Schweiz
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Bundesraetin Simonetta Sommaruga, links, spricht mit Bundesrat Guy Parmelin, rechts, an der Seite von Bundesrat Didier Burkhalter, Bundesrat Johann Schneider-Ammann, Vizekanzler Joerg De Bernardi, Bundeskanzler Walter Thurnherr, Bundespraesidentin Doris Leuthard, und Bundesratssprecher Andre Simonazzi, von links, waehrend der ersten Bundesratssitzung im neuen Jahr, am Mittwoch, 11. Januar 2017 im Bundesratszimmer in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Simonetta Sommaruga und Guy Parmelin werden im Bundesrat neue Departemente vertreten. Bild: KEYSTONE

Powerplay im Bundesrat: Für die neuen Frauen bleiben die «Trostpreise»

Die Bisherigen haben bei der Departementsverteilung im Bundesrat ihre Wünsche durchgeboxt. Viola Amherd und Karin Keller-Sutter müssen sich mit den unbeliebtesten Ressorts begnügen. Das kann für sie auch eine Chance sein.



Die Präsenz sprach Bände: Obwohl es im Bundesrat zur grossen Rochade mit vier neuen Departementschefs kam, stellten sich nur Simonetta Sommaruga (SP) und Guy Parmelin (SVP) am Montagmittag den Medien. Es sei üblich, dass die neuen Mitglieder nehmen müssten, was übrig bleibe, versuchte Bundesratssprecher André Simonazzi zu beschwichtigen.

In Wirklichkeit hatten Viola Amherd (CVP) und Karin Keller-Sutter (FDP) wohl keine Lust, Journalistenfragen zu beantworten. Denn eitel Sonnenschein hat bei der Departementsverteilung nicht geherrscht. In der Regel versucht die Regierung, dieses Geschäft in kollegialer Manier über die Bühne zu bringen. Das gelang dieses Mal nicht, über die Zuteilung der Departemente musste abgestimmt werden.

Die neugewaehlten Bundesraetinnen Karin Keller-Sutter, rechts, und Viola Amherd, 2. von rechts, posieren mit dem Gesamtbundesrat, von links, Bundespraesident Alain Berset, Ueli Maurer, Simonetta Sommaruga, Guy Parmelin und Ignazio Cassis, nach der Ersatzwahl in den Bundesrat durch die Vereinigte Bundesversammlung, am Mittwoch, 5. Dezember 2018 im Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/POOL/Peter Klaunzer)

Der neue Bundesrat musste über die Zuteilung der Departemente abstimmen.  Bild: KEYSTONE

Dabei haben sich die Bisherigen mit ihren Wünschen durchgesetzt: Sommaruga wechselt vom Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) ins Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). Der heutige Verteidigungsminister Parmelin übernimmt das Wirtschafts- und Bildungsdepartement (WBF).

Amherd und Keller-Sutter müssen sich mit den «Trostpreisen» begnügen: VBS und EJPD gelten als die unbeliebtesten Departemente im Bundesrat, in denen man kaum glänzen kann und sich mit zahlreichen Problemfeldern herumschlagen muss. Was ist von der neuen Konstellation zu erwarten?

Uvek

Simonetta Sommaruga strahlte übers ganze Gesicht. Nach ihrer Wahl 2010 war sie selber Opfer eines solchen Machtspiels im Bundesrat und per Mehrheitsentscheid ins ungeliebte EJPD «verbannt» worden. Nun kann die Bernerin endlich ins Uvek wechseln, ihr erklärtes Wunschdepartement, wie sie auf die Frage eines Journalisten zugab.

Sie kann dies erhobenen Hauptes tun. Nach jahrelangen Turbulenzen in den Bereichen Asyl und Zuwanderung ist im EJPD Ruhe eingekehrt. Sommaruga ist als frühere Konsumentenschützerin und Mitglied der nationalrätlichen Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) für das Uvek prädestiniert. Erste Erwartungen wurden bereits formuliert. Sie soll den Veloverkehr und die Umlagerung des Schwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene fördern.

Die Bürgerlichen werden keine Freude daran haben, dass die Sozialdemokraten neben dem Innendepartement (das weiterhin von Alain Berset geleitet wird) ein zweites gewichtiges Ressort kontrollieren. Der Wechsel lässt auch vermuten, dass Simonetta Sommaruga bis zum Ende der kommenden Legislatur (also bis 2023) im Bundesrat bleiben dürfte.

Im Bundeshaus am Tag der Bundesratswahlen

WBF

Die Reaktionen in den sozialen Medien zeigen es: Der Wechsel von Guy Parmelin ins Wirtschaftsdepartement nach nur drei Jahren im VBS stösst ausserhalb der SVP auf wenig Gegenliebe. Im Gegensatz zu Sommaruga hinterlässt der Waadtländer in seinem bisherigen Departement einige Baustellen. Sein Abgang wird als Flucht oder gar als «Desertion» kritisiert.

Freuen können sich die Landwirte. Sie dürften beim früheren Weinbauern Parmelin mehr Gehör finden als beim exportorientierten Johann Schneider-Ammann. Umgekehrt stellt sich die Frage, wie ein Bundesrat, der kaum Englisch spricht, sich in den Verhandlungen auf internationalem Parkett behaupten kann, oder im Umgang mit der Digitalisierung.

Guy Parmelin ist im Bundesrat eine blasse Figur geblieben. In Erinnerung sind seine Schnellschüsse, mit denen er Entscheidungsfreude markieren wollte, primär aber Geschirr zerschlug. Nun muss er zeigen, ob er das Format für das Amt besitzt, zum Beispiel als Vermittler zwischen den Sozialpartnern im Disput um den Lohnschutz und das EU-Rahmenabkommen.

VBS

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Video: srf

Seit Adolf Ogi seine «Versetzung» vom Uvek ins VBS 1995 als «Abstieg in die Nationalliga B» bezeichnet haben soll, gilt das Verteidigungsressort als unbeliebtestes Departement. Seit dem Ende des Kalten Kriegs hat die Armee stark an Bedeutung verloren, und damit auch das zuständige Amt im Bundesrat. Für Viola Amherd und ihre serbelnde CVP sind das wenig erbauliche Perspektiven.

Dabei kann das VBS eine Chance sein, und das nicht nur, weil die Schweiz erstmals eine Verteidigungsministerin bekommt. Die von Parmelin hinterlassenen Baustellen, allen voran das Megadossier Kampfjetbeschaffung, bieten der neuen Departementschefin die Möglichkeit, sich zu profilieren und zu beweisen, dass sie mehr ist als eine «Befehlsempfängerin» der Generalität.

Bundesrätin Amherd, die sich im Nationalrat als hartnäckige und dossierfeste Schafferin im Hintergrund einen Namen gemacht hat, traut man dies zu. Sie kann nach dem blassen Parmelin fast nur gewinnen. Ausserdem ist das VBS ein überschaubares Departement. Als Vorsteherin hat man die Kapazität, um bei den Geschäften der Kolleginnen und Kollegen ein Wort mitzureden.

EJPD

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Video: srf/SDA SRF

Als Karin Keller-Sutter 2011 in den Ständerat gewählt wurde, hatte sie ein Ziel. Sie wollte weg vom Image der asyl- und sicherheitspolitischen Hardlinerin, das sie in ihren zwölf Jahren als Justizdirektorin des Kantons St.Gallen erworben und sich ausserdem mit dem Hooligan-Konkordat bei den Fussballfans unbeliebt gemacht hatte.

In der Folge mied sie diese Themen konsequent und erschloss sich neue Gebiete wie die Wirtschafts- und Sozialpolitik. Nun hat der Bundesrat sie quasi auf Feld eins zurückgeschickt. Keller-Sutter hätte wohl am liebsten das Wirtschaftsdepartement von Johann Schneider-Ammann übernommen. Mit ihrem klaren Votum für den Lohnschutz empfahl sie sich ziemlich ungeniert für diesen Job.

Man hätte ihr zugetraut, mit Arbeitgebern und Gewerkschaften eine Lösung zu finden. Nun hat die freisinnige Bundesrätin einmal mehr das Asyldossier am Hals. Doch wie im Fall von Viola Amherd gilt: Das Justizdepartement kann für Karin Keller-Sutter eine Chance sein, und das nicht nur, weil derzeit keine grösseren Probleme zu lösen sind.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alter-Sack 11.12.2018 17:04
    Highlight Highlight Es ist zu hoffen, dass der SVP Unfall so schnell wie möglich einen Grund findet den BR wieder zu verlassen. Thomas Aeschi hätte die Schweiz weiter gebracht. Wenn das stimmt was von Amherd geschrieben wird, kann sie sich VBS leicht für höhere Aufgaben empfehlen.
  • Musikuss 11.12.2018 06:29
    Highlight Highlight Drei Schneewittchen und nur vier Zwerge, das kann nicht gut gehen.... 😋
  • Mova 10.12.2018 23:19
    Highlight Highlight Mir kommt das 🤮. sS im wichtigen UVEK.
  • Unternehmer (KMU) 10.12.2018 23:02
    Highlight Highlight .... im Bundesrat gibt es keine Trostpreise!! Die beiden Damen rocken Ihr Ding.
  • Lacaduc 10.12.2018 20:18
    Highlight Highlight Vielleicht ist eine Frau für das VBS garnicht so schlecht. Die Erwachsenen Buben haben Jahrzehnte lang Milliarden für Spielsachen ausgegeben. Frauen sind da eher pragmatischer und ich hoffe wir sparen in den nächsten Jahren ein paar Milliarden.
    • Pafeld 11.12.2018 08:56
      Highlight Highlight Die meisten Probleme innerhalb der Armee entstammen einem bürgerlichen, machohaften Filz, dem sich die SVP seit über 20 Jahren kampflos ergeben hat. Viola Amherd kann davon wirklich nur profitieren. Denn wenn sich eine wie Amherd am VBS ebenfalls die Zähne ausbeisst, ist damit nicht nur das wichtigste Argument einer Milizarmee ad absurdum geführt (kein Staat im Staat), es stellt sich die grundlegende Frage, was wir mit einer Armee wollen, die sich offensichtlich der Kontrolle der Politik entzogen hat.
  • Walser 10.12.2018 20:02
    Highlight Highlight Seid unbesorgt. Es spielt für uns Normalbürger meist „Null Koma Null“ Rolle wer da welches Departement erhält. Die Bundesräte sind in einem extrem engen Korsett gefesselt. Wenig individueller Handlungsspielraum.Im realen Leben merken wir von allem praktisch Nichts. Anders ists bei den „wirtschaftlich Interessierten“.
    • Juliet Bravo 10.12.2018 20:19
      Highlight Highlight Das bezweifle ich stark. Ogi hat die Neat natürlich nicht alleine zu verantworten, war aber doch ihr grösster Förderer. Leuenberger hat Via Sicura nicht alleine zu verantworten, andere hätten aber andere Prioritäten gehabt, als die Strassenverkehrsopfer zu senken. Ein anderer als Parmelin hätte evtl. auch den verhassten Gripen durchgebracht. Etc. Etc.
    • Gàn dich ins Knie 10.12.2018 20:46
      Highlight Highlight Juliet, das stimmt schon, aber das sind Sternstunden. Die Kür, sozusagen. Die Pflicht, also der Alltag, sieht so aus: Mo-Fr Sitzung, Sitzung, Sitzung, Mittagessen mit XY, Sitzung, Interview, Sitzung, Abednessen mit XY, Empfang oder Dossier wälzen. Sa&So Empfang, Rede mit Apéro, Dossier studieren, Empfang, Rede mit Apéro, etc...
    • Gàn dich ins Knie 10.12.2018 21:38
      Highlight Highlight Blitzers: sorry, sollte nicht abwertend gemeint sein. BR ist ein Knochenjob. Aber der Alltag sieht halt so aus...
  • Platon 10.12.2018 19:38
    Highlight Highlight So wie ich das sehe, wollte KKS ins EJPD. Anders ergibt das sonst nämlich keinen Sinn. KKS stand vor der Wahl, ob sie zusammen mit SP und CVP die Departemente verteilen wollte oder zusammen mit ihrem FDP-Kollegen und der SVP. Zusammen mit SP und CVP hätte sie Guy in seine Baustelle zurückschicken können, Amherd die Juristin ins EJPD und Sommaruga ins UVEK. Ich finds ziemlich peinlich und bedenklich, wie KKS es zulassen konnte, dass „I can English understand, but je prefère repondre en Français“-Parmelin nun dem WBF vorsteht.
    • Ebony 10.12.2018 20:18
      Highlight Highlight Da hast du völlig recht, mit Passiv-Englisch ist Parmelin der Rolle nicht gewachsen. Peinlich für die Schweiz.
    • bokl 10.12.2018 20:56
      Highlight Highlight @Platon
      Als frischgewählte Bundesrätin bei der ersten Möglichkeit die eigene Partei vor den Kopf stossen um Eigeninteressen durchzusetzen ist eine super Idee ….

      Die Frage war vielmehr, ob sich die FDP entscheidet staatstragend zu agieren oder sich bei der SVP anbiedert. Sie hat sich für die Rolle als Schosshündchen entschieden. Tragisch, was aus dieser Partei geworden ist.
    • Platon 10.12.2018 21:40
      Highlight Highlight @bokl
      Das ist es ja gerade! KKS biedert sich bei der ersten Gelegenhei bei der SVP an, obwohl es jetzt wirklich genügend gute Gründe gäbe, weshalb Parmelin im VBS bleiben sollte und erst recht nicht ins WBF soll. Wie soll das Sprachrohr des Bauernverbandes jetzt plötzlich die aussenwirtschaftliche Offenheit von JSA weiterführen? Die FDP verriet sich heute gerade selbst. KKS hätte es heute wagen sollen, aber wie gesagt, ich glaube sie wollte es so. Wenn sie das WBF gewollt hätte, wäre ihr nur die SVP im Weg gestanden und Cassis hätte sie bestimmt auch geschützt.
      Egal, ich lass sie mal arbeiten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sowhat 10.12.2018 19:18
    Highlight Highlight Diese Art der Sitzverteilung ist eigentlich vollkommen unzeitgemäss. Menschen sollen sich mit ihrem Können und ihrer Erfahrung einbringen können. In unseren Zeiten der Spezialisierung gehört ein Cv geprüft und Mensch entsprechend eingesetzt.
    • Thomas_54 10.12.2018 19:52
      Highlight Highlight Und was macht man dann mit Parmelin?
    • sowhat 10.12.2018 20:09
      Highlight Highlight Er wird dann nicht BR und wir haben ein gewaltiges Vakuum weniger ;)
  • Triple A 10.12.2018 18:40
    Highlight Highlight Vorschlag aufgrund der Ausbildungen und polit. Schwerpunkten: Parmelin: VBS / Sommaruga: UVEK / Keller: WBF / Amherd: EJPD / Cassis: EDI / Maurer: EFD / Berset: EDA. Meine Schlussfolgerung: Fachliche Aspekte spielten KEINE Rolle.
    • Sapientia et Virtus 10.12.2018 20:29
      Highlight Highlight Sommaruga wegen der Ausbildung ins UVEK? Als Pianistin? Habe ich da was verpasst?
    • Pafeld 11.12.2018 09:07
      Highlight Highlight Maurer als Milchbüchliführer der Landi ist da für die Finanzen auch nicht unbedingt besser qualifiziert...

      Wenn man aber die ehemalige Leitung der SVP berücksichtigt, kann man schon sagen, dass Maurer Erfahrung mit der Führung einer milliardenschweren Körperschaft hat.
  • Denk nach 10.12.2018 18:37
    Highlight Highlight Alter Wein in neuen Schläuchen? Das ist doch Usus, das die alten zuerst wählen können. Für mich sinnvoll, neues Blut bringt vielleicht neue Ideen...
  • Bloechi_92 10.12.2018 18:26
    Highlight Highlight Auf Parmelin warten wichtigste Themen wie Digitalisierung, Bildung, Forschung und Innovation. Wir leben im Jahr 2018! Landwirtschaft ist wichtig, aber sicherlich kein Schwerpunkt.

    Und da kommt die SVP mit einer solchen Aussage daher:

    „Die SVP wertet es zudem als positiv, dass das Departement von Parmelins Erfahrung als Landwirt profitieren könne.“ (NZZ)

    Bei aller Liebe, Parmelin ist der falsche für diesen Job. Digitalisierung ist für mich neben der Klimaerwärmung das wichtigste Thema auf der Politagenda. Die Schweiz darf um keinen Preis die Digalisieringswelle verpassen!
  • Sir Konterbier 10.12.2018 18:20
    Highlight Highlight Nerve mich bisschen über Parmelin und die SVP. Die SVP hätte auch moderate Leute die gut in den BR passten. Stattdessen wird Parteigeplänkel betriebem und es landen meistens die Falschen im Bundesrat. Dass dann Leute dieser Partei, die meiner Meinung nach etwa so Wirtschaftsfreundlich wie die SP ist, genau dieses Departement übernimmt ist schwer zu bedauern und sicher keine gute Lösung.
  • Bijouxly 10.12.2018 18:19
    Highlight Highlight Parmelin hat einfach nicht das Format eines Bundesrats, ganz egal aus welcher parteipolitischen Perspektive man das betrachtet.
    • reaper54 10.12.2018 18:34
      Highlight Highlight Dann bedanke dich dei der SP welche ihn in den Bundesrat gehievt hat es hätte auch andere Kandidaten gegeben.
    • Bijouxly 10.12.2018 19:04
      Highlight Highlight Also Globi wäre das noch schlimmere Übel gewesen und Aebi ist noch ein Laveri. Nein, Parmelin war von den Kandidaten das kleinste Übel - trotzdem hat er kein Format.
    • Ichiban 10.12.2018 20:48
      Highlight Highlight @reaper, da bedanke ich mich lieber bei der svp die es nocht schafft, mehrheitsfähige kandidaten aufzustellen.
  • Walter Erwin Marmet 10.12.2018 18:16
    Highlight Highlight SVP-Strategen haben in 23 Jahren im VBS auf keinen grünen Zweig gebracht. Die letzen 2 haben sogar gegen Art. 81 des MG (Militärgesetz) verstossen: Sind dissertiert!
  • Imnon 10.12.2018 18:15
    Highlight Highlight Guy Parmelin gehört da nicht hin. Jemand, der mit dem Ausland verhandeln muss und kaum Englisch kann, ist in dieser Position untragbar. Ausserdem hab ich bei dem Mann ständig das Gefühl, dass er gar nichts versteht.

    Die anderen finde ich alle gut plaziert. Gucken wir mal, was sie schaffen können. Viel Glück!
  • Don Alejandro 10.12.2018 18:12
    Highlight Highlight Sehe nicht, warum VBS und EJPD Trostpreise sein sollen...
    • Herr Ole 11.12.2018 10:14
      Highlight Highlight Das VBS besteht aus Militär und Sport, zwei Bereichen, die für das Wohlbefinden der Bewohner der Schweiz völlig irrelevant sind.
  • fandustic 10.12.2018 18:05
    Highlight Highlight War doch immer so, oder? Kann mich nicht erinnern, dass es mal anders gewesen wäre. Ist doch nichts als normal, dass man als Neuling „unten“ anfängt....
    • Einstürzende_Altbauten * 11.12.2018 07:13
      Highlight Highlight bloss weil etwas "normal" ist, ist es nicht automatisch richtig.
    • Xonco 11.12.2018 11:15
      Highlight Highlight @Einstü....

      Wow du bist so Klug...
      Hat dir das ein Weiser alter Indianer zugesteckt?

      Trotzdem sollen die nicht meckern bei dem Gehalt.
      Bei den Vorzügen... Mimimi auf höchstem Niveau.
  • Mississippi Tracking 10.12.2018 18:05
    Highlight Highlight Viele glauben immer noch an Übermenschen im BR. Weit gefehlt. Der Weg führt seit jeher in die Sackgasse und wer im BR sitzt ist so lang wie breit. Politik ist Teil des Ganzen und gibt lediglich Rahmen für alle. Irgendwie geht es dann schon lautet die Devise. Auch wichtig, das Volk muss spüren, matchentscheidend zu sein. Darum wählen ja auch 2 von 6 Stimmbürger. Vermutlich weil Denokratie so klar den Weg auf der Einbahnstrasse vorgibt.
    • Thecaptainsolo 10.12.2018 19:14
      Highlight Highlight Hmm aber was ist die Alternative zur Demokratie 🤔? Meiner Meinung gibt es trotzdem nichts besseres...
    • Xonco 11.12.2018 11:19
      Highlight Highlight Tja dann halt mal Kreativ werden, Demokratie wie wir Sie haben hat nur schon anhand der grösse der Staaten nichts mit der Ursprünglichen Demokratie zu tun, mitunter Grund dafür weswegen sie immer aufs neue Scheitert.

      Bloss erkennen dies die meisten nichtmal, wodurch es auch nicht zu einer Besserung/ Änderung kommt.

      1 Korrupter Politiker, fällt in einem 8 Millionen Einwohner Land weniger auf, als 1 Korrupter Politiker in einer 40'000-Nasen Stadt.
    • Mississippi Tracking 11.12.2018 15:55
      Highlight Highlight Ja die Alternativen sind auch nicht ganz ohne. Königreich oder Diktatur. Wären besser rein logisch. Aber wir lamentieren halt zu gerne aus Lebensaufgabe. Etwas neues erfinden und testen ist scheinbar auch nicht unsere Tugend. Wie schon erwähnt. Sackgasse bleibt als weitere Konstante bestehen. Umwelt znd Wirtschaft bzw. Gesellschaft ertragen sich nicht, sind Widersprüche. Der Zug ist längst weg. Hends no en schönä Rescht.
  • MikeT 10.12.2018 18:01
    Highlight Highlight Zum Glück ist es so heraus gekommen und das Anciennitätsprinzip wurde gewahrt. Ein im Vorfeld herauf beschworenes SVP-FDP Powerplay mit Parmelin im UVEK und KKS im WBF ist erfreulicherweise ausgeblieben, was ein gutes Präjudiz für künftige Departementsverteilungen darstellt.
    • bokl 10.12.2018 19:04
      Highlight Highlight @Mike
      Das Anciennitätsprinzip wurde nicht gewahrt, sonst wäre KKS Verteidigungsministerin.
  • Redly 10.12.2018 17:52
    Highlight Highlight Gleichberechtigung ist, wenn das Geschlecht keine Rolle spielt.
    Und Watson-Journalisten so: jeder zweite Header/Artikel aufs Geschlecht reduziert.
    Come on, fast fortward ins 21. Jahrhundert.
  • mogad 10.12.2018 17:49
    Highlight Highlight Wenn jetzt die SVP ihren Hass eins zu eins von Sommaruga auf Keller-Sutter überträgt, hat sich diese Partei, die sich ja einmal mehr vor dem EJPD gedrückt hat, in meinen Augen total unglaubwürdig gemacht.
    • bokl 10.12.2018 19:06
      Highlight Highlight @mogad
      Keine Angst. Der SVP-Hass wird Somaruga erhalten bleiben. Neu ist sie nicht mehr für jeden Flüchtling persönlich verantwortlich, dafür für jede Park- / Geschwindigkeitsbusse ...
  • äti 10.12.2018 17:48
    Highlight Highlight Ich dachte, die SVP wolle das Projekt 'Schweizer Armee' zu Ende führen, und sich nicht einfach auf französisch verabschieden, wenns nicht lukrativ wird.
  • CH-Bürger 10.12.2018 17:43
    Highlight Highlight Da kann sich die SVP so richtig für sich selber, die armen Bauer und ihre Bankentreue austoben.
    Ich nenne das transparente Lobby.
    • Ass 10.12.2018 17:54
      Highlight Highlight Ich habe eher Sorge das sie das gleiche Chaos wie im VBS anrichten.
  • Ökonometriker 10.12.2018 17:41
    Highlight Highlight Man müsste sich auch fragen, ob die Departementsaufteilung heute noch zeitgemäss ist. Warum nicht die heute sicherheitskritischen strategischen Elemente Kommunikation und Energie ins VBS, dafür den Sport ins UVEK?

    Damit würde die Macht der Departemente wieder etwas ausgeglichener und es gäbe nicht einen Bundesrat, der sein ganzes Pensum mit Panzer und Turnen füllen muss, während der UVEK Chef die Projekte nicht mehr schnell genug vorantreiben kann.
  • Posersalami 10.12.2018 17:31
    Highlight Highlight "Erste Erwartungen wurden bereits formuliert. Sie soll den Veloverkehr und die Umlagerung des Schwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene fördern."

    ENDLICH

    Man kann nur hoffen, dass sie weit über 2023 im Amt bleibt um da auch tatsächlich was zu bewegen. Es kann nämlich nicht sein, dass seit gut 20 Jahren gegen die Verfassung verstossen wird ohne Anstrengung, da etwas zu ändern. Die Alpenschutzinitiative gehört endlich umgesetzt!
  • andrew1 10.12.2018 17:31
    Highlight Highlight Oje. Ich seh schon viel mehr 30er zonen, teuren most und teure steuern kommen. 😒
    • valve 10.12.2018 19:57
      Highlight Highlight Ein kleines Übel, wenn man bedenkt, was uns der Klimawandel bescheren wird.
  • Blitzer, achtung! 10.12.2018 17:15
    Highlight Highlight .....jetzt tut doch nicht so. An alle Chauvinisten und Patriarchen! "Mann" soll jetzt die Frauen mal machen lassen. Margaretha mit ihrem Drachen, aus Obersaxen um 305 nach Chr. schaffte es auch:-)
  • El Vals del Obrero 10.12.2018 17:10
    Highlight Highlight Dass die Neuen nehmen müssen was übrig bleibt ist ja üblich und hat nicht speziell mit dem Geschlecht zu tun.
    • Juliet Bravo 10.12.2018 19:02
      Highlight Highlight Es geht auch nicht darum im Text.
    • El Vals del Obrero 10.12.2018 22:14
      Highlight Highlight Im Text nicht, aber die Überschrift könnte man in diese Richtung interpretieren.
  • Art Peterson 10.12.2018 17:08
    Highlight Highlight Diese "Opferrolle" ist für die CVP ein Jahr vor den Wahlen gar nicht so schlecht. Mit einem Image eines Benachteiligten lässt es sich gut Wahlkampf machen. Siehe die SVP: sie hat in den Nullerjahren bis 2015 immer die Opferrolle (EWS, Abwahl Blocher,halber Bundesrat usw) gespielt, daraus mächtig Kapital geschlagen und viele Wahlen uns Abstimmungen gewonnen. Seit dem Rücktritt von EWS ist sie aber in die dominierende "Täterrolle" gerutscht und verliert seither konstant Wahlen und Abstimmungen. Es liegt jetzt an der CVP diese Situation geschickt auszunützen.
  • Theor 10.12.2018 17:04
    Highlight Highlight Also ich würde auch nicht das VBS haben wollen. Es ist des Schweizer liebster Prügelknabe. Einfach jeder hat irgendwas daran auszusetzen und es ist schlicht unmöglich, dort etwas richtig zu machen (Sowohl Militär als auch Sport, siehe Olympia).

    Nur immer dann, wenn man abstimmen muss, mit dem ganzen Gejammer Schluss zu machen (und die Wehrpflicht aufzulösen), stimmen immer alle überwältigend dagegen. Ist ja klar, worüber soll man sich danach auch noch beschweren können, wenn die Armee nicht mehr ist? ;)

    Arme Amherd...
    • mogad 10.12.2018 17:46
      Highlight Highlight Arme Amherd würd ich klar verneinen. Sie wird das gut machen. Muss aber öfter hochdeutsch sprechen, ich versteh bei Ihrem schönen Wallisserditsch nicht immer Alles.
    • Binnennomade 10.12.2018 20:32
      Highlight Highlight Naja Prügelknabe ist ja wohl eher, wer das EJPD hat..
  • Pointer 10.12.2018 16:39
    Highlight Highlight Trostpreise? Andere mussten auch schon ihr Nicht-Wunschdepartement übernehmen, da gabs auch kein Geschrei!
  • Max Dick 10.12.2018 16:37
    Highlight Highlight UVEK: Am liebsten hätte ich es in den Händen der CVP gehabt, da diese die Verlagerung von Strasse auf Schiene ernst nimmt - aber pragmatisch und nicht ideologisch angeht. Aber besser SP als SVP oder FDP.
    Amherd im VBS: Parmelin war da etwas gar kurz und hat kein grösseres Projekt abgeschlossen. Mal schauen ob es Amherd ernst angeht, oder nur auf die nächste Rochade im BR wartet und weiterzieht.
    KKS im EJPD. In SG hat sie mich im gleichen Amt an die Feuerwehrsfrau erinnert, welche die Brände selber legt, um dann die Heldin zu sein, die löscht. Mal schauen ob sie das heute immer noch nötig hat.
    • Posersalami 10.12.2018 17:33
      Highlight Highlight Ah und was hat Leuthard da bisher unternommen? Soweit ich weiss hat der Anteil des Güterverkehrs auf der Schiene ab- und nicht zugenommen!

      Da brauchts halt einfach mal Zwang und hohe Kosten für diejeinigen, die nicht mitmachen wollen. "Pragmatisch" heisst, das alles so weitergeht wie bisher und das kanns nicht sein.
  • Der Bojenmensch 10.12.2018 16:32
    Highlight Highlight Ich will Giacobbo zurück... wenn ich mir die Beiden anschaue, wäre er eine tolle Viola Amherd... und dann noch Birgit Steinegger als KKS... hach!

    Aber ja, Departemente wurden auch noch verteilt... was am EJPD und am VBS jetzt Trostpreischarakter hat, erschliesst sich mir jedoch nicht wirklich.
    • Nelson Muntz 10.12.2018 18:42
      Highlight Highlight Und Müller als Parmesan...äääh Parmelin

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