Schweiz
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Mosa Meat Kultiviertes Fleisch Burger aus dem Labor

Für diesen Hamburger der Firma Mosa Meat musste kein Tier sterben. Bild: Mosa Meat

Zwei Forscherinnen erklären: Darum wird sich Laborfleisch durchsetzen

Stimmen der Preis und das Marketing, könnte In-Vitro-Fleisch dem herkömmlichen den Rang ablaufen. Allerdings lauern auch zahlreiche Fallstricke auf dem Weg dahin.



Zwei Forscherinnen, eine Frage: Wird es in Zukunft normal sein, beim Zmittag in einen Burger zu beissen, für den nie ein Tier sterben musste?

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Video: srf

Ja, sagt Christine Schäfer, die am Gottlieb Duttweiler Institut zu Food-Themen forscht. Die Vorteile punkto Tierwohl und Umweltbelastung lägen auf der Hand. «Gut möglich, dass unsere Enkel dereinst fragen werden: ‹Habt ihr wirklich einmal Tiere getötet, um ihr Fleisch zu essen?›»

Ja, meint auch die Psychologin Bernadette Sütterlin, die an der ETH am Institut für Umweltentscheidungen das Verhalten von Konsumenten untersucht und gerade mehrere Studien zur Akzeptanz von Laborfleisch durchgeführt hat. «Allerdings werden sich die Konsumenten nicht von heute auf morgen an den Gedanken gewöhnen, In-Vitro-Fleisch zu essen.» Die beiden Expertinnen identifizieren folgende Knackpunkte:

Knackpunkt 1: Die Akzeptanz

In insgesamt vier Studien haben Bernadette Sütterlin und ihr Team an der ETH untersucht, wie Konsumenten auf Fleisch reagieren, das im Labor aus tierischen Zellen hergestellt wurde. Es zeigte sich: Bisher hält sich die Euphorie in engen Grenzen.

«Die Natürlichkeit von Lebensmitteln hat für die Menschen einen sehr hohen Stellenwert.»

Bernadette Sütterlin, Konsumforscherin an der ETH

So ist die Bereitschaft, konventionell produziertes Fleisch zu essen rund doppelt so hoch wie jene, In-Vitro-Fleisch zu konsumieren. Bio-Fleisch schlägt die Kunst-Variante gar um Faktor drei. «Die Natürlichkeit von Lebensmitteln hat für die Menschen einen sehr hohen Stellenwert», bilanziert Sütterlin, «und In-Vitro-Fleisch wird alles andere als natürlich wahrgenommen».

Obwohl die Studienteilnehmer explizit darauf hingewiesen wurden, dass das Fleisch aus dem Labor umwelt- und tierfreundlicher ist als jenes aus dem Stall, war die Akzeptanz von letzterem höher. Paradox: Die Erwähnung von Laborfleisch führte sogar dazu, dass die Sympathiepunkte für herkömmliches Fleisch in die Höhe schossen. 

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Die Psychologin Bernadette Sütterlin untersucht am Institut für Umweltentscheidungen der ETH das Verhalten von Konsumenten.  bild: zvg

Knackpunkt 2: Das Marketing

Trotzdem geht Sütterlin wie Schäfer davon aus, dass sich In-Vitro-Fleisch über kurz oder lang durchsetzen wird – und zwar bei einer Mehrheit der Bevölkerung. «Schliesslich geht der Trend seit mehreren Jahren hin zu einer bewussten, ökologischen und tierfreundlichen Ernährung.»

Die Ergebnisse der ETH-Studien lassen darauf schliessen, dass die Haltung der Konsumenten nicht in Stein gemeisselt ist. «Je nachdem, wie die Informationen zu In-Vitro-Fleisch den Befragten kommuniziert wurden, waren sie offener oder weniger offen gegenüber Laborfleisch.»

Sütterlin folgert daraus, dass die Marketingstrategie der Hersteller zentral sein wird. «Der Fokus muss auf dem authentischen Geschmack und Geruch sowie den positiven Auswirkungen für Tier und Umwelt liegen – eine detaillierte Thematisierung der Produktionsprozesse ist hingegen kontraproduktiv.» Was künstlich anmute, werde abgelehnt und mit höheren Risiken in Verbindung gebracht. «Das zeigt das Beispiel der Gentechnologie exemplarisch.»

Auch Schäfer streicht die Wichtigkeit der Kommunikation heraus. Geistern Begriffe wie «Frankenstein-Schnitzel» durch die Medien, verdirbt dies so manchem Gourmet den Appetit. Die Hersteller versuchen Gegensteuer zu geben, indem sie auf den Begriff des «Clean Meat» setzen, der zum Zeitgeist passt und positiv besetzt ist. 

Knackpunkt 3: Der Preis

Ob Laborfleisch zum Kassenschlager wird oder eher ein Nischenprodukt bleibt, dürfte nach Schäfers Einschätzung entscheidend vom Preis abhängen. «Solange gezüchtetes Fleisch teurer ist als solches aus herkömmlicher Produktion, wird es primär eine Kundschaft ansprechen, die für Fragen des Tierwohls und der Ökologie sensibilisiert ist.»

«Fleisch, für das Tiere sterben mussten, wäre in dem Fall kaum mehr zu rechtfertigen.»

Christine Forscher, Trendforscherin am GDI

Kehrt das Verhältnis – und dies hält die GDI-Expertin im Fall einer Massenproduktion durchaus für denkbar – stehe einem Siegeszug des Laborfleischs wenig im Weg. «Fleisch, für das Tiere sterben mussten, wäre in dem Fall kaum mehr zu rechtfertigen», glaubt Schäfer.

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Christine Schäfer ist Researcher am GDI Gottlieb Duttweiler Institut mit den Schwerpunkten Food, Konsum und Handel. bild: zvg

Knackpunkt 4: Die Vegis

Interessant wird sein, wie die Vegetarier und Veganer auf das Angebot ansprechen. Wer das Schlachten von Tieren ablehnt, kann theoretisch guten Gewissens in einen Labor-Burger beissen. «Gut denkbar, dass eine Bewegung von Clean-Meat-Vegetariern entsteht, die gegenüber dieser Art von Fleisch offen sind», so Schäfer.

Aktuell tüftelt die Forschung auch an Produkten aus pflanzlichem Protein, die exakt wie Fleisch schmecken und riechen sollen. Aus heutiger Sicht sei es schwierig abzuschätzen, welche der beiden Varianten langfristig die grösseren Erfolgschancen hat, meint Schäfer. «Warten wir doch einmal ab, bis die Produkte tatsächlich in den Regalen liegen und die Konsumenten die Gelegenheit erhalten, sie zu probieren.»

Das holländische Start-up Mosa Meat, an dem sich die Coop-Tochter Bell finanziell beteiligt, will sein Laborfleisch in den nächsten drei Jahren zur Marktreife bringen. Bis zur Markteinführung in der Schweiz dürfte es laut einem Bell-Sprecher aber noch «einen Moment länger dauern».

Ihr wollt echtes Fleisch? Schaut unserem «Food Expert» Baroni beim Wursten zu!

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Video: watson/Oliver Baroni, Emily Engkent

14 Hamburger-Variationen, die du probieren MUSST

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85
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    Alle Leser-Kommentare
  • cleanmeat 18.07.2018 22:03
    Highlight Highlight Das Thema wird in Zukunft weniger durch unsere hier breit geäusserten Konsumbedürfnisse bestimmt als durch den enormen Verschleiss unserer Resourcen bei der Fleischproduktion. Paul Shapiro hat im Buch "clean meat" die Auswirkungen des Fleischkonsums auf unsere Umwelt aufgeführt und die Entwicklung der Firmen im Bereich "clean meat" und "fish wothout fish" verfolgt. Firmen welche in diesem Bereich arbeiten, findest Du unter Ibioindex dot com.
  • Kampfschnitzel 18.07.2018 21:56
    Highlight Highlight Hmm... kann dieses Laborfleisch eventuell einen Beitrag leisten, im Falle einer längeren Belagerung durch die niederträchtige EU, das tapfer kämpfende Schweizer Volk autark (ohne importierte Futtermittel) zu erähren bis der Endsieg errungen ist? :D
  • Quacksalber 18.07.2018 17:00
    Highlight Highlight Wer garantiert denn, dass die Zellen nicht auch leiden? Nur weil sie nicht schreien können?
    • Liselote Meier 18.07.2018 17:30
      Highlight Highlight Jeder der schon mal was von einem Nervensystem gehört hat.

    • PC Principal 18.07.2018 17:49
      Highlight Highlight Kein Nervensystem - Keine Schmerzen
    • Paddiesli 18.07.2018 18:07
      Highlight Highlight Dann müsste dein Körper ständig schreien, denn es sterben ständig Zellen und werden gekillt. Muskelzellen haben weder Nerven noch Gehirn, um Schmerzen interpretieren zu können.
      Du müsstest fragen:
      Hat die Zelle vielleicht ein Bewusstsein, das leiden muss? 😏
  • Fastlane 18.07.2018 10:43
    Highlight Highlight Natürlich wird sich dieses Laborfleisch nicht durchsetzen. Diese beiden jungen Damen können das auch kaum beurteilen.
    Ich will echtes Fleisch von Tieren, keine Zellhaufen aus dem Labor.
    Dieser Trend zum ökologischen und zum Tierwohl ist lediglich ein Trend. Das wird sich wieder ändern und die Menschen werden billiges Fleisch wieder schätzen. Braucht nur eine wirtschaftliche Krise...
    • Valon Behrami 18.07.2018 11:43
      Highlight Highlight Hoffentlich nicht. Hast du nicht mehr Argumente? Und wieso sollen das die zwei Frauen nicht einschätzen können?
  • Der Tom 18.07.2018 10:21
    Highlight Highlight Das Klima verändert sich ohne, dass jemand gefragt wird. Es gibt nichts zum diskutieren. Gesünder, viel besser für die Umwelt, viel weniger gequälte Tiere. Also muss es sofort mit allen Mitteln gefördert werden. Wenn es nur noch das gibt und es günstiger ist wird es gekauft. Das ist jetzt aber wirklich SEHR einfach liebe Wissenschaftler und Politiker.
    • Valon Behrami 18.07.2018 11:44
      Highlight Highlight Ui. Zum Glück bist du kein Tier. Empathie?
    • Der Tom 18.07.2018 12:55
      Highlight Highlight @Datsyuk Was aus meinem Text wäre denn schlimm für mich wenn ich ein Tier wäre?
    • Valon Behrami 18.07.2018 17:08
      Highlight Highlight Die Ausbeutung der Tiere durch Menschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Capoditutticapi 18.07.2018 09:27
    Highlight Highlight Sollte man da nicht Ökonomen fragen?
  • Turi 18.07.2018 09:19
    Highlight Highlight Ich vermisse die Frage, ob diese beiden Frauen von diesem Fleisch selbst auch essen würden. Oder ob das bloss für 'die Anderen' gedacht ist, wie immer.
  • frau_kanone 18.07.2018 08:52
    Highlight Highlight Wird wahrscheinlich möglich sein, das Fleisch mit Vitaminen etc. zu versetzen? Könnte man dann als das neue "Superfood" vermarkten und die meisten werden sich dann daraufstürzen ohne viele Fragen über die Produktion / Herkunft / Öko-Bilanz zu stellen. Voilà: Keine Knackpunkte mehr.
  • Waldorf 18.07.2018 08:29
    Highlight Highlight "Obwohl die Studienteilnehmer explizit darauf hingewiesen wurden, dass das Fleisch aus dem Labor umwelt- und tierfreundlicher ist als jenes aus dem Stall, war die Akzeptanz von letzterem höher."

    Achtung! Eindeutige Anzeichen von Intelligenz!
  • PostFinance-Arena 18.07.2018 08:14
    Highlight Highlight Spannend würde auch sein, wie sich die Anzahl Rinder, Schweine, etc. entwickeln würde.

    Ich gehe mal davon aus, dass diese Bestände drastisch sinken werden, da es sich für niemanden mehr lohnt, solche Tiere zu halten und zu pflegen...
    • grünezecke #fcksvpafd 18.07.2018 10:26
      Highlight Highlight Logisch ist die folge von weniger fleischkonsum der rückgang der zuchttiere, was auch gut ist! Ein kurzes leben in massentierhaltung, im stall auf engstem raum ist nicht lebenswert. Die tiere würden gar nicht erst geboren. Scheissargument von fleischessern kontra vegis etc
    • lolamanson 18.07.2018 13:34
      Highlight Highlight @grünezecke: wahre worte! die tiere, welche dann übrig bleiben, können so auch in ihrem natürlichen lebensraum auf den wiesen gras fressen - dient den bauern ja auch.
  • Mangi 18.07.2018 07:56
    Highlight Highlight Ich bin gelernter Metzger, soeben habe ich mich gekrümmt vor lachen, ob diesem Blödsinn
    • Bits_and_More 18.07.2018 09:41
      Highlight Highlight Sagten auch die Kutscher als sie das erste Auto gesehen haben ;)
    • Valon Behrami 18.07.2018 11:28
      Highlight Highlight Krümmst du dich auch vor lachen beim Metzgen?
    • Keller101 18.07.2018 13:32
      Highlight Highlight Tja Mangi, das spricht nicht für Dich!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saraina 18.07.2018 07:52
    Highlight Highlight Wieso sollte überhaupt jemand Tiere wie Rinder, Hühner oder Schafe halten, wenn er sie bloss füttern muss, aber nicht verwerten kann? Was geschieht mit den Kälbern, die notwendigerweise für die Milch geboren werden? Wer, wenn nicht Kühe und Schafe beweidet die Alpen?
    • Waldorf 18.07.2018 08:36
      Highlight Highlight a) Gegenfrage: wieso muss man generell überhaupt Tiere halten?
      b) Gegenfrage: wieso muss man notwendigerweise Muttermilch von einer Kuh trinken wenn man kein Kalb ist?
      c) Niemand. Oder eben: Kühe und Schafe. Einfach so. Ohne sie "verwerten" zu müssen!
    • Valon Behrami 18.07.2018 11:27
      Highlight Highlight Notwendigerweise für die Milch geboren? Dann das eben auch lassen.
    • Saraina 18.07.2018 12:52
      Highlight Highlight Waldorf, wieso hält sich denn jemand Kühe und schafe? Das ist ja nicht gerade ein billiger Spass. Zudem brauchen die Tiere mit steigendem Alter mehr Besuche vom Tierarzt. Tiere bekommen ja auch Altersbeschwerden.

      Ich möchte nicht provozieren, es ist eine ernstgemeinte Frage. Persönlich bin ich der Meinung, dass man idealerweise das Tier kannte, fas man isst, um sicherzustellen dass die Lebensbedingungen und das Schlachten kein unnötiges Leid verursachen, und um das Fleisch, die Milch, die Eier wertschätzen zu können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mr. Spock 18.07.2018 07:44
    Highlight Highlight Mich würde interessieren wie es mit der Verwertung im Körper aussieht. Das syntetische/künstliche Nährstoffe weniger gut vom Körper verwertet werden können ist ja bekannt. Denke ein wesentlicher Faktorvneben den vorgenannten dürfte die Gesundheit spielen. Ohne Langzeitstudien sollte so ein Produkt nicht auf den Markt kommen!
    • Triumvir 18.07.2018 08:34
      Highlight Highlight Wer rotes Fleisch isst, setzt sich regelmässig freiwillig - ob bewusst oder unterbewusst - einem Krebsrisiko aus. Also dürfte das künstlich hergestellte Fleisch er das kleinere Risiko sein...
    • Doradal 18.07.2018 09:00
      Highlight Highlight Das Produkt ist Fleisch, das ist ja das revolutionäre daran. Du isst keine künstlichen Zusatzstoffe wie z.b. wenn du prozessiertes Fleisch (Cervelat, Fleischkäse, ...) isst. Deinem Körper ist es egal ob das Fleisch von einer Kuh abgeschnitten wurde oder aus einer Glasschale gekratzt wurde.
    • Slavoj Žižek 18.07.2018 09:54
      Highlight Highlight Das ist zuerst noch zu beweisen Doradal, aber es ist nett von dir das du dich als Laborratte zur Verfügung stellst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scheller 18.07.2018 07:42
    Highlight Highlight Und wozu werden dann die Tiere gehalten, wenn das Fleisch aus dem Labor kommt?
    • Waldorf 18.07.2018 08:36
      Highlight Highlight Man muss keine Tiere halten. Was wäre dann noch der Grund?
    • Scheller 18.07.2018 10:08
      Highlight Highlight Woher nimmst du dann die Milch? Auch aus dem Labor? Die Wiesen mähst du mit dem Traktor, damit noch mehr Schadstoffe ausgestossen werden?
    • Oh Dae-su 18.07.2018 11:12
      Highlight Highlight Was sind das für Argumente? Spricht doch nichts dagegen weiterhin Milchvieh zu halten und dies dann auch zu schlachten. Redet ja auch niemand davon, dass man herkömmliches Fleisch verbieten will. Milch kann man zudem auch relativ einfach ersetzen.
      Zudem wäre das eine riesige Chance auf den frei werdenden Flächen wirklich ökologisch wertvolle Wiesen einzurichten. Die Schweiz könnte etwas von ihrer Natürlichkeit zurückgewinnen. Der Traktor um die Wiese zu mähen, kommt übrigens so oder so zum Einsatz auch mit Viehhaltung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gornakosh 18.07.2018 07:34
    Highlight Highlight Das grösste Problem an dem Ganzen wird sein die Textur des Fleisches hin zu bekommen. Im Moment würde ich sagen das einzige, was sinnvoll hergestellt werden kann ist Hackfleisch und an Ressourcen dafür mangelt es nicht. Wichtig wäre es die guten Fleischstücke künstlich her zu stellen wie ein Filet, das jedoch geht nicht so einfach wie einen Zellhaufen wachsen zu lassen, denn hier spielt die Textur des Fleisches und der spezifische Geschmack je nach Tier eine grosse Rolle. Das Leben lang nur noch Hackfleisch zu essen ist keine Option für mich, auch wenn dafür Tiere sterben müssen.
  • brudi 18.07.2018 07:34
    Highlight Highlight Liebe Leute. Esst doch einfach weniger Fleisch, oder besser, lasst es ganz bleiben falls ihr ein schlechtes Gewissen habt und umweltfreundlich bleiben wollt. Bei mir funktioniert der vegetarische Lebensstil seit ich 16 Jahre alt bin. Das ist nun mein halbes Leben. Ihr müsst bedenken , dass dieses künstliche Fleisch immer aussehen wird wie gehacktes. Ein Steak oder rippchen werden nie einfach wachsen. Gönnt euch was gesundes und probiert die vielen alternativen
    • DieRoseInDerHose 18.07.2018 08:59
      Highlight Highlight Vergiss es, Menschen sind lieber ignorant und verdrängen alles. Hauptsache sie können genüsslich in ihren Burger beissen. Was davor mit den Tieren und danach mit der Umwelt passiert wird gekonnt ausgeblendet.
    • brudi 18.07.2018 10:33
      Highlight Highlight So viele Blitze ?! Ich missioniere nicht den Vegetarismus, sondern bitte euch nur mit Vernunft Fleisch zu konsumieren. Und probiert dich nebst dem saftigen Steak mal wieder auch die weniger beliebten Stücke zu verwerten.
    • lolamanson 18.07.2018 13:44
      Highlight Highlight brudi, das sind nur die üblichen bünzli-ignoranten :)
  • pontifex_maximus 18.07.2018 07:24
    Highlight Highlight Dann lieber kein Fleisch.
  • Ville_16 18.07.2018 07:20
    Highlight Highlight Ich für mich finde schon Analogkäse und diesen Patchworkschinken gruuusig. Leider merken viel schon heute keinen Unterschied mehr.
    • Doradal 18.07.2018 09:02
      Highlight Highlight Das ist etwas anderes aber wenn mans nicht verstehen will...
    • Ville_16 18.07.2018 09:33
      Highlight Highlight Ich verstehe sehr wohl, nicht nur Sie @Dordal. Nur ich steh einfach nicht drauf und kann mir auch richtige Lebensmittel leisten.
  • Hades69 18.07.2018 07:19
    Highlight Highlight Irgendwie ist mir das alles recht gruselig. Der Trend zeigt eindeutig Richtung Natuerlichkeit und Home-Gardening, irgendwie ein krampfhafter Versuch die Leute doch noch auf den kuenstlichen Pfad zu bringen.
    • Oh Dae-su 18.07.2018 11:25
      Highlight Highlight Natürlichkeit und Home-Gardening ernähren leider keine 9 Milliarden Menschen. Ob man das gut findet oder nicht, aber künstlich hergestellte Lebensmittel werden in Zukunft wohl eine wichtige Rolle bei der Ernährung der Weltbevölkerung spielen.
    • Hades69 18.07.2018 11:43
      Highlight Highlight LOL

      Wiefiele Lebensmittel werden pro Tag weggeschmissen? Wir koennten die Erde 3mal ernaehren, Marktwirtschaft und Wegwerfgesellschaft sei Dank.
  • Theor 18.07.2018 07:17
    Highlight Highlight Aber dass das meiste Gemüse und Obst das wir essen, zuerst durch Kreuzungen im Labor gezüchtet wurden, daran scheint bei diesem "Natürlichkeitstrend" wiedermal kein 0815 Bürger zu denken.
    • Waldorf 18.07.2018 08:41
      Highlight Highlight Nicht unbdeingt im Labor. Die allermeisten natürlichen Lebensmittel wie Getreide oder Gemüse sind schon vor hunderten von Jahren so gezüchtet worden. Man stelle sich vor wie unter anderem Mais ursprünglich mal ausgesehen hat. Oder Brokkoli.
    • Hades69 18.07.2018 08:57
      Highlight Highlight Uebertreib mal nicht, Kreuzungen z. B. bei Obstbaeumen ist schon uralt uns sonst hat man als Konsument immer noch die Wahl ins Reformhaus zu gehen.
      Weil Natuerlichkeit ist unsere Essenz.
    • Die Redaktion 18.07.2018 09:06
      Highlight Highlight @Theor

      ProSpecieRara gibt Ihnen bestimmt gerne Auskunft, welche Sorten nicht von einem Pharmamulti entwickelt und patentiert wurden.

      https://www.prospecierara.ch/de/home
  • bokl 18.07.2018 07:15
    Highlight Highlight Eine grosse Chance bietet sich auch in der dritten Welt. Dort können Millionen aus der Armut aufsteigen und erlangen langsam Wohlstand. Für viele ist Fleisch ein Zeichen von Wohlstand. Die muss man abholen und von Anfang an InVitro-Fleisch gewöhnen. Dann braucht es gar kein Umgewöhnen mehr.
    • Saraina 18.07.2018 13:01
      Highlight Highlight Wiesoerlangen Arme in der dritten Welt Wohlstand, nur weil sie Fleisch aus dem Labor konsumieren können? Wären Arbeitsplätze nicht besser geeignet? Und wollen die Herrschenden dort mehr Leute mit Wohlstand und Selbstbewusstsein?
  • Paddiesli 18.07.2018 07:14
    Highlight Highlight Wer Replay hat soll sich doch bitte, die gestrigen Dokus im arte Thema-Abend zu Fleisch und aktuelle Studien über Glyphosate zu Herzen nehmen. Da wird's einem mehr als mulmig.
    Bei allen darin aufgeführten Problemen könnte in-Vitro-Fleisch Abhilfe schaffen.
    • Saraina 18.07.2018 13:02
      Highlight Highlight Da fände ich das Verbieten von Glyphosaten und anderen, zum Ackerbau verwendeten Giften sinnvoller. Bald diskutieren wir über Gewässerschutz...
    • Paddiesli 18.07.2018 14:05
      Highlight Highlight @ Saraina:
      bei Fleisch aus dem Labor würden gar keine Glyphosate mehr benötigt und auch kein Gen-Soja.
      Ich frag mich, was die USA und Südamerika machen werden, wenn ihre Einnahmequelle versiegt.
  • FabianK 18.07.2018 07:11
    Highlight Highlight Knackpunkt 1 zeigt wieder mal: Die Menschen sind dumm!
  • hienli 18.07.2018 07:07
    Highlight Highlight Jösses, was mache mr denn mit all dene Tierli? ..werde jo wohl nid eifach weniger werde.. 🤪😂
    • who cares? 18.07.2018 10:08
      Highlight Highlight Die meisten Masttieren haben einen Lebenszyklus von unter einem Jahr. Ein Schwein wird innerhalb eines halben Jahres geboren und geschlachtet. Die Tierli veschwinden also allgemein nach ziemlich kurzer Zeit. Der Grund, warum es trotzdem so viele hat, ist weil weiter neue "produziert" werden.
  • Telomerase 18.07.2018 07:02
    Highlight Highlight Wichtigster Knackpunkt: wo kommt das Nährmedium für die Fleischzellen her und wie wird es hergestellt? Damit die Zellen überhaupt wachsen können, benötigen sie auch Nährstoffe. Für Experimente im Labor bestehen diese Nährmedien oft aus Schlachtabfällen (z.B. Brain Heart Infusion Broth). Für die Lebensmittelherstellung müssten die Nährmedien vegan und höchstgradig umweltfreundlich sein, sonst macht das ganze keinen Sinn. Leider liest man kaum was darüber.
    • Z Läbe (fasch) im Griff 18.07.2018 07:45
      Highlight Highlight Weisst du ob Laborfleisch dann b12 enthält?
    • Die Redaktion 18.07.2018 09:21
      Highlight Highlight @Gurkentruppenchefin

      Vitamin B12 wird ausschliesslich durch Mikroorganismen erzeugt und ist in Laborfleisch nur dann enthalten wenn man es hinzufügt, oder das Fleich über einen Maggen verfügt.

      PS Es ist ein Abfallprodukt bei der Herstellung gewisser Antibiotika und wird künstlich eigentlich auf die selbe Art erzeugt wie in der Natur.
    • Bits_and_More 18.07.2018 09:46
      Highlight Highlight Häufig werden Nährmedium nicht aus Schlachtabfällen, sonder aus Kälberembrionen gewonnen. Dabei werden tragende Kühe geschlachtet und der Fötus verwertet.
      Gemäss zdf wird dies beim genannten Fleisch aktuell so gemacht.
      https://www.zdf.de/nachrichten/heute/fleisch-aus-dem-labor-neuer-fleischatlas-liegt-vor-100.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rumbel the Sumbel 18.07.2018 06:37
    Highlight Highlight Künstliche Intelligenz, Laborfleisch usw. Kriege reichen wohl nicht aus, dass sich der Mensch selber vernichten will.
    • caoimhin22 18.07.2018 07:12
      Highlight Highlight Als Fortschrittsverweigerer dürfen sie gerne ihren Computer, ihr Handy, moderne Medizin und jegliche Fortbewegungsmittel die nicht ihre Füsse sind bei der nächsten Sammelstelle abgeben.
    • nödganz.klar #161 18.07.2018 07:18
      Highlight Highlight Stimmt, das künstliche Fleisch wird mithilfe von künstlicher Intelligenz die Weltherrschaft an sich reissen!1!11!!!1
    • G. Schmidt 18.07.2018 07:56
      Highlight Highlight Und vor Hundert Jahren war es noch die böse Elektrizität...
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Jetzt wird das Laborfleisch dem Bundesrat aufgetischt

Der Bund soll in Zukunft Fleisch aus dem Labor fördern. Das fordert eine im Parlament eingereichte Petition. Das Anliegen wird von den Parlamentariern kritisch beäugt.

Fleisch essen, ohne dass ein Tier dafür gelitten hat? Das könnte in Zukunft möglich sein – mithilfe von Laborfleisch. Dazu entnehmen Forscher Rindern, Enten oder Hühnern Stammzellen. Aus den Zellen wird in einer Nährlösung künstliches Muskel- und Fleischgewerbe gezüchtet. Nach vier bis sechs Wochen kann das künstliche Fleisch «geerntet» werden. 

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