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Dieses Liebespaar soll in Kalifornien 12 Frauen missbraucht und vergewaltigt haben

23.09.2018, 15:2423.09.2018, 15:56
Julia Dombrowsky / watson.de
Bild: EPA/Orange County District Attorney?

Newport Beach in Los Angeles ist eine Gegend, in der die Reichen und Schönen sich treffen. Einigen ist der Bezirk vielleicht sogar aus der Serie «The O.C.» ein Begriff, doch was sich hier 2016 abgespielt haben soll, klingt noch verrückter, als es der Drehbuchautor einer Teenieserie erfinden könnte. 

Der Arzt Grant R. und  die Lehrerin Cerissa R. werden derzeit beschuldigt, zahlreiche Frauen gemeinsam unter Drogen gesetzt und vergewaltigt oder sexuell missbraucht zu haben.

Ihr Gerichtstermin ist am 25. Oktober, doch schon jetzt sieht es schlecht aus für die Verdächtigten. Denn: Immer mehr mutmassliche Betroffene melden sich bei der Polizei, die Staatsanwaltschaft geht von 12 «glaubwürdigen Opfern» aus. 

Der Vorwurf

2015 sollen die mutmasslichen Täter, die ausserdem ein Liebespaar sind, eine 32-Jährige in einem Restaurant in Newport Beach angesprochen haben. Sie freundeten sich mit ihr an, besuchten mit ihr laut Polizeibericht unter anderem das Festival «Burning Man». Am 10. April 2016 brachten sie die Betroffene dann in Grants Haus – bereits unter Drogen stehend, wie die Staatsanwaltschaft von Orange County sagt. Die Frau soll dort in fast bewusstlosem Zustand vergewaltigt worden sein. Der Staatsanwaltschaft läge Videomaterial vor, dass die Tat zeige.

Ein halbes Jahr später soll sich eine ähnliche Tat mit einer anderen Frau wiederholt haben. Und es soll nicht bei zwei mutmasslichen Opfern geblieben sein – auf dem Telefon des Arztes fanden die Beamten laut CNN nicht nur zahlreiche Drogen, wie zum Beispiel Ecstasy und Kokain, sondern auch hunderte Clips bewusstloser oder stark betäubt wirkender Frauen, die zu sexuellen Handlungen (unter anderem auch durch und mit Cerissa R.) gezwungen worden sei sollen. 

Was der Staatsanwalt sagt

«Basierend auf diesem Videomaterial gehen wir von sehr viel mehr, noch unidentifizierten Opfern aus», sagte der zuständige Bezirks-Staatsanwalt Tony Rackauckas in einer Pressekonferenz.  Was Grant R. angeht, würden sie nicht nur in anderen Bundesstaaten ermitteln, sondern «auch in Fällen, die bereits vor zwei Jahrzehnten stattgefunden haben sollen.» Das Ausmass der Vorwürfe sei gigantisch. 

Weiter gab er an, dass – laut derzeitigem Stand der Ermittlungen – die mutmasslichen Opfer nicht nur in Restaurants angesprochen wurden, sondern auch über Dating-Plattformen wie Tinder und Bumble. Das Paar habe «sein gutes Aussehen und ihren Charme benutzt», um Opfer anzulocken, so der Staatsanwalt laut «Washington Post».

Staatsanwalt Tony Rackauckas

«Ladies, bitte seid vorsichtig, wenn ihr diese Apps verwendet. Niemand darf einfach mit euch machen, was er will, nur weil ihr nicht mehr eindeutig zustimmen könnt.»

Was die mutmasslichen Täter sagen

Grant R. und Cerissa R. sagen bislang aus, sie seien unschuldig. Ihre Anwälte schrieben in einem öffentlichen Statement im «Time-Magazine»: «Diese Anschuldigungen schaden allen wirklichen Opfern von sexuellem Missbrauch.» Ihre Klienten «könnten es nicht erwarten, vor Gericht auszusagen».

Grant R. könnten insgesamt 40 Jahre Haft drohen, Cerissa R. 30 Jahre und 8 Monate. Grant R. war noch 2013 zum «Junggesellen des Jahres» gewählt und von einer Reality-TV-Show begleitet worden. Dort wurde er auch beim Online-Dating gefilmt. Sein Name im Netz? «InGutenHänden».

Eine brutal ehrliche Abschiedsrede vom Chief of Justice

Video: watson/Lya Saxer
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