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Jetzt ist es definitiv: Der Mörder von Riniken AG muss wegen Blutrache 20 Jahre hinter Gitter



Der heute 48-jährige Kosovare, der seine Ehefrau 2009 in Riniken AG auf offener Strasse kaltblütig erschoss, ist definitiv wegen Mordes und Gefährdung des Lebens zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren verurteilt worden. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Mannes abgewiesen.

Die Lausanner Richter halten in ihrem am Dienstag publizierten Urteil fest, dass das Obergericht des Kantons Aargau bei der Entscheidfindung und der Festlegung des Strafmasses korrekt vorgegangen ist.

«Den Stolz seines Stammes gebrochen»

Der Täter hatte 2008 aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen müssen. Dort lebte er mit seiner Ehefrau und den drei gemeinsamen Kindern. Die Frau wollte sich scheiden lassen.

AZ

Der Tatort. bild: az

Neun Tage vor dem Mord am 9. April 2009 verfasste der Mann eine Art Testament. Darin hielt er fest, dass er seine Frau für seine Probleme verantwortlich mache. Sie habe den Stolz seines Stammes gebrochen. Als Beispiel für seine Stammesnachkommen müsse er diesen Auftrag erfüllen. Er hoffe, dass seine Kinder zu seiner Familie zurück kämen.

Mit Auftrag hatte der Täter seine Bluttat gemeint, wie aus dem Urteil des Bundesgerichts hervorgeht. Der Mann hatte an einer Postautohaltestelle aus einer Distanz von weniger als zwei Metern fünf Schüsse auf seine Frau abgegeben.

In unmittelbarer Verlängerung der Schusslinie stand eine weitere Person, weshalb der Mann auch wegen Gefährdung des Lebens verurteilt wurde. (sda) 

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