Schweiz
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Polizei marschiert in Muttenz auf: Pegida wartet weiter auf erste Demonstration in der Schweiz

Mit einem Grossaufgebot hat die Baselbieter Polizei in Muttenz die geplante Pegida-Demonstration vom Samstag im Keim erstickt. Sie verteidigt den Einsatz.  



Damit hatten die Anhänger von Pegida wohl nicht gerechnet, als sie am Samstag in Muttenz aufmarschierten. Mit einem Grossaufgebot von mehr als zehn Kastenwagen war die Baselbieter Polizei angereist – laut «Regionaljournal Basel» kamen auf einen Demonstranten mehrere Polizisten.

Hohes Gewaltpotenzial

Für die Gesetzeshüter zahlte sich der Einsatz aus: Am Ende führten sie 20 Personen ab – wahrscheinlich aus der links- und rechtsextremen Szene. Sie hatten Böller, Steine, Vermummungsmaterial bei sich und waren aber spätestens um Mitternacht wieder auf freiem Fuss.

Das Areal der ehemaligen Feldreben-Deponie mit dem ehemaligen Lastwagen-Terminal, in Muttenz, am Dienstag, 17. Mai 2016. In Muttenz orientiert heute das Staatssekretariat fuer Migration (SEM) und der Kanton Baselland ueber das geplante Bundesasylzentrum Feldreben, welches mit 500 Plaetzen fuer Asylsuchende auf diesem Areal entstehen soll. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Die ehemalige Deponie in Muttenz soll zum Flüchtlingszentrum werden.
Bild: KEYSTONE

Der Sprecher der Baselbieter Polizei, Meinrad Stöcklin, verteidigt gegenüber dem «Regionaljournal Basel» den Grosseinsatz: «Wir mussten von einem hohen Gewaltpotential ausgehen. Es ist uns gelungen, Ausschreitungen zu verhindern».

Aufruf über Facebook

Ein Bewilligungsgesuch für die Demonstration war nicht eingereicht worden. Die Polizei hatte aber im Vorfeld Wind davon bekommen, dass eine «Demonstration zwischen Exponenten der linken und der rechten Szene» geplant war, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Die Pegida Dreiländereck hatte Tage zuvor auf ihrer Facebook-Seite ihre Mitglieder zur Demonstration aufgerufen. Ziel war es laut eigenen Angaben, gegen das geplante Bundesasylzentrum in Muttenz zu protestieren.

Der geplante Aufmarsch rief Gegenreaktionen hervor. Auf Facebook hatte unter anderem die Revolutionäre Jugend Zürich (RJZ) dazu aufgefordert, am Samstagabend in Muttenz auf die Strasse zu gehen. Sie wollte gemäss eigenen Angaben einer Pegida-Demonstration entgegentreten, die am selben Abend hätte stattfinden sollen. (rwy/sda)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andersen 20.06.2016 12:05
    Highlight Highlight Heute ist der internationale Flüchtlinge-Tag.
    Es war immer unser Aufgabe, die Menschen zu helfen, die von ein Fegefeuer und Folter geflohen sind.
  • andersen 20.06.2016 09:33
    Highlight Highlight Wer aktiv Stimmung gegen Flüchtlinge macht, fordert der Faschismus.
    Es ist gut, wenn die Schweizer Behörden dieser Wasser abstellt.
  • Flunderchen 20.06.2016 09:29
    Highlight Highlight Verstehe ja, dass sie gegen diese unausstehliche Flüchtlingspolitik sind, aber ich muss sagen, wer Steine und Waffen dabei hat, will nur Ärger machen und nicht für etwas einstehen. Daher bin ich doch über die Aktion der Polizei froh. Demonstrieren ja, aber ganz sicher nicht mit Waffen und dergleichen.

    Heutzutage nutzen die Leute die Demonstrationen ja nur noch, um zu randalieren.
  • Don Alejandro 20.06.2016 07:21
    Highlight Highlight Ich finde die Pegida unausstehlich. Dennoch entspricht es nicht demokratischen Verhältnissen eine Kundgebung hauptsächlich aus politischen Gründen zu verhindern. Sie sollen sich mit ihrer kruden Ideologie selbst entlarven.
    • Fumo 20.06.2016 08:32
      Highlight Highlight "Dennoch entspricht es nicht demokratischen Verhältnissen eine Kundgebung hauptsächlich aus politischen Gründen zu verhindern."

      Wenn du eine Demo nicht ankündigst und bewilligen lässt, darfst du auch nicht für Menschenrechte demonstrieren gehen. Es geht also, in diesem Fall, nicht um die message sondern und die fehlende Organisation.
      Kündigt man dagegen eine Kommunistische Demo an und bekommt sie bewilligt, DANN wird erst aus politischen Gründen verhindert ;)
    • Madison Pierce 20.06.2016 09:03
      Highlight Highlight Völlig richtig: wer zu blöd/faul ist, eine Demo anzumelden, führt keine Demo durch.

      Es stösst nur etwas sauer auf, dass in Zürich schon so manche unbewilligte Demo toleriert wurde, nur weil sie von den "richtigen" Leuten kam. Aber da können die Muttenzer nichts dafür, die haben korrekt gehandelt.
  • Pana 20.06.2016 05:57
    Highlight Highlight "Wir werden sakandierend durchs Dorf spatzieren."

    Die sollten doch froh sein um die Deutsch-Kurse beim neuen Asylzentrum.
    • John M 20.06.2016 08:14
      Highlight Highlight Dieses Angebot sollten die Gegendemonstranten auch nutzen

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