International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Joe Slovo Park in Cape Town, Südafrika: Handy- und Computershops gibt es inzwischen vielerorts in Afrika. Doch gibt es auch Internet?
bild: wikimedia

Über 4 Milliarden Menschen haben kein Internet. Wie Google und Facebook dies schamlos ausnutzen

4,2 Milliarden Menschen auf der Welt sind noch ohne Internet. Für die Technologie-Konzerne ist dies eine riesige Marktlücke. Doch das «Internet für alle», das Facebook und Co. propagieren, ist eine Illusion. Es geht um knallharte Interessen.

adrian lobe



Ob Facebook-Nachrichten, Online-Überweisungen oder E-Mails – das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch die meisten Menschen auf der Welt haben weiterhin keinen Zugang zum World Wide Web. Laut einem Bericht der United Nations Broadband Commission sind 4,2 Milliarden Menschen auf der Welt noch immer offline.

In Afrika sind ganze Landstriche ohne Internetverbindung, die Menschen müssen oft mehrere Kilometer bis ins nächste Internetcafé zurücklegen. In Guinea, Somalia und Burundi verfügen gerade einmal zwei Prozent der Bevölkerung über einen Internetzugang.

Das Internet-Business in Afrika steckt noch in den Kinderschuhen

Das Internetkabel für Dschibuti

Die Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten für Telekommunikations- und Internetkonzerne sind also riesig. So lässt der französisch-amerikanische Netzwerkausrüster Alcatel-Lucent in Kooperation mit Go-To Networks quer durch den Indischen Ozean ein 10'500 Kilometer langes Seekabel verlegen. Der Australia West Express soll bis Ende 2016 Dschibuti am Horn von Afrika mit Perth an der australischen Westküste verbinden.

In China gibt es derweil immer weniger weisse Flecken auf der Internetlandkarte. China Mobile hat im letzten Jahr den amerikanischen Telekommunikationsriesen Verizon als weltweit grössten Mobilfunkanbieter überholt und 700'000 LTE-Basisstationen für schnelles Internet errichtet.

Google plant Internet mit Heissluftballons, Facebook mit Solardrohnen

Auch die Tech-Giganten aus dem Silicon Valley mischen kräftig mit. Microsoft baut drei neue Seekabel im Pazifik, um den Traffic und das Datenvolumen auf seine Servern zu erhöhen. Google plant sogar mit Heissluftballons aus der Stratosphäre per Funk eine Internetverbindung zur Erde herzustellen. Mit der Regierung von Sri Lanka wurde eine Kooperation vereinbart.

Bild

Einer der Google-Ballons, der W-Lan in abgelegene Gegenden bringen soll. 
bild: youtube

Mit dem Projekt Link hat Google überdies in der ugandischen Hauptstadt Kampala 700 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, mit denen Mobilfunkanbieter 4G-LTE-Dienste anbieten können. Facebook will mit einer Solardrohne das Internet auch in entlegene Regionen bringen.

Zuckerberg: Besseres Leben dank Facebook

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat die Maxime ausgegeben, alle Menschen auf der Welt miteinander zu verbinden. Im September kündigte er am Rande einer UN-Konferenz an, Flüchtlingsunterkünfte mit schnellem Internet versorgen zu wollen.

A motorist rides past a billboard displaying Facebook's Free Basics initiative in Mumbai, India, December 30, 2015. India has become a battleground over the right to unrestricted Internet access, with local tech start-ups joining the front line against Facebook Inc founder Mark Zuckerberg and his plan to roll out free Internet to the country's masses. The Indian government has ordered Facebook's Free Basics plan on hold while it decides what to do. Picture taken December 30, 2015. REUTERS/Danish Siddiqui

Ein Werbeplakat für die Facebook-App «Free Basics» in Mumbai.
Bild: DANISH SIDDIQUI/REUTERS

Wenn Mark Zuckerberg erklären will, warum er ein guter Mensch ist, erzählt er gern die Geschichte von Ganesh – jenen armen Bauern aus Indien, dessen Leben dank Facebook ein kleines bisschen besser geworden sei.

Nur Facebook-Dienste statt «das» Internet

Denn mit der Facebook-App Free Basics könne Ganesh jetzt kostenlos ins Internet und sei bestens über den Monsunregen und Saatgut-Preise informiert, schreibt Zuckerberg in einem Blog der Times of India. Das Internet sei das Tor zur Welt und befreie die Menschen aus der Armut. Der Facebook-Gründer will daher einer Milliarde Indern kostenlosen Zugang zu ausgewählten Online-Diensten ermöglichen.

Im Rahmen des Projekts Internet.org übernimmt Facebook die Kosten für den Internetanschluss, indem es lokale Internetprovider dafür bezahlt. Allein, die Nutzer bekommen nicht das vollständige Angebot des Netzes, sondern in erster Linie Facebooks eigene Dienste. Mit Entwicklungshilfe hat das freilich wenig zu tun.

«Man gibt den Leuten die Idee, dass sie mit dem offenen Internet verbunden sind, aber in Wirklichkeit sind sie in einem digitalen Gefängnis der Konzerne eingesperrt.» 

Netzaktivist Niels ten Oever über Googles Engagement in Kenia

Gegen die Pläne von Mark Zuckerberg haben in Indien denn auch 750'000 Menschen per Mail protestiert. Netzaktivisten sehen die Initiative als Verstoss gegen die Netzneutralität, also den Grundsatz, dass alle Daten gleich behandelt werden müssen. «Internet.org ist nicht neutral, nicht sicher und nicht das Internet», kritisierte die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation auf ihrer Webseite.

Internet-Zugang nur mit Google-Apps

Google hat in Kooperation mit dem kenianischen Mobilfunkanbieter Safaricom ein ähnliches Programm («Free Zone») lanciert. Nutzer haben darauf Zugang zum Internet, allerdings nur eingeschränkt über Google-Apps. «Man gibt den Leuten die Idee, dass sie mit dieser freien offenen Welt des Internets verbunden sind, aber in Wirklichkeit sind sie in einem digitalen Gefängnis der Konzerne eingesperrt», kritisierte der Netzaktivist Niels ten Oever.

Ein Bericht des UN-Rats für Menschenrechte zum Schutz der Meinungsfreiheit nannte Internetzugang – sowohl zu Inhalten als auch zur technischen Infrastruktur – ein elementares Menschenrecht. In Finnland und Estland wurde dies bereits in der Verfassung verankert. Die Frage ist, ob Entwicklungsländer künftig in der Lage sein werden, einen Breitbandausbau voranzutreiben oder ob sie auf die Dienste der Tech-Giganten rekurrieren müssen.

«Wir erleben derzeit nicht nur eine Kluft zwischen Online und Offline, sondern auch digitale Ungleichheiten in der Qualität des Zugangs, der Geschwindigkeit und Zahl der Geräte, mit denen Nutzer online gehen können.»

Bianca C. Reisdorf, Michigan State University

Gefahr einer Zweiklassengesellschaft

Internet-Konzerne wie Facebook oder Google übernehmen mehr und mehr Aufgaben des Wohlfahrtsstaates. Allein, sie kümmern sich weniger um das Gemeinwohl als um ihre eigenen Geschäftsinteressen. In Kansas City, wo Google mit seinem Dienst «Fiber» Glasfaserkabel verlegt, wurden ärmere Viertel nicht ans Netz angeschlossen.

Die Sorge ist berechtigt, dass dadurch eine Art Zweiklassengesellschaft entsteht. In westlichen Metropolen die privilegierten Nutzer, die via High-Speed-Zugang Serien auf Netflix streamen, in Entwicklungsländern die mittellosen Nutzer, die das Internet nur über Google oder Facebook erreichen können.

Die Welt wird vernetzter – und ungleicher

Die Kommunikationswissenschaftlerin Bianca C. Reisdorf, die sich an der Michigan State University mit Fragen digitaler Ungleichheit  (digital divide) beschäftigt, sagt: «Wir erleben derzeit nicht nur eine Kluft zwischen Online und Offline, sondern auch digitale Ungleichheiten in der Qualität des Zugangs, der Geschwindigkeit und Zahl der Geräte, mit denen Nutzer online gehen können.»

Schnellere Verbindungen sind teurer. Eine andere Frage sei es, ob es Grundgeschwindigkeiten wie sie etwa die US Federal Communications Commission definiert hat, erforderlich sind – zu einem fairen Preis. Eine Art «Existenzsicherung» oder staatlich gewährleistete Grundversorgung im Netz also.

Das würde allerdings eine Regulierung der Betreiber erfordern. «Solange globale Konzerne kostenlose Dienstleistungen in diesen Regionen anbieten oder Regierungen den freien oder günstigen Internetzugang subventionieren, werden die digitalen Ungleichheiten bestehen», schätzt Reisdorf. Die Welt wird zwar vernetzter, aber auch ein Stück weit ungleicher.

Das könnte dich auch interessieren:

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Mujinga Kambundji spannt auf Mauritius aus

Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

216
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Mujinga Kambundji spannt auf Mauritius aus

321
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

81
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Noch einmal: Was hat Putin gegen Trump in der Hand?

216
Link zum Artikel

Stell dir vor, das Bundesliga-Topspiel steht an und es spielen mehr Schweizer als Deutsche

25
Link zum Artikel

Trumps rechte Hand bestätigt aus Versehen, was nie passiert sein soll

91
Link zum Artikel

Diese 13 Bücher machen dich schlau(er)

65
Link zum Artikel

Sportlerpics auf Social Media: Mujinga Kambundji spannt auf Mauritius aus

321
Link zum Artikel

Wie Erdogan innenpolitisch vom Krieg profitiert

8
Link zum Artikel

Wir haben den Wahlplakaten das Sprechen beigebracht – es war wohl ein Fehler 🤣

28
Link zum Artikel

Grüne hinter der CVP: Die «ultimative» Wahlprognose von Claude Longchamp

81
Link zum Artikel

Die Wildlife Photographer of the Year Awards wurden vergeben – die Bilder sind DER HAMMER

41
Link zum Artikel

Armer Kanye! Seine Kim ist zu sexy für ihn und seine Seele, er will das alles nicht mehr

45
Link zum Artikel

Vergewaltigt, gebrochen, erneut vergewaltigt. Harvey Weinsteins sadistisches System

99
Link zum Artikel

Hyvä Suomi! Finnlands Fussballer stehen vor dem ersten Turnier ihrer Geschichte

22
Link zum Artikel

Armuts-Studien: Der Wirtschafts-Nobelpreis geht an ein Trio

17
Link zum Artikel

Poulet sollte man waschen? Kaffee ist ungesund? 11 Food-Mythen im Faktencheck

119
Link zum Artikel

Die 21 Ladys für den Bachelor sind da: Eine von ihnen muss er nehmen ...

79
Link zum Artikel

23 vernichtende Cartoons, die Trumps «Verrat» an den Kurden perfekt auf den Punkt bringen

119
Link zum Artikel

«Dort wo ich wohne, braucht man ein Auto» – so denken Erstwähler über Politik

150
Link zum Artikel

Den Grün-Parteien könnte es ergehen wie der SVP vor vier Jahren

130
Link zum Artikel

Wohin steuert der Kapitalismus?

103
Link zum Artikel

Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

357
Link zum Artikel

Elizabeth Warren landet nächsten Treffer gegen Zuckerberg – mit genialem Facebook-Post

61
Link zum Artikel

Die chinesische Hype-Firma Xiaomi kommt in die Schweiz – 7 Dinge, die du wissen musst

144
Link zum Artikel

Jetzt kommt die E-ID – und darum laufen Netz-Aktivisten dagegen Sturm

141
Link zum Artikel

Der Impeachment-Krieg ist da – so stehen Trumps Chancen

67
Link zum Artikel

Ein Bild lügt mehr als 1000 Worte: Was dir diese Fotos nicht zeigen

Du hast watson gern?
Sag das doch deinen Freunden!
Mit Whatsapp empfehlen

Abonniere unseren Newsletter

28
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ramonke 16.01.2016 14:41
    Highlight Highlight was für einen Artikel... Da wird aber ziemlich viel mit halbwahrheiten um sich geworfen um sich die geschichte zurecht zu biegen. z.B. google fiber: google hat von anfang an voraussetzungen definiert welche gebiete sie ans netz schliessen werden. das hat absolut nichts mit armen gegenden zu tune und wenn dann indirekt.
    1. man muss sich für google fiber voranmelden, ab einer gewissen anzahl zieht es google in betracht
    2. der dienst ist nicht gratis sondern kostet 70 USD im monat was für einen gigabit anschluss in den usa billig ist.
    3. für die kabel benötigt es eine bestehende infrastruktur
  • Clank 16.01.2016 14:10
    Highlight Highlight Von einer profitorientierten Firma Entwicklungshilfe zu erwarten, ist ein Widerspruch. Ausserdem hat Entwicklungshilfe allein noch nie ein Land aus der Armut befreit.
    Wir reden hier von Länder, die nicht mal die Infrastruktur besitzen, um ihre Hauptstädte ganz mit Wasser und Elektrizität zu versorgen. Internet ist da im Vergleich ein Luxusgut. Email Adressen und Webseiten von Firmen sind für uns heute normal, dort eher Seltenheit. Mit Smartphones hat es langsam angefangen, aber ein Büro mit Computer besitzen die wenigsten Firmen. Ob nun eingeschränkt, für einen Anfang finde ich es gut.
  • atomschlaf 16.01.2016 13:56
    Highlight Highlight Eingeschränkter Internetzugang ist immer noch besser als gar kein Internetzugang.
  • Hierundjetzt 16.01.2016 13:37
    Highlight Highlight Vielleicht sollte Indien endlich aufhören Atombomben zu bauen, einen nicht gewinnbaren, lächerlich-teuren Krieg im Kashmir zu führen und sich statdessen endlich einmal für die eigene Bevölkerung einsetzen.

    Nicht nur gäbe es Internet für alle, auch die jährlich Millionen Tonnen an Lebensmittel der UNO / WFP könnte endlich eingestellt werden
  • Likos 16.01.2016 13:14
    Highlight Highlight Arme Länder haben i.d.R. alles andere als ein Netz, meist nur eine einzige marode Leitung die aus dem Land herausführt und dann noch mies angebunden ist.
    Es ist daher für Google/Facebook relativ einfach einen lokalen Provider zu unterstützen und lokale Rechenzentren für eigene Dienste zu bauen um diese kostenlos anzubieten. Kurz eher ein Intranet als Internet zu bauen. Durch die eigenen Apps können sie mit Proxys auch weitere Dienste wie Wikipedia u.ä. cachen.
    Neutral? Sicher nicht, aber der einzig realistische Ausbau in den nächsten zwei Jahrzehnten...
  • breeaakdancc 16.01.2016 11:52
    Highlight Highlight Mag sein, dass der Zugang eingeschränkt ist. Jedoch stellt sich hier die andere Frage, ob die Regierung überhaupt versucht hätte den Internetzugang im eigenen Land voranzutreiben. Mit Hilfe dieser Konzerne haben die Leute wenigstens Zugang zum Internet.
    Und ist ein bisschen komisch das hier China als Beispiel gezeigt wird für Internetzugang. Meines Wissens wird das Internet von der chinesischen Regierung stark zensiert. Da benutze ich lieber immer Google als Suchmachine (man kann ja wohl von Google aus auch auf all die anderen Suchmaschinen zugreifen) als Zensur zuzulassen.
  • demokrit 16.01.2016 10:47
    Highlight Highlight "Beim Web 2.0 geht es nicht darum alle Menschen auf der Welt miteinander zu verbinden oder die Menschheit zu einem besseren Ort zu machen, sondern möglichst viel Geld aus den über Gruppendruck gesammelten Daten herauszupressen." - Truth.
  • icarius 16.01.2016 10:29
    Highlight Highlight Ich frag mich, ob die Services tatsächlich so einschränkend sind, wie es auf den ersten Blick erscheint.

    Bei Facebook Free Basics kann man bsp. auf Bing zugreifen. Wenn man gratis auf dessen Suchergebnisse zugreifen kann, ist schonmal einiges weniger eingeschränkt als wenn man nur auf die 30 anderen Seiten zugreifen kann.

    Bei Google Free Zone ist es ähnlich. Man kann vermutlich auch gratis auf die Google Suchergebnisse zugreifen. Somit wäre man etwa am gleichen Punkt wie die 93% Europäer, die das Internet nur mit Google navigieren.
    • koks 16.01.2016 10:45
      Highlight Highlight das wäre dann so, als dürftest du nur in restaurants in deiner stadt essen gehen, die in einem amerikanischen restaurantverzeichnis aufgeführt werden. ich frage mich ernsthaft, wie man sowas unterstützen kann...
    • icarius 16.01.2016 11:36
      Highlight Highlight Bin einverstanden, das die Situation nich optimal ist. Aber im Artikel wurde suggeriert, man hätte bei diesen Angeboten nur Zugriff auf eine Handvoll Webseiten, wenn es in Wahrheit sehr wahrscheinlich "nur" eine Einschränkung bezüglich der Suchmaschine ist. Dieser Unterschied muss man erwähnen, finde ich. Denn bei ersterem hätte man nur auf ca. 0.0000000001% der Webseiten Zugriff, bei zweiterem immerhin auf etwa 90%.
    • atomschlaf 16.01.2016 14:01
      Highlight Highlight @koks: Wenn ich nur die Wahl hätte zwischen gar keinen Restaurantbesuchen, weil ich mir das nicht leisten kann oder oder einer eingeschränkten Auswahl an Restaurants, dann würde ich letzteres klar bevorzugen.
  • icarius 16.01.2016 10:24
    Highlight Highlight Klar, ein bisschen Internet ist besser als gar keins. Trotzdem ist es enttäuschend, dass genau die beiden erfolgreichsten Internetfirmen, die wie sonst keiner vom OFFENEN Internet profitiert haben, jetzt eine kastrierte Version davon pushen. Damit scheinen sie gegen ihre eigenen Prinzipien zu verstossen.
    • Hierundjetzt 16.01.2016 13:46
      Highlight Highlight Mit Blick auf die Tatsache, dass bauen von Infrastruktur eine Staatsaufgabe ist, Indien aber auch hier versagt, kann ich das Engagement der privaten Firmen nur befürworten. Logisch gibts Einschränkungen, es ist auch eine private Firma, mit eigenen Interessen
    • icarius 16.01.2016 14:14
      Highlight Highlight Aber es sind elementare Einschränkungen. Hätte Mark Zuckerberg 2004 ein geschlossenes Internet vorgefunden, wie es Facebook jetzt in Indien puscht, wären heute nicht 1.3 Milliarden Menschen auf Facebook, sondern möglicherweise auf MySpace oder Friendster. Mit Free Basics verrät Zuckerberg das offene Internet, das Facebook zu dem gemacht hat was es heute ist.
  • Tikvaw 16.01.2016 09:17
    Highlight Highlight Man kann sich aber auch wirklich immer und über alles aufregen. Anstatt Google etc. zu kritisieren sollte man sich lieber darum kümmern, dass diese Regierungen sich stärker für ihre Bevölkerung einsetzen. Gleichzeitig treibt man gute Geschäfte mit diesen Regierungen und deren Elite, damit wir schön Rohstoffe für unsere Luxus-Produkte haben können und komischerweise scheinen unsere Regierungen nicht fähig zu sein, zu kontrollieren, dass Entwicklungshilfe auch tatsächlich am richtigen Ort eingesetzt wird. Da wird dann ein Auge zugedrückt, wenn solche Gelder in private Taschen verschwinden.
    • stadtzuercher 16.01.2016 10:28
      Highlight Highlight Schön findest du, dass man diese globalen Multis nicht kritisieren darf. Bist wohl ein Profiteur von diesen Aktivitäten?
      Zum Glück sehen die Millionen demonstrierender ortsansässiger Menschen (wie beispielsweise in Indien) das etwas anders und fordern freien Zugang zum Internet.
    • Tikvaw 16.01.2016 10:41
      Highlight Highlight Ohne diese Konzerne hätten diese Menschen gar kein Internet, falls ihnen das nicht aufgefallen ist. Was kann Google etc. dafür, dass Indien trotz relativ starker Wirtschaft nicht fähig ist eine anständige Infrastruktur aufzubauen und eigene Dienstleister zu fördern? Ich finde es peinlich und realitätsfern, die Verantwortung auf private Unternehmen abzuschieben, anstatt mit Hilfe von Gesetzen und nicht-korrupten Behörden, die nötigen Bedürfnisse zu befriedigen.
    • Tikvaw 16.01.2016 10:57
      Highlight Highlight Ja klar ich profitiere voll davon. Ich bin in Wirklichkeit Mitglied der Konzernleitung und Mehrheitsaktionär von Google, der Freude hat in seiner Freizeit auf Watson zu kommentieren. lol.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lily.mcbean 16.01.2016 08:36
    Highlight Highlight Das erinnert mich irgendwie ganz unangenehm an das buch otherland.
    • Tikvaw 16.01.2016 09:27
      Highlight Highlight Naja, dass passt irgendwie nicht ganz. Otherland ist ein geschlossenes privates Netz, welches dafür gedacht ist, ein paar Milliardären ein ewiges Leben in einem virtuellem Universum zu verleihen, indem eine vollständige Kopie des Gehirns auf Computer gemacht wird. Otherland ist nicht für die Öffentlichkeit gedacht

13 praktische neue Features für iPhone-User, die niemand kennt, und ein paar Bugs 😏

Mit dem neusten iPhone-Update führt Apple viele Dinge ein, die den iPhone-Alltag massiv erleichtern. Hier ein Best-Of zu iOS 13 mit ersten Eindrücken.

Hinweis: Dieser Artikel wurde fälschlicherweise zu früh publiziert, respektive bevor er wirklich fertig gestellt war. Die Redaktion entschuldigt sich für das Versehen!

Dieser Beitrag liefert eine persönliche Einschätzung des watson-Redaktors zu neuen Funktionen von iOS 13, und dazu die Info, ob es bei Android Vergleichbares gibt.

Einige der besten Features habe ich bereits in einem früheren Artikel vorgestellt, und führe sie nun mit aktualisierten Angaben und ersten praktischen Eindrücken …

Artikel lesen
Link zum Artikel