Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIVBILD – ZUR MEDIENKONFERENZ DER SANTESUISSE «PRAEMIENANSTIEG UND ENTWICKLUNG DER GESUNDHEITSKOSTEN» AM DIENSTAG, 26. SEPTEMBER 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Versicherungskarten verschiedener Krankenkassen, aufgenommen am 5. Juni 2009 in Zuerich, Schweiz. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Versicherten müssen nächstes Jahr tiefer in die Taschen greifen. Bild: KEYSTONE

Krankenkassenprämien steigen 2018 durchschnittlich um 4,0 Prozent



Die Krankenkassenprämien für Erwachsene steigen 2018 um durchschnittlich 4,0 Prozent. Noch stärker ist der Anstieg bei den Prämien für Kinder und junge Erwachsene. Besonders hart trifft die Prämienerhöhung nächstes Jahr die Bewohner von vier Westschweizer Kantonen.

Die durchschnittliche Erhöhung von 4,0 Prozent gilt für die Standardprämie, das heisst für die obligatorische Krankenpflegeversicherung einer erwachsenen Person mit 300 Franken Franchise und Unfalldeckung. Der Prämienanstieg betrug im Durchschnitt der letzten zehn Jahre 3,7 Prozent, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mitteilte.

Seit der Einführung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) im Jahr 1996 musste durchschnittlich jedes Jahr ein Anstieg von 4,6 Prozent in Kauf genommen werden. Für das laufende Jahr verteuerten sich die Prämien um 4,5 Prozent. Bei den Prämien 2015 und 2016 hatte der Anstieg wie für nächstes Jahr 4,0 Prozent betragen.

Prämien für Kinder steigen überdurchschnittlich

Mit 5,0 Prozent steigen die Prämien für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren überdurchschnittlich. Schon letztes Jahr waren die Kinderprämien stärker angehoben worden, als jene der Erwachsenen.

Die stärkere Erhöhung der Kinderprämien ist eine Folge davon, dass die Prämien in den letzten Jahren die Kosten nicht mehr zu decken vermochten. Junge Erwachsene im Alter zwischen 19 und 25 Jahren müssen 2018 mit einer durchschnittlich um 4,4 Prozent höheren Prämie rechnen.

Vier Romandie-Kantone stark betroffen

Die Erhöhung der Erwachsenen-Prämien variiert je nach Kanton zwischen 1,6 und 6,4 Prozent. Besonders hart trifft es die Prämienzahler in der Romandie. Die Westschweizer Kantone Waadt (6,4), Wallis (5,9), Neuenburg (5,4) und Genf (5,4) sind Spitzenreiter, was die Erhöhung betrifft.

Am geringsten ist der durchschnittliche Prämienanstieg in den Kantonen Schwyz (1,6), Uri (1,8), Appenzell Innerrhoden, Glarus und Nidwalden (je 1,9).

Reserven auffüllen und Prämien kostendeckend gestalten

Die Standardprämie steigt gemäss BAG-Angaben etwas stärker als der erwartete Kostenanstieg für das kommende Jahr. Dies hat zwei Gründe. Bei einigen Versicherern waren die Reserven unter das vorgeschriebene Minimum gesunken. Mit einem Teil der diesjährigen Prämienerhöhung werden die Reserven wieder aufgebaut.

Bei anderen Versicherern besteht ein Aufholbedarf bei den Prämien, damit diese wieder kostendeckend sind. Die Auswirkungen dieser beiden Effekte auf die Prämien sind je nach Krankenversicherer und Kanton unterschiedlich und betragen durchschnittlich rund ein Prozent.

Massnahmen gegen Kostenentwicklung

Die Kosten im Gesundheitswesen nehmen aufgrund der demographischen Entwicklung, des medizinisch-technischen Fortschritts sowie des Mengenwachstums zu. Das zuständige Eidgenössische Departement des Innern (EDI) habe Massnahmen eingeleitet, um den Anstieg der Gesundheitskosten um mehrere hundert Millionen Franken pro Jahr zu reduzieren, teilte das BAG weiter mit.

Eine dieser Massnahmen betrifft die vom Bundesrat per 1. Januar 2018 beschlossene Anpassung des Ärztetarifs Tarmed, die Einsparungen von 470 Millionen Franken bringen soll. Die Versicherer haben diese Tarifanpassungen bei der Berechnung der Prämien 2018 berücksichtigt.

Damit die Sparmassnahmen nicht mit einer Mengenausweitung kompensiert werden, will das BAG die Wirkung der Anpassungen gemeinsam mit den Leistungserbringern und den Krankenversicherern in einem Monitoring beobachten.

Umsetzung laut Kommission nicht möglich

Die für die Umsetzung von Versicherern gebildete Medizinaltarif-Kommission (MTK) zweifelt allerdings daran, dass die neue Tarifstruktur auf Anfang 2018 in Kraft gesetzt werden kann. Der Bund habe konsequent alle Leistungspositionen aus der Tarifstruktur gestrichen, die andere Versicherungszweige als das KVG betreffen.

Deshalb müsse die MTK die nun fehlenden Leistungspositionen mit den Leistungserbringer-Verbänden neu und umfassend regeln. Diese Verhandlungen und die technische Umsetzung dauern gemäss MTK voraussichtlich bis Ende März 2018. Tritt diese Situation ein, fiele ein Teil des Sparpotenzials weg. Damit würden auch die festgelegten Krankenkassenprämien nicht mehr kostendeckend.

Bundesrat lässt weitere Sparmassnahmen abklären

Im Auftrag des EDI analysierte eine Expertengruppe mit internationaler Beteiligung, welche Instrumente zur Steuerung des Mengenwachstums in anderen europäischen Ländern eingesetzt werden. Das EDI wird dem Bundesrat die Vorschläge der Expertengruppe bis Ende Jahr vorlegen. Gestützt auf diese Vorschläge wird der Bundesrat über weitere Massnahmen zur Kosteneindämmung befinden.

Rund 80 Prozent der Kosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung fallen in vier Bereiche: Behandlungen bei Ärztinnen und Ärzten mit eigener Praxis, Behandlungen im stationären Bereich, Behandlungen im spital-ambulanten Bereich und kassenpflichtige Arzneimittel an. (cma/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Gross-Events in Bern nur noch mit Maske

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Video der Woche: «Niemand will ein Narzisst sein, aber DU bist einer!»

Video: watson/Jodok Meier, Emily Engkent

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

96
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
96Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FrancoL 29.09.2017 20:20
    Highlight Highlight Am meisten Freude bereiten mir alle diejenigen die jährlich die KK wechseln, den niedrigsten Tarif suchen, dabei gehen zwar einige hundert Mio CHF verloren, aber das spielt ja keine Rolle.
    Alle wollen die billigsten Prämien, aber die Gesundheitskosten die steigen. Es gibt also eine Menge Idioten, die die Zeche zahlen, darunter auch ältere Menschen, Menschen mit chronische Erkrakungen, die die KK nicht wechseln können.

    Doch dieser Run zur billigsten Prämie scheint nicht zu bremsen.

    Ich frage mich immer; werden alle diese Turbo-Prämiendrücker nicht älter, anfälliger, schneller krank?
  • Liselote Meier 28.09.2017 18:27
    Highlight Highlight 60 Komentare aber niemand erwähnt den grössten Betrug.

    Wäre alles kein Problem wenn die KK mit im "Warenkorb" wäre, Teuerungsprognose 2018, 0,2%.

    Sprich 2018 wirds für die meisten wieder Lohnmässig eine 0 Runde geben.

    Statistisch wird in diesem Land mehr beschiessen als es in der DDR der Fall war.
  • Mr. Raclette 28.09.2017 16:08
    Highlight Highlight Wir im Wallis bezahlen nächstes Jahr sogar 6% mehr KK. Mir reichts jetzt! Habe mich bisher immer dagegen gewehrt, aber nun fahre ich einmal im Monat nach Italien zum einkaufen. Sorry, aber ich weiss sonst nicht mehr wie ich Geld sparen kann, um die KK noch zu bezahlen!
  • piedone lo sbirro 28.09.2017 15:52
    Highlight Highlight hat nicht der ehemalige FDP-gesundheitspolitiker felix gutzwiller einen unübersehbaren strauss von verwaltungsrats- und beratungsmandaten in der pharma-, versicherungs- und spitalbranche eingesammelt?

    cassis hat sich bei „curafutura“ mit 180 000 CHF pro jahr entlöhnen lassen.

    die „miliztätigkeit“ unserer volks(ver)treter besteht ausschliesslich darin, hochbezahlte politische lobbying-arbeit zu leisten.

  • piedone lo sbirro 28.09.2017 15:38
    Highlight Highlight lesen sie, wie die visana nicht nur für zusatzversicherungen üppige boni zahlt, sondern auch für die obligatorische krankenpflegeversicherung.

    bis zu 250.- gibts für einen abschluss. im extremfall kann die provision 1250.- für einen einzigen abschluss betragen, wenn die vermittlerfirma genügend kunden akquiriert.

    https://www.blick.ch/news/wirtschaft/gopfried-stutz/gopfried-stutz-visana-vergoldet-eifrige-makler-id7366891.html

  • nukular 28.09.2017 15:31
    Highlight Highlight Ich zahle 158fr/mt. Was bitte habt ihr für franchisen?
    • nukular 28.09.2017 21:44
      Highlight Highlight Also im kanton SG zahl ich 158fr :)
    • Huitzilopochtli 29.09.2017 07:55
      Highlight Highlight Schön für dich, es wohnen aber nicht alle im Kanton St. Gallen. Und dann bist du vermutlich auch noch ein Mann. Andernorts bezahlt man mit den gleichen Bedingungen (Franchise 2500.-, Mann) über 100% mehr als du. Und eine Frau legt dann noch extra drauf.
  • Pasch 28.09.2017 15:21
    Highlight Highlight Hier brauchts endlich eine Reform! Schluss mit dem Geld verlochete!
    • Fabio74 28.09.2017 19:31
      Highlight Highlight Dann mach mal Vorschläge was man tun soll und was man spart
    • meglo 28.09.2017 21:02
      Highlight Highlight Nun, ein Schritt in die richtige wäre zum Beispiel eine Krankenkasse anstelle der vielen teuren Kässeli. Würde man die Krankenkasse ähnlich wie die SUVA organisieren, liesse sich damit sicher Geld sparen. Die SUVA macht's doch vor. Sie ist rentabel. Allerdings würde diese Idee den vielen Krankenkassen Lobbyisten im National und Ständerat gar nicht gefallen; aus wärs mit den lukrativen Nebenverdiensten.
    • Pasch 28.09.2017 22:25
      Highlight Highlight Vorschlag

      1. Einheitskasse und/oder
      2. Verdienstabhängiger Zusatz
      Es ist ein riesen Privilig das jemand der 10000.- verdient gleiche Prämie hat wie jemand der 4500.-
      Allgemein sollte endlich damit begonnen werden dort abzuschöpfen wo es vorig hat und nicht immer bei denen die schon so zu knabbern haben. Aber nein die Schlinge für gering und normalverdiener wird immer enger gezogen. Dazu kommt das Besserverdienende mit allen Wassern gewaschen sind und am Ende weniger einbringen wie der Normalo.
    Weitere Antworten anzeigen
  • trololo 28.09.2017 15:08
    Highlight Highlight Ich bin ehrlich gesagt ziemlich am finanziellen Limit (fast 430fr p.M.) und dies als Student. Weiss nicht wie ich so weitermachen kann. Franchise runter ist keine Lösung (für mich und wäre eh nicht soooo viel billiger)
    • nukular 28.09.2017 15:30
      Highlight Highlight Hallo?! Ich zahle 158fr für meine versicherung. Franchise 2500fr.
      Dann noch zusatzversicherung für 18fr/mt. Wss habt ihr alle für versicherungen?!
    • Stan_the_man 28.09.2017 15:37
      Highlight Highlight Ich empfehle dir, dich beim Kanton über individuelle Prämienverbilligungen zu informieren.
    • LoriihTown 28.09.2017 15:43
      Highlight Highlight Hast du schon eine Krankenkassenverbilligung beantragt? Das hilft mir als Studentin ziemlich.
  • Angelo C. 28.09.2017 15:07
    Highlight Highlight Hier noch die informativen Listen nach Prozent, Kantonen und Altersgruppen gegliedert :

    http://www.20min.ch/finance/news/story/24272283
  • Hieronymus Bosch 28.09.2017 15:03
    Highlight Highlight Seit dem 1. Januar 2012 gehören fünf Behandlungsmethoden der Komplementär-Medizin zum Leistungskatalog der obligatorischen Grundversicherung. Bei den fünf Leistungen handelt es sich um die anthroposophische Medizin, die Homöopathie, die Neuraltherapie, die Phytotherapie und die traditionelle chinesische Medizin. Ende 2017 werden diese Behandlungsmethoden anhand der Kriterien Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit beurteilt. Naja... wenn bewiesener Quacksalberei als "alternative Heilmethode" vergütet wird...
    • Mafi 28.09.2017 15:36
      Highlight Highlight Homöopathie ist in der Schweiz eher weit verbreitet. Nicht wegen der nachweislichen Wirksamkeit, sondern wegen dem Nachweislichen Placeboeffekt (der Wirkt). Wieso sollte man bei kleinen Gesundheitlichen Problemen (zB. Erkältung) direkt teure Arzneimittel zu dich nehmen, wenn Placebo es auch tut?

      Wenn der Körper lernt, selber die Probleme zu lösen, verursacht man langfristig weniger Kosten fürs Gesundheitssystem. Wieso also nicht Alternativ-Medizin (bei kleinen Problemen)?
    • Hieronymus Bosch 28.09.2017 19:56
      Highlight Highlight @Mafi - Ein Placebo "wirkt" nicht. Man hat das Gefühl, dass es wirkt, genau das nennt man den Placebo-Effekt. Wenn es wirken würde, würde es sofort in die "klassische" Medizin aufgenommen werden.
    • Mafi 28.09.2017 20:57
      Highlight Highlight Wenn es die Symptome lindert, "wirkt" es meiner Meinung nach schon.

      Siehe zudem https://www.srf.ch/sendungen/puls/placebos-wirken-auch-ohne-luege
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matti_St 28.09.2017 14:30
    Highlight Highlight Beim nächsten Arztzeugnis lasse ich mir Offerten einholen.
  • stoefelrast@hotmail.com 28.09.2017 14:24
    Highlight Highlight das KKobligatorium verdanken wir der SP und einer Ruth.
    aber die abkassierer wählen FDP! und mit dem Cassis wird's nicht besser. wetten?
  • Posersalami 28.09.2017 14:18
    Highlight Highlight "Rund 80 Prozent der Kosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung fallen in vier Bereiche: Behandlungen bei Ärztinnen und Ärzten mit eigener Praxis, Behandlungen im stationären Bereich, Behandlungen im spital-ambulanten Bereich und kassenpflichtige Arzneimittel an."

    Dann machen wir doch in diesen 4 Bereichen einen Deckel auf die Kosten (Löhne, Gewinnmargen, Dividenden usw.)! NIemand "braucht" 25% Marge. http://www.20min.ch/finance/news/story/Von-Novartis-Marge-koennen-andere-Branchen-traeumen-17324780
    Die ersten 20% abschöpfen und damit Familien entlasten, zum Beispiel!
    • Posersalami 29.09.2017 07:48
      Highlight Highlight Vielleicht gibts ja auch Leute mit einer tieferen Franchise als 2500.- 😉
  • Posersalami 28.09.2017 14:14
    Highlight Highlight "Seit der Einführung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) im Jahr 1996 musste durchschnittlich jedes Jahr ein Anstieg von 4,6 Prozent in Kauf genommen werden. "

    Das ist sportlich, 10 Jahre lang jedes Jahr +4.6% ergibt eine stolze Steigerung Total von 56%!!!

    Aber hey, wir hatten die Wahl eine Einheitskasse zu machen für alle um Geld zu sparen. Wir wollten es nicht, wie so oft hat das Volk dank der Propaganda von Rechts gegen seine Interessen gestimmt. Vielleicht sollte man den Leuten in der Schule mal Denken beibringen!
    • ARoq 28.09.2017 14:42
      Highlight Highlight Die durchschnittlichen Verwaltungskosten der Krankenkassen betragen 5,7%:
      https://www.comparis.ch/krankenkassen/krankenkassen/analyse/effiziente-krankenkassen

      Die Prämien steigen jedes Jahr um 4.6%, wie soll da eine Einheitskasse irgend eine Ersparnis bringen? Die Zahlen zeigen deutlich dass die Steigenden Prämien an den Gesundheitskosten liegen und nicht an den Kassen.
    • Posersalami 28.09.2017 15:47
      Highlight Highlight Eine Einheitskasse für die Grundsicherung würde zB. die Werbung sparen, ebenso könnten Löhne plafoniert werden. Weiter würden auch die hohen Kosten wegfallen, die beim Wechsel der KK entstehen (Laut einem Freund der in einer KK arbeitet ca. 500.- / Person und Wechsel). Sparpotential: 350 mio / Jahr
      https://www.nzz.ch/schweiz/an-der-kostenfrage-scheiden-sich-die-geister-1.18340253
      Ist nicht die Welt, klar. Aber 50.- haben oder nicht haben!
    • ARoq 28.09.2017 16:07
      Highlight Highlight Nehmen wir an es könnten 50% der Verwaltungskosten gespart werden (Was mir ziemlich optimistisch scheint) dann wäre dieser Vorteil in einem halben Jahr schon wieder durch steigende Kosten weggefressen.
      Das scheint mir einen Systemwechsel nicht zu rechtfertigen.
  • bcZcity 28.09.2017 14:14
    Highlight Highlight Ich finde es stossend wenn ich im Kino sitze und einen teuren Sanitas Werbespot zu sehen bekomme oder die teuer bezahlten Werbeanzeigen oder Sponsorings der KK sehen muss.

    Eine Einheitskasse wäre wenigstens effizienter, müsste keine Werbung schalten und könnte ihre Kräfte bündeln für die ganze Schweiz.

    Nicht dass die Kosten dadurch massiv sinken würden, aber danach könnte man die anderen Probleme angehen und ich müsste mich weniger verarscht fühlen. Aber die "Alten" hatten bei der Abstimmung Angst, dass ihre Sanitas, bei der sie 50 Jahre sind, nicht mehr ist und Leistungen verschwinden.

  • Theor 28.09.2017 14:14
    Highlight Highlight Ich weiss in der Sache kassier ich wieder viel Blitze, aber wenns um KK-Prämien geht, bin ich schon fast traumatisiert:

    Macht Berset eigentlich für seinen Lohn irgendwas? Nur das kleinste bisschen irgendwas? Er schaut nur zu wie man mehr und mehr und mehr zahlen muss. Für mich die grösste BR-Entäuschung der letzten 20 Jahre.
    • saukaibli 28.09.2017 14:32
      Highlight Highlight Die Sache ist halt ein wenig komplizierter. Die Pharmamafia ist in der Schweiz und international extrem stark. Keine andere Branche macht auch nur annähernd so grosse Gewinnmargen (ausser vielleicht die illegale Drogenmafia). Es ist vermutlich auch die einzige Branche, die die Zulassungstests für ihre Produkte selber durchführen darf. Aber genau da müsste man anfangen. Wenn neue, teure Medikamente nicht besser sind als die alten (was sehr häufig der Fall ist), Zulassung verweigern. Aber diese Überprüfung würde Geld kosten, darum überlässt man das der Pharmaindustrie.
    • Mutzli 28.09.2017 15:08
      Highlight Highlight Ich finds auch ziemlich katastrophal, wie Jahr für Jahr die Prämien gegen oben steigen. Doch um diesem systemischen Problem entgegenzuwirken, müsste m.M. vor allem das Parlament endlich mal tätig werden. Der Bundesrat kann da im Vergleich weniger machen, besonders wenn man berücksichtigt, dass das Spitalmanagment und ähnliches Sache der Kantone ist.
    • Pasch 28.09.2017 15:18
      Highlight Highlight Nee keine Blitze... ich frag mich nur warum er von den Medien so hochgejubelt wird! Wäre er wohl SVP-Mitglied würde dieser zerrissen werden!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Agakami 28.09.2017 14:01
    Highlight Highlight Müssen die Prämien wirklich erst so sehr steigen, dass man sie nicht mehr zahlen kann, damit wir etwas dagegen unternehmen?
    Wenn diese Steigung so weitergeht wird auf 2030 eine 4-Köpfige Familie, mit einem Alleinverdiener, die hälfte des Lohnes für die Krankenkasse ausgeben.
    Solange es eine Privatwirtschafft in dieser "branche" gibt die nicht kontrolliert wird wird sich da nichts bessern.
    • Posersalami 28.09.2017 15:51
      Highlight Highlight Für deine 4-Köpfige-Familie gibts Prämienverbilligungen.
    • Agakami 28.09.2017 16:56
      Highlight Highlight Sagen wir der werte Herr Posersalami hat recht und ich bekomme dann eine Prämienverbilligung, inwiefern löst dies das Problem?
      Oder haben Sie das gefühl, dass das Geld bei der Prämienverbilligung auf den Bäumen wächst?
      Mehr kann ich mit Ihrem Kommentar nicht anfangen, da bei dieser Aussage nicht mal ein Diskussionspotenzial vorhanden ist.
    • Posersalami 29.09.2017 00:08
      Highlight Highlight Ich hab keine Kinder, ich weiss nur dass es für Familien manchmal Prämienverbilligungrn gibt. Ist aber natürlich unterschiedlich je nach Lohn und Kanton wo man wohnt.

    Weitere Antworten anzeigen
  • praxis 28.09.2017 13:59
    Highlight Highlight Ich ging ja gar nie zum Arzt. Wie ist das möglich?
    • LaPaillade #BringBackHansi 28.09.2017 14:13
      Highlight Highlight Sorry, ich musste mich impfen lassen. Zahl dir dafür ein Bier :D
    • FrancoL 28.09.2017 14:20
      Highlight Highlight Nicht so hoch singen! Mein Kollege hat über 30 keinen Arzt besucht und wie er mir vorgerechnet hat über 100'000 CHF an KK bezahlt. Nun hatte er reisen Pech 3 OP in kurzer Zeit, Reha und das ganze Rösslispiel, Kostenpunkt eine knappe 1/4 Mio, also steht er nun plötzlich als Nutzniesser der Kasse zu Buche. Man sollte immer am Ende eines Lebens sich Gedanken zum effektiv erfolgten Bezug aus der KK machen, alles andere ist Kaffeesatz lesen.
    • BetterTrap 28.09.2017 14:50
      Highlight Highlight Ich möchte mich auch entschuldigen, die eine Krankheit überstanden und jetzt eine chronische hinzugekommen - bald die 4. Operation innerhalb von 2 Jahren. Kostenpunkt mit 23 Jahren - knapp 1 Mio.

      Würde ich lieber die 1.Mio Schulden haben und dafür die Krankheiten nicht? 100%! Viele wählen ihr Schicksal nicht selber - und schlussendlich darf man sich glücklich schätzen über unser System. Dank dem Solidaritätsprinzip leben Menschen wie ich.

      Aber die Margen von Novartis, die KK welche Geld verschleudern und das NICHTS gegen diese Entwicklung gemacht wird, ist eine Frechheit, keine Frage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Benjamin Goodreign 28.09.2017 13:55
    Highlight Highlight Tausche meine Lohnentwicklung gegen diejenige der Krankenkassenprämien. 😳
  • Normi 28.09.2017 13:48
    Highlight Highlight Was sind denn dass für komisches weisses Zeugs auf den Karten (Bild von oben) ?
    • Hieronymus Bosch 28.09.2017 14:58
      Highlight Highlight Ritalin
  • Samurai Gra 28.09.2017 13:40
    Highlight Highlight Schon wieder!

    Ist den niemand Fähig oder Willens für einmal, wenigstens einmal eine Nullrunde zu Organisieren?
  • IMaki 28.09.2017 13:36
    Highlight Highlight Aber nicht, dass jetzt einer kommt und den Umbau dieses kranken Systems in eine Einheitskasse verlangt. Pfui, das wäre doch eine Massnahme aus dem kommunistischen Trickkistli. Da lassen wir uns doch lieber weiterhin vom rein marktwirtschaftlich-kapitalistischen Gesundheitssystem finanziell und auch sonst kaputt machen. Dafür sorgen allein schon der Kranken-Cassis aus der FDP und seine Herrliberger Kassen-Kumpels im Parlament.
    • Starfox 28.09.2017 14:24
      Highlight Highlight Auch wenn dein Kommentar ironisch gemeint ist, Tatsache ist, eine Einheitskasse wäre in der Tat eine Massnahme aus dem kommunistischen Trickkistli. Die Prämien würden noch mehr steigen, die Effizienz würde sich über Jahre verschlechtern hin zu einer ineffizienten Staatsmedizin. Die Einheitskasse stünde nicht im Wettbewerb und hätte damit keinen Anreiz, ihre Versicherten möglichst kundenfreundlich bezüglich Auszahlungsdauer, Service und Administration zu behandeln. Wurde schon 3 x abgelehnt an der Urne. Einheitskasse, nein Danke!



    • IMaki 28.09.2017 16:04
      Highlight Highlight Starfox: Das Einheitskassensystem AHV (und übrigens auch die IV) funktioniert bestens mit vergleichsweise geringen Verwaltungskosten. Für die kranken Kassen müssen wir nur auf dem bestehenden Guten aufbauen. Dasselbe liesse sich auch gegenüber dem völlig aus dem Ruder gelaufenen Pensionskassensystem ins Feld führen. Die Lösung hier ist die Volkspension. Deine ideologische Argumentation ist so alt wie der kalte Krieg. abgestanden. Im übrigen ist es in sich ein Widerspruch, wenn man ein auf dem Solidaritätsprinzip aufgebautes Versicherungssystem einem unnötigen Wettbewerb aussetzt.
  • Booker 28.09.2017 13:22
    Highlight Highlight Durchschnittlich 4% heisst die Meisten werden so 5-8% mehr bezahlen, dazu kontinuierlicher Leistungsabbau resp. Reduktion des Leistungkataloges. Immer mehr die die mit Subventionen unterstützt werden müssen. Wie lange schauen wir da noch zu ?
    • bcZcity 28.09.2017 14:17
      Highlight Highlight Die Schweizer schlucken es, schieben alles auf die Flüchtlinge und machen die Faust im Sack. Bei den nächsten Wahlen wird dann wieder SVP gewählt, danach fühlt man sich besser und kann dies in der Stammkneipe bei Bier und Zigarre feiern, bis dass der Lungenkrebs oder Herzkasper zuschlägt.

      Dass niemand dafür auf die Strasse geht zeigt mir, es geht den meisten eben noch immer zu gut in diesem Land!
    • FrancoL 28.09.2017 14:23
      Highlight Highlight Wenn der Durchschnitt bei 4% liegt dann werden die Prämien eher um 3-5% steigen, denn sonst kann der Durchschnitt nicht bei 4% liegen.
  • manhunt 28.09.2017 13:11
    Highlight Highlight ist doch super! in 5 jahren werdens dann im vergleich zu heute schon 50% sein. und was unternehmen unsere umtriebigen parlamentarier dagegen? nix. zu ko....!
  • Chääschueche 28.09.2017 13:05
    Highlight Highlight Ich freue mich auf den Tag an dem das System kollarbiert. Das wird es nähmlich, wenn sich nichts ändert.
  • reaper54 28.09.2017 13:05
    Highlight Highlight Cool wider 4% mehr Zahlen um die Gleiche Leistung wie jedes Jahr (nichts) zu erhalten.

    Das System müsste man sehr dringend reformieren...
    • bcZcity 28.09.2017 14:20
      Highlight Highlight Sei doch froh dass Du nichts dafür bekommst, das heisst Du bist gesund. Fakt ist aber, manche haben eben nicht das Glück oder werden vor allem ab 50 oder 60 Jahren anfälliger für gewisse Krankheiten. Das Solidaritätsprinzip ist schon ok, aber man könnte dennoch einiges verbessern wenn man nur möchte....auch wenn dann eben nicht jeder Bienenstich im Notfall behandelt wird oder eine (spürbare) Praxisgebühr fällig wird.
    • FrancoL 28.09.2017 14:27
      Highlight Highlight Bist Du nie Krank? Gut für Dich!
      Bist Du sicher, dass Du nie krank wirst? Nein, dann sei froh dass es eine KK gibt, denn ohne könnte es zu einem unüberwindbaren Problem werden, wenn Du nicht einen grossen Batzen auf der Seite hast.
      Das Steigen der Prämien muss sicherlich bekämpft werden, nicht aber das sinnvolle System einer KK.

      Es sind die Gesundheitskosten die sich auswirken nicht die Tatsache dass es eine KK gibt.
    • reaper54 28.09.2017 14:36
      Highlight Highlight Mit dem Solidaritätsprinzip habe ich kein Problem. Ich bin jedoch nicht bereit für die Gewinnmaximierung von Spitälern Operationen an 80+ Senioren zu bezahlen damit diese 1 Woche länger leben. Dass hat nichts mehr mit Solidarität zu tun.
      Es sollte wie bei der Autoversicherung nach Risikogruppen gehen. Stattdessen lässt man die Jungen ausbluten. Das finde ich nicht korrekt.
    Weitere Antworten anzeigen

Interview

«Die Schweiz war miserabel vorbereitet» – was du über das «Lockdown»-Buch wissen musst

Das Coronavirus ist seit einem halben Jahr in aller Munde. Und auf allen Bildschirmen und in allen Zeitungen. Das kürzlich erschienene Buch «Lockdown» versucht nun, das Geschehene kritisch aufzuarbeiten. Dabei wird auch mit dem einen oder anderen Amtsträger abgerechnet.

200 Stunden an Interviews mit über 50 Beteiligten – darunter Politikerinnen und Politiker, Spitalverantwortliche, Epidemiologen oder Virologinnen – sowie vertrauliche Protokolle von 50 Krisensitzungen in Bern: Das Rechercheteam von «Tamedia» hat eine Chronik der Coronakrise in Buchform veröffentlicht.

«Lockdown» heisst dieses Buch. watson hat mit Co-Autor und Co-Leiter des Recherchedesks, Thomas Knellwolf, darüber geredet und die wichtigsten Erkenntnisse aus der Lektüre rausgepickt.

Herr …

Artikel lesen
Link zum Artikel