Schweiz
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ZUR LANCIERUNG DES REFERENDUMS GEGEN DAS NEUE GELDSPIELGESETZ, AM DIENSTAG, 10. OKTOBER 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE THEMENBILDER ---- A person visits the Swiss Casinos online gambling website on a laptop, pictured in Zurich, Switzerland, on March 10, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Mit dem neuen Gesetz sollen nur noch einheimische Anbieter Online-Spiele betreiben dürfen. Bild: KEYSTONE

Geldspiele und Vollgeld: Wenn digitale «Analphabeten» Politik machen

Am 10. Juni wird über zwei auf den ersten Blick unterschiedliche Vorlagen abgestimmt. Dabei haben Geldspielgesetz und Vollgeld-Initiative etwas gemeinsam: Sie stammen aus dem analogen Zeitalter.



Der Mist ist wohl geführt: Das Geldspielgesetz dürfte in der Volksabstimmung in zehn Tagen angenommen und die Vollgeld-Initiative abgelehnt werden. Die zweite Trendumfrage von SRG/GFS Bern und die dritte Tamedia-Umfrage, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, zeigen ein übereinstimmendes Bild: Der Trend zum Ja (Geldspiele) sowie Nein (Vollgeld) hat sich verstärkt.

Das wichtigste Argument gegen die Vollgeld-Initiative ist demnach die Warnung vor einem weltweit einmaligen und riskanten Experiment. Zudem dürfte die Vorlage für viele Stimmbürger schlicht zu kompliziert sein. Die Befürworter des Geldspielgesetzes wiederum wollen ein Abfliessen des verzockten Geldes ins Ausland verhindern und die Abgaben für gemeinnützige Zwecke sichern.

Das Schweizer Finanzsystem dürfte folglich von einer «Revolution» verschont bleiben, während ausländische Online-Anbieter von Glücks- und Wettspielen mit einer Netzsperre belegt werden. Die beiden Vorlagen haben auf den ersten Blick kaum etwas gemeinsam, ausser das Thema Geld. Dabei sind sie geprägt durch einen bedenklichen digitalen «Analphabetismus».

Geldspielgesetz

Bundesrat und Parlament ist mit dem Gesetz ein kleines Kunststück gelungen: Die Jungparteien sind fast geschlossen dagegen. Den Jungfreisinnigen gelang es sogar, die FDP zur Nein-Parole «umzudrehen». Nur die Junge CVP scherte aus, was die eigene Mutterpartei überraschte. JCVP-Präsident Tino Schneider sollte an der Delegiertenversammlung das Nein vertreten und musste kurzfristig durch Pascal Vuichard ersetzt werden, den Präsidenten der Jungen Grünliberalen.

Der geballte Widerstand von Juso bis JSVP überrascht nicht. In den Jungparteien sind die Digital Natives aktiv, die mit Internet, Smartphone und Social Media aufgewachsen sind. Ihnen ist die Tragweite der Netzsperren bewusst, und das nicht nur, weil andere Branchen wie Musik und Film auf den Geschmack kommen und ähnliche Forderungen stellen könnten.

Die Millenials wissen, wie kinderleicht sich Netzsperren mit einer VPN-Verbindung umgehen und ausländische Sites wie Interwetten und Pokerstars weiterhin nutzen lassen. Obwohl diese bereit wären, eine Schweizer Lizenz zu lösen und  Abgaben an AHV und Co. zu leisten. Doch dieses Argument verfängt laut den Abstimmungs-Umfragen nur bei der jungen Generation.

Das musst du über das Geldspielgesetz wissen

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Video: watson/Helen Obrist, Angelina Graf

Die meisten Parlamentarier, die das Gesetz verabschiedet haben, verfügen über geringe digitale Kompetenzen. Ihre Präsenz in den sozialen Netzwerken wirkt häufig alibihaft. Sie repräsentieren damit den grossen Teil der Bevölkerung, die einem Gesetz zustimmen dürfte, das kontraproduktiv wirken wird. Denn die Zahl der Digital Natives nimmt zu.

Werner Becher, der Chef der Interwetten Group, brachte es im Tages-Anzeiger auf den Punkt: «Das Gesetz überträgt die alten Regeln aus der Welt der Beton-Casinos einfach so auf das Internet und blendet die Entwicklung der letzten 20 Jahre aus.» Mit virtuellen Beton-Casinos wird man kaum jemanden davon abhalten, sein Geld bei ausländischen Anbietern zu verzocken.

Vollgeld-Initiative

Nur die Nationalbank soll Schweizer Franken herstellen. So lautet das Hauptargument der Initianten. Sie wollen es den Geschäftsbanken verbieten, eigenes «Buchgeld» zu produzieren und als Kredite zu vergeben. Damit schüren sie gezielt das Misstrauen gegenüber den (Gross-)Banken. Die Vollgeld-Initiative könnte laut den Umfragen einen Achtungserfolg erringen.

Einen Aspekt jedoch ignorieren die Initianten komplett: «Die Idee stammt aus den 30er-Jahren und passt nicht mehr ins digitale Zeitalter», sagte der Bankenkritiker mit Pseudonym «Jonathan McMillan» im watson-Interview. Gerade die verfemten Grossbanken könnten über ausländische Ableger Kredite vergeben und Konten führen – auch in Franken – oder auf Kryptowährungen ausweichen. In der digitalen Welt sind solche «Tricks» problemlos möglich.

Die Erklärung dafür ist auch in diesem Fall die fehlende Digitalkompetenz. Nicht wenige Vollgeld-Verfechter sind im Schreibmaschinen-Zeitalter gross geworden, so der deutsche Soziologe Joseph Huber, der als Vollgeld-Vordenker gilt, Hansruedi Weber, der «Vater» der Schweizer Initiative, oder Reinhold Harringer, der Sprecher des Initiativkomitees und ehemalige Leiter des Finanzamtes der Stadt St.Gallen.

So alarmistisch wirbt das Ja-Lager fürs Geldspielgesetz

Im Fall der Vollgeld-Initiative dürfte sich der Schaden in Grenzen halten. Das Geldspielgesetz hingegen wird mit seiner wahrscheinlichen Annahme einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen. Und ein negatives Signal aussenden: Eine politische Landschaft, in der die digitalen Analphabeten dominieren, ist schlecht gerüstet für die Herausforderungen der Digitalisierung.

Es ist ein schwacher Trost, dass die Schweiz in dieser Hinsicht kein Sonder-, sondern ein Regelfall ist. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte bei den Anhörungen im US-Kongress und vor dem Europaparlament leichtes Spiel, weil es der Gegenseite teilweise an elementarsten Kenntnissen fehlte. Die digitale Welt dürfte der Politik weiterhin mindestens einen Schritt voraus sein.

Mehr zum Geldspielgesetz

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    Alle Leser-Kommentare
  • Emil Schauberger 01.06.2018 15:40
    Highlight Highlight Digitale «Analphabeten» sollten auch keine Wirtschaftspolitik machen...!
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  • Emil Schauberger 01.06.2018 14:59
    Highlight Highlight Neoliberale Stimmungsmache nun auch bei watson, schade! Stabile 56 Prozent finden immer noch, Geldschaffung sei eine Staatsaufgabe. Befragt doch mal die Leser ...
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  • trubi 01.06.2018 14:44
    Highlight Highlight Die beiden Initiativen haben gemeinsam, dass es um eine Grundsatzfrage handelt. Beim Geldspielgesetz: Wollen wir Netzsperren akzeptieren? Bei der Vollgeld-Initiative: Sollen private, profitorientiere Unternehmen unsere Franken herstellen?
    Es lohnt sich etwas länger über beide Fragen nachzudenken.
  • Ostberg 01.06.2018 14:01
    Highlight Highlight Bei der Vollgeld-Initiative geht es ja gerade darum, das Geldsystem dem digitalen Zeitalter anzupassen. 1848 wurde die Münzherstellung dem Bunde zugewiesen, dann kam Papiergeld, dessen Herstellung 1891 der Nationalbank zugewiesen wurde. Danach kam das Buchgeld, welches jedoch einen kleinen Anteil an der Geldmenge hatte bis zum Aufkommen der Computer. Bis in die 70er-Jahre wurden Löhne ja noch in bar ausbezahlt. Nun geht es darum, mit einem JA zu Vollgeld auch die Herstellung des digitalen Buchgelds zeitgemäss der Nationalbank zuzuweisen, und nicht mehr den privaten Banken.
  • uga 01.06.2018 09:57
    Highlight Highlight Gewinne bei der Geldschöpfung privatisieren, Risiken der Allgemeinheit aufbinden??? Vollgeld JA!
  • jav 01.06.2018 09:56
    Highlight Highlight PS Die Idee für das Fractional-Reserve-System stammt aus dem 14. Jahrhundert ;-) und die Aktualisierung ist etwa ähnlich gelungen wie die von Donatella Versace und Berlusconi – auf den Fotos nie zu sehen: Stützstrümpfe, Hörgerät, Herz- und Harnschrittmacher.

    Wir brauchen endlich ein Geldsystem, das demokratieverträglich ist, was die Idee aus dem 14. Jahrhundert mit noch so viel plastischer Chirurgie von Basel-III bis MDXIV nie sein wird.

    Was macht die private Geldherstellung mit unserer Zukunft? http://www.zeit.de/wissen/2012-05/s37-infografik-wirtschaft.pdf zusammensetzen und nachdenken!
  • jav 01.06.2018 08:50
    Highlight Highlight Die Idee des Computers stammt auch aus den 40ern und wie dein Smartphone ist Vollgeld eine sehr aktuelle Weiterentwicklung. 1975 waren erst rund 15% Kapitalkosten im ø in jedem Produkt eingerechnet, heute bezahlen wir im Alltag mit allen Preisen im ø schon über 40% Kapitalkosten – die als Kapitalerträge nur einem Prozent der Bevölkerung zufliessen und 90% enteignet. Warum? Weil seit den 70ern der Anteil der privaten Geldherstellung zugenommen hat. – immer mit Zinsen verbunden – im Gegensatz zum Bargeld, das die SNB herausgibt! @Peter Blunschi+Möve «Jonathan» schlau machen-nachdenken-plappern!
  • Postman 01.06.2018 08:02
    Highlight Highlight Werthaltiges und von einer Nationalbank ausgegebenes Geld ist NIE ein Experiment und schon gar nicht veraltet.
    Es ist und bleibt die Basis für unser wirtschaften und zusammenleben.
    Banken sollten reine Finanzdienstleister sein und keine Könige mit fürstlichen Privilegien, die sie nicht offenlegen und durch Umverteilung enorme soziale Spannungen schaffen.
    Dieses zentrale Gerechtigkeits-Thema wird auch nach dem 10.6. von grosser Relevanz bleiben. Private Geldschöpfung ist kein Modell für die Zukunft.
    Es führt zur Herrschaft des Geldes (Plutokratie) und nicht zu Demokratie.
    Vollgeld JA !
  • Michael Schwyzer 31.05.2018 22:32
    Highlight Highlight So ein Stuss.

    Ja, Banken könnten im Ausland CHF-Guthaben aus dem Nichts schöpfen. Aber damit können sie die VGI nicht umgehen: Sobald ein Kunde sein Geld benützen will, braucht es Vollgeld (entweder Bargeld oder eine Überweisung von unbarem Vollgeld, die nur mit einer Anbindung an die von der SNB überwachten Zahlungssysteme funktionieren).
  • durrrr 31.05.2018 17:09
    Highlight Highlight Weiss jemand wie lange es durchschnittlich dauert bis solche Gesetze wie beim Geldspiel dann effektiv umgesetzt werden??
  • ThePower 31.05.2018 16:22
    Highlight Highlight Exakt so ist es. Was mich aber in diesem Zusammenhang noch mehr ärgert: Vor ein paar Wochen hat Sporttip plötzlich ein Rebranding gemacht, die Wettmöglichkeiten verbessert und den Quotenschlüssel auf immerhin ca.91% angehoben (die Guten haben haben übrigens 95% und mehr), wohl um uns Sportwetten-Spielern das Geldspielgesetz schmackhaft zu machen. Ich wette, wenn das Ding durchkommt, werden wieder lausige Auszahlungsquoten zwischen 65% und 85% die Regel sein. Ebenfalls befürchte ich, dass die seriösen, ausländischen Wettanbieter uns Schweizer sperren werden. Ein Desaster..
  • Turbi 31.05.2018 16:07
    Highlight Highlight Die ganze Diskussion basiert auf einem grundlegenden Denkfehler. Das Internet ist ein weltweites sehr komplexes Netzwerk und die Schweiz ist dabei nur ein ganz winziger Player. Alle Uebertragungsprotokolle, Verknüpfungen usw. sind öffentlich zugänglich.
    Darum ist auch die Denkweise der Politiker reichlich naiv die Schweiz könne in diesem internationalen Spiel
    eine Rolle spielen. Und auch die Online-Casinos haben vermutlich schon Lösungen bereit um den Rubel weiter rollen zu lassen. Schweiz schlafe ruhig weiter. Die digitale Realität hat die Politik längstens überholt.
  • Enrico Palazzo 31.05.2018 15:41
    Highlight Highlight Mit einer VPN-Verbindung darf man nicht auf Pokerstars spielen, bitte hier nicht falsche Meldungen verbreiten, es steht ganz klar in den AGBs, dass dies nicht erlaubt ist! Wer eine VPN verwendet, wird im schlimmsten Fall lebenslang gesperrt! Spielt in Zukunft ein Schweizer plötzlich aus einem anderen Land, will Pokerstars Dokumente sehen, die belegen, dass man wirklich einen neue Wohnadresse hat! Das Gesetz entstand nur teilweise durch digitalen «Analphabetismus, viele mehr ist es ein Machwerk gewisser ausländischer Gambling-Unternehmen, die in der Schweiz bereits an Casinos beteiligt sind!
  • Sophokles 31.05.2018 15:24
    Highlight Highlight Vollgeld ist Geld das vom Staat erschaffen und Imlauf gebracht wird. Wenn sich die SNB entscheidet, einen E-Franken auf einer «Public Blockchain» in Umlauf zu bringen ist das auch Vollgeld. Wieso also meint der Autor, die VGI sei von digitalen Analphabeten? Wahrscheinlich weil Banken schwierig zu regulieren sind und das digitale Zeitalter den Banken viele Möglichkeiten zur Umgehung von Regeln bietet. Aber nur weil Banken clever sind, heisst das noch lange nicht, dass man sie einfach machen lassen soll. Wahrscheinlich wird Basel 7 ganz nahe am Vollgeld-System sein. Gut Ding will Weile haben.
  • Kun Tanay (1) 31.05.2018 14:18
    Highlight Highlight Digitale kompetenz heisst nichts anderes als sämtliche rechtsstaatliche Prinzipien erst mal möglichst umgehen und weiss nicht was alles an Gebühren und Steuern einsparen. Im weiteren heisst digitale Kompetenz : kindhaft auf benutzeroberflächen rumfummeln, bis was klappt. Das Geldspielgesetz verdeutlich die an sich ohnehin geltende Regel des Territorialprinzips; das heisst sämtliche auf dem Terrritorium der CH gemachten Gewinne sind ebendort zu versteuern. Die Steuerhoheit der CH gilt so oder anders
  • Shredda 31.05.2018 14:05
    Highlight Highlight als online Pokerspieler bleibt fast keine Wahl als auszuwandern.. die Netzsperren lassen sich nämlich nicht umgehen bei Pokerstars und 888 auch nicht via VPN wers nicht glaubt dars gerne ausprobieren .. und der Schweizer markt ist schlicht Wegs zu klein um grosse Preis Gelder zu spielen da zu wenig Teilnehmer
    • Skeptischer Optimist 31.05.2018 14:53
      Highlight Highlight Jetzt wird hier mir doch von diversen Zeitgenossen vermittelt, dass es für einen "digital native" kinderleicht wäre die Sperren zu umgehen.

      Und jetzt das!
    • durrrr 31.05.2018 17:06
      Highlight Highlight Man kann die Sperre schon umgehen....

      Nur, merkt Pokerstars und co. , dass VPN-Adressen verwendet werden und der Account samt Geld wird eingefroren. War in US-Foren schon zu lesen, nach dem Online Poker dort verboten wurde. Da sprechen wir dann von vereinzelten 6,7-stelligen Summen, die den Bach runter gingen! ^^
  • Posersalami 31.05.2018 13:46
    Highlight Highlight "Die meisten Parlamentarier, die das Gesetz verabschiedet haben, verfügen über geringe digitale Kompetenzen."

    Nicht nur wegen der Inkompetenz in Sachen digitale Technik wäre eine Quote von U30 jährigen im Parlament schon lange angesagt. Es bestimmen ja mehrheitlich Leute im Parlament über die Zukunft der Jungen, die selbst keine 30 Jahre mehr auf der Uhr haben. Da muss endlich was gehen! Dann müssten wir jetzt wohl auch keine unsinnigen und gefährlichen Netzsperren befürchten..
    • Magnum44 31.05.2018 15:05
      Highlight Highlight Würden die u30 auch tatsächlich abstimmen gehen, gäbe es das von dir angesprochene Problem gar nicht.
    • Alnothur 31.05.2018 15:14
      Highlight Highlight U30-Jährige sind kein Bisschen kompetenter. Da hast du meine Garantie.
    • demokrit 31.05.2018 19:15
      Highlight Highlight Im Übrigen stimmen die gesetzteren Semester bekanntlich meistens eher im Sinne der Jugend ab.
  • You will not be able to use your remote control. 31.05.2018 13:33
    Highlight Highlight Die Digitale Verwirrung besteht darin, dass man plötzlich total absurde Argumente akzeptiert.

    Fast alle Gesellschaften verbieten Mord (die absichtliche Tötung eines Menschen aus persönlichen Motiven). Es gibt keine Massnamen, die einen normalen Mord verhindern können. Dies war nie eine Voraussetzung für ein Gesetz.

    Das Argument wird in beiden Fragen zu unrecht verwendet:

    - Die Millenials wissen, wie kinderleicht sich Netzsperren mit einer VPN-Verbindung umgehen [...] lassen.

    - In der digitalen Welt sind solche «Tricks» problemlos möglich.
  • Blister 31.05.2018 13:19
    Highlight Highlight Hört doch auf mit dem Argument "VPN". Sobald ausländische Wettanbieter als illegal gelten, ziehen sie ihr Angebot automatisch zurück und Konten von Schweizer Gamblern werden nach einer Schonfrist gesperrt und nicht mehr erlaubt. Spielt man bei guten Wettanbietern (z.B Pinnacle) muss man nicht nur seine ID/Pass hinterlegen, sondern ebenfalls eine Wohnsitzbestätigung. Zumindest bei Sportwetten heisst die Alternative wohl nicht "VPN" sondern Broker.
    • Syk27 31.05.2018 14:59
      Highlight Highlight Genau das befürchte ich auch, da nützt dann auch ein VPN nichts mehr. Und habe ehrlich gesagt kein Interesse meine Wetten dann bei Sporttip für deutlich schlechtere Quoten zu setzen.
      Werde dich vermissen bet365 😭😭
    • Midnight 31.05.2018 16:35
      Highlight Highlight Und wieso genau muss jetzt ein Verbot her, anstatt auf die Gewinne eine Quellensteuer zu beheben? Weil zu faul?
  • Eric Lang 31.05.2018 12:58
    Highlight Highlight Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Autor keine Ahnung hat, wie lange die alten Säcke sich schon im Internet tummeln!
    Schon Anfangs der 90er Jahre hatte ich Zuhause Internet, zwar superlangsam und mit bescheidener Auswahl aber wir alten Säcke haben häufig mehr Erfahrung im WWW als die Jungen.
    Und genau weil wir mehr Erfahrung haben im WWW und auch mit den Spielsüchtigen, welche zum Beispiel in den 80er Jahren noch in den Spielsalons herum hingen und ihren Lohn verpassten, genau darum sind wir für das neue Geldspielgesetz.


    • Posersalami 31.05.2018 13:47
      Highlight Highlight Ja klar, eine "Sperre" die mit 3-4 Mausklicks überwunden werden kann wird Süchtige vom Spielen abhalten.

      Doch, das mach Sinn!
    • Snowy 31.05.2018 14:15
      Highlight Highlight Ich bin auch immer wieder froh, dass meine Eltern sich bei den wochenendliche Besuchen um meine IT Probleme kümmern...
    • Flötist 31.05.2018 14:30
      Highlight Highlight Völliger Unsinn. Spielsüchtige die wirklich wollen, werden weiterhin auf ausländischen Webseiten ihren Monatslohn verprassen können. Wenn man das die Funktionsweise des Internets kennen würde, würde man sofort verstehen, dass man in der Schweiz nichts 100% sperren kann. Tja.
    Weitere Antworten anzeigen
  • demokrit 31.05.2018 12:37
    Highlight Highlight Was steht in Peters Selbstumschreibung in den sozialen Medien?: "Analog Native".

    Natürlich können Grossbanken über ausländische Ableger Franken-Kredite vergeben (die Initiative will ja nicht die seriöse Kreditvergabe einschränken). Aber eben nicht mehr selbst gedrucktes Buchgeld, sondern nur noch via Darlehen aufgenommenes Buchgeld der SNB.
    • Ohniznachtisbett 31.05.2018 13:55
      Highlight Highlight Du verstehst es nicht. Eine CH-Grossbank könnte über ihre Frankfurter Niederlassung Buchgeld in EURO schöpfen, mit diesen Euros auf dem Devisenmarkt Franken kaufen und diese dann auf dem Kunden als Franken ausleihen (Kredit). Die Bank kann vielleicht einen etwas höheren Zins verlangen, weil sie das Währungsrisiko trägt. Allerdings bei einem Bankrun, wäre das Geld nicht Vollgeld, also die EUROs, sprich, die Bank könnte über einen kleinen Umweg weiterhin Franken Kredite mit selbstgeschöpftem Buchgeld geben...
    • Peter 31.05.2018 14:58
      Highlight Highlight Ich bin im Schreibmaschinen-Zeitalter aufgewachsen und stehe dazu, bin aber auch schon lange in der Online-Welt aktiv. Und Banken dürfen kein Geld drucken, das ist schon heute nur der Nationalbank vorbehalten.
    • demokrit 31.05.2018 19:39
      Highlight Highlight Ohniznachtisbett: Das wäre dann eben kein gesetzliches Zahlungsmittel und zudem dem Initiativsinn zuwieder. Die SNB hätte dann den Volksauftrag dieses Verhalten zu sanktionieren. Das Risiko wird sich keine Bank leisten. Warum sollte sich die Bank die Mühe der einer teuren Trickserei machen, wenn die Darlehen der SNB zinslos fliessen? Es geht bei dieser Initiative sowieso nicht um die Realwirtschaft. 80% der Giralgelder fliessen in die neoliberalen Kapitalmärkte zwecks Aktionärsdividende. Darum geht's.

      Peter: Nur Notengeld. Aufs Drucken von Giralgeld haben die Geschäftsbanken ein Monopol.
    Weitere Antworten anzeigen
  • peak fast alles 31.05.2018 12:37
    Highlight Highlight --- geldspielgesetz 25 blätter(!) im roten büchlein (EASY?)
    --- VOLLgeld 1 blatt - und das soll sooooo KOMPLIZIERT sein.
    VOLLgeld will, dass die GROSSEN (ubs,cs) keine FAKE-CHF mehr herstellen dürfen. nur noch die snb soll CHF herstellen dürfen und die banken müssen dann die CHF besitzen, bevor sie es ausleihen - so wie wir 'normalen'.
    alle, die KEINE bankenlizenz haben, gewinnen mit VOLLgesetzlichen CHF: also DU und ich.
    JA zu VOLLgeld, wenn du dich nicht über den ubs-cs-tisch ziehen lassen willst: THINK (T)WISE.
    • Guy Incognito 31.05.2018 12:57
      Highlight Highlight Ein Blitz wegen deiner Schreibweise...

      Also werde ich ohne Banklizenz nicht eingeschränkt, kann ich ohne weiteres danach mein Bankkonto überziehen? Was ist der Vorteil für mich wenn die Banken kein Geld mehr herstellen dürfen?
    • Midnight 31.05.2018 16:44
      Highlight Highlight Also eigentlich stellen die Banken ja kein Geld, sondern Schulden her. Ansonsten gäbe es ja eine mords Inflation...

      Aber wie der Status Quo nachhaltig funktionieren soll, erschliesst sich mir nicht so recht.
    • peak fast alles 31.05.2018 17:55
      Highlight Highlight @guy: die banken freuen sich, wenn sie ihr konto überziehen. banken leben von solchen schuldnern -->wir sind mehr und mehr deren sklaven ... und -genial- die meisten merkens (noch) nicht mal.
      überlegen sie sich mal, was für ein MONOpol die banken haben, wenn sie mit selbst gemachtem geld einkaufen (z.b. hochhäuser) können... und sie dann die miete bezahlen müssen...
      mit herzlichen wünschen.
  • TheBear97 31.05.2018 12:29
    Highlight Highlight Nach wie vor verstehe ich nicht, warum die Casinos in der Schweiz nicht ZUSÄTZLICH zu PokerStars & Co ihre Spiele anbieten können?
    Weil sonst niemand da spielt?

    Ich bin auch dafür, dass die ausländischen Anbieter eine Lizenz benötigen, aber Netzsperren sind doch der völlig falsche Ansatz! Was, wenn die Sperre für Glückspiele nur der Anfang ist...?
    • Wambolium 31.05.2018 12:56
      Highlight Highlight Ich bin nicht generell gegen Netzsperren.

      Schon heute sperren diverse Provider auf freiwilliger Basis illegale Seiten (Gewalt, Kinderpornographie etc.) und das ist mMn auch gut so.

      Auch bei Online-Glückspielen könnte man Anbieter, die sich nicht an unsere Regeln halten, sperren.

      Wichtig ist einfach folgendes:
      - Es dürfen keine Informationsseiten gesperrt werden (Zensur!)
      - Es dürften nur DNS-Sperren eingesetzt werden. IP-Sperren könnten zu Overblocking führen.
      - Jeder Anbieter, auf der ganzen Welt muss die Chance haben, eine Konzession zu erhalten.
    • Wambolium 31.05.2018 12:58
      Highlight Highlight Natürlich kann man solche Sperren einfach umgehen.

      Doch mit einem Konzessionierungssystem und Netzsperren hätten wir die Chance, dass ausländische Anbieter sich an unsere Regeln halten und Abgaben an die AHV zahlen.
    • goldmandli 31.05.2018 13:02
      Highlight Highlight So lange mit genug Schlagwörtern wie "AHV", "Spielsucht" und "Mehreinnamen" um sich geworfen werden kann und die Bürger sich nicht selbs informieren, werden noch unzählige solcher destruktiven Abstimmungen wegen falscher Interessen entschieden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sansibar 31.05.2018 12:22
    Highlight Highlight Man könnte ja dann eine Durchsetzings-Initiative fürs Geldspielgesetzt machen 🙄
  • Phrosch 31.05.2018 12:22
    Highlight Highlight Ich finde es immer etwas zu einfach, anderen fehlende Kompetenz vorzuwerfen. Zwar mag das stimmen. Aber was tun wir als Gesellschaft und als Staat, damit alle diese Kompetenz bekommen können? Nicht jeder hat die Zeit und Energie, sich das selbst zu erarbeiten oder zusammenzusuchen.
    • goldmandli 31.05.2018 13:07
      Highlight Highlight Es gibt unzählige Artikel wie diesen oder Videos auf Youtube, die kurz und knackig erklären, welche Konsequenzen, vor- und Nachteile diese Gesetze mit sich bringen. Es wäre sehr einfach sich zu informieren, aber selbst 10 Minuten sind zu viel Aufwand für einige. Es gibt sogar immernoch so viele Leute, die einfach das stimmen, was ihnen von verwannten etc. vorgeredet wird.
    • Silent_Revolution 31.05.2018 13:10
      Highlight Highlight Mit fehlender Kompetenz hat die Ausarbeitung des Geldspielgesetzes und die Unterstützung in den Parteien und Sportverbänden wirklich wenig zu tun.
      Viel mehr mit finanzieller Abhängigkeit, Befangenheit / Korruption.

      Die Netzsperre mag zwar einfach zu umgehen sein, wirksam ist sie aber trotzdem. Denn bei der Gesetzesänderung könnte man zwar problemlos über VPN weiterspielen, nicht aber auszahlen.

      Die Mehrheit der Befürworter weiss genau worum es geht, die vorgebrachten Argumente sind dabei nur Abstimmungskampf.
  • Guy Incognito 31.05.2018 12:16
    Highlight Highlight #neuland
  • Magnum44 31.05.2018 12:15
    Highlight Highlight Stimmt unbedingt nein und kommuniziert dies auch entsprechend euren Eltern und sonstigen älteren Bekannten. Wer mit dem Argument AHV, Sport und Elefant kommt, dem soll entgegenet werden, dass mit VPN Null (0) Franken in der Schweiz verbleiben.
    • Magnum44 31.05.2018 14:54
      Highlight Highlight Und noch ein weiteres Argument: nur der Elefant profitiert, die Giraffen gehen leer aus!
      User Image
    • Midnight 31.05.2018 16:24
      Highlight Highlight @Magnum Das Killer-Argument! Made my day 😂😂👍
    • swisskiss 31.05.2018 17:30
      Highlight Highlight Magnum: Wenns so einfach wäre. Die meisten grossen Onlineanbieter verbieten explizit die Nutzung von VPN.

      Es ist kein technisches Hindernis sondern ein juristisches, da bei Verstoss gegen diese Regel der Verlust des Kontos und Gewinne droht.

  • Triumvir 31.05.2018 11:55
    Highlight Highlight Der Autor verwendet offenbar äussert gerne den klar abwertenden Begriff "digitale Analphabeten". Abgesehen von der Tatsache, dass viele sog. "Digital Natives" nicht wirklich über ein grösseres technisches Know-how als viele "Ältere" verfügen und ausser - ununterbrochen mit dem Handy herumspielen - nicht wirklich viel mehr technische Kompetenz als "alte Säcke" haben, gibt es durchaus vernünftige Gründe, welche für eine Annahme des Geldspielgesetzes sprechen. Ich habe zwar das neue Gesetz ebenfalls abgelehnt, kann aber mit einer Annahme gut leben.
    • Silent_Revolution 31.05.2018 13:17
      Highlight Highlight Welche vernünftigen Gründe?

      Staatlich verfügte Netzsperren gibt es in keinem anderen Bereich. In der Kinderpornographie werden lediglich einige und bei weitem nicht alle Angebote von Providern auf freiwilliger Basis geblockt.

      Mit der Annahme würde gegen internationales Glücksspiel offiziell härter vorgegangen als gegen Kinderpornographie. Wie kann man sowas unterstützen?

      Das AHV Argument zieht auch nicht, da bei anständigen Konzessionierungsmodellen für in und ausländische Anbieter mehr Geld in die AHV fliessen würde.

      Was bleibt da noch? Die Tiere die im Zoo verhungern?
    • Midnight 31.05.2018 16:57
      Highlight Highlight @Triumvir Ganz ehrlich: Junge Menschen, die ständig nur auf dem Smartphone rum daddeln sind doch keine "Digital Natives".

      Die ach so schlauen Millenials, die sich ja so gut mit der heutigen Technik auskennen, die würde ich gerne mal kennenlernen. Aus Erfahrung kann ich nämlich sagen, dass viele nicht den Hauch einer Ahnung haben.
      Und dann kommt ein Millenial daher, der nicht mal weiss, wie man eine Suchmaschine richtig benutzt. Das ist schon fast tragisch...

      Früher war es halt mal neu und interessant. Heute ist es einfach zu selbstverständlich geworden.
  • Skeptischer Optimist 31.05.2018 11:35
    Highlight Highlight Herr Blunschi, auf Digital Native zu machen ist nur Eingeständnis von Ignoranz über die reale Welt. Hat es Uber geholfen zu behaupten, dass sie nur eine App machen würden?

    Nur schon der Ausdruck "Digital Native" verrät mangelnden technischen Sachverstand. Relativ neu ist die globale Vernetzung über das IP Protokoll, nicht die Digitaltechnik.

    Ihr Argument, dass es ein leichtes sei Netzsperren zu umgehen zeugt ebenfalls von mangelndem technischen Sachverstand. China ist hier führend und Vorreiter auf dem Weg der Nationalisierung des Netzes. Man mag es mögen oder nicht, aber es ist so.
    • Peter 31.05.2018 12:31
      Highlight Highlight Ich behaupte gar nicht, dass ich über grossen technischen Sachverstand verfüge. Den Ausdruck Digital Native habe ich auch nicht erfunden. Und ob die international vernetzte Exportnation China das Internet wirklich „nationalisieren“ kann, muss sich erst noch zeigen.
    • TanookiStormtrooper 31.05.2018 12:40
      Highlight Highlight Haha... Wer weiss wie es geht kommt auch in China kinderleicht durch die "Great Firewall". Netzsperren sind nur ein bisschen lästig, sie zu umgehen ist ein paar Minuten Arbeit. Wer sich nicht auskennt scheut sich da vielleicht etwas, das sind dann eben die digitalen Analphabeten...
    • Skeptischer Optimist 31.05.2018 12:49
      Highlight Highlight Rechtlich hat sich China nicht mit der Welt vernetzt, nur über den Warenverkehr. Der sogenannte Great Firewall ist in Betrieb, funktioniert und wird zunehmend eingesetzt um die chinesische Rechtsordnung durchzusetzen Auch gegenüber westlichen Firmen. Zudem haben die Chinesen alle wesentlichen "sozialen Netzwerke" in hoher Qualität nachgebaut. Google, Facebook, Instagram etc. sind dort redundant.

      Die Technologie für effektive Netzsperren existiert und funktioniert. Das Geldspielgesetz bietet eine Grundlage um sie einzusetzen. Die Kiddies, die meinen "das gehe gar nicht" irren sich.
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  • ThomasMayer 31.05.2018 11:32
    Highlight Highlight Für Vollgeld macht dieser Artikel überhaupt keinen Sinn. Da sich elektronisches Geld - auch in Kryptowährungen - durchsetz, gibt es doch die Vollgeld-Initiative. Diese will, dass auch elektronisches Franken, echte Franken von der Nationalbank sind. Die staatliche Währungshoheit soll erhalten bleiben.
    Private Zahlungsmittel erhalten mit der Vollgeld-Initiative Verfassungsrang. Dies soll es geben, auch in Krypto-Form, aber es muss klar sein, dass es keine Schweizer Franken, sondern eben private Zahlungsmittel sind.
  • Oh Dae-su 31.05.2018 11:29
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Finde es immer wieder erschreckend, wie wenig unsere Politiker von der digitalen Welt verstehen. Da kann man nur hoffen, dass bald mehr junge Politiker nachrücken.
    Schön fand ich auch den Schlusssatz des Gutachtens der UZH zu den Netzsperren:
    "Letztlich muss es aber dem Gesetzgeber überlassen werden, ob er Netzsperren einführen will, weil ihm die Schaffung eines weitgehend untauglichen Mittels besser erscheint als ein Nichtstun." XD
    Die Anhörung von Zuckerberg im US Kongress war auch pure Comedy.
  • Leckerbissen 31.05.2018 11:29
    Highlight Highlight Ich persönlich habe mich mehr mit der Vollgeld-Initiative als mit der Geldspiel-Gesetz-Initiative befasst. Ich komme aber beim Geldspiel ein wenig zum Schluss, dass es hier in Richtung Internetzensur geht? Das dürfte keines Falls eintreten in einem Land wie der Schweiz.
  • Wambolium 31.05.2018 11:28
    Highlight Highlight Wenn ausländische Anbieter ebenfalls eine Konzession erwerben könnten und dafür Abgaben an die AHV entrichten würden, könnte man sogar noch mehr Einnahmen generieren.

    Warum sich das Parlament nicht für diese Lösung entschieden hat, ist mir ein Rätsel.
    • goldmandli 31.05.2018 12:56
      Highlight Highlight Glücksspiellobby
    • klatsch 31.05.2018 13:09
      Highlight Highlight Wegen dem geschicktem Lobbyismus der Schweizer Glückspielbranche. Nur schon deshalb gibt es ein Nein von mir.

      Netzsperren einrichten, so einen grösseren Schwarzmarkt fördern wegen Bevormundung der Bürger und legale Abgaben von ausländischen Anbietern an den CH-Staat durch die Lappen gehen lassen...wtf?!?
    • gnagi 31.05.2018 13:20
      Highlight Highlight Auflösung des Rätsels: Lobby der Casinobetreiber ist in den Räten gut vertreten...
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  • Qui-Gon 31.05.2018 11:21
    Highlight Highlight Geldspiele sind mir vollkommen schnuppe. Nicht aber Netzsperren. Wehret den Anfängen!
  • Boadicea 31.05.2018 11:17
    Highlight Highlight Als ich geboren wurde, gab's nur Schwarzweiss-TV, 3 Kanäle waren schon Luxus. Telefon konnte sich auch nicht jeder leisten.

    Mein Mann und ich, sowie alle unseren Senioren-Freunde haben diesmal nur NEIN's in die Urne gelegt.

    Wir recherchieren eben gerne selbst. Aber allgemein gilt:

    Alt ist nicht gleich blöd. Wenn man etwas von Leuten will, muss man sie dort abholen, wo sie sind. Und nicht voraussetzen, dass gefälligst jeder denselben Blickwinkel und dieselben Erfahrungen hat. Solche Erwartungen sind wesentlich dämlicher, als Senioren, die sich nicht informieren.
    • m4in CS 31.05.2018 13:08
      Highlight Highlight Das mag für Sie und Ihre Kollegen gelten. Die aktuellen Umfragen zeigen jedoch das Gegenteil. Die älteren Genarationen stimmen praktisch geschlossen mit Ja für das Geldspielgesetz.
    • Boadicea 31.05.2018 14:43
      Highlight Highlight @ m4in CS
      Dann hast du nicht verstanden, was ich sagte.

      Natürlich verstehen ältere Mitbürger die virtuelle Welt nicht so wie jünger. Ist doch klar. Sie sind nicht damit aufgewachsen. Und eben darum sagte ich: Man muss die Leute dort abholen, wo sie stehen!
      Einem Senior muss man das Ganze anders erklären, als einem Jüngling von Zwanzig. Wer das nicht versteht und daher vernachlässigt, darf sich über die Ergebnisse nicht wundern.

      Von denen, die ich kenne, waren alle für JA beim Geldspielgesetz. Dann hab ich es ihnen so erklärt, dass sie es verstehen. Et voila: alle auf NEIN!
    • m4in CS 31.05.2018 16:08
      Highlight Highlight Was soll ich nicht verstaden haben? Ich verstehe sehr gut was Du meinst. Nur ist es nunmal Fakt, dass Du und Deine Kollegen die grosse Ausnahme bilden und die "Seniorengenerationen" einen grossen Teil des Ja-Sager Anteil ausmachen. Ab 40 Jahren ist der Ja-Anteil klar über 50%.
  • rummelsnuff 31.05.2018 11:14
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel zu dem Thema. Leider sehr schade das er für die digitalen «Analphabeten» unsichtbar im Internet verbleiben wird.
  • X23 31.05.2018 11:13
    Highlight Highlight Und wieder ist es eine Kombination aus desinteressierten Jungen und fehl- / uninformierten Rentnern, die uns eine weitere Freiheit kostet.
  • El diablo 31.05.2018 11:12
    Highlight Highlight Blöde Frage. Das Geldspielgesetz besagt ja, dass man ein reales Casino in der Schweiz haben muss, um online Glücksspiele zu betreiben. Wäre es nicht möglich, dass zum Beispiel Bet365 eine Art Schein Casino eröffnet und dann nicht gesperrt werden kann?
    • Midnight 31.05.2018 17:04
      Highlight Highlight Du meinst, eine art "Briefkastencasino"? Müsste man mal ausprobieren 😄
  • You will not be able to use your remote control. 31.05.2018 11:11
    Highlight Highlight 'Wenn digitale «Analphabeten» Politik machen'

    Bei beiden Fragen sind es nicht digitale Analphabeten, sondern die Lobbys der Kapitalisten, die hier Politik machen.
  • goldmandli 31.05.2018 11:11
    Highlight Highlight Ich versteh nicht, wie sich das Volk so von der Schweizer Glücksspiellobby beeinflussen lassen kann. Jeder der sich 5 Minuten damit beschäftigt, weiss wie dumm das Geldspielgesetz ist.
    • Emil Schauberger 01.06.2018 15:29
      Highlight Highlight Die Glücksspiellobby ist jedenfalls gegen die VI - egal ob auf nationaler oder auf internationaler Ebene ...
  • DäPublizischt 31.05.2018 11:08
    Highlight Highlight Wie so oft bei Schweizer Volksinitiativen: Der Ansatz tönt logisch, vieles in der Umsetzung ist aber mangelhaft.

    Das Internet scheint auch in der Schweizer Politik vielerorts noch "Neuland" zu sein, anders kann ich mir den Versuch einer Regulierung dessen nicht erklären. Es ist auch nicht überraschend, dass die Alten, die von diesem Gesetz sowieso nicht betroffen sind, am stärksten dafür sind.

    Im Endeffekt drohen Zustände wie in den USA, wo die Net-Neutrality aufgehoben wurde, damit einzelne Grosskonzerne mehr Kohle scheffeln können.
  • Kunibert der fiese 31.05.2018 11:05
    Highlight Highlight Was mich beim geldspielgesetz nervt, ist, dass die befürworter immer sagen es fehle an einnahmen für den staat. Das stimmt einfach nicht!
    Diese einnahmen würden bei annahme des gesetzes zusätzlich generiert. Und dass vor allem die casinolobby ihre monopolstellung ausbauen und noch mehr gewinne einstreichen kann, kehren sie still und heimlich unter den teppich.
    • Madmessie 31.05.2018 13:14
      Highlight Highlight Genau. Die Plakate sind eine Lüge. Man sollte rechtlich dagegen vorgehen.
  • Bruno Wüthrich 31.05.2018 11:03
    Highlight Highlight Es mag sein, dass die ältere Generation in Sachen Digitalisierung etwas gar stark gefordert ist. Aber eines sollten wir nie vergessen: diese Generation kennt beide Seiten. Sie hat das analoge Zeitalter noch erlebt und weiss, dass und wie das Leben damals funktionierte.
    Diese Generation kann also vergleichen. Und zwar nicht nur in der Theorie. Diese Vergleiche ermöglichen die Erkenntnis, dass längst nicht alles gut ist, was die Digitalisierung mit sich bringt.
    Wir müssen nicht die Digitalisierung bekämpfen. Aber wir sollten versuchen, auch diese Kenntnisse von früher zu nutzen.
    • Midnight 31.05.2018 17:12
      Highlight Highlight Also soo alt muss man dazu jetzt nicht sein. Es reicht schon, wenn man noch in den 80ern geboren wurde. Da war vieles noch nicht digital - und einen Internetzugang hatte damals auch noch keiner.

      Man erinnert sich: VHS, "tragbare" Kameras in der Grösse eines Werkzeugkoffers und, man stelle sich vor, lineares Fernsehen!

      Überhaupt:
      Was waren wir früher in der Schule aufgeregt, wenn es in die Bibliothek ging, um ein schlaues Buch für den Geschichts-Aufsatz zu finden... :-)

      Kaum vorstellbar, dass es heute Menschen gibt, die das nicht mehr kennen.
  • walsi 31.05.2018 11:02
    Highlight Highlight Der Autor irrt. Buchgeld ist kein digitales Problem, das gab es schon lange vor dem digitalen Zeitalter darum heisst es Buchgeld, es wurde in den Büchern generiert. Durch die Digitalisierung ist die Problemtik des Buchgeldes erst richtig bewusst geworden und die Finzkrise hat gezeigt, dass es eine Lösung braucht.
  • schuldig 31.05.2018 11:02
    Highlight Highlight Hoffentlich lassen sich die digital natives für einmal zu einer höheren Stimmbeteiligung als sonst bewegen, dann könnte es noch anders kommen
    Stimmrecht=Verantwortung
    • Emil Schauberger 01.06.2018 15:34
      Highlight Highlight Bingo!
  • Midnight 31.05.2018 10:53
    Highlight Highlight Wie kann man nur diese Geldspiel-Mogelpackung annehmen? 😔
    • m4in CS 31.05.2018 11:59
      Highlight Highlight Weil die 60-90 jährigen massiv für die Initative sind, da sie die digitale Welt nicht verstehen, gar dadurch abgehängt werden. Dazu gehen diese Jahrgänge geschlossen wählen. Das wirklich traurige ist, das unserer Rentner über unere Zukunft entscheiden, obwohl sie zum Grossteil davon nichts mehr erleben werden (Digitalisierung).
    • meine senf 31.05.2018 12:06
      Highlight Highlight Fotos von Sportlern mit einer Schweizerfahne über Kopf und vielleicht auch Misstrauen gegenüber allem Ausländischen und die Überzeugung, dass alles (also auch Casinos) prinzipiell in der Schweiz am besten seien (bei AKWs funktioniert das ja auch), dazu vielleicht noch Phrasen wie "auch im Internet muss es Regeln geben" reichen wohl aus, dass viele denken "Das ist doch sicher was Gutes".
    • Magnum44 31.05.2018 12:07
      Highlight Highlight Weil das Plakat sagt, dass er Elefant mit Netzsperre und VPN mehr Geld bekommt als mit Konzession und Abgaben.
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Sommaruga vs. SVP 6:3 – die Justizministerin wird zum Schrecken der Volkspartei

Mit der deutlichen Ablehnung der Selbstbestimmungs-Initiative darf sich Simonetta Sommaruga (SP) zum sechsten Mal als zuständige Bundesrätin über einen Abstimmungssieg gegen die SVP freuen. Die drei Niederlagen, die sie gegen die Partei einstecken musste, liegen lange zurück. 

66,2 Prozent der Stimmbürger und sämtliche Kantone schmetterten die Selbstbestimmungs-Initiative (SBI) der SVP ab. Eine dürfte sich besonders über das deutliche Resultat gefreut haben: SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die im Namen des Gesamtbundesrats an vorderster Front gegen die Vorlage kämpfte. An Podiumsdiskussionen wurde sie dabei schon mal aus dem Publikum unter der Gürtellinie beleidigt.

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