Schweiz
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Swiss Federal President Alain Berset speaks at the 73rd session of the General Assembly of the United Nations at United Nations Headquarters in New York, New York, USA, September 25, 2018. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Alain Berset spricht an der Uno-Generalversammlung in New York.  Bild: KEYSTONE

Berset lobt den Uno-Migrationspakt – und erklärt den Erfolg der Schweizer Nati



Bundespräsident Alain Berset hat sich in New York für den neuen Migrationspakt der Uno eingesetzt. «Es ist ein grosser Triumph der Zusammenarbeit in der multilateralen Diplomatie, dass die Verhandlungen über den Pakt in diesen schwierigen Zeiten Früchte tragen.»

epa07049343 Swiss Federal President Alain Berset (L) and Mexico's President Enrique Pena Nieto (R) react after a press conference at the Bloomberg Global Business Forum in New York, New York, USA, 26 September 2018. Dozens of world leaders, gathered for the United Nations General Debate this week, and business leaders are gathering for the event, which was organized by Bloomberg Philanthropies, to discuss economic and trade issues, globalization, innovation, and competition.  EPA/PETER KLAUNZER

Bundespräsident Alain Berset mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto. Bild: EPA/KEYSTONE

Dies sagte Berset an einer Veranstaltung am Rande der Uno-Generalversammlung in New York am Mittwoch. Er lobte den Pakt als erstes historisches Dokument seiner Art, dass alle Länder der Welt gemeinsam erarbeitet hätten – bis auf zwei Staaten. Die USA und Ungarn blieben den Verhandlungen fern.

Zusammen mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto stellte Berset den Plan vor, der im Dezember in Marrakesch abgesegnet werden soll. Die Verhandlungen über den Pakt waren vom Schweizer Uno-Botschafter in New York, Jürg Lauber, und seinem mexikanischen Amtskollegen geleitet worden. Der «Global Compact on Migration» soll dazu beitragen, die globale Migration künftig sicherer, geordneter und geregelter zu gestalten.

Schwieriges Terrain

Migration sei ein kompliziertes und manchmal kontroverses Thema. Oft sei es zudem mit negativen Begriffen wie Protektionismus, Chauvinismus und gar offenem Rassismus belegt, führte Berset weiter aus. Eine geregelte Migration eröffne Chancen, welche die Weltwirtschaft ergreifen müsse. Heutzutage machten internationale Migranten bereits 3.4 Prozent der Erdbevölkerung aus; sie produzierten fast neun Prozent des weltweiten Wohlstandes. «Migration muss als Bereicherung gesehen werden – wirtschaftlich und kulturell», sagte Berset an der Veranstaltung, zu welcher der frühere Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, geladen hatte.

Apropos Protektionismus – davon sprach Berset schon gestern:

Bloomberg habe in seiner Einführung die Bedeutung der Migration für einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb deutlich gemacht, sagte Berset. «Die Wirtschaft und die Gesellschaft sind auf effektive und transparente Migrationsverfahren angewiesen», betonte der derzeitige Schweizer Bundespräsident.

Dank Migranten erfolgreich

Auch die Schweiz sei ein Migrationsland: Einer von drei Bewohnern sei ein Einwanderer oder stamme von zugewanderten Eltern ab. Umgekehrt lebten über 750'000 Schweizer, also fast 10 Prozent der Wohnbevölkerung des Landes, im Ausland und trügen dort zu wirtschaftlichem Wohlstand bei. Ohne ausländische Arbeitskräfte würden viele Branchen in der Schweiz nicht so gut wie derzeit funktionieren. So würde etwa der Gesundheitssektor einbrechen, sagte Berset. Auch im Fussball wären wir ohne Migranten wahrscheinlich nicht so erfolgreich, fügte der Bundespräsident an.

Die Alt-Bundesraetin Ruth Dreifuss posiert anlaesslich des jaehrlichen Treffen der Alt-Bundesraete waehrend dem Lucerne Festival am Mittwoch, 22. August 2018, im KKL in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Altbundesrätin Ruth Dreifuss Bild: KEYSTONE

Berset nahm am Mittwoch zudem an einer Diskussionsrunde über den Umgang mit Drogen teil. Moderatorin des Forums war Altbundesrätin Ruth Dreifuss, die Präsidentin der Globalen Kommission zur Drogenpolitik ist. Der Bundespräsident sagte, die Schweiz setze sich für eine Drogenpolitik ein, welche die Menschenrechte und die Gesundheit der Drogenabhängigen ins Zentrum stelle.

Apropos Fussball und Doppelbürger... da war doch mal was: 

Treffen mit Guterres und mit Ruhani

Zu einem Gespräch traf sich Berset auch mit Uno-Generalsekretär Antonio Guterres. Beide zeigten sich dabei überzeugt, dass dem Klimawandel höchste Beachtung beigemessen werden und ein Schwerpunkt für die Uno sein müsse. Sie betonten die Wichtigkeit des Standortes Genf, dessen Stärkung für den Bundesrat eine Priorität habe. Guterres sagte obendrein zu Berset, er schätze in dieser volatilen Welt die stabilisierende Wirkung der Schweiz.

In this photo provided by the United Nations, Switzerland's Federal President Alain Berset, left, shakes hands with United Nations Secretary General Antonio Guterres at United nations Headquarters, Wednesday, Sept. 26, 2018. (Kim Haughton/The United Nations via AP)

Alain Berset schüttelt Uno-Generalsekretär Antonio Guterres die Hand. Bild: AP/The United Nations

Berset besprach am Mittwoch auch mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani die wirtschaftliche Beziehungen der Schweiz mit der Islamischen Republik. Obendrein kam Berset mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi zu einem Austausch über mögliche engere Zusammenarbeit in der Migrationspolitik zusammen.

epa07048834 Swiss Federal President Alain Berset (L) and Iranian President Hassan Rouhani (R) shake hands prior to a bilateral meeting on the sidelines of the 73rd session of the General Assembly of the United Nations at United Nations Headquarters in New York, New York, USA, 26 September 2018. The General Debate of the 73rd session begins on 25 September 2018.  EPA/PETER KLAUNZER

Alain Berset mit Hassan Ruhani. Bild: EPA/KEYSTONE

Am heutigen Donnerstag will Berset an einem Gipfeltreffen über Gesundheitsversorgung in Notfällen und Krisengebieten teilnehmen. (sda/vom)

So lacht das Netz über Trumps Uno-Rede:

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    Alle Leser-Kommentare
  • dorfne 27.09.2018 08:54
    Highlight Highlight "Migration muss als Bereicherung gesehen werden," sagte Berset in NY vor der UNO. Zig-Mal gehört! Dann geht er gleich zur Arbeitsmigration über. Ohne die hätte der Kleinstaat Schweiz sich seine wirtschaftliche Bedeutung nicht erarbeiten können. Aber was ist mit den Armutsmigranten, für die wir keine Jobs haben? Es sind nicht die Nazi-Schreihälse, die gefährlich sind, sondern der globale Raubritter-Aktionär, der keine Steuern zahlen und den Sozialstaat abschaffen will. Wegen der Migration brauchen wir höhere, nicht tiefere Steuern. Dies sollte Punkt 1 des "Plans" sein.

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