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President Donald Trump participates in a United Nations Security Council briefing on counterproliferation at the United Nations General Assembly, Wednesday, Sept. 26, 2018, at U.N. Headquarters. (AP Photo/Evan Vucci)

Donald Trump am Mittwoch im UNO-Sicherheitsrat. Bild: AP/AP

Trump attackiert überraschend China – die Reaktion des Aussenministers ist sinnbildlich

Donald Trump hielt sich auch am Mittwoch an keinerlei Regeln – und attackierte im UNO-Sicherheitsrat China.



Das Protokoll scheint Donald Trump komplett egal zu sein. Am Dienstag erschien der US-Präsident zu spät für seine Rede vor der UNO-Generalversammlung und referierte danach mehr als doppelt so lange wie vorgesehen.

Der Auftritt avancierte für Trump zum Albtraum. Die versammelten Machthaber der Welt lachten den US-Präsidenten aus. Etwas, das Trump noch lange verfolgen wird. Sagte der 72-Jährige in der Vergangenheit doch immer wieder, dass die USA wegen Obama ausgelacht werde. Bereits kursieren im Internet zahlreiche Memes, die ihm nun genau dies um die Ohren schlagen. 

So lacht das Netz über Trumps UNO-Rede

Auch am Mittwoch zu spät

Für Trump ging es nach dem infamen Auftritt am Mittwoch weiter mit einer Sitzung im Sicherheitsrat, welcher der US-Präsident vorstand. Und auch hier brach er sämtliche Regeln. Zunächst liess er wegen einer Verspätung die Sitzungsteilnehmer 20 Minuten warten und ergriff dann sogleich das Wort. Normalerweise darf der Sitzungsvorsitzende erst am Ende sprechen.

Der US-Präsident attackierte dabei den Iran erneut scharf. Das Atomabkommen, aus dem die USA unter Trump ausgestiegen sind, bezeichnete der US-Präsident erneut als «schrecklichen, einseitigen Deal». «Sie hatten grosse Probleme, sie brauchten Bargeld und wir haben es ihnen gegeben.» Trump forderte alle Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats auf, die USA in ihrer Haltung zum Iran zu unterstützen. So weit nichts Neues.

Unerwarteter Angriff in Richtung China

Doch dann kam Trump auf ein Thema zu sprechen, das so wohl niemand erwartet hätte. Der US-Präsident warf China eine Einmischung bei den kommenden Midterm-Wahlen vor. «Bedauerlicherweise haben wir herausgefunden, dass China versucht hat, gegen meine Regierung bei den im November bevorstehenden Wahlen 2018 zu intervenieren», sagte Trump.

China wolle nicht, dass er gewinne, da er der erste Präsident sei, der sie in Handelskriegen herausfordere. Beweise für diese Behauptung legte der US-Präsident keine vor.

Der chinesische Aussenminister Wang Yi konnte ob der unerwarteten Attacke nur resigniert die Schulten zucken. Ratlosigkeit. Normalerweise wird im UNO-Sicherheitsrat nicht über innenpolitische Angelegenheiten gesprochen. 

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Trump attackiert China: Wang Yi kann nur noch genervt die Schultern zucken. Video: streamable

Die Reaktion des chinesischen Aussenministers steht sinnbildlich für die momentane Gemütslage in den Vereinten Nationen. Wie soll man mit einem US-Präsidenten umgehen, der sämtliche Gepflogenheiten mit den Füssen tritt? Auslachen, resignieren oder doch mit Argumenten zurückschlagen? 

Wang Yi entschied sich dann doch auch noch für Letzteres und bezeichnete die Vorwürfe als «unberechtigt». «China hat das Prinzip der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder immer befolgt. Wir haben uns nicht und werden uns nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischen.» (cma)

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Wir haben Trumps Traumjob gefunden!

Video: watson/Emily Engkent

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Phrosch 27.09.2018 19:56
    Highlight Highlight Könnten die nicht pünktlich die Türen abschliessen und wer zu spät kommt, muss draussen bleiben?
  • David Ruppolo 27.09.2018 15:02
    Highlight Highlight Mir will scheinen, der DT hat vor den kommenden Wahlen bereits jetzt Fracksausen - nur so kann ich mir dieses "Präventivargument" erklären. China manipuliere die Wahlen, damit (super)-er nicht mehr xxx (hier beliebige Anzahl Mega-Superlative einfügen) könne. Wenn das dann eintritt (was ja im Moment nicht unwahrscheinlich scheint), hat er schon einen Grund für sein (und der Republikaner) versagen. Ach ist der Mann ein Cleverle, das hätte nie jemand durchschaut... (Ironie off, für alle Trumpestanten, die das Gefühl haben sollten, ich hätte das irgendwie anders gemeint)...
  • no-Name 27.09.2018 11:53
    Highlight Highlight Rückblick in meine Kindheit:
    Aufm Spielplatz gabs da immer den einen 8-9 jährigen.
    Der hatte das neuste Skateboard, war der erste mit einem Mountainbike, war der einzige der ein komplettes Tschutti-Trikot inkl. Schuhe, Schoner und Stülpen trug. Er durfte bis acht und nicht nur sechs Uhr drausen bleiben. War der mit Invicta-Rugi in dem er ein ferngesteuertes Auto transportierte. Hatte als einziger in seiner Altersklasse gegelte Haare, ein Goldkettchen und einen Walkman. Den schlanken von Sony, natürlich. Er sagte wer im Goal steht. Und wer mitspielen darf usw.
    Ich glaube POTUS war so einer...
    • 45rpm 27.09.2018 17:19
      Highlight Highlight Ui, Invicta Schulrucksäcke, das war damals anfangs 90er das Statussymbol unter uns Rotznasen gewesen. Ich hatte selber nur Noname und nach Invicta kamen Eastpak Rucksäcke, da hatte ich mir endlich Geld für so einen zusammengespart. Und besagter Eastpak Rucksack hab ich heute immer noch. Die Qualität spricht für sich!

      Weisst Du zufälligerweise, was aus diesem Jungen wurde?
    • no-Name 27.09.2018 18:34
      Highlight Highlight Aussendienst Versicherung. Trägt bis heute Goldkettchen und die oberen drei Hemdknöpfe sind nur bei Kundengesprächen zu. Privat schwarzer Audi RS8 und als Kundenfahrzeug mit Versicherungsschriftzug ist’s ein 1er BMW, ist nicht so, dass er nicht wüsste wie man sich gut verkauft...

      Wenn seine Geschichten stimmen jongliert er in zwei bis drei Beziehungen, selten länger als ein paar Monate und nie älter als 28. (Er hat Jg. 79/80)

      In Anwesenheit besagter Damen (Opfer?) an Charme kaum zu überbieten, bei den 2. Kurzgesprächen/Jahr mit mir an Niveau kaum zu Unterbieten. Selbsterklärend... 🤷🏽‍♂️
    • Mia_san_mia 27.09.2018 20:54
      Highlight Highlight Ich hatte auch einen Invicta Rucksack, aber mir ist gar nicht bewusst, dass die so cool waren 🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Emperor 27.09.2018 09:23
    Highlight Highlight Ich unterstütze Trump nicht und lehne fast alle Punkte seiner Politik ab.

    Mit der Kritik an China trifft er jedoch ins Schwarze. Dank unserem "freien und globalisierten Markt" wurde China eines der mächtigsten Länder der Erde. Chinas Politiker sind zwar nicht so laut wie Trump aber um einiges schlimmer, sie kontrollieren die gesamte soziale und wirtschaftliche Macht im Land. Chinesische Firmen arbeiten nicht, wie westliche, in erster Linie für den eigenen Profit, sie arbeiten für eine chinesische Regierungsagenda. Und wir öffnen ihnen Tür und Tor dabei mit einem freine "Marktzugang"...
    • rauchzeichen 27.09.2018 11:51
      Highlight Highlight mir sind firmen die für die algemeinheit arbeiten wesentlich symphatischer, als der raubtierkapitalisten mit seiner holding. und mit so vielen einwohnern ist es nur natürlich, eine der grössten wirtschaftsmächte zu sein. du scheinst es ihnen nicht zu gönnen, dass es dem chinesischen mittelstand immer besser geht. wieso? und wieso sagst du, die kritik treffe ins schwarze, wo doch auch du keinen einzigen beweis für eine einmischung in zukünftige wahlen hast.

      gratuliere, die westlichen fremdenhasser haben dich erfolgreich manipuliert. und, wie ist so, auf der einfachen seite?
    • Chääschueche 27.09.2018 21:00
      Highlight Highlight @Mitsch
      China hat nix. Sie sind da wegen uns. Weil wir jeden Scheiss dort Produzieren.

      Die Enwickeln nix. Mit dem Geld kaufen Sie Westliche Firmen und pumpen Sie leer.

      Jede grosse Chinesische ist irgendwie mit der Regierung verknüpft.

      Die wenigen richtigen Chinesischen Firmen werden durch den Staat geschützt. Die kann man nicht kaufen als Westeuropäer.

      Sogar das Disneyworld in Shanghai gehört zu 50% dem Chinesischen Staat.

      Die sind wegen den dummen Westlichen Regierungen und Einwohnern dort wo Sie jetzt sind.

      Wir Servieren ihnen alles auf dem Silbertablett.

    • rauchzeichen 27.09.2018 23:12
      Highlight Highlight just sayin, die können das nur, weil die westlichen nationen, allen voran die usa bei ihnen verschuldet sind. nach kapitalistischen regeln alles easy also.

      ich verstehs ja, jeder gefällt sich selber besser als opfer. gerade der „freie“ westen. aber in diesem fall gibt es schlicht keine. ausser afrika. aber die sind ja eh wurst. man kann dann wieder über migration motzen, und sich wundern, wieso die denn soviele kinder machen... und jetz komm mir nicht mit den chinesen, klar sind die in afrika heute auch involviert. aber auch die usa, frankreich und die briten. einiges mehr sogar...
  • whoozl 27.09.2018 03:29
    Highlight Highlight Ich hab mir Trumps Rede live angeschaut und konnte das nach etwa 25 Minuten nicht mehr länger mitansehen. Er redete da in diesem süffisantem Ton als Herr der Welt, der er glaubt zu sein, erteilte viel Tadel und etwas Lob, und meint der Welt sagen zu können/müssen, wo's langgeht, nämlich so wie in seinem "Great America", das er als bester POTUS aller Zeiten ganz allein wieder grossartig gemacht hat!
    Und seine Hofschranzen auf der Bank haben sich vor Freude in die Hosen gemacht, vermutlich weil er bis dahin noch nichts gesagt hatte, was einen 3. Weltkrieg hätte auslösen können!
    • MeineMeinung 27.09.2018 13:05
      Highlight Highlight Wow respekt! 25 Minuten halte ich nicht aus. Mit reichts sobald er seinen Mund öffnet!!
  • bytheway 26.09.2018 23:33
    Highlight Highlight Einen Narzissten vor versammelter Weltöffentlichkeit derart blosszustellen kann ungeahnte Folgen haben. Plötzlich schmeisst der Commander in Chief noch mit Bomben um sich.
    • felixJongleur 27.09.2018 00:08
      Highlight Highlight War es nicht nach dem Korrespondentendinner an welchem Obama sich vor ihm über ihn lustig gemacht hat, nach welchem sich Trump geschworen haben soll, Präsident zu werden und Obama und all seine Errungenschaften zu zerstören?
    • bytheway 27.09.2018 00:35
      Highlight Highlight felix, genau daran hab ich auch gedacht!
    • KarlWeber 27.09.2018 00:38
      Highlight Highlight
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Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

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