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Des ouvriers, accompagnes de membres du syndicat UNIA, bloquent l'entree poids lourds du chantier de l'Hopital Riviera-Chablais ce mardi, 19 decembre 2017 a Rennaz (VD). 16 travailleurs de l'entreprise Thermex SA et de trois entreprises temporaires sont en greve sur le chantier de l'Hopital Riviera-Chablais. Ils reclament le paiement complet de leurs indemnites de repas, de deplacement et de leurs equipements de securite. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Je tiefer das Thermometer sinkt, desto härter werden die Bedingungen um draussen zu arbeiten. Bild: KEYSTONE

Zu kalt zum Arbeiten: Gewerkschaft fordert Kältefrei

Die sibirische Kälte geht durch Mark und Bein. Dennoch müssen viele Menschen draussen arbeiten. Die Gewerkschaft Unia fordert deshalb konkretere Regelungen: Zum Beispiel «Kältefrei» ab Temperaturen von minus 8 Grad. 



Es ist kalt. Bitterkalt. Die russische Kältepeitsche hat die Schweiz erreicht und sorgt im Flachland für bis zu  minus 10 Grad. Wer kann, reduziert die Aufenthalte im Freien auf ein absolutes Minimum. 

Doch das geht nicht überall. Viele Menschen verrichten ihre Jobs draussen. Wer auf einer Baustelle oder an Verkaufsständen im Freien arbeitet, muss sich derzeit noch wärmer einpacken als sonst. 

90 Minuten draussen, 15 Minuten Pause

Arbeiten bei eisigen Temperaturten ist in einer Verordnung geregelt. Die «Kältearbeit», wie sie vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bezeichnet wird, beginnt bereits bei weniger als 16 Grad. Derzeit befinden wir uns zwischen minus 5 bis minus 18 Grad – dem «kalten Bereich». Dann darf maximal 90 Minuten ohne Unterbruch draussen gearbeitet werden. Danach ist eine Pause von 15 Minuten in einem Raum «mit behaglicher Temperatur» fällig. 

Kältefrei ab -8°C

Leena Schmitter, Mediensprecherin der Gewerkschaft Unia, fordert konkretere und verbindlichere Regelungen. Der Kanton Waadt gehe als gutes Beispiel voran, so Schmitter. Dort müssen Bauarbeiten beendet werden, sobald die gefühlte Temperatur kälter als minus 8 Grad ist. 

«Arbeiten im Freien bei extremer Kälte ist gefährlich und kann schwerwiegende Folgen etwa für die Gesundheit der Bauarbeiter haben», sagt Schmitter. Bei Temperaturen gegen minus 20 Grad, wie sie derzeit herrschen, sei die Arbeit einzustellen. 

Von dieser Forderung hält der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) nicht viel. Gegenüber SRF äusserte sich der SBV kritisch. Starre Regeln würden mehr Bürokratie verursachen, aber nicht mehr Sicherheit bringen. Der SBV will die Entscheidung, ob Arbeiten wegen zu kalten Temperaturen eingestellt werden, den einzelnen Unternehmen überlassen. 

«Belastung für unsere Mitarbeiter»

Auf Anfrage bei der Implenia AG, dem grössten Bauunternehmen der Schweiz, ist man sich der Problematik bewusst. «Tiefe Temperaturen sind eine Belastung für unsere Mitarbeiter auf den Baustellen», erklärt Natascha Mathyl, Communication Manager von Implenia. Deshalb würden vor Ort geeignete Massnahmen getroffen. «Wir stellen für die Pausen geheizte Räume und warme Getränke zur Verfügung», so Mathyl. Wenn es sehr kalt werde, können Mitarbeiter zusätzliche Pausen einlegen.

Einige Arbeiten können laut Mathyl derzeit gar nicht verrichtet werden. «Betonieren ist nur bis minus 5 Grad möglich. Deshalb kann es vorkommen, dass wir bei gewissen Baustellen diese Arbeiten temporär einstellen müssen.» Zum Thema Kältefrei will sich Implenia nicht äussern. 

Die Unia rät den Arbeitern, sich direkt an ihre Chefs zu wenden, wenn sie das Gefühl haben, ihre Gesundheit sei gefährdet. Bei gefährlichen Bedingungen sei der Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet, die Arbeit einzustellen. 

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