Schweiz
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JUSO «sucht» mit über 200 Vermissten-Anzeigen nach dem verschwundenen Sprengstoff in Aarau

Verschwundener Sprengstoff – die JUSO nimmt den Vorfall in der Aarauer Kaserne gehörig auf die Schippe und verteilt über 200 Steckbriefe in der ganzen Stadt.



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Ein unbekannter Aktivist gab eine Vermisstenanzeige zum verschwundenen Sprengstoff in der Aarauer Kaserne auf. Bild: Mia Gujer

In Aarau hängen Vermisstanzeigen, die vorgeben vom Eidgenössischen Departement für Bevölkerungsschutz und Verteidigung (VBS) zu sein. Gesucht wird: der in der Rekrutenschule Aarau verschwundene Sprengstoff.

«Beim Durchzählen unseres Sprengstofflagers haben wir diese Woche gemerkt, dass uns mehrere Kilo Sprengstoff im Lager fehlen», beginnt die Anzeige. Hinweise zum Verbleib des Sprengstoffs, können bei der Kaserne Aarau, Laurenzenvorstadt, 5000 Aarau, abgegeben werden, heisst es weiter.

Ding mit Zähler und Countdown

Damit hilfsbereite Bürger und Bürgerinnen den Sprengstoff auch erkennen, wurden die Merkmale des Sprengstoffs aufgelistet. «Sprengstoff ist meistens in mehrere Bündel zusammengeschnürt. Manchmal hat es noch so ein Ding drauf mit einem Zähler und einem Countdown. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob die auch weg sind», heisst es.

Explosiver Diebstahl in Aarauer Rekrutenschule

Die Armee vermisst mehrere Kilo Sprengstoff. Die Militärjustiz hat eine Untersuchung eingeleitet, bis jetzt ohne Erfolg. Video: © TeleM1

Ausserdem gibt die Vermisstenanzeige eine Anleitung, wie denn im Fall eines Fundes mit dem Sprengstoff umzugehen sei: Der Sprengstoff sollte nicht mit Feuer in Verbindung gebracht werden, steht geschrieben.

Spontane Idee

Hinter der Vermisstenanzeige steckt allerdings nicht etwa ein unbekannter Aktivist, wie auf der Facebook-Seite von Mia Gujer, Präsidentin der JUSO Aargau, zunächst steht. Auf Anfrage klärt sie auf, dass in Wirklichkeit die JUSO für die Aktion verantwortlich ist. «Die Idee ist spontan entstanden», so Gujer.

Am Montagabend wurde die Vermisstenanzeige in ganz Aarau verteilt. «Wir haben 200 Zettel gedruckt und in Aarau verteilt. Auch bei der Kaserne», bestätigt Gujer. Die Reaktionen der Leute seien durchs Band positiv ausgefallen. «Die Vermisstenanzeige kam bei den meisten gut an. Die Leute nahmen es mit Humor und fanden sie witzig gemacht», sagt Gujer.

Die Aktion der JUSO ist aber nicht nur als reiner Spass gedacht. Damit soll auch auf die Abstimmung vom 25. September zum neuen Nachrichtendienstgesetz aufmerksam gemacht werden. «Das Departement, dem nebenbei einige Kilo Sprengstoff verloren ging, will nun, dass wir ihm blind in Sachen Privatsphäre und digitale Sicherheit vertrauen», so Gujer auf ihrer Facebook-Seite.

«Alles weiterhin möglich»

Bei der Armee wird der Sprengstoff noch immer vermisst. «Die Ermittlungen sind derzeit im Gange,» entgegnet Armeesprecher Daniel Reist auf Anfrage. Ob es sich tatsächlich um einen Diebstahl oder einen Fehler in der Buchhaltung handelt, bleibt offen. «Wir können noch keine Möglichkeiten ausschliessen.» Die Militärjustiz ermittelt. (aargauerzeitung.ch)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • michiOW 13.09.2016 23:14
    Highlight Highlight Gesucht wird:

    Mia Gujer

    Für Clowns ist sie gefährlich, da sie anscheinend schon einen zu viel gefressen hat.
  • emc2 13.09.2016 19:48
    Highlight Highlight Aber lasst es doch bitte von jemandem schreiben, der der deutschen Sprache mächtig ist.
  • NWO Schwanzus Longus 13.09.2016 18:50
    Highlight Highlight Die Entwendung des Sprengstoffes in Aarau ist wahrscheinlich eine Psy Ops Operation des NDB um den Leuten Angst einzujagen für die Abstimmung damit sie ja sagen zum Nachrichtendienstgesetz.
    • Fabio74 13.09.2016 22:04
      Highlight Highlight eher Schlamperei bei der Armee.. wie so üblich, das mal was verschwindet
  • pamayer 13.09.2016 18:03
    Highlight Highlight I 💛juso

    Grossartig und rotzfrech.
  • thierry_haas 13.09.2016 17:01
    Highlight Highlight Aha, das ist wohl das einzige es die Juso mit ihrem Budget noch hinbekommt: 100 dumme A4-Blätter ausdrucken und an die Wnd kleben.... Zum heulen!
  • snowball-X 13.09.2016 16:23
    Highlight Highlight Peino von der Juso, da steht in der ersten Zeile ein Rechtschreibefehler.
    • -woe- 13.09.2016 17:02
      Highlight Highlight @Hirschwurst
      Schon einmal daran gedacht, dass dies Absicht ist?
      Die "Vermisstenanzeige" hat dermassen viele kleine Fehler und kommt in einem speziell holprigen VBS-/SVP-Deutsch daher, dass mir der Fall klar scheint.
    • Sillum 13.09.2016 17:08
      Highlight Highlight Wieso peinlich? Sind wir froh, dass JUSO-Zugehörigen überhaupt schreiben können. Jeder normalbegabte Mensch, der ihre kruden Forderungen liest, muss doch an der Minimalintelligenz dieser Genossen zweifeln.
    • Pianovilla 13.09.2016 17:14
      Highlight Highlight Um genau zu sein: Es sind 4 Fehler in einem so kurzen Text. Einfach nur erbärmlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • baBIELon 13.09.2016 15:52
    Highlight Highlight "Wir können noch keine Möglichkeiten ausschliessen."
    Sorry aber wofür geben wir Steuergeld aus? Das was verloren gehen kann ist Menschlich. Aber dass es erst nach x-Monaten ans Licht kommt und die dann nicht mal in der Lage sind einen buchhalterischen Fehler auszuschliessen ist schon eine Frechheit!

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