DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07064774 Canadian Donna Strickland, an associate physics professor at the University of Waterloo, demonstrates her laser apparatus after being awarded the 2018 Nobel Prize for Physics, in Waterloo, Canada, 02 October 2018. Strickland was awarded the prize alongside American and French scientists for their work in laser physics.  EPA/WARREN TODA

Nobelpreisträgerin Donna Strickland demonstriert ihre Erfindung. Bild: EPA/EPA

Wikipedia verwehrte Nobelpreisträgerin einen eigenen Artikel – weil sie nicht relevant sei



Donna Strickland ist die erste Frau seit 1963, die einen Physik-Nobelpreis erhält. Zusammen mit ihrem damaligen Doktorvater Gérard Mourou wurde sie diese Woche für ihre Grundlagenforschung im Bereich der Laserphysik ausgezeichnet. Die beiden teilen sich den Physik-Nobelpreis mit Arthur Ashkin.

Viele fragten sich jedoch bei der Ernennung von Strickland, wer sie überhaupt ist. Eine Wikipedia-Suche ergab keinen Treffer. Wie das Newsportal Quartz berichtet, wurde erst im Mai dieses Jahres ein Wikipedia-Artikel über sie gelöscht. Der Grund: Die Wikipedia-Redaktoren waren nicht überzeugt davon, dass Strickland relevant genug sei. Sie bemängelten am eingereichten Artikel, dass es keine unabhängige Berichterstattung über das Werk von Strickland gebe.

Bild

Die Originalseite findest du hier. screenshot wikipedia

Auch ihr akademischer Titel – ausserordentliche Professorin – deutet nicht auf eine Nobelpreisträgerin hin. Ein ausserordentlicher Professor (engl. associate professor) ist lediglich die Vorstufe zu einem ordentlichen Professor. Dieser muss für seine Position von anderen ordentlichen Professoren berufen werden, im Gegensatz zur ausserordentlichen Professur, welche lediglich eine Beförderung darstellt.

Nobelpreisträgerin ohne ordentliche Professur und Wikipedia-Artikel.

Bevor Strickland den Nobelpreis erhielt, wurde sie auf Wikipedia ein einziges Mal genannt. Dies in einem Artikel über Co-Preisträger Mourou. 90 Minuten nach der Preisverleihung erhielt Strickland dann einen eigenen Artikel.

Die Kanadierin ist nach Marie Curie und Maria Goeppert-Mayer die dritte Frau, die einen Nobelpreis für Physik erhält. «Wir müssen weibliche Physikerinnen feiern, denn es gibt sie da draussen», sagte die Laserexpertin am Dienstag in einem Telefonat mit der königlich-schwedischen Akademie für die Wissenschaften.

«Ich fühle mich geehrt, eine dieser Frauen zu sein.» Möglicherweise hat Strickland mit ihrem Votum für Physikerinnen Bezug genommen auf einen diskriminierenden Vortrag, den ein italienischer Gastredner am Freitag an der renommierten Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) bei Genf gehalten hat. (jaw/sda)

Erster Schweizer Nobelpreis seit 15 Jahren geht an Lausanner

Video: srf

Und nun: Geiler Science Porn aus der scharfen Welt der Wissenschaft

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

BAG meldet 5583 neue Corona-Fälle

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

«Kaum eine Frau wird nun die Gesichtsverhüllung aufgeben»

Nach dem Ja zum Verhüllungsverbot werde sich kaum etwas ändern, sagt der Islamwissenschaftler Andreas Tunger-Zanetti. Etwas Erfreuliches konnte er der Debatte aber abgewinnen.

Herr Tunger-Zanetti, die Schweiz hat das Verhüllungsverbot angenommen. Sind Sie überrascht?Andreas Tunger-Zanetti: Wir wussten, dass es knapp wird. Allerdings freut mich, dass die Zustimmung tiefer ausfiel, als gedacht. Im Juni prognostizierte Ständerat Thomas Minder, dass das Volk die Vorlage deutlicher annehmen würde, als die Minarett-Initiative im Jahr 2009. Nun ist das Gegenteil eingetroffen: Es waren gut fünf Prozent weniger. Es ist erfreulich, dass sich die Bevölkerung nicht wieder …

Artikel lesen
Link zum Artikel