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Trotz Angriffen: Zürcher Polizisten wollen keine Bodycams



Nach den gewalttätigen Angriffen auf Einsatzkräfte der Polizei und Sanität hat die Stadtzürcher Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) angekündigt, so rasch wie möglich Bodycams anzuschaffen. Gemäss einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) stösst das Vorhaben aber auf breite Ablehnung, wie der Blick berichtet.

Polizistin Vetsch posiert an der Medienkonferenz ueber die Ergebnisse des Projekts

So sehen die Bodycams aus.  Bild: KEYSTONE

42 Prozent der befragten Beamten lehnen den Einsatz der Kameras generell ab und ganze 58 Prozent befürchten, dass die Aufnahmen zum eigenen Nachteil verwendet werden könnten. Max Hofmann, Generalsekretär des Verbandes Schweizerischer Polizeibeamter (VSPB), spricht sogar von einer Bevormundung: «So etwas darf nicht einfach von Politikern von oben herab bestimmt werden. Die Basis muss miteinbezogen werden. Wir als Verband sind im Moment noch gegen Bodycams.»

Zudem ist nicht bekannt, ob die Bodycams überhaupt etwas bringen – zumindest kommt die besagte Studie zu keinem Ergebnis. Trotzdem will der Polizeiverband die Bestrebungen von Karin Rykart nicht voreilig verurteilen. «Wir sind gerne bereit, unsere Position anzupassen, falls unsere Kollegen den Einsatz als erfolgreich einstufen», zitiert der Blick Hofmann.

Bevor Einsatzkräfte überhaupt mit einer Bodycam ausgestattet werden können, muss Karin Rykart im Stadtparlament die Mehrheit für sich gewinnen. (vom)

Polizei und Rettungskräfte angegriffen

Video: srf

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