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U.S. President Donald Trump talks with General Motors CEO Mary Barra as he hosts a meeting with U.S. auto industry CEOs at the White House in Washington January 24, 2017.  REUTERS/Kevin Lamarque

Präsident Trump und General-Motors-Chefin Mary Barra: Die Autobranche soll neue Jobs schaffen.  Bild: KEVIN LAMARQUE/REUTERS

Analyse

Trump im wilden Aktionismus: Sein eigentliches Problem sind aber die Jobs

Donald Trumps erste Woche im Weissen Haus war von wildem Aktionismus geprägt, zuletzt mit einem kurzfristig ausgesprochenen Einreisestopp für Muslime. Der Erfolg seiner Präsidentschaft aber hängt davon ab, ob er dem Mittelstand Arbeit verschaffen kann. Was leichter gesagt ist als getan.



Gewisse Leute sollen ernsthaft geglaubt haben, Donald Trump werde sich mässigen, sobald er sein Amt als US-Präsident angetreten hat. Nach nur einer Woche müsste die grosse Ernüchterung ausgebrochen sein. Kaum war er vereidigt, entfachte Trump einen bizarren Streit um die Zuschauerzahl bei seiner Amtseinführung. Er feuerte eine Salve an Dekreten ab, von denen die meisten nur symbolischen Charakter haben. Und beschloss kurzum eine Einreisesperre für Bürger aus sieben muslimischen Ländern.

Weder sein Wahlsieg noch die Amtsübernahme haben The Donald in irgend einer Form gezähmt. Er ist und bleibt ein Egomane, der allergisch auf die kleinste Form der Kritik reagiert und «alternative Fakten» der Realität vorzieht. Er MUSS die grösste Menschenmenge gehabt haben, die je eine Vereidigung eines US-Präsidenten bejubelte. Er MUSS mehr Stimmen gemacht haben als Hillary Clinton, folglich haben drei bis fünf Millionen Menschen «illegal» gewählt.

Republican presidential nominee Donald Trump appears at a campaign rally in Warren, Michigan U.S. October 31, 2016.   REUTERS/Carlo Allegri

America First: Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Michigan. Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

Mit seinen grossspurigen Ankündigungen, insbesondere dem Mauerbau an der Grenze zu Mexiko, erfüllt Trump die Erwartungen seiner Wähler. Der Erfolg seiner Präsidentschaft aber hängt nicht von dieser Massnahme ab, auch nicht von der Abwicklung von Obamacare oder der Neueröffnung von CIA-Geheimgefängnissen. Im Endeffekt geht es um Bill Clintons bekannte Formel «It's the economy, stupid!». Oder im Fall von Trump: «It's about jobs, baby!»

Frustrierte Mittelständler

Der Immobilienbaron aus New York verdankt seinen Wahlsieg einigen Zehntausend Wählerinnen und Wählern in den vier Bundesstaaten Michigan, Ohio, Pennsylvania und Wisconsin im «Rust Belt», der einst blühenden, inzwischen aber ziemlich verblühten Industrieregion im Nordosten der USA. Es sind frustrierte Mittelständler, die den Abstieg ins Prekariat erlebt haben oder sich davor fürchten. Trump soll die soliden Industriejobs oder zumindest die Jobsicherheit zurückbringen.

Der neue Oberkommandierende ist sich dieser Herausforderung bewusst, der Erfolg seiner Präsidentschaft hängt davon ab. «Ich werde der grösste Arbeitsplatzbeschaffer sein, den Gott je erschaffen hat», posaunte er an seiner chaotischen Medienkonferenz Mitte Januar. Deshalb nimmt er jede Ankündigung eines Unternehmens, neue Stellen in den USA schaffen zu wollen, für sich in Anspruch, auch wenn die entsprechenden Pläne seit Monaten existieren.

Zu viele «alte» Jobs

Deshalb faselte er von «28'000 tollen Jobs für Bauarbeiter», als er den Bau der umstrittenen, von Umweltschützern bekämpften Ölpipeline Keystone XL anordnete. Abgesehen davon, dass diese Zahl wie fast immer bei Trump vermutlich masslos übertrieben ist, offenbart sie eine Schwachstelle seiner Politik. Trump konzentriere sich «zu sehr auf die Fabrikationsjobs des 20. Jahrhunderts und zu wenig auf die Jobs der Zukunft», kritisierte der Kolumnist Rick Newman.

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Trumps Ankündigung an seiner Medienkonferenz. Video: YouTube/WorkingNation

Im konkreten Fall bedeutet dies, dass er die Förderung fossiler Brennstoffe vorantreiben will und damit die Schaffung zukunftsträchtiger Arbeitsplätze im Bereich erneuerbare Energien gefährdet. Ähnlich problematisch ist seine Fixierung auf die Industrie. In diesem Bereich haben die USA seit 2000 rund fünf Millionen Jobs verloren. Während der Amtszeit von Barack Obama wurden zwar rund elf Millionen Stellen geschaffen, fast alle jedoch im Dienstleistungssektor.

Tiefe Beschäftigungsquote

In vielen dieser Jobs verdient man kaum mehr als den Mindestlohn. Die Abstiegsängste des Mittelstands sind also nicht unbegründet. Auch die vermeintlich erfreuliche Arbeitslosenquote von etwas mehr als fünf Prozent täuscht. Ein besserer Indikator ist die Beschäftigungsquote. Sie beträgt in den USA nur knapp 63 Prozent. In der Schweiz gehen im Vergleich rund 80 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter einer bezahlten Arbeit nach.

Donald Trump könnte an der Arbeitsfront durchaus etwas bewegen. Aber kann er es wirklich besser machen als seine Vorgänger? Der Niedergang der US-Industrie hat vor rund 40 Jahren begonnen. Seit den 1990er Jahren stagnieren die Löhne des Mittelstands. Als Sündenbock Nummer Eins hat Präsident Trump den Freihandel ausgemacht, und insbesondere seine beiden Lieblingsfeinde China und Mexiko. Er droht mit Strafzöllen auf Importe aus diesen Ländern.

TPP-Aus als Eigentor?

Treffen würde diese Massnahme in erster Linie die amerikanischen Konsumenten. Günstige Importprodukte haben es ihnen ermöglicht, einen gewissen Wohlstand zu halten. Der Angriff auf den freien Handel hat zudem Nebenwirkungen. So annullierte Trump mit einem Federstrich die transpazifische Partnerschaft TPP. Dabei handelt es sich um mehr als ein Freihandelsabkommen. Mit TPP sollte ein Gegengewicht zur Dominanz Chinas in Fernost geschaffen werden.

FILE - In this Jan. 17, 2017, file photo, China's President Xi Jinping smiles to the audience after his speech at the World Economic Forum in Davos, Switzerland. Economic concerns remain foremost for the leadership and officials have responded to complaints from U.S. President Donald Trump and others over alleged unfair trade practices by again arguing against restrictions on the export of sensitive U.S. technologies, along with growing negative sentiment against Chinese investment in economies overseas that keep companies such as communications giant Huawei out of the U.S. market. (AP Photo/Michel Euler, File)

Xi Jinping verteidigte am WEF den Freihandel. Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

In Peking reibt man sich die Hände. Das Ende von TPP dürfte die asiatischen Länder in die Arme Chinas treiben, denen sie sich eigentlich entziehen wollten. Es ermöglichte Chinas Staatschef Xi Jinping zudem, sich am WEF in Davos als Vorkämpfer des freien Handels und Antithese zu Trumps Protektionismus zu inszenieren. «Niemand wird aus einem Handelskrieg als Sieger hervorgehen», mahnte Xi und wurde dafür mit Applaus bedacht.

Roboter statt Mexikaner

Kaum war der Autokrat wieder in der Heimat, ordnete seine Regierung ein hartes Vorgehen gegen VPN-Verbindungen und damit die letzten Schlupflöcher in der Great Firewall an, mit der das Internet überwacht und zensiert wird. Was für eine bizarre, verkehrte Welt!

Ähnliches ist von «Kampftwitterer» Trump nicht zu erwarten. Ob seine Attacken auf den Freihandel jedoch zielführend sind, ist zu bezweifeln. Eine Studie der Ball State University in Indiana von 2015 hat ergeben, dass nur 13 Prozent der Stellenverluste in der US-Industrie auf Auslagerungen zurückzuführen sind. 87 Prozent fielen Automatisierungen und Rationalisierungen zum Opfer. Der amerikanische Arbeiter wurde nicht von Chinesen oder Mexikanern verdrängt, sondern von Robotern.

«Vielleicht ein paar Arbeitsplätze»

Donald Trump setzt auf eine massive Deregulierung und Steuersenkungen, um neue Arbeitsplätze in den USA zu schaffen. Experten halten wenig davon. «Ich bin grundsätzlich pessimistisch eingestellt, was Industriejobs in den Vereinigten Staaten angeht», sagte der Investor Steven Rattner im Interview mit der «Zeit». Es sei viel günstiger, in Mexiko zu produzieren. Trump könne vielleicht ein paar Arbeitsplätze schaffen, «aber es wird keine drastischen Veränderungen geben».

United Auto Worker Thomas Ruiz installs a window on a Malibu door at the General Motors Fairfax Assembly Plant in Kansas City, Kansas, in this April 1, 2009 file photo. The Chevrolet Malibu has been a symbol of General Motors Co's competitive woes for nearly 20 years. Now, the No. 1 U.S. automaker is telling suppliers that this time, a new version of the midsize sedan will deliver the jolt to sales its predecessors didn't. REUTERS/Dave Kaup/Files

Amerikas Autobauer produzieren auf Hochtouren – mehr liegt kaum drin. Bild: DAVE KAUP/REUTERS

Rattner hat die Regierung Obama in Fragen zur Autoindustrie beraten. Sie ist traditionell ein Gradmesser für den Erfolg der amerikanischen Industrieproduktion. Trump bestellte in seiner hektischen ersten Woche auch die Chefs der drei grossen Autobauer General Motors (GM), Ford und Fiat Chrysler ins Weisse Haus und redete ihnen ins Gewissen: «Ich will, dass hier neue Fabriken gebaut werden für die Produktion von Autos, die hier verkauft werden.»

Ende eines Zyklus

Diese Forderung komme zu einem schlechten Zeitpunkt, heisst es in einer Bloomberg-Analyse. Nachdem GM und Chrysler von der Regierung Obama 2009 mit 70 Milliarden Dollar vor dem Untergang gerettet wurden, ging es stetig aufwärts. 2016 wurden in den USA so viele Autos wie nie produziert. Dieser Zyklus gehe zu Ende, die Schaffung neuer Kapazitäten ergebe keinen Sinn, schreibt Bloomberg. GM-CEO Mary Barra meinte nach dem Treffen mit Trump, dieses sei «konstruktiv» verlaufen. Im Klartext: Man hat miteinander geredet, ist sich aber absolut nicht einig.

Die erwogenen Strafzölle werden den Autobauern auch nicht helfen. «Trump versteht nicht, wie vernetzt und globalisiert die Autoindustrie ist», sagte Steven Rattner im «Zeit»-Interview. Als Geschäftsmann sieht der neue Präsident in China oder Mexiko in erster Linie Konkurrenten. Ihm fehlt das Verständnis für volkswirtschaftliche und handelspolitische Mechanismen.

Marodes Bildungssystem

Es sind keine guten Voraussetzungen auch im Hinblick auf die bilateralen Handelsverträge, die der neue Präsident anstrebt. Diese sollten «fair» sein, doch Trump versteht darunter in erster Linie «America first». Die Perspektiven sind auch sonst wenig erfreulich. Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, sie wird weitere Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe vernichten. Ökonomen gehen davon aus, dass diese Entwicklung auch den Dienstleistungssektor erfassen wird.

Robotic arms spot welds on the chassis of a Ford Transit Van under assembly at the Ford Claycomo Assembly Plant in Claycomo, Missouri April 30, 2014.  REUTERS/Dave Kaup  (UNITED STATES - Tags: BUSINESS TRANSPORT)

Roboter in einer Ford-Fabrik in Missouri. Bild: DAVE KAUP/REUTERS

Trump müsste ins amerikanische Bildungssystem investieren, nach dem Vorbild erfolgreicher Exportländer wie Deutschland und die Schweiz. Davon aber ist bislang keine Rede. Seine designierte Erziehungsministerin Betsy DeVos scheint mehr an religiösen Schulen interessiert zu sein als an der Förderung der MINT-Fächer, die für die Industrie 4.0 unerlässlich sind.

Wie Präsident Donald J. Trump unter diesen Umständen sein grosses Jobwunder vollbringen kann, ist schleierhaft. Der Druck, der auf ihm lastet, ist enorm, er muss liefern, sonst ist er geliefert. Falls es nicht klappt, wird er aber bestimmt jemandem finden, dem er die Schuld in die Schuhe schieben kann. Zum Beispiel die Medien.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 30.01.2017 22:25
    Highlight Highlight Drei Faktoren werden über das längerfristige Ueberleben der Trump-Administration entscheiden:
    Kosumgüterpreise
    Anzahl Arbeitsloser
    Entwicklung am US Stockmarket
    Wir sehen uns in 6 Monaten wieder
  • Bijouxly 30.01.2017 14:37
    Highlight Highlight "Der Immobilienbaron aus New York verdankt seinen Wahlsieg einigen Zehntausend Wählerinnen und Wählern in den vier Bundesstaaten Michigan, Ohio, Pennsylvania und Wisconsin im «Rust Belt»,.."
    Ähm nein. Er hat über 50 Millionen Stimmen geholt. Den Wahlerfolg verdankt er also denen allen. Auch zehntausender Sanders-Wähler, die Hillary verhindern wollten. Es sind nicht nur "die bösen alten, arbeitslosen, weissen Männer"...
    • Wilhelm Dingo 30.01.2017 15:40
      Highlight Highlight Ist leider so. Auch die Türken haben ihren Präsidenten (+/-) demokratisch gewählt. Auch Hitler wurde übrigens vom Volk (unter Repressalien) gewählt.
  • Wilhelm Dingo 30.01.2017 07:35
    Highlight Highlight Was schon sehr schade ist, wenn eine gute Analyse durch tendenziöse Titel verfälscht werden. Es ist nicht Muslimen verboten einzureisen sondern Personen aus einigen mehrheitlich muslimischen Ländern. Das ist eine ziemlich grosser Unterschied, denn die übergrosse Mehrheit der Mulime kann weiter in dei USA reisen. Schade, dass nicht mehr Präzision vorhanden ist.
    • Ohniznachtisbett 30.01.2017 11:41
      Highlight Highlight Ach dann ist ja alles gar nicht so schlimm. Schliesslich war es ja auch nicht so schlimm, dass man den Juden mal ein "J" in den Pass gemacht hat und es war ja auch nicht so schlimm, als sie nur noch mit Stern nach draussen durften, sie durften ja noch raus... Wilhelm, deine Ansicht ist tendenziös. Es gibt keinen einzigen rationalen Grund für diesen Einreisestopp ausser blanker Rassismus. Dies beweist auch, dass dies auch für bereits ausgestellte Visa und Greencard-Besitzer gilt.
    • Wilhelm Dingo 30.01.2017 14:18
      Highlight Highlight @Ruedi89: Der Einreisestopp ist schwachsinnig. Wenn aber die letzten verbleibenden halbegs vernünftig denkenden Journalisten auch noch beginnen unpräzise zu titeln dann ist das einfach schade. Ich kann einfach keinem mehr glauben wenn schon fundamentale Fakten verkürzt und damit falsch wiedergegeben werden.
  • Adremos 29.01.2017 21:26
    Highlight Highlight "Seit den 1990er Jahren stagnieren die Löhne des Mittelstands." Und genau da ist das Schreckgespenst Kommunismus im Osten untergegangen und "das Kapital" kennt keine Hemmungen (Angst vor den Arbeitern) mehr, den Menschen immer mehr ihrer Entlöhnung durch Arbeit vorzuenthalten.
    Wir müssen aufwachen und endlich dafür kämpfen, dass sich Arbeit (egal welche) lohnt. Keine 2-3 Jobs zum Überleben, kein Job der gerade so zum Leben reicht.
    Höten wir auf den Vermögenden immer noch mehr hinterherzuschmeissen (USR3). Trickle down funktioniert nicht und wird auch mit Trump nicht funktionieren.
  • Fischra 29.01.2017 20:05
    Highlight Highlight Trumps Jobwunder wird einige Jobs in alten und sonst schon überhitzten Sektoren generieren weil er mit irgendwelchen Finanzgeschenken dies Fördert. Jobs schaffen heisst in der Regel in die Zukunft investieren. Er investiert in die Vergangenheit und wird Amerika mehr schaden als er nützt. Sein Handeln wird es der Konkurrenz sehr einfach machen die Wirtschaftsmacht Amerika zu überholen. Ein Schelm wer denkt dass Trumps und seiner Freunde Imperien nicht schon bei der Konkurrenz investiert sind um von diesem Erfolg zu Profitieren. Auf der Strecke bleiben die Amerikaner.
  • Pitsch Matter 29.01.2017 20:00
    Highlight Highlight Wenn das Bildungssystem so marod ist, warum hat die USA dann ein weltweites Monopol in social media. Die werden in Zukunft diese Datenkracken schon zu nutzen wissen.
    • strudel 29.01.2017 21:41
      Highlight Highlight Was hat denn das bildungsystem mit social media zu tun?
    • Posersalami 29.01.2017 21:52
      Highlight Highlight Was hat das Bildungssystem mit Social Media zu tun?
    • Pitsch Matter 29.01.2017 22:11
      Highlight Highlight Diese kreativen Köpfe hat ja das amerikanische Bildungssystem hervorgebracht...
    Weitere Antworten anzeigen
  • simiimi 29.01.2017 19:29
    Highlight Highlight Schon klar kann Donald die versprochenen Job nicht nachhaltig kreieren, denn die Arbeitslosigkeit im mittleren Westen ist strukturell und nicht zyklisch bedingt. Der nächste logische Schritt ist dann, mittels Aktionen auf schrillen Nebenschaukämpfen davon abzulenken zu versuchen. Jede Wette der Typ führt die USA in ein militärisches Abenteuer deswegen. Hoffen wir für die Welt, dass es eher Reagan's Grenada als Bush's Irak gleichen wird
    • Chrigi-B 29.01.2017 22:58
      Highlight Highlight Ich tippe auf den Iran...
  • koks 29.01.2017 18:51
    Highlight Highlight finde es amüsant, wie man alles schlechte, das marode bildungssystem als beispiel, trump anhängen will. unter obama hat nie ein journalist über das marode bildungssystem geschrieben. weshalb eigentlich nicht?

    und immer noch die angstmacherei wegen den freihandelsabkommen. dienen diese nur einer kleinen privilegierten minderheit, sind solche nicht mehrheitsfähig. lässt trump noch ttip platzen, hat er in kurzer zeit mehr für die bevölkerung geleistet als andere präsidenten vor ihm in 4 jahren.
  • Hierundjetzt 29.01.2017 17:49
    Highlight Highlight Was ein wenig zu kurz kommt ist die traurige Tatsache, das die USA im Prinzip verarmt sind. Wenn Menscgen 2-3 Vollzeitstellen zum leben brauchen sind das Alarmsignale für das beginnende Versagen des Staates.

    Stellen gibts eigentlich nur an den Küsten (Ost und West).

    Im Süden wie teilweise im mittleren Westen ist echte reale Armut mit Händen greifbar und für Europäer nicht mehr nachvollziehbar.

    Selbstverständlich wählt man dann jemanden, der einem Heil verspricht, wäre bei uns auch so.

    Damit möchte ich das getrampel nicht relativieren sondern ein Debatierbeitrag leisten.
    • koks 29.01.2017 18:52
      Highlight Highlight nur: wen konntest du wählen? clinton, die für kontinuität stand, und trump, der für change stand. ich verstehe die, die clinton nicht gewählt haben.
    • Bongalicius 29.01.2017 19:45
      Highlight Highlight Dass Trump gewählt wurde hat seinen Ursprung schon deutlich vor der Amtszeit seiner Vorgänger. Wenn man den Trumpwähler betrachtet wird schnell klar, dass diese Leute einer Zukunft entgegenblicken, wo sie als Verlierer da stehen, aufgrund fehlender finanzieller Mittel und einer schlechten Bildung. Hätten diese Leute während ihrer Jugend (vor 15 und mehr Jahren) eine gute Bildung genossen, welche nicht in eine enorme Verschuldung mit sich bringt, wäre Trump gar nicht möglich gewesen.
    • Hierundjetzt 29.01.2017 21:07
      Highlight Highlight Find ich auch. Ein Bildungssystem in dem man nur in den Gymer kommt, wenn man 60k/Jahr hat, dass zudem keine alternativer Berufsbildungsweg analog CH, DE, AT kennt, ist zum scheitern verurteilt.

      Sieht man in der CH: Kantone mit niedrigem Bestand an Lehrlingen haben hohe-sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit und Arbeitslosigkeit (Tessin, Westschweiz) umgekehrt die Ostschweiz insbesondere Appenzell.

      Aber auch die lateinischen EU-Länder: keine Alternative zur Uni= extrem hohe Arbeitslosigkeit, tiefes Wirtschaftswachstum.

      Westliche Nordländer umgekehrt

      Und ja es gibt mE eine Kausalität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 29.01.2017 17:41
    Highlight Highlight Ach Trump hat doch seit Amtsantritt etwa schon 70'000 Jobs geschaffen, seine PR-Tweets habens verkündet. Genau so wird's wohl weiter gehen.

    Oder vielleicht unterschreibt er schon bald ein Dekret, dass die amerikanische Wirtschaft verpflichtet 1'000'000 Jobs innerhalb von 14 Tagen zu schaffen und wer nicht mitmacht, wird mit der neuen Strafsteuer zur Rechenschaft gezogen.
    • _kokolorix 29.01.2017 22:46
      Highlight Highlight 70'000 Jobs wären eh nur der berühmte Tropfen auf den heissen Stein.
      Was die USA brauchen sind anständige Löhne! Ist doch logisch, dass es einen Haufen Arbeitslose gibt, wenn jeder der einigermassen anständig leben will drei Jobs braucht und 18 Stunden am Tag arbeitet. Dieser hat keine Zeit das Geld auszugeben, der Andere hat massig Zeit aber kein Geld...
  • G. Schmidt 29.01.2017 17:34
    Highlight Highlight Trumps Migrationspolitik wird Investitionen in Robotik-Technik und Automatisierung massiv erhöhen.

    Zudem kommt noch der Wohlstandsverlust durch die Streichung von Freihandelsabkommen.

    Die USA schaffen sich selber ab und ermöglichen China den endgültigen Aufstieg.
    • koks 29.01.2017 18:55
      Highlight Highlight "Zudem kommt noch der Wohlstandsverlust durch die Streichung von Freihandelsabkommen."
      Weil kein Wohlstand von den Profiteuren des Freihandels nach unten zum Mittelstand und den Armen trickelt? Diese peinliche neoliberale Argumentation hat schon Reagan und Bush gebracht, dass sie jetzt auch unter Linken salonfähig geworden ist, zeigt wie neoliberal die Linke unterdessen argumentiert.
    • FrancoL 29.01.2017 19:56
      Highlight Highlight @koks; G. Schmidt hat durchaus recht; die unteren Schichten werden beim Wegfallen der billig-Importe in einer ersten Phase noch ärmer werden und wenn dann die Jobs nicht mehr Lohn generieren werden sie diese Abwärtsspirale der Armut noch länger mitmachen. Wenn man etwas aufkündigt dass zu höheren Kosten im eigenen Land führt sollte man die entsprechenden Massnahmen bereithalten und diese wären zB eine Erhöhung des Mindestlohnes, doch das Gegenteil wird eher der Fall sein; Mehr Jobs zu lausigen Konditionen.
    • G. Schmidt 29.01.2017 20:28
      Highlight Highlight @koks:

      Wie kommen Sie zum Schluss das ich ein Links-Wähler bin?

      Ausserdem vermischen Sie hier den "Trickle-down Effect" aus der Reagan-Zeit, als die Höchststeuern gesenkt wurden, mit Effekten von Freihandelsabkommen.

      Und sehr wohl entsteht Wohlstand für beide Seiten unter Freihandel. Die Menschen in den westlichen Staaten wettern momentan über Globalisierung, aber sind dennoch die grössten Profiteure. Ohne günstige Arbeitskräften in China wäre die Herstellung von Konsumgütern zu tiefen Preisen gar nicht möglich.
      Das die Preise bei Protektionismus ansteigen erklärt sich von selbst...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 29.01.2017 17:18
    Highlight Highlight Es ist schon extrem unfair von den Linken und der Wirtschaft die sowieso schon ständig weniger werdenden Jobs noch zusätzlich durch Immigration zu verknappen, und die Einheimischen und die Mittleschicht so unter Druck zu setzen, nur damit die Konsumgesellschaft und Menge wächst und jeder der nicht Höchstleistung zum Tiefstpreis leistet ersetzt wird...
    Irgendwie pervers, dass gerade die "Sozialen" diese Entwicklung schaffen, verteidigen und total die Augen verschliessen vor der Tatsache, dass beim Bev. Wachstum der Auswandererstaaten, für jeden "Geretteten" drei Nachzüger entstehen...
    • Lowend 29.01.2017 17:45
      Highlight Highlight BREAKING ALT-NEWS

      Drosophila hat alternative Fakten über die unglaubliche Macht der Linken!

      Wenigstens ist es schön, dass Sie eine derart eindeutigen Sündenbock kennen, obwohl Sie weder den Artikel gelesen haben, noch eine Ahnung von der Materie zu haben scheinen.
    • Knut Knallmann 29.01.2017 18:04
      Highlight Highlight Mit Immigration gleich mehr Konsumenten gleich mehr Nachfrage gleich mehr Jobs gleich Wirtschaftswachstum. Die Immigration ist ein Jobmotor, der in einer gesunden Wirtschaftsumfeld wenn überhaupt einen positiven Einfluss auf die Arbeitslosenquote hat. Wenn wegen der Automatisierung Industriejobs wegfallen, hat man sich nicht über Immigranten aufzuregen sondern Innovativ zu sein und die verlorenen Jobs mit bester -Ausbildung, Rahmenbedingungen und Forschung in anderer Form wieder zurückzuholen.
  • FrancoL 29.01.2017 16:25
    Highlight Highlight Im Artikel wird die These in den Raum gestellt:
    "Treffen würde diese Massnahme in erster Linie die amerikanischen Konsumenten. Günstige Importprodukte haben es ihnen ermöglicht, einen gewissen Wohlstand zu halten"
    Ja jede Abschottung führt zu höheren Preisen im abgeschotteten Land, das zumindest für Länder die billiger Produkte importieren könnten. Das stützen NUR des Binnenmarktes ist gefährlich und wenn die Löhne nicht angehoben werden dann reduziert sich der Wohlstand zumindest der untersten Schichten bis hinauf in den Mittelstand. Jobs alleine nützen da wenig, die Löhne müssten steigen.
    • Rabbi Jussuf 29.01.2017 16:54
      Highlight Highlight Löhne alleine nützen nichts, wenn nicht auch die Jobs dazu geschaffen werden. Das wird aber sicher kaum passieren.
      Autos: Mag sein, dass er durch Abschottung Jobs generieren kann. Die sind aber augenblicklich wieder weg, wenn die Mexikaner und viele andere keine amerikanischen Autos mehr kaufen.
    • Schlumpfinchen #notmeus 29.01.2017 17:18
      Highlight Highlight Da viele Amerikaner zu wenig verdienen haben sie 2 oder mehr Jobs. Wenn die Löhne steigen würden, könnte es vermutlich einige freie Jobs geben, da sie die Zweitjobs nicht mehr benötigen würden.
    • Rabbi Jussuf 29.01.2017 17:34
      Highlight Highlight Zusatz
      Die deutschen Autofabriken stehen in Mexico schon, VW, Daimler...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 29.01.2017 16:22
    Highlight Highlight Sinkende Steuern bedeuten höhere Gewinne, die dann vermutlich in neue und hochmoderne, aber leider voll automatisierten Produktionsstätten investiert werden.

    Automatisierte Produktion braucht kaum noch Mitarbeiter, generiert aber wunderbare Gewinne für die, die eh schon ihr ganzes Geld in die moderne Industrie investiert haben.

    Das Resultat wird sein, dass die Reichen noch reicher werden, während die wütenden, weissen Arbeiter vermutlich sehr viel Freizeit, aber weder Geld oder Sozial- oder Krankenversicherung haben, was sie dann noch wütender machen wird.

    Rechter Trump-Irrsinn at its best!
    • koks 29.01.2017 18:58
      Highlight Highlight naja, Lowend: Diese Entwicklung die du beschreibst - die Reichen noch reicher - hat ja wohl kaum erst seit Trumps Präsidentschaft begonnen. Diese Entwicklung ist unter Obama und seinen Vorgängern auch ganz prächtig gediehen. In Europa übrigens dasselbe. Auch da kein Trump weit und breit, sondern Merkel, Hollande und Co.
    • Lowend 29.01.2017 19:44
      Highlight Highlight Na und? Was wollen Sie mit ihren Allgemeinplätzen ausdrücken, denn dass passierte ja schon mit der ersten Dampfmaschine, das Reiche versucht haben reicher zu werden, in dem sie möglichst wenig Arbeiter anstellen mussten.
      Hier geht es aber um die Politik von ihrem hochverehrten Jobwunder-Erschaffer von göttlichen Gnaden und er ist es, der wie zu besten Zeiten von Henry Ford, Menschen an Fliessbänder, auf Baustellen und an glühende Hochofen stellen möchte, obwohl heute eher CAD-Kenntnisse für die Programmierung der Robotern nötig wären.
    • _kokolorix 29.01.2017 22:59
      Highlight Highlight Henry Ford hatte immerhin noch die Erkenntnis, dass sich sein Geschäft nur entwickeln kann wenn seine Arbeiter auch seine Produkte kaufen können. Diese Einsicht sucht man bei heutigen Managern vergeblich, die träumen vom Perpetuum Mobile und schaufeln fleissig unser aller Grab...
  • Toto 29.01.2017 16:13
    Highlight Highlight Da war einer, der versprach "Wir schaffen Brot" und brachte die Juden weg. Jetzt kommt einer, der verspricht "Wir schaffen Arbeitsplätze" unnd jagt die Muslime weg...
    • Kubod 29.01.2017 17:04
      Highlight Highlight Dein Ernst Toto?
      Du willst die mehr oder weniger sinnvollen Reaktionen auf den islamischen Terror mit dem Vorgehen der Nazis vergleichen?

      Da verniedlichst Du jetzt aber bewusst oder ohne Nachdenken die Gräueltaten der Diktaturen des 20. Jahrhunderts.

      Die Checks and Balances in den USA funktionieren. Da mach ich mir weniger Sorgen.
    • Hierundjetzt 29.01.2017 17:43
      Highlight Highlight Toto so: 80'000'000 Tote (Einwohnerzahl Frankreichs) von 6 Mio Juden sind das Äquivalent einer Handvoll Menschen die per Zufall 6 Monate nicht in die USA arbeiten dürfen.

      Und die SVP will an der Bildung sparen 🙄
    • Enzasa 30.01.2017 00:00
      Highlight Highlight Ich verstehe Totos Kommentar einfach nur so, dass Achtsamkeit gefragt ist.
      Es ist bedenklich, dass Europas Nationalisten Trump feiern und sie sich dadurch Aufschwung versprechen.
      Es ist bedenklich, dass Menschen unerwartet aufgrund ihrer Religion oder Herkunft diskriminiert werden.
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