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President Donald Trump speaks during the 2018 Ohio Republican Party State Dinner, Friday, Aug. 24, 2018, in Columbus, Ohio. (AP Photo/John Minchillo)

Trump steht in der Kritik, den verstorbenen John McCain nicht gebührend gewürdigt zu haben.   Bild: AP/AP

Shitstorm gegen Trump – wegen verstorbenem McCain



US-Präsident Donald Trump hat es einem Bericht zufolge abgelehnt, das Leben und Wirken des verstorbenen US-Republikaners John McCain in einer offiziellen Mitteilung zu würdigen. Der Präsident habe hochrangigen Beratern gesagt, er ziehe es stattdessen vor, einen kurzen Tweet zum Tod seines scharfen Kritikers zu publizieren.

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John McCain verstarb am vergangenen Samstag im Kreis seiner Familie.  Bild: AP/AP

Wie die «Washington Post» am Sonntag unter Berufung auf ehemalige und aktuelle Berater im Weissen Haus berichtete, hätten unter anderem Trumps Sprecherin Sarah Sanders und sein Stabschef John Kelly für eine offizielle Würdigung plädiert und McCain einen «Helden» genannt. Sanders habe am Wochenende sogar eine Endfassung einer Mitteilung für Trump fertig gestellt – die dann aber nicht veröffentlicht worden sei.

Trumps Tweet

Denn Trump zog es tatsächlich vor, kurz nach McCains Tod am Samstag eine knappe, unpersönliche Nachricht auf Twitter zu veröffentlichen. In ihr sprach er McCains Familie sein Mitgefühl aus. Würdigende Worte fand Trump nicht, auch das Weisse Haus schickte keine längere Erklärung heraus.

Auf Twitter löste Trumps Nachricht einen Sturm der Kritik aus. Andere Politiker in den USA und im Ausland reagierten dagegen mit Bestürzung und Trauer auf den Tod. McCain starb im Alter von 81 Jahren auf seiner Ranch in Arizona. Er litt an einem Gehirntumor.

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John McCain
quelle: ap / pablo martinez monsivais
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Reaktionen

Mark Corallo, ehemaliger Sprecher von Trumps Anwaltsteam, sagte laut Zeitung über Trumps Reaktion: «Es ist grässlich.» Zu einem solchen Zeitpunkt würde man von einem US-Präsidenten mehr erwarten, wenn er über den Tod eines wahren amerikanischen Helden spreche.

Fox-News-Journalist Brit Hume ist gleicher Meinung wie Corallo. Auch wenn sich McCain und Trump nicht mochten, so sollte man am Ende Feindseligkeiten beiseitelegen.

Ein User drückt seine Kritik gegenüber Trump in einem Tweet, der an die Tochter der Präsidenten gerichtet ist, aus. 

«Es ist eine Schande, dass dein Vater nicht dein Gefühl teilt. Wieso? Weil er etliche Male gegen Senator McCain verlor. 

Donald Trump sollte über sich selber beschämt sein. Selbst Melania postete eine bessere Anteilnahme.»

«Gratuliere, Trump. Sie haben alles getan, um den Kriegshelden John McCain in seinem letzten Lebensjahr zu erniedrigen.

Ihre Anteilnahme bedeutet nichts nach Ihren dummen, verleumderischen Bemerkungen.

Ich hoffe, mein 5-Jähriger wird nie wissen, wer Sie sind oder die Dinge hören, die Sie gesagt haben.»

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Empört über Trumps verhaltene Reaktion sind aber längst nicht alle. Viele seiner Anhänger sind der Meinung, dass der Präsident genau richtig reagiert hat. 

«Trump und McCain hassten sich. Sie sprachen bei jeder Gelegenheit schlecht über einander. Die Anteilnahme, die Trump sandte, war perfekt. Wir haben diesen Mann gewählt, weil er nicht ‹fake ›ist.»

«Lasst uns ehrlich sein. McCain hasste Präsident Trump so sehr und machte klar, dass er ihn nicht an seiner Beerdigung haben will. Er sagte nie etwas Positives über den Präsidenten und bot ihm bei jeder Gelegenheit die Stirn. Der Präsident sandte sein Beileid. Genug!»

(sda/dpa/vom)

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