereinbarung einer Verschwörung gegen die USA und der Zeugenbeeinflussung schuldig bekannt. Im Gegenzug liessen die Strafverfolger mehrere andere Anklagepunkte fallen. Ihm drohte im Zuge dieses Deals nur noch eine Höchststrafe von zehn Jahren Haft.

FILE - In this June 21, 2017 file photo, former FBI Director Robert Mueller, the special counsel probing Russian interference in the 2016 election, departs Capitol Hill following a closed door meeting in Washington. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Sonderermittler Robert Mueller. Bild: AP/AP

Manafort hatte Trumps Wahlkampfteam zwei Monate lang geleitet. Er musste den Posten im August 2016 abgeben, nachdem mutmassliche Geldflüsse an ihn aus dem Umfeld des prorussischen Ex-Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch, bekannt geworden waren.

Der Ex-Lobbyist war im vergangenen August in einem ersten Prozess wegen Steuer- und Bankenbetrugs im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für prorussische Kräfte in der Ukraine schuldig gesprochen worden; die Strafmassverkündung in diesem Verfahren steht noch aus und soll am 13. März erfolgen. Die Kooperationsvereinbarung mit Mueller ging Manafort ein, um einem zweiten Prozess zu entgehen. (sda/afp)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Triple A 25.02.2019 01:38
    Highlight Highlight Mueller scheint „all in“ zu gehen. Mir gefällt der Rückgrat dieses Mannes!
  • DieFeuerlilie 24.02.2019 12:43
    Highlight Highlight «Dreist und schamlos»

    Yeah, Mr President.
    Zeig mir deine Freunde und ich sage dir, wie du tickst..

    Manafort, Cohen, Stone, Gates, Papadopoulos, Kilimnik..

    Ja, dreist und schamlos.
    Und zwar jeder Einzelne.
  • rodolofo 24.02.2019 11:33
    Highlight Highlight 800 Seiten?
    Nicht schlecht für den Anfang!
  • TodosSomosSecondos 24.02.2019 10:22
    Highlight Highlight Eine Begnadigung Manaforts wird immer unwahrscheinlicher. Trump’s Basis würde das kaum goutieren. Die müssen alle das bisschen Geld, das sie haben ordentlich versteuern...

    Im Hinblick auf 2020 wäre eine Begnadigung - im Gegensatz zur Ausrufung des Notstands höchst unklug.

    Trump kann nicht viel aber Wahlkampf das kann er und er steckt schon mittendrin.
  • DerTaran 24.02.2019 09:42
    Highlight Highlight Trump wird ihn begnadigen.
    • Pafeld 24.02.2019 10:31
      Highlight Highlight Wenn Trump tatsächlich beginnt Leute zu begnadigen, die in seinem Auftrag so viele Verbrechen begangen haben, wird dies der Moment sein, indem die Republikaner Pence als kleinere Gefahr für die nächsten Wahlen sehen werden. Es folgt das Impeachment, die Anklagen und die Hoffnung von Trump, dass Pence ihn begnadigen wird. Ob Pence in diesem Moment zu Trump und nicht zur Partei hält, ist äusserst spekulativ. Und wir sollten auch nicht vergessen, dass auch Pence keine zwei Jahre mehr im Amt sein wird. Je länger Mueller zuwartet, umso sicherer landet Trump und seine ganze Entourage im Knast.
    • rolf.iller 24.02.2019 10:57
      Highlight Highlight Bringt nix, er ist auch mit einer Anklage aus New York konfontiert. Und da kann der Trump nicht eingreifen.
    • Klaus07 24.02.2019 11:12
      Highlight Highlight Das wäre der Totesstoss für Trump.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 24.02.2019 08:52
    Highlight Highlight Das sind mir ja richtige Herzchen, Trumps Garde.

    Aber der Gross Trumpel, der kommt wohl wieder ungeschoren davon.

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, das wenn einer sein Team, aus Verbrechern zusammen gestellt hat, er selbst unschuldig sein soll.

    Ich setze meine Hoffnungen darauf, das man Trumpel endlich dran kriegt.
    Er ein einziges Mal unter Eid aussagen muss. Würde reichen.

    Bei Meineid haben Amis kein Humor.
    Trumpel aber schafft es nicht die Wahrheit zu sagen.

    Nicht weil er unfähig ist, sondern weil er seine Realität als Wahrheit sieht.
    Je nach dem wie sie ihm gerade passt...
  • Yogi Bär 24.02.2019 08:39
    Highlight Highlight Wie der Chef (Trump) so der Wahlkampfleiter. Gleiche ziehen sich an weder Moral noch Skrupell!
  • Jein 24.02.2019 08:05
    Highlight Highlight Gut so, ich mag Stone und Manafort das gönnen. Die haben ihr Vermögen durch Lobbying für Kriegsverbrecher, Diktatoren und Tabakfirmen verdient.

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