Schweiz
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Über die Bedeutung des Islams hierzulande sowie den Radikalismus liest man in den Schweizer Medien fast täglich. bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer, nzzas, sonntagszeitung, fotomontage watson

Islam-Streit in der Schweiz: Ein Ranking der Debatten-Führer und ihrer Beiträge

Burka-Verbot, Qualitätssiegel für Moscheen oder Privatschulen für Muslime – in der Islam-Debatte profilieren sich verschiedenste Akteure mit Forderungen und Aktionen. Doch was taugen diese wirklich? Eine Bewertung auf einer Skala von 1 bis 10.



Fälle von radikalen Predigern, die Handschlag-Verweigerer in Therwil oder reiche Moschee-Gönner aus dem Nahen Osten bringen Schweizer Moscheen und den Islam im Allgemeinen immer wieder in die Schlagzeilen. So wurde erst kürzlich publik, dass ein Imam in Biel in seinen Predigten für die Vernichtung aller Feinde des Islams betete.

Politiker, Islam-Kenner und -Kritiker stellten diesbezüglich bereits die verschiedensten Forderungen. Die folgenden Personen prägen die Islam-Debatte besonders. Das taugen ihre Initiativen auf einer Skala von 1 bis 10. 

Der Bussen-Financier

Im Kanton Tessin gilt seit dem 1. Juli 2016 ein sogenanntes Verhüllungsverbot. Damit dürfen die Vollverschleierung (Burka) oder Gesichtsschleier (Niqab), die nur die Augen freilassen, im Tessin nicht mehr im öffentlichen Raum getragen werden.

Der algerisch-französische Unternehmer Rachid Nekkaz übernimmt seither die Kosten für alle erwischten Burkaträgerinnen. Nekkaz begleicht auch die Bussen, die sich vollverschleierte Frauen in Frankreich und Belgien einhandeln.

Nutzen: ☪️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️

Die Übernahme der Bussen ändert nichts am Status quo: Das Verhüllungsverbot bleibt im Gesetzt verankert. Ausserdem haben die Stimmberechtigten über die Regelung entschieden. Man könnte Nekkaz deshalb auch das Missachten der Demokratie vorwerfen.

Besser wäre es deshalb, auf politischem Weg gegen das Verbot anzukämpfen. Nekkaz hat politische Ambitionen und hat schon zwei Mal für die französische Präsidentschaft kandidiert, 2014 wollte er zudem Präsident Algeriens werden. Es ist es unklar, inwiefern Nekkaz mit seiner Gönner-Aktion eigene Ziele verfolgt. 

Nationales Burka-Verbot

Die Initianten des Egerkinger Komitees um SVP-Nationalrat Walter Wobmann lancierten die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» (inoffiziell: Burka-Initiative) mit viel Getöse: Sie warben dafür im März 2016 auf dem Bundesplatz, ein Mitglied der Jungen SVP trug dabei die Attrappe eines Sprengstoffgürtels auf sich.

Die Unterschriftensammlung verlief bisher schleppend. Die Sammelfrist läuft am 15. September 2017 ab.

Nutzen: ☪️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️

Die Zahl der Burkaträgerinnen in der Schweiz ist verschwindend klein. Der Staat hat zwar die Pflicht, dafür zu sorgen, dass keine Frau von der Familie oder anderen Personen dazu gezwungen wird, sich zu verschleiern.

Ein Verbot ist aber kein Schritt für mehr Frauenrechte. Verschleierte Frauen werden durch Verbote im Alltag ausgegrenzt und sind in ihrer Selbstbestimmung eingeschränkt. Es geht den Initianten um reine Symbolpolitik, denn die Probleme mit dem radikalen Islam lassen sich damit nicht lösen. 

Privatschulen für Muslime

Der ehemalige Pfarrer Johannes Czwalina ist bekannt dafür, dass er Bussen für orthodoxe Muslime bezahlt, die ihre Kinder nicht in den Schwimmunterricht schicken.

Als im Januar 2017 unter strenggläubigen Muslimen der Ruf nach einer eigenen Privatschule laut wurde, sprach er sich in der «Schweiz am Sonntag» für solche Schulen aus. 

Nutzen: ☪️☪️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️

Bei moderaten Muslimen ist das Interesse an eigenen Schulen gering. Durch die Trennung von Schülern in konfessionellen Privatschulen droht die Gefahr einer Parallelgesellschaft. Deshalb: zu vermeiden. 

Bewilligungspflicht für Imame

Für Islamexpertin Saïda Keller-Messahli wird in der Schweiz zu wenig gegen radikale Prediger unternommen. Die Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam plädiert unter anderem für eine Bewilligungspflicht für Moscheen und Imame.

Imame und islamische Seelsorger in der Schweiz sollten in einem öffentlichen Register geführt werden. Es brauche eine amtliche Bewilligung zur Ausübung dieser Funktion: «So wie ein Arzt nur mit einer Zulassung praktizieren kann, sollten auch Prediger geprüft werden», sagte Keller-Messahli in der NZZ. 

Nutzen: ☪️☪️☪️☪️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️⬜️

Eine gewisse Überprüfung der Imame ist sicher nützlich und vertretbar. Jedoch sollte diese Überprüfung durch die muslimische Gemeinschaft erfolgen und nicht durch die Behörden. Eine Selbstregulierung ist hier wichtig, damit keine Diskriminierung stattfindet. Ausserdem sollten für Vertreter aller Glaubensrichtungen dieselben Regeln gelten. 

Qualitätssiegel für «anständige» Moscheen

Der Berner SP-Politiker Mohamed Hamdaou hat vor, dem Grossrat bei seinem nächsten Zusammentreffen Anfang September seine Idee eines Qualitätssiegels für Moscheen zu unterbreiten.

Für ein offenes Frauenbild. Und zwar mit Kopftuch und Rap!

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Video: srf

Hamdaou erklärt auf Anfrage von watson, das ihm vorschwebende Label solle diejenigen Moscheen auszeichnen, die ihre Finanzen offenlegen, deren Imame den Rechtsstaat respektieren und mindestens eine Landessprache beherrschen. Die Verantwortlichen müssten dafür eine entsprechende Charta unterzeichnen.

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Mit einem Qualitätssiegel wären einige Menschen Moscheen gegenüber weniger misstrauisch eingestellt. Auch Muslime könnten einfach überprüfen, welche Moschee sie besuchen können, ohne schlimmstenfalls salafistischen Predigen ausgesetzt zu sein. Allenfalls wäre zu bemängeln, dass nichtunterzeichnende Moscheen unter Generalverdacht gestellt würden.

Schliessung radikaler Gotteshäuser

«Tages-Anzeiger»-Journalist Kurt Pelda (ehemals SRF und «Weltwoche») gilt als Kenner der Schweizer Islamisten-Szene. Er forderte wiederholt die Schliessung radikaler Gotteshäuser und das Verbot von Organisationen wie dem Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS). 

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Klar ist: Werden Moscheen geschlossen, wechseln die radikalen Imame oder «IS»-Rekrutierer den Standort – ein wirkliches Ende ihrer Tätigkeit wird mit der Schliessung nicht gesetzt.

Dennoch: Eine Schliessung ist wichtig. Erstens wird damit ein klares Zeichen gegen Radikalismus gesetzt, zweitens werden die Machenschaften der Extremisten damit monatelang gestört. Verbietet man jedoch den IZRS, nimmt man das Risiko in Kauf, dass sich dessen Mitglieder weiterhin treffen – dann jedoch ausserhalb des Sichtfeldes der Behörden. 

Das «Lies!»-Verbot

Der Zürcher Sicherheitsdirektor und SP-Politiker Mario Fehr war einer der ersten Politiker, der offensiv gegen die Koran-Verteil-Organisation «Lies!» vorging: Aufgrund eines externen Gutachtens empfahl die Sicherheitsdirektion im Mai 2017 den Städten und Gemeinden im Kanton, künftige Koran-Verteilaktionen der «Lies!»-Kampagne nicht mehr zuzulassen. 

«Lies!» steht seit langem im Verdacht, junge Leute für den Dschihad anzuwerben. Ein wesentlicher Anteil derjenigen Schweizer, die in den Dschihad in Syrien und Irak ziehen wollten oder das getan haben, haben einen Bezug zur Organisation. 

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Da es unbestritten ist, dass mehrere Schweizer Extremisten einen Bezug zu «Lies!» haben, ist die Empfehlung vertretbar. Es darf nicht sein, dass Extremisten auf öffentlichem Grund für ihre Ansichten werben und staatsgefährdende Aktionen durchführen. Hier eine klare Grenze zu setzen ist wichtig.

Fraglich ist jedoch, was das tatsächlich bewirken wird: Die Extremisten werden einen anderen Weg finden, um junge Leute von ihrer Ideologie zu überzeugen. 

Handelsregistereintrag für islamische Vereine

FDP-Nationalrätin Doris Fiala verlangt in einer noch hängigen Motion, dass mit Geld aus dem Ausland unterstützte islamische Vereine im Handelsregister eingetragen werden müssen. Ihr Ziel ist es, Klarheit in die Finanzierung von Moscheen und muslimischen Organisationen zu bringen.

Derzeit haben die Behörden keinen Einblick in die Finanztransaktionen von Moscheen, muslimischen Verbände oder Stiftungen, weil diese dem Privatrecht unterstehen.

Nutzen: ☪️☪️☪️☪️☪️☪️☪️☪️☪️⬜️

Immer wieder tauchen Länder wie Saudi-Arabien, Kuwait oder die Türkei als Financiers von Moscheen in der Schweiz auf. Durch solche Verbindungen kann eine gefährliche Abhängigkeit entstehen. So könnten die Geldgeber hierzulande eine fundamentalistische Form des Islam etablieren wollen. Die Finanzierung der Gotteshäuser deshalb transparenter zu machen, erscheint verhältnismässig. 

Die Pläne der ersten Luxus-Moschee der Schweiz

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  • Snowy 30.08.2017 13:57
    Highlight Highlight Ein moderner Islam ist nicht denkbar?

    "Man kann eine Religion nicht reformieren. Wenn man sie reformiert, trennt man sich von ihr. Deswegen ist ein moderner Islam nicht möglich, moderne Muslime schon. Wenn es keine Trennung zwischen Religion und Staat gibt, wird es keine Demokratie geben, keine Gleichstellung der Frau."

    Ali Ahmad Said Esber; syrischer Schriftsteller

    War bei uns Christen nicht anders. Nicht die Kirche hat sich säkularisiert, sondern wir mussten sie in jahrelangem Kampf verdrängen.

    https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/man-kann-eine-religion-nicht-reformieren/story/15358917
  • Eskimo 30.08.2017 12:23
    Highlight Highlight Wäre alles gar nicht nötig, wenn man die PFZ nicht angenommen hätte und nicht auf das Schengen Abkommen reingefallen wäre, das nur von der Schweiz eingehalten wird.
    Der Schaden ist enorm und wird die Schweiz in ein Land verwandeln das niemand haben wollte.
    Die Supertoleranten unter uns bemerken ihren Fehler erst wenn es zu spät ist.
  • lilie 29.08.2017 19:04
    Highlight Highlight Was ich nicht ganz verstehe: Natürlich sollte bekannt sein, wer Moscheen in der Schweiz unterstützt.

    Nur: Was bringt das, wenn man nicht dagegen vorgehen kann?

    Was es braucht, ist ein Verbot radikal-fundamentalistischer Strömungen, egal welche religiöser oder säkulärer Couleur.
  • MaskedGaijin 29.08.2017 17:01
    Highlight Highlight "Allenfalls wäre zu bemängeln, dass nichtunterzeichnende Moscheen unter Generalverdacht gestellt würden."

    Wieso wäre dass zu bemängeln? Wenn eine Moschee da nicht mitmachen würde, würde sie zurecht unter Verdacht stehen.
  • Scott 29.08.2017 15:38
    Highlight Highlight Bis auch nur das Geringste umgesetzt wird, haben wir uns schon längst den radikalen Islamisten und deren Versteher angepasst, wenn notwendig per Verschärfung der Rassismusgesetze.
  • Rabbi Jussuf 29.08.2017 14:48
    Highlight Highlight Ausbildung von Imamen in der Schweiz?
    Scheint mir im Moment die beste aller schlechten Lösungen zu sein. Aber bitte nicht auf Kosten der Unis und unserer Steuergelder! Das sollen interessierte Vereine selber finanzieren.
    Das Ganze natürlich trotzdem NUR unter staatlicher Kontrolle!
    • Maracuja 29.08.2017 15:31
      Highlight Highlight 1) Inländische Ausbildung von Imamen ist zurzeit eine häufig wiederholte Forderung. Fraglich ist, ob das wirklich die gewünschte Wirkung zeigt. In Österreich ist der Islam anerkannt und es gibt, wie du es wünschst, privat finanzierte theologische Ausbildungen. Die Imam-Hatip-Schule in Wien ist aber höchst umstritten, eigentlich handelt es sich um eine Ausbildungsstätte, die aus der Türkei finanziert wird. Erstaunlich ist, dass sich gemäss jüngster Bertelsmannstudie die Muslime in Österreich trotz offizieller Anerkennung weniger mit ihrem Aufenthaltsland verbunden fühlen als Muslime in CH, F, D
    • Maracuja 29.08.2017 15:35
      Highlight Highlight 2) CH-Moscheevereine haben bereits Mühe Gehälter für Imame zu bezahlen, wie sollen sie auch noch eine Ausbildungsstätte finanzieren? Dazu Rauf Ceylan: "Wenn die Ausbildung abgeschlossen sei, würden nämlich nur sehr wenige tatsächlich Imame. Einige hätten die Ausbildung absolviert, weil sie ihre eigene Religiosität reflektieren wollten, oder hätten von Anfang an einen anderen Beruf im Blick, etwa Gefängnisseelsorger. «Vor allem aber haben die Moscheen kein Geld, können heute nicht einmal einen McDonald’s-Lohn bezahlen. Verständlich, dass Akademiker sich da einen anderen Job suchen.» (BAZonline)
    • naherrawan 29.08.2017 15:37
      Highlight Highlight Selber finanzieren? Wie die jüdische Gemeinschaft, nicht Rabbi?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 29.08.2017 14:45
    Highlight Highlight "Bewilligungspflicht für Moscheen und Imame."
    Da sehe ich gewaltige Umsetzungsscheirigkeiten. Wer soll das kontrollieren - auch nach einer Bewilligung? Welche Standards sollen gelten?

    Dass nichtunterzeichnende Moscheen unter Generalverdacht fallen könnten? Na und?
  • Rabbi Jussuf 29.08.2017 14:40
    Highlight Highlight "Eine gewisse Überprüfung der Imame ist sicher nützlich und vertretbar. Jedoch sollte diese Überprüfung durch die muslimische Gemeinschaft erfolgen und nicht durch die Behörden. Eine Selbstregulierung ist hier wichtig, damit keine Diskriminierung stattfindet."
    Echt jetzt?
    Dass das nicht funktioniert haben wir doch eben am Bieler Imam gesehen. Nicht umsonst konnte der jahrelang predigen - wie so viele andere immer noch predigen.
  • Mikki 29.08.2017 14:29
    Highlight Highlight Schöne Diskussion hier. Ihr wisst schon das Europa und die Schweiz in 20-30 jahren nicht mehr so sein wird wie sie ist wenn ihr euch diesen Leuten noch mehr beugt!!?? Schöne Moschee wollen sie da bauen....
    • Asmodeus 29.08.2017 15:12
      Highlight Highlight Und wenn wir Angstbürgern, Hetzkampagnen und hasserfüllten Populisten folgen, wird die Schweiz in 20-30 Jahren auch nicht mehr so sein wie sie ist.

      Selbst wenn wir gar nichts tun wird die Schweiz in 20-30 Jahren anders sein wie sie jetzt ist.

      Das hat Zeit an sich.
    • rodman 29.08.2017 15:44
      Highlight Highlight @Mikki: Wie wird die Schweiz denn in 20-30 Jahren sein?
    • Mikki 29.08.2017 16:16
      Highlight Highlight @rodman: wirst du scho sehen wenn du nicht über 40ig bist!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Makatitom 29.08.2017 14:23
    Highlight Highlight Frau Fiala, schimpft sich Expertin, kennt aber das islamische Finanzsystem Hawala nicht. Ihr Vorschlag hat deshalb überhaupt keinen Nutzen. Die Finanzierung würde dann einfach via Hawala geregelt, und kein Schwein wüsste, woher das Geld kommt. Wieder mal typisch FDP
    • Telomerase 29.08.2017 14:50
      Highlight Highlight Dann bin ich gespannt auf deine Nicht-FDP-Lösung?
    • CASSIO 29.08.2017 15:59
      Highlight Highlight ja, Makatitom: grosse Töne spucken alleine, bringt nichts. Lösungen und deren Umsetzung sind gefragt.
    • Makatitom 29.08.2017 16:18
      Highlight Highlight Ich würde beispielsweise mal den saudis und Katharis die Aktien enteignen, die sie von unseren Grossbanken halten. ich würde den Sasudis weder Waffen noch Überwachungssoftware verkaufen, und den Katharis auch nicht. Und ich würde Imame und Moscheen nur zulassen, wenn die Finanzierung offen gelegt wird. Und Imame gehören selbstverständlich hier ausgebildet, die Uni Fribourg bietet Lehrgänge an.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 29.08.2017 14:18
    Highlight Highlight Immer wenn ich einen solchen politischen Vorstoss à la "Unterbindung von Geldern aus Saudi Arabien für salafistische Zwecke" , Verbot von Aktionen wie Lies!" frage ich mich stets diese eine Frage:

    Warum sind solche Vorgaben nicht längst umgesetzt..?!

    Natürlich brauchen wir ein Verbot dieser undurchsichtigen Geldströme aus Regionen wo ein ultrakonservativer Islam gelebt wird, natürlich wollen wir wissen was ein Imam hier predigt und in wessen Auftrag!

    Manchmal frag ich mich echt wie naiv man sein kann.
    • Snowy 29.08.2017 16:48
      Highlight Highlight @RenRenRen

      Diese (gewagte) These wird sich m.M. nach eher nicht erfüllen.

      Dass Migranten die zukünftigen Linken Wähler sind, dürfte sich als äussert zynische Falscheinschätzung erweisen.

      So oder so ist diese Denkhaltung von Linksaussen eine Katastrophe.
  • Posersalami 29.08.2017 14:14
    Highlight Highlight "Durch die Trennung von Schülern in konfessionellen Privatschulen droht die Gefahr einer Parallelgesellschaft."

    Richtig!

    Aber wie beurteilt der Autor / die Leserschaft in diesem Zusammenhang eigentlich, dass Orthodoxe Juden ihre Kinder seit Ewigkeiten auf eigene Schulen schicken und damit ihre eigene Parallelgesellschaft fördern (die übrigens unsere moderne Welt ablehnen) oder, dass Zeugen Jehovas (Christen!) für ihre Kinder auch gewisse Privilegien fordern?https://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Die-Parallelgesellschaft-/story/29169325
    • Wilhelm Dingo 29.08.2017 14:35
      Highlight Highlight @Posersalami: bei der Jüdischen Gemeinschaft haben wir die Parallelgesellschaft schon lange. Das ist zwar nicht wünschenswert und ich finde es schade, dass meine Jüdischen Nachbarn ihre Kinder im Quartier absondern. Dennoch ist es bei den Juden weniger ein Problem weil wir von wenigen Personen sprechen welche in der Schweiz auch keine Hasspredigen von sich geben. Weiter erfolgen im Namen des Judentums auch keine Terroranschläge. Ich denke darum kann man es nicht ganz vergleichen.
    • silverstar 29.08.2017 14:36
      Highlight Highlight Ich beurteile dies so, das weder von Orthodoxen Juden, noch von Zeugen Jehovas eine explosive Bedrohung ausgeht.

    • TJ Müller 29.08.2017 15:06
      Highlight Highlight @Wilhelm und silverstar
      Ist dem wirklich so? Keine Terroranschläge von Ultraorthodoxen Juden? Vergisst du da nicht so ein Land, welches Illegal besetzt und eine Bevölkerungsgruppe massiv unterdrückt wird, als Begründung wird das Judentum herbeigezogen. Klingelts? So als einer der ältesten Konflikte, aber den vergisst man gerne, gell? Klar nicht in der Schweiz, aber in der Schweiz gibt's ja auch keine Terroranschläge von Muslimen, also wieso hier mit zwei verschiedenen Massen messen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 29.08.2017 14:01
    Highlight Highlight Gute Zusammenstellung. Weitere, auch politisch unkorrekte, sollten zusätzlich aufgenommen werden, z.B: Abkehr vom Öl um den Finanzhahn in den nahen Osten zu drosseln, nicht muslimische Migranten bevorzugen, generelle Diskussion was Privatschulen dürfen und was nicht, offenen Diskussion über Islamischen Machismus etc...
  • pachnota 29.08.2017 13:59
    Highlight Highlight «Viele haben Angst, den Islam zu kritisieren»
    Kacem El Ghazzali

    Wichtiges Interview mit einem Fülchtling:

    https://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/viele-haben-angst-den-islam-zu-kritisieren/story/21259953

    El Ghazzali hat eine andere, interessante Sicht, wieso die Burka, verboten gehört und spricht über bedenkliche Aktivitäten der Juso im Zusammenhang, mit Flüchtlingen.
    • Snowy 29.08.2017 17:00
      Highlight Highlight Werde dieses Interview meinen SP-Freunden um die Ohren knallen...

      Schier unglaublich was hier abgeht.

      Die Gleichung Links = Alle Migranten sind herzlich willkommen muss endlich fallen!

      Danke und Gruss;
      Ein migrationskritischer "Linker"
  • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 29.08.2017 13:59
    Highlight Highlight Das klügste wäre, wenn der Islam endlich eigene Reformen durchsetzen würde und sich so der modernen Welt anpasst. Alles andere ist Symptom bekämpfung, aber die Ursache wird ignoriert.

    Freundliche Grüsse aus Sektor 7G.
  • Telomerase 29.08.2017 13:56
    Highlight Highlight Als jemand der sich als bürgerlich bezeichnen würde, erstaunt es mich doch schon (im positiven Sinn), dass hier Vorschläge als tauglich empfohlen werden, die vor nur 5 Jahren einen Aufschrei von links hervorgerufen hätten.
    • Asmodeus 29.08.2017 14:22
      Highlight Highlight Welche denn?
    • Telomerase 29.08.2017 14:48
      Highlight Highlight Öhm welche nicht?
      Handelregistereintrag: irgendein schwammiger Vergleich mit D in den 30er Jahren und die Registration der Juden
      Lies-Verbot: Freie Meinungsäusserung (das Verbot wurde übrigens gerade dieses Jahr in der Stadt Zürich nicht durchgesetzt)
      Etc... und auch sonst ein genereller Aufschrei bezüglich Rassismus und Diskriminierung
    • Asmodeus 29.08.2017 15:10
      Highlight Highlight Das Verbot von LIES finde ich ehrlich gesagt fragwürdig. Die nennen sich einfach anders und verteilen wieder. Den Nutzen dahinter sehe ich kaum.

      Dagegen den Geldfluss offen zu legen hatte nie jemand etwas. Höchstens unsere lieben Politiker wenn es um die eigenen Einnahmen geht.
  • meine senf 29.08.2017 13:44
    Highlight Highlight Privatschulen sind meiner Meinung auch schon ohne den ganzen Religionsquatsch äusserst bedenklich.

    Wessen Eltern genug Geld haben, wächst in einer anderen Filterblase auf. Oder eben, in einer Parallelgesellschaft.

    Wenn neben Geld auch noch Religion ein Faktor dafür wird, dann gute Nacht. Man stelle sich mal vor, wie die Kinder die Welt erleben, wenn sie in ihrem Alltag keinen Kontakt zu anders- oder ungläubigen mehr haben.

    Gleichzeitig können Privatschulen auch Neid erzeugen und dafür sorgen, dass für manche weniger Privilegierte Bildung als etwas suspektes gilt.Deshalb wurde Trump gewählt.
  • Asmodeus 29.08.2017 13:41
    Highlight Highlight Auf der Liste fehlt noch, dass die Schweiz selber Imame ausbilden sollte.

    Hier geborene und ausgebildete Imame dürften eher nicht dazu tendieren radikale Ansichten zu vertreten.

    Der Islam ist als Religion in der Schweiz schon vor Jahrzehnten angekommen, egal ob es einem passt oder nicht. Also sollte man auch darauf achten, dass er dem Land entsprechend gelehrt werden kann.

    Übrigens eine Forderung die ich auch an Christentum, Judentum, Hinduismus, Buddhismus etc. stellen würde. (wobei letztere kaum vertreten sind)
    • silverstar 29.08.2017 15:28
      Highlight Highlight Sehe ich auch eher negativ.
      Der Islam ist als Religion verhindert doch eben gerade eine Integration in den säkularen Staat, und damit ein "Ankommen"
    • Asmodeus 29.08.2017 15:35
      Highlight Highlight Und was hindert Euch beide daran im 21ten Jahrhundert anzukommen?
    • meine senf 29.08.2017 17:28
      Highlight Highlight Dann sollte man sich halt nicht beschweren, wenn z.B. Erdogan und Saudi-Arabien diesen Job übernehmen.
  • poga 29.08.2017 13:37
    Highlight Highlight Mir fehlt in dieser Diskussion noch eine Partei. Nämlich die Gesellschaft, die sich in aller Deutlichkeit ( Differenzierung beachten) gegen den radikalen Islam ausspricht. Und ja, zu dieser geschlossenen Gesellschaft gehört auch der moderate Islam. Mit einer klareren Haltung der Gesellschaft, glaube ich, könnte man dem radikalen Islam am besten Herr*Frau werden.
    • Balikc 29.08.2017 14:54
      Highlight Highlight Absolut einverstanden. Jedoch gilt es genau diese "klarere Haltung" in der Praxis zu definieren. Der IZRS beispielsweise trichtert seinen Schäfchen gebetsmühlenartig ein, dass sie hier unterdrückt werden und rechtfertigen sich aus dieser Opferrolle heraus.
      So gesehen sind reine Anfeindungen oder Verbote kontraproduktiv und bestätigen die extremistische Sichtweise.
    • poga 29.08.2017 15:23
      Highlight Highlight @Balick ja und nein. Ich gehe davon aus, wenn das Gros einer Gesellschaft eine klare Haltung hat, und die moderaten Muslime da voll mitziehen, der radikale Islam kaum mehr ein Fundament hat, dass er ansprechen kann. Es wird ein paar wenige geben klar. Nur werden die immer wieder sehen, dass sie mit Ihrer Idee alleine stehen. Sie werden es auch viel schwieriger haben neue Leute zu rekrutieren. Eine Ideologie kann sich nicht ausbreiten, wenn sie keinen Platz hat. Das haben die linken gegenüber den Nazis z. B. Versucht. Nur ohne die Gesammtbevölkerung.
    • poga 29.08.2017 15:26
      Highlight Highlight Das Gleiche passiert mit dem radikalen Islam. Wir sind gespalten, wollen den anderen nicht in die Hände spielen, und schaffen so den Platz. Nur sehe ich keine Gruppe in der Schweiz die den radikalen Islam nur irgendwie haben möchte. Es muss aber in die Köpfe der Massen. Und diese muss es richten. Ein Gesetz zum Beispiel kann das nicht.
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