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Kinder von Akademikern schaffen den Übertritt ins Gymnasium eher als Kinder von Nicht-Akademikern. Bild: shutterstock.com

Warum die schlechtesten Gymi-Schüler häufig Akademiker-Kinder sind

Ein Fall aus dem Kanton Obwalden hat die Diskussion über die Chancengleichheit im Schweizer Bildungssystem neu entfacht. Bildungsökonom Stefan Wolter sagt im Interview, warum das Langzeitgymnasium der Chancengleichheit schadet und weshalb er dem «Doping-Mittel» der Nachhilfe kritisch gegenübersteht.



Herr Wolter, wer kommt heute eher ins Gymnasium: ein intelligentes Kind oder ein reiches Kind?
Stefan Wolter:
Ein sehr intelligentes Kind hat in der Regel gute Chancen, ins Gymnasium zu kommen – ungeachtet seiner sozialen Herkunft. In vielen Fällen spielt das Elternhaus aber tatsächlich eine Rolle, wobei es mehr um den Bildungshintergrund der Eltern geht und weniger um ihre finanziellen Möglichkeiten. Tatsache ist: Kinder von Akademikern schaffen den Übertritt ins Gymnasium eher als Kinder von Nicht-Akademikern. Am augenfälligsten ist der Unterschied aber bei den schlechten Schülern.

Heisst das: Schlechte Gymi-Schüler kommen meist aus Akademiker-Familien?
Ja, das ist so. Es handelt sich um Kinder, die entweder von ihren Eltern ins Gymnasium gepusht wurden, oder die einer Erwartungshaltung ihrer Eltern entsprechen wollen, obwohl sie da nicht hingehören. Leider sind mir hier keine Bestrebungen bekannt, hier Gegensteuer geben zu wollen.

Stefan C. Wolter, Direktor Schweizerische Koordinationsstelle fuer Bildungsforschung SKBF, spricht anlaesslich der Veroeffenlichung des Bildungsberichts Schweiz 2018, am Dienstag, 19. Juni 2018, in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Stefan Wolter ist Professor für Bildungsökonomie an der Universität Bern und Direktor der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung. Bild: KEYSTONE

«Ja, unser Bildungssystem gehört zu den durchlässigsten der Welt.»

Darauf kommen wir zurück! Zuerst aber zu einem aktuellen Fall, der eine hitzige Debatte über die Chancengleichheit im Schweizer Bildungssystem entfacht hat. Im Kanton Obwalden wollte das Sozialamt einer jungen Frau den Besuch der Fachmittelschule verbieten, weil ihre Eltern von der Sozialhilfe leben. Was sagen Sie als Bildungsökonom dazu?
Aus der Sicht der Effizienz und der Chancengerechtigkeit ist es klar: In unserem Bildungssystem sollten alle Schüler die gleichen Möglichkeiten haben, ungeachtet des Einkommens ihrer Eltern. Wenn es um die Alternative Fachmittelschule oder Berufslehre mit Berufsmaturität geht, dann sehe ich tatsächlich Argumente – und nicht nur ökonomische –, die für die Berufslehre sprechen. Wenn es um die Alternative Gymnasium oder Lehre geht, dann wäre es aus ökonomischer Sicht schwierig zu sagen, welche der beiden Varianten dem Steuerzahler langfristig mehr bringt. Es kann sein, dass die junge Frau dank einem Gymi-Abschluss eine steile Karriere hinlegt und am Ende Steuern für drei zahlt. Genauso gut kann sie sich aber ein brotloses Fach mit schlechten Aussichten auf dem Stellenmarkt aussuchen. In dem Fall wäre eine Lehre mit Berufsmatur und späterem Studium sowohl lukrativer als auch befriedigender für die Betroffene.

Politiker rühmen gern die Durchlässigkeit des Schweizer Bildungssystems. Zu Recht?
Ja, unser Bildungssystem gehört zu den durchlässigsten der Welt. Nach der Sekundarschule stehen den Jugendlichen noch praktisch alle Türen offen. Sie können eine Lehre mit Berufsmatur machen, danach an eine Fachhochschule oder via Passerelle an die Uni. Auch beim Lohn hat ein Lehrling langfristig nicht unbedingt schlechtere Aussichten als ein Gymnasiast.

Und trotzdem sitzen in den Gymnasien überwiegend Kinder aus privilegierten Haushalten, wie eine Studie im Auftrag der Zürcher Bildungsdirektion zeigt. Was sagt uns das?
In der Zürcher Studie wurden Langzeitgymnasien untersucht. Dort ist der Bildungshintergrund der Eltern besonders entscheidend. Weil der Übertritt nach der Primarschule in einem jungen Alter erfolgt, fällt die Frühförderung durch die Eltern stärker ins Gewicht. In der Oberstufe relativieren sich die Unterschiede teilweise. Das ist auch der Grund dafür, warum die meisten internationalen Forscher das Konzept der frühen Separierung der Schüler in unterschiedliche Leistungszüge kritisch sehen.

Infografik Soziale Herkunft Eltern Gymi Sek

Forscher haben im Auftrag der Bildungsdirektion die soziale Herkunft der Schüler in verschiedenen Schultypen untersucht. grafik: watson / daten: institut für bildungsevaluation zürich, 2013

«Das Langzeitgymnasium dürfte der Chancengerechtigkeit schaden.»

In Zürich haben sich die Grünen vor zwei Jahren für die Abschaffung des Langzeitgymnasiums ausgesprochen, auch anderswo wurde schon darüber diskutiert. Wäre der Schritt aus Ihrer Sicht sinnvoll?
Die Forschungsliteratur lässt keinen Zweifel daran, dass die Schüler bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit in gemischten Klassen bleiben sollten. Das Langzeitgymnasium dürfte der Chancengerechtigkeit schaden. Wenn man dies als Massstab nimmt, spräche einiges für eine Abschaffung. Nur ist das politisch schwer vermittelbar.

Wer stellt sich quer?
Vor allem Eltern, deren Kinder in der Schule gut sind – oder die das zumindest denken. Sie befürchten, dass schwächere Mitschüler die Leistungsentwicklung ihrer Kinder bremsen. Diese Angst ist laut Studien jedoch komplett unbegründet. Schlechte Schüler würden von heterogenen Klassen hingegen profitieren. Die können es dann nicht, weil sie von den guten Schülern früh separiert werden.

«Es gilt verstärkt zu verhindern, dass mittelmässige Schüler ins Gymi kommen, nur weil ihre Eltern reich oder gebildet sind.»

Wo orten Sie sonst noch Verbesserungspotenzial, was die Chancengleichheit im Bildungswesen betrifft?
Wie eingangs erwähnt, wird die Chancengleichheit im Gymnasium vor allem am unteren Ende der Noten-Skala, also bei den schlechteren Schülern, geritzt. Es gilt verstärkt zu verhindern, dass mittelmässige Schüler ins Gymi kommen, nur weil ihre Eltern reich oder gebildet sind. Solche Massnahmen, das zeigt unsere Forschung, würden vor allem auch von jenen Eltern begrüsst, deren Kinder nicht ans Gymnasium gehen. Mit anderen Worten: Ein gerechterer Zugang zu den Gymnasien würde auch das Ansehen der Gymnasien stärken.

Wie lässt sich verhindern, dass schlechte Schüler aufgrund ihrer Herkunft ans Gymnasium kommen?
Das wäre relativ einfach, wenn man bei den Übertritten die tatsächlichen Leistungen zum Massstab nähme. Am wirksamsten ist eine standardisierte Aufnahmeprüfung, die extern konzipiert und anonym abgelegt wird. Eine Kombination der Prüfungsnote mit den Vornoten macht weiter Sinn, damit die Tagesform am Prüfungstermin nicht zu stark ins Gewicht fällt. Kritisch sehe ich hingegen Systeme, bei denen nur die Vornoten und die Lehrerempfehlungen über die Aufnahme ans Gymnasium entscheiden. Hier ist die Gefahr gross, dass sich die Lehrperson – bewusst oder unbewusst – von der sozialen Herkunft des Schülers beeinflussen lässt.

«Aus meiner Sicht ist es falsch, wenn Kinder nur dank dem Doping-Mittel der Nachhilfe ans Gymnasium kommen.»

Kinder aus gutsituierten Familien gehen häufiger in Gymi-Vorbereitungskurse und in die Nachhilfe. Braucht es flächendeckende Gratis-Kurse für alle Kinder, wie dies in der Vergangenheit bereits gefordert wurde?
Nein. Aus meiner Sicht ist es falsch, wenn Kinder nur dank dem «Doping-Mittel» der Nachhilfe ans Gymnasium kommen. In dem Fall kommt das Scheitern häufig einfach später, in der Probezeit, oder man muss Jahre repetieren. Sinnvoll wäre allenfalls eine punktuelle Förderung wie beispielsweise von Migranten, die in der Schulsprache einen Nachholbedarf haben, aber sicher keine flächendeckenden Kursprogramme. Realistischerweise wird es in diesem Bereich immer eine gewisse Ungleichheit geben. Man kann den Eltern schliesslich nicht verbieten, ihre Kinder zu fördern.

Die Maturitätsquote variiert von Kanton zu Kanton stark. In Basel machen über 31 Prozent der Schüler eine gymnasiale Matur, in Glarus nicht einmal 13 Prozent. Hat ein Kind, das in Basel geboren wird, also grundsätzlich bessere Aussichten auf eine akademische Laufbahn als ein durchschnittliches Schweizer Kind?
Nicht unbedingt. Basler Maturanden haben ein viel höheres Risiko, ein Studium abbrechen zu müssen, als jene aus anderen Kantonen. Die Betrachtung der letzten Jahrzehnte zeigt, dass überdurchschnittliche Maturitätsquoten auch mit überdurchschnittlichen Abbruchquoten an den Universitäten einhergehen. Viele Basler, die erfolgreich die Matura machen, stehen darum Mitte 20 ohne Ausbildung da. Es fragt sich, ob es für sie längerfristig wirklich ein Vorteil war, dass sie das Gymnasium gemacht haben – oder ob sie sich besser für eine Lehre entschieden hätten.

«Nur weil jemand die schulischen Voraussetzungen erfüllt, heisst das noch lange nicht, dass er am Gymnasium am besten aufgehoben ist.»

In welchen Fällen würden Sie einem Jugendlichen raten, sich für eine Lehre zu entscheiden, obwohl seine Noten fürs Gymnasium reichen würden?
Solche Fälle gibt es zuhauf. Nur weil jemand die schulischen Voraussetzungen erfüllt, heisst das noch lange nicht, dass er am Gymnasium am besten aufgehoben ist. Eine gymnasiale Ausbildung macht Sinn, wenn man einen Berufswunsch hat, der sich nur mit einem Universitätsabschluss realisieren lässt – mit einem Jus-, Medizin- oder Volkswirtschaftsstudium beispielsweise. Für Leute, die weniger konkrete Vorstellungen haben, wäre eine Lehre mit Berufsmatur aber häufig die bessere Wahl. So verdienen sie mit 18 ihr eigenes Geld – und können dann immer noch eine tertiäre Ausbildung machen. Dabei geniessen sie den Vorteil, dass sie neben dem Studium auf ihrem gelernten Beruf zu einem vernünftigen Lohn arbeiten können – und sich nicht in einem unterbezahlten Studi-Job abmühen müssen.

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Mantrax 30.07.2018 23:31
    Highlight Highlight Hat jemand die Studie zur Hand die so glasklar zeigen soll, dass die Einheitsschule bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit am besten sein soll?
    Ich kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen. Natürlich profitieren schlechtere Schüler davon aber dies ohne jede Wirkung auf Tempo/Umfang/Tiefe für die guten Schüler? Klingt irgendwie nach bildungstechnischem Perpetum Mobile 🤷🏻‍♂️
  • whatthepuck 30.07.2018 14:50
    Highlight Highlight Nachhilfe per se halte ich nicht für "Doping". Nachhilfe explizit für die Gymiprüfung dürfte allerdings tatsächlich langfristig nicht zielführend sein. Wenn man allerdings den miesen Grundstock in Mathe endlich mal aufholt und sich der Knoten löst dank Nachhilfe (egal wofür), dann kann das nur gut sein.

    Aber wer in der Sek Nachhilfe braucht ist am Gymi doch eh am falschen Ort. Es geht danach nur noch schneller/anspruchsvoller weiter als bereits in der Sek.
    • kafifertig 30.07.2018 17:46
      Highlight Highlight Nachhilfe braucht es, wenn der Lehrer in der Schule schlecht ist.
      Das ist leider oft der Fall.
  • Natürlich 30.07.2018 14:09
    Highlight Highlight „Anständige“ Stipendien gibts nur für die Erstausbildung. Unterstützung der Eltern ist ebenfalls nur bei der Erstausbildung Pflicht. Wer nach der Lehre eine BM anhängen möchte und kei e reichen Eltern hat, steht dann schnell mal mit runtergelassenen Hosen da.

    Da ist nicht viel von Chancengleichheit in der Schweiz...

    Wir hatten eine in der Klasse, die kam erst in der 5. Primar zu uns, konnte kein Deutsch, Durchschnitt hatte sie irgendwie eine 4,7, wurde aber (wohl dank ihren reichen und gebildeten Eltern) trotzdem ans Gymnasium zugelassen...
    • PeterGotBirthday 30.07.2018 15:13
      Highlight Highlight Das stimmt so nicht. Wer eine BM macht und danach Studiert ist immernoch in der Erstausbildung, denn die BM zielt ja auf ein Studium ab...
      Das war vor 10 Jahren bei mir auf jedenfall noch so.
    • elmono 30.07.2018 15:51
      Highlight Highlight Teilzeit BM. Problem gelöst.
    • Natürlich 30.07.2018 17:37
      Highlight Highlight @PeterGotBirthday
      Nein, so ist es nicht.
      Hab nach der Lehre DD beim Militär gemacht und dann noch ein bisschen gejobbt.
      Danach die BM.
      2000.- Stipendien gabs für ein ganzes Jahr. Das reicht noch nichtmal um ein halbes Jahr KK zu bezahlen, geschweige denn ein GA oder Streckenabo um von Luzern nach Schüpfheim zu kommen.
      Und nein, es zählt nicht als Erstausbildung.
      Und ja, ich war schlecht in Mathe und Physik (noten 2 und 3) obwohl in allen anderen Fächern zwischen 4,5 und 5,5 und einem Ø über 4,2 musste ich infolge zu vielen Mangelpunkten nach einem Semester bereits hinschmeissen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Natürlich 30.07.2018 14:04
    Highlight Highlight Ich bereue es bis heute, nicht auf den Rat meiner Lehrer gehört zu haben und von der Primar ans Gymi zu gehen.
    Aber damals begriff ich die Wichtigkeit von solchen Dingen noch nicht. Das kam erst viel später.
    Damals wollte ich nur einfach möglichst schnell eigenes Geld verdienen.
    Ich machte dann ohne eine einzige Bewerbung zu schreiben die Bäcker/Konditor Lehre. (Nachdem ich dort schnuppern war, meinte der Chef ich könne die Stelle haben, wenn ich möchte.)
    Und nun was habe ich: eine Lehre die mir nichts bringt (arbeite nun als Zusteller) und einen Lohn im Tiefstlohnbereich...
    • elmono 30.07.2018 15:53
      Highlight Highlight Mein Gott. Schon mal was von zweitem Bildungsweg gehört? Aber sich selbst zu bemitleiden, hilft sicherlich weiter.
    • MrXanyde 30.07.2018 16:30
      Highlight Highlight Mach doch noch nachträglich das Handelsdiplom und geh in der Lebensmittelbranche ins kaufmännische. Danach kannst du noch die BM nachholen und an die FH. Ist anstrengend und erfordert viel Disziplin, jedoch kannst du so sicherlich karrieretechnisch gut hochklettern :)

      PS: Mache meine BM im Moment neben einem 100% Job...und es funktioniert :D
    • Natürlich 30.07.2018 17:24
      Highlight Highlight Ok, wahrscheinlich bin ich einfach zu wenig belastbar für diese schnellebige Welt in der jeder möglichst hoch auf der Karriereleiter emporklettern will...

      Ich bin mittlerweile 29 und habe 2 Kinder, da ist der Zug sowieso abgefahren...
    Weitere Antworten anzeigen
  • SchweizAbschaffen 30.07.2018 14:02
    Highlight Highlight Ah ... und noch der:
    In der Schweiz ist die Maturaquote bei 20%.
    In den meisten EU-Ländern bei über 50%.

    Wenn also ein Schweizer ohne Matur auf die Idee kommt, die Welt sei grösser als nur das MIttelland und er über die Grenze auf Jobsuche geht:
    Was meint ihr, wie der da steht, wenn wenn er sagt, er habe keine Matur (Abi, Bac, etc.)?
    Ha, ha, ha...

    Matur, Abi, Bacc, wird auch als Reifeprüfung angesehen.
    Beispiel:
    In F, um als Chauffeur Touristen im PKW herumzufahren, braucht es eine teure Schulung. Absolventen des Bacc. sind davon befreit.
    • Electric Elefant 30.07.2018 17:36
      Highlight Highlight Eine höhere Maturitätsquote ist bildungspolitischer Unsinn... Das wertet die Matur und die Lehre ab. Schau dir doch mal an, was das Bac oder Abi noch wert ist - nicht mehr viel...
  • Maracuja 30.07.2018 13:42
    Highlight Highlight <. Dabei geniessen sie den Vorteil, dass sie neben dem Studium auf ihrem gelernten Beruf zu einem vernünftigen Lohn arbeiten können>

    1. funktioniert das nur mit Ausbildungen, die es zeitlich erlauben, Teilzeit zu arbeiten. An der ETH wohl nicht, bei FH schon.
    2. Dauert m.W. ein Teilzeit-Studium an einer FH doppelt so lang wie der gleiche Studiengang in Vollzeit.
    3. Braucht es einen Arbeitgeber, der Teilzeit akzeptiert. Meine Tochter konnte zwar auf 80% reduzieren, aber jetzt nach dem 2. Jahr an FH wünscht Arbeitgeber, dass sie auf 90% raufgeht.
    • PeterGotBirthday 30.07.2018 15:22
      Highlight Highlight Das ist ein guter Punkt. Jedoch sind solche Arbeitnehmer wie Ihre Tochter sehr gefragt. Vielleicht sollte Sie sich umschauen, denn die FH schreiben vor, dass die Studenten höchstens 80% arbeiten sollen, besser noch 60% wenn es das Leben zulässt.

      Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn hier mit dem Geschäft Kompromisse einzugehen zu lasten Ihrer Ausbildung bzw. Zukunft! Und es nützt am Arbeitgeber auch nichts, wenn Sie übermüdet und unmotiviert zur Arbeit kommt.

      Aber wie gesagt, Leute mit BM und FH sind sehr gefragt, auch desshalb, da man diese relativ günstig nach dem Studium behalten kann
    • Shlomo 30.07.2018 20:43
      Highlight Highlight Man kann auch in den Semesterferien auf seinem erlernten Beruf arbeiten, wie es bei mir und meinen Kommilitonen der Fall war.
  • Matti_St 30.07.2018 12:41
    Highlight Highlight Anderseits wird in den Stellenbeschreibung oft ein Abschluss verlangt, der locker von einem guten Lehrabgänger besetzt werden könnte. Heute muss ein Briefbeschwerer schon ein Uniabschluss in der Tasche haben.
  • Sapientia et Virtus 30.07.2018 12:20
    Highlight Highlight "Punktuelle Förderung von Migranten" ist für mich eine schreiende Ungerechtigkeit. Warum soll ein Kind weniger bekommen, bloss weil er keinen fremden Pass vorweisen kann?
    • PeterGotBirthday 30.07.2018 15:26
      Highlight Highlight Wieso?
      Es kann doch nicht sein, dass ein Gescheites Kind welches unserer Gesellschaft einen Mehrwert bringen kann, daran scheitert, weil er Aufgaben (dazu gehören auch Sätzchenaufgaben bei Mathe, Physik, Chemie) nicht lösen kann, weil er diese nicht versteht? Besonders wenn er diese ohne Probleme lösen könnte.
      Oder wollen Sie diesen einfach direkt in die Solzialhilfe schicken und ihn bezahlen?

      Mir geht es hier aber nur um den Deutsch unterricht und schön wäre es noch einen für die Kultur..
      Mathe, weitere Fremdsprachen, Physic etc würde ich auch nicht verstehen.
  • KXXY 30.07.2018 11:32
    Highlight Highlight Auch hier trieft wieder Akademiker&Reichenbashing zwischen den Zeilen hervor. Die Leute mit Geld sind auch diejenigen die am meisten Steuern zahlen, also haben wir alle etwas davon ...
    • PeterGotBirthday 30.07.2018 15:28
      Highlight Highlight Wer sagt denn, dass deren Kinder auch mal Reich werden und viele Steuern zahlen werden?
      Wenn es dumm kommt, brechen Sie mit 20 Jahren, wie im Interview erwähnt, die Uni ab und stehen mit nichts da...
  • violin_song 30.07.2018 11:18
    Highlight Highlight Die Aussage "die schlechtesten Gymischüler sind häufig Akademikerkinder" ist unnötig polarisierend, weil laut der Grafik sowieso die meisten Gymischüler Akademikerkinder sind bzw. aus privilegierteren Familien stammen. Sowohl die "guten", als auch die "schlechten" (leistungsstarken bzw. leistungsschwachen) Gymischüler.

    Zudem scheint Herr Wolter nicht verstanden zu haben, dass punktuelle Förderung sowohl bei Migranten als auch bei Nichtmigranten genau gleich ist: Man fördert den Schüler dort, wo seine Schwachpunkte sind. Also auf gut deutsch Nachhilfe, in welcher Form auch immer.
  • chicadeltren 30.07.2018 11:15
    Highlight Highlight Also in Zürich sind die Aufnahmekriterien ja bereits so wie von dem Herrn gewünscht und trotzdem sind eher privilegierte Kinder im Gymi. Erfahrungsgemäss liegt das wohl auch dran, dass Nicht-Akademiker einfach oft keinen Wert drauf legen, dass die Kinder ins Gymi gehen. Sogar unser Leherer (auf dem 2. Bildungsweg) in der Primarschule wollte mich halb daran hindern ins Gymi zu gehen, obwohl ich immer Klassenbeste war und mich zu Tode langweilte. Wie soll man bei solchen Bedingungen auch nur auf die Idee kommen, ins Gymi zu gehen? Kann ja nur von den Eltern kommen...
    • PeterGotBirthday 30.07.2018 15:34
      Highlight Highlight Die Aufnahmebedinungen sind eben nicht wie Beschrieben im KT. Zürich. Wenn der Lehrer keine Empfehlung schreibt, gibt es keine Zulassung an die Gymi Prüfung (gibt es schon über die Behörden und Theater).
      Hier ist die Ungerechtigkeit am Werk. Der Lehrer kann, wie bei Ihnen, durch irgendwelche Subjektiven Gründe den Übertritt verwehren. Ob dies Gerecht ist oder Nicht, kann ich nicht sagen. Natürlich ist es auf eine Art auch gut, wenn der Lehrer merkt, dass man nicht Reif ist für das Gym oder so. Jedoch sind subjektive Meinungen gefährlich. Die Eltern können darauf gezielt Einfluss nehmen...
  • Turi 30.07.2018 10:59
    Highlight Highlight Es mag ja nach Branchen unterschiedlich sei. Aber ein ETH oder Uni-Abschluss ist mehrheitlich nicht dasselbe wie ein FH-Abschluss, und hat auch nicht dasselbe Renommée.

    Im Prinzip wäre das Duale System super, aber leider in der Realität ist es auch ein bisschen ein Zweiklassensystem. Finde es deshalb etwas unehrlich und ärgerlich, wenn den Jungen vorgegaukelt wird, beide Wege (die Berufsmatur und das Gymi) seien gleichwertig.
    • PeterGotBirthday 30.07.2018 15:37
      Highlight Highlight Das Duale System lässt doch BM Schüler an die FH oder über die Passarelle an eine ETC oder Uni?

      Bei mir geht das sogar noch extremer. Ich habe zwar eine BM und doch "nur" eine HF gemacht. Mit dieser kann ich aber nach 5 Jahren Berufserfahrung direkt einen Masterlehrgang oder die CAS bei der ZHAW besuchen. Beim Master wird nicht mehr wirklich hingeschaut von wo dieser ist, zumindest in der IT Branche. Liegt aber sicherlich auch am Fachkräftemangel.
    • Idrisi 30.07.2018 15:43
      Highlight Highlight Die beiden sind nicht gleichwertig. Erst die sog. Passarelle ermöglicht nach der Berufsmatur einen Hochschulzugang. Das System ist damit aber wesentlich durchlässiger als früher. Wer die Berufsmatur berufsbegleitend macht kann mit einem Jahr zusätzlich an eine Universiät. Früher hat das in der Regel 3-4 Jahre gedauert. Damals waren die Systeme fast wasserdicht gegeneinander abgeschottet. Nur wenige Kantone boten überhaupt die Ausbildungsmöglichkeit als Erwachsener mit Lehre an eine Uni zu kommen (z.B BS und ZH). Wenigstens war dieser Weg dann nach der Uni ein Plus auf dem Arbeitsmarkt.
    • Shlomo 30.07.2018 20:47
      Highlight Highlight Sorry eine Fachhochschule ist sehr wohl eine Hochschule. Des Weiteren ist ein Bachelor einer FH sogar Berufsbefähigend.
  • SchweizAbschaffen 30.07.2018 10:58
    Highlight Highlight Auch lustig bez. schweizer Bildungspolitik:
    Alle Schweizer sollen ganz stolz sein darauf, dass "wir nur die höchsten Anforderungen und besten Hochschulen zu haben. Nicht wie im Ausland".

    ... Mit der schon fast satirischen Konsequenz, dass ein Schweizer/In, der sehr wohl ein Studium hätte bewältigen können, vor seinem Deutschen oder Französischen studierten Chef steht ... und voller Stolz ist im Bauch, dass "wir die schwierigsten und besten Hochschulen haben".

    Tolles Gefühl, dieser Stolz auf unser System.
    Dafür verzichtet man gerne ein Arbeitsleben lang auf 3'000 Franken Lohn im Monat.

  • SchweizAbschaffen 30.07.2018 10:52
    Highlight Highlight "dass das studiert wird, was auch gebraucht wird"
    ... falsches Verständnis von Studium.

    Bei einem Studium ist die Studienrichtung nur teilweise relevant. Viele steigen nach dem Studium bei der Wirtschaft ein, und haben nie mehr mit dem Thema zu tun. Besp: Geschichte studiert: HR-Abteilung bei einer Bank.

    Ein Studium dient auch dazu, selbständig ein Thema wissenschaftlich zu bearbeiten und das erfolgreiche Abschliessen der Arbeit zu beweisen (Durchhaltevermögen).

    Dem, der diesen Leistungsausweis erbracht hat, kann eine Aufgabenstellung selbständig übertragen werden.
    Egal in welchem Thema.
    • Shlomo 30.07.2018 20:48
      Highlight Highlight Naja, was willst du denn mit einem Geschichtsstudium auch arbeiten.
  • kafifertig 30.07.2018 10:45
    Highlight Highlight Die hier dargelegte Demografie in unseren Schulklassen beweist die Unfähigkeit unserer Lehrer, unseres Schulwesens insgesamt.
    Offenbar lernen die Kinder zuhause von ihren Eltern und in bezahlten Nachhilfestunden von Nachhilfekräften, statt dass sie in der Schule von den Lehrern lernen.
  • RealPasha 30.07.2018 10:35
    Highlight Highlight Merci für das interessante Interview...
    Ich hatte nie wirklich lust auf Schule, weshalb das Gymnasium keine Option für mich war.
    Stattdessen habe ich eine Lehre mit Berufmatura gemacht. Nun studiere ich an einer Fachhochschule im Teilzeitmodell und konnte schon insgesamt eine menge Berufserfahrung sammeln.
  • Suona89 30.07.2018 10:32
    Highlight Highlight Toller Artikel! Als Lehrerin an der Oberstufe kann ich zustimmen, dass es oft gebildete Eltern sind, die ihren Nachwuchs um jeden Preis ans Gymnasium schicken wollen. Häufig werden die Kinder nicht einmal gefragt, was sie eigentlich möchten. Und wer es nur dank umfassender Nachhilfe ins Gymnasium schafft, gehört dort schlichtweg nicht hin. Der- oder diejenige wird dort nicht glücklich werden.
    • SchweizAbschaffen 30.07.2018 13:44
      Highlight Highlight Naja...
      Nach dem Gymi werden der- oder diejenige schon glücklich werden,
      - wenn sie dann die Studienrichtung auswählen können, die sie möchten
      - wenn sie ein Erausmus-Jahr in einem europäischen Land erleben
      - wenn sie dann einen Job haben, der mehr als nur ausführende Tätigkeit beinhaltet
      - wenn die Lohntüte zwei bis drei Tausend Franken dicker ausfällt.
  • Me, my shelf and I 30.07.2018 10:24
    Highlight Highlight Titel gelesen, meine spontane Antwort:
    Weil im Gymi, zumindest in meinem, fast nur Akademiker-Kinder zur Schule gehen?
    Natürlich nicht nur, aber zum grössten Teil.
  • Ökonometriker 30.07.2018 10:13
    Highlight Highlight Die ganze Gymi-Diskussion basiert auf der Vorstellung, dass das Gymi der Schlüssel zu hohen Löhnen und Erfolg sei. Doch haben Leute die eine Lehre gemacht haben ebenfalls sehr gute (wenn nicht bessere) Chancen auf eine erfolgreiche Karriere, wenn sie ambitioniert sind und sich tertiäre Abschlüsse erwerben. FH Abgänger haben höhere Löhne als Uniabgänger.

    Dass das Gymi immer als besser wie Lehre + BMS dargestellt wird zeugt vom Klassenstolz gewisser Akademiker, nicht von empirischem Verständnis.
    • SchweizAbschaffen 30.07.2018 10:24
      Highlight Highlight Ja, ja ... das wird dem Volch immer wieder erzählt.
      ... Aber selber studiert man doch.
      Und 50% der Einwanderer aus dem EU-Raum sind Studierte.
      Ha, ha, ha.
    • kafifertig 30.07.2018 10:57
      Highlight Highlight Das Lebenseinkommen von Akademikern ist im Schnitt nicht höher als jenes von Nichtkademikern. Das war schon vor 30 Jahren so und so ist es noch heute.
      Das während der Gymi- und Studienzeit nicht verdiente Geld (gut zehn Jahre versäumtes Erwerbseinkommen = ca. 400 bis 700 Tausend Franken ) können Akademiker im Schnitt bis zur Pensionierung gerade mal aufholen.
      Selbstverständlich gibt es krasse Lohnunterschiede nach oben und nach unten auch unter Akademikern. Es gibt nicht wenige akademische Berufe, die schlechter bezahlt sind, als Berufe, die man durch eine Berufslehre erlangt.
    • KXXY 30.07.2018 11:26
      Highlight Highlight Ja, Lehre & BMS sind ein Erfolgsweg. Ganz zuoberst hin kommt man leider nur über die Uni/ETH.

      Ist blöd, aber ist nun mal so.
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  • Madmessie 30.07.2018 09:55
    Highlight Highlight "Dabei geniessen sie den Vorteil, dass sie neben dem Studium auf ihrem gelernten Beruf zu einem vernünftigen Lohn arbeiten können – und sich nicht in einem unterbezahlten Studi-Job abmühen müssen."

    Das ist leider nicht möglich. Ich hätte nie und nimmer neben meinem ETH-Studium auf dem zweiten Bildungsweg auf meinem Beruf arbeiten können. Wie sollte das denn gehen bei einem Vollzeitstudium?!

    Ansonsten einverstanden.
    • chicadeltren 30.07.2018 11:20
      Highlight Highlight Denke mal, das ist eher auf ein FH-Studium bezogen (was ja die meisten nach BMS absolvieren). Da arbeiten viele 80%, dann dauert der Bachelor 4 Jahre (bei den meisten Uni-Studenten aber auch wenn man ehrlich ist) und gleichzeitig hat man 4 Jahre mehr Berufserfahrung, ein gutes Einkommen und wird nach Abschluss von der Firma meist noch befördert. Kann schon recht lukrativ sein.
  • SchweizAbschaffen 30.07.2018 09:42
    Highlight Highlight Die restriktive schweizer Bilungspolitik, wie sie leibt und lebt.

    Statt Hochschulbildung zu fördern, wird sie verhindert. Gymi-Lehrer sollen aussortieren, so viel es geht.

    "aus ökonomischer Sicht schwierig zu sagen, welche der beiden Varianten dem Steuerzahler langfristig mehr bringt"

    ... Statt der Jugend alle Bildung anzubieten, die sie wünschen, wird Bildung in der Schweiz als "business-investment" gesehen. Schweizer kriegt nur Hochschulbildung, wenn "es was bringt".
    Wem was bringt?

    Die Nation Schweiz dient einer Gruppe privilegierter.
    Und das Volch sind ihr Nutzvieh.
    • Madmessie 30.07.2018 10:02
      Highlight Highlight Ich finde es schon wichtig, dass das studiert wird, was auch gebraucht wird. Sonst kriegt man ja nach dem Studium keine Arbeit.
      Ich hätte auch lieber Geschichte studiert, aber habe mich dann für ein naturwissenschaftliches Fach entschieden, da dies m M. nach sinnvoller ist.

      Und Hochschulbildung zu fördern bringt nichts, wenn so nur Studienabbrüche "gefördert" werden. Wenn die Anforderungen hoch sind, dann gibt es halt nur einen kleinen Teil, der das schafft. Und das ist auch gut so.
      Lieber Qualität vor Quantität.
    • Roxy_red 30.07.2018 10:25
      Highlight Highlight Ich arbeite seit ich 17 bin. Und ich habe keine Lust die Selbsverwirklichungsprojekte von gewissen Studenten, die mit 30 noch an der Uni sind und das Studienfach schon drei Mal gewechselt haben mit zu finanzieren.
      Ausserdem macht es keinen Spass sich Jahrelang an Unis abzurackern und dann keine Stelle zu erhalten. Ich sehe das z.B. bei Biologen. Machen den Bachelor und finden dann keine Stelle, dann hängen sie noch den Master an, dann den PHD - am Ende sind sie überqualifiziert und Stellen gibts immer noch nicht mehr...
      Das dürften die Unis ruhig auch vor dem Studium ansprechen...
    • SchweizAbschaffen 30.07.2018 10:30
      Highlight Highlight Beispiele:
      Hochbezahlter "Avenir Suisse"-Habasch bemängelt, dass Anzahl X Frauen die Studiert haben, nicht arbeiten sondern Kinder haben = "unnütze Bildungsausgabe".

      D.h. Das schweizer Kinder eine Mutter haben, die länger als bis 16 zur Schule ging, ist überflüssig.
      Oder: Dass wenigsten 1 Mitglied einer Einbürgerungskommission länger als bis 16 zur Schule ging, ist unnötig.

      Bei der Bildung geht es nicht nur um "lukrativ" für die Wirtschaft. Es geht auch um die Bildung der Bevölkerung.
      Oder gehört dieses Land nur der Wirtschaft und nicht den schweizer Bürgern?
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  • DerTaran 30.07.2018 09:04
    Highlight Highlight Wieder so einer, der nicht einsehen will, dass die Schweiz unter einheimischem Akademikermangel leidet. Aber die kann man ja billig importieren statt teuer ausbilden. Und der einfache SVP Wähler regt sich dann über seine deutschen Vorgesetzten oder Ärzte auf.
    Ich bin weiterhin froh, das ich dem bildungspolitischen Wahnsinn wenigstens bei meinen Kinder entgegenwirken konnte.
    • Maracuja 30.07.2018 10:30
      Highlight Highlight @DerTaran: ja billig importieren statt teuer ausbilden. Und der einfache SVP Wähler regt sich dann über seine deutschen Vorgesetzten oder Ärzte auf.

      Ob die Deutschschweiz ewig darauf zählen kann, dass Deutschland im grossen Stil Akademiker für den Schweizer Markt ausbildet? Sollten sich die Bedingungen in Deutschland verbessern, muss auf Akademiker aus anderen Ländern zurückgegriffen werden. Wer sich über deutsche Ärzte aufgeregt hat, kann sich in Zukunft auf Ärzte einstellen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.
    • chicadeltren 30.07.2018 11:23
      Highlight Highlight Es gibt durchaus genügend schweizer Maturanden, die gerne Medizin studieren würden. Gibt einfach nicht genügend Studienplätze.
      Ansonsten chillen Schweizer häufig lieber in geisteswissenschaftlichen Fächern (sie können sichs leisten), während man im Ausland eher was Handfestes wie Ingenieur wird. Das resultiert dann darin, dass wie die ganzen technischen Berfufe "importieren" müssen.
    • Hierundjetzt 30.07.2018 12:06
      Highlight Highlight Interessant. Und was studieren Deine Kinder jetzt? Marketing? Öppis mit Medien? Wirtschaft? Gibt es alles um einiges besser im Tertiär B.

      Akademische Modelle lernen macht dann extrem viel Sinn, wenn diese im Berufsalltag elementar sind und man eine akademische Laufbahn anstrebt. Keine Frage!

      Wenn ich mir hingegen nur schon die akademischen Bildungsabschlüsse von UBS Mitarbeiter anschaue und was Sie heute für ein Tageswerk erledigen, kommen mir die Tränen vor lachen. Ethnologen (!) im Investmentbanking, Physiker im HR oder Geographen im Firmenkundegeschäft. Alte....
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  • IchSageNichts 30.07.2018 08:55
    Highlight Highlight Die Frage ist doch ob das Gymnasium richtig selektiert. Das Gymi ist einfach viel zu phil 1 lastig. Ich "armer" Sprach- und Musikinvalide war immer sehr knapp im Gymi. Zumindest vor 15 Jahren war bei uns Bio Chemie Physik und Geschichte, Geo, Wirtschaft jeweils gleich viel Wert wie Musik oder eine der drei 3 Pflicht-Sprachen.
    Und ich hatte Naturwissenschaften als Schwerpunkt!
    Klar ist es easy dann mit Spanisch als Schwerpunkt durch zu kommen wenn nur Mathe und die Naturwissenschaften die Note "stören"
    Für ein ETH Studium braucht es aber keine Musik sondern Informatik oder halt mehr MINT.

    • Zat 30.07.2018 10:06
      Highlight Highlight Komisch, ich fand das Gymi eher Mathe-lastig, trotz Sprachen-Schwerpunkt. Ist wohl eine Sache der Perspektive. Ausserdem bin ich immer noch der Meinung, auch in Mint-Berufen ist die Sprache wichtig. Jedenfalls in meinem Arbeitsumfeld. Klar, Mathe auch, aber nicht überall gleich stark und detailliert.
    • IchSageNichts 30.07.2018 11:25
      Highlight Highlight Klar ist das wichtig. Aber mit Sprachenschwerpunkt hast du 4 Sprachen. Im Matheschwerpunkt hast du 2x Mathe und nicht 4x. Ich sage ja nicht das die Sprachen unwichtig sind.
      Es ist einfach zu einfach zu sagen es gibt zu viele schlechte Gymnasiasten. Ja in was sind die dann schlecht? Überall können sie es nicht sein sonst wären sie nicht mehr am Gymi. Also ist die Frage doch nach was selektioniert das Gymi und da sehe ich, dass schlechte Sprachler weniger Chance haben sich hinter anderen Fächern zu verstecken als schlechte Mathe Studenten (du hastest ja in diesem Fall 4 Sprachnoten oder?)
    • Bowell 30.07.2018 13:16
      Highlight Highlight Ich bin sicher, dass in MINT-Berufen in erster Linie MINT wichtig ist. Sprachen sind ein add-on, aber wenn du super Spanisch sprichst wirst du trotzdem nicht als Chemiker eingestellt...
  • Alterssturheit 30.07.2018 08:28
    Highlight Highlight Der direkte Weg via Gymi zum Studium scheint für viele Eltern immer noch "der einzig richtige" Weg zu sein. Beispiel aus meiner Firma: bei 10 Pers. des obersten Kaders (davon 1 Akademiker) sind 8 Kinder im entsprechenden Alter. Davon sind 7 direkt via Gymi/Matur zum Studium gegangen. Ihr solltet sehen, wie stolz ihre Väter das jeweils ungefragt kundtun. Erfolgreiche Lehrabschlüsse hingegen sind nie ein Thema und nicht erwähnenswert.
    Allerdings betonen alle immer, wie wichtig eine Lehre ist und verweisen auf unser Lehrstellenangebot....
  • Shwarms 30.07.2018 08:22
    Highlight Highlight Ich finde es gefährlich, schlechtere Gymischüler als ungeeignet fürs Gymnasium zu betrachten, denn auch im Gymnasium werden Noten, trotz Bemühungen zur Objektivierung, meist subjektiv vergeben. Zudem gibt es sogenannte „Underachiever“, welche sich im Gymnasium keine oder wenig mühe geben, weil sie trotzdem bestehen.
    Aus persönlicher Erfahrung lässt sich sagen, dass die Noten am Gymnasium nicht mit akademischem Erfolg an der Uni korrelieren.
    Ich selbst war mittelmässig im Gymnasium, habe das Studium aber mit Auszeichnung bestanden.
    • Madmessie 30.07.2018 10:06
      Highlight Highlight "Underachiever" sind ja auch nicht gemeint. Sondern die, die wirklich Mühe haben den Lernstoff zu verstehen. "Underachiever" sind ja nicht dumm, im Gegenteil.
    • chicadeltren 30.07.2018 11:28
      Highlight Highlight Also bei uns wussten immer alle, die knapp waren, an was es lag... "Ich musste wegen Lehrer X wiederholen", hab ich nie gehört. Das Problem lag auch nie bei einem einzelnen Fach. Sorry, aber wenn du überall knapp ne 4 hast und in Mathe halt ne 3, dann ist das klar ungenügend...
  • RyXXel 30.07.2018 08:11
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel!
    Von mir hatten wegen meinen Noten alle erwartet, dass ich ins Gymnasium gehe. Aber ich wollte einfach in die Sek und danach arbeiten!
    Die Möglichkeit eine Berufsmaturität zu machen wurde von unseren Lehrern nie angesprochen, ich wurde von einem Freund darauf aufmerksam gemacht.
    Heute ist mein zweitletzter Tag in der Lehre, die ich mit Berufsmatura abgeschlossen habe und ich bin froh, die letzten vier Jahre nicht mit in der Schule sitzen verbracht zu haben!
    • Alterssturheit 30.07.2018 08:29
      Highlight Highlight Gratuliere RyXXel - weiter so !
    • Madmessie 30.07.2018 10:08
      Highlight Highlight Gut gemacht RyXXel!
      Ich habe damals genau gleich entschieden wie du und habe es nicht bereut - im Gegenteil.
    • Töfflifahrer 30.07.2018 10:14
      Highlight Highlight Gratuliere 👍👋
      Auch wenn Sie später noch Studieren sollten, werden Sie eine Führungskraft die das wesentliche kennt, nämlich die Arbeit selbts und werden sich nicht in Theorien verlieren.
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  • Scaros_2 30.07.2018 08:01
    Highlight Highlight Ich bin der Meinung über kurz oder lang muss unsere Ausbildungssystem überholt werden. Mein Vorschlag wäre, dass man ein Bachelorstudium direkt an die Lehre mitanschliesst.

    Will heissen man macht 4 Jahre lang eine Lehre und nach dessen Abschluss beginnt im Herbst dann der Bachleor. Dabei kann der Lehrling auswählen ob er in der Richtung bleiben will z.b. Konstrukteur --> Ingenieur Studium oder aber ob er die richtung wechseln will --> Wirtschaftsinformatiker/BWL etc.
    Gleichzeitig das ganze Teilzeit bei der gleichen Firma. Den sind wir ehrlich. Der Bachelor ist in vielen Berufen heute pflicht.
    • sephiran 30.07.2018 08:43
      Highlight Highlight du hast nicht so den durchblick..
    • Scaros_2 30.07.2018 08:52
      Highlight Highlight Warum nicht?

      Viele der heutigen Lehrberufe werden über kurz oder lang outsourced. Z.b. Dass was Konstrukteure heute lernen findest du noch bei kleinen KMU's. Grosse Unternehmen sourcen diese Tätigkeiten nach Tschechien oder Prag und man hält die Lehrlinge max. 1 Jahr. Diese Jobs werden fast gezwungen ein Studium zu machen weil ihre Arbeit einfach zu teuer ist. Das diese Lösung nicht für jeden Beruf eine Möglichkeit bittet ist klar. Es gibt auch keine generelle Lösung. Aber in vielen Lehrberufen hast du mit deinem Abschluss noch nicht den Wissensstand um einer Firma langfristig zu dienen.
    • Hierundjetzt 30.07.2018 09:12
      Highlight Highlight Sacros: Gibt es und heisst HF.

      Und nein, Bachelors sollen dem Tertiär A Weg vorbehalten bleiben. Und nein, eine Berufslehre hat einen anderen Fächerplan als eine Matura. In einer Berufslehre zB Bau, Heizung oder KV Physik unterrichten? Come on, für was?

      Lehre: Tertiär B
      Matura: Tertiär A

      Bitte nicht mischeln. Die Durchlässigkeit beider Systeme ist ja zu 100% gegeben
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  • The Count 30.07.2018 07:50
    Highlight Highlight Passend dazu etwas aus meinem Arbeitsalltag. Kantischüler (Gymnasiasten) ist die Schülergruppe welche am meisten Vandalismus betreibt. Also die zukünftige "Elite".
    • KXXY 30.07.2018 11:29
      Highlight Highlight Ist auch die Schülergruppe die dann am meisten Steuern zahlt, eben die Zukünftige Elite.
    • loplop717 30.07.2018 11:29
      Highlight Highlight Was hat das mit dem Artikel zu tun?
    • phreko 30.07.2018 12:44
      Highlight Highlight Möglicherweise bloss ein Ausdruck höherer Kreativität...
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  • grandvlad 30.07.2018 07:46
    Highlight Highlight Hört hört die Ausbildung der Jugendlichen soll sich nach den Steuerzahlern richten🤓 und daaaaas "Wenn es um die Alternative Gymnasium oder Lehre geht, dann wäre es aus ökonomischer Sicht schwierig zu sagen, welche der beiden Varianten dem Steuerzahler langfristig mehr bringt." sollte sich jeder Jugendliche überlegen und v. a. die Eltern die ihre kids im Gymi wollen um zu bluffen... Lasst den Jugendlichen mehr Zeit eine Entscheidung für die Zukunft zu fällen - egal aus welcher sozialen Schicht.
    • Hierundjetzt 30.07.2018 09:13
      Highlight Highlight Bitte Artikel *genau lesen* Im Beispiel geht es um einen Sozialhilfeempfänger.
    • SchweizAbschaffen 30.07.2018 10:35
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      Auch falsch: Es geht um das Kind von Sozialhilfeempfänger.
      Klarer Fall von Diskriminierung.
      Schämschweiz.
      ... Dafür mehr Geld für Flugis etc., oder auf Gemeindeebene für Aufträge an den Vereinskollegen...
    • grandvlad 30.07.2018 13:02
      Highlight Highlight @hierundjetzt.... und denken, was gelesen🙏 ergo: die Eltern sind Sozialempfänger.... Impliziert, dass Jugendliche aus Umfeld Sozialempfänger auch solche werden... Es gibt genauso reiche Eltern, deren Jugendliche nach der Matur IV oder Sozialempfänger werden... Reichtum schützt nicht vor Nutzung sozialer Unterstützung. Genau darum sollte -wie nach CH-Recht- die Gleichberechtigung auch im Bildungswesen umgesetzt werden.
  • lilie 30.07.2018 07:44
    Highlight Highlight Interessantes Interview. Aber doch ein paar Fragen:

    1. Titel: Es sind ja nicht unbedingt die schlechtesten Schüler generell, sondern nur die schwächeren Gymi-Schüler, welche meist aus Akademiker-Familien kommen.

    2. Herr Wolter fordert, dass nicht nur die Vornoten, sondern auch eine Aufnahmeprüfung über den Eintritt ins Gymi entscheiden sollen. Ist das nicht sowieso so? Oder kommt das auf den Kanton an?

    3. Herr Wolter schlägt auch vor, dass Jugendliche, welche keine konkreten Berufsvorstellungen hätten, eher eine Lehre machen sollten. Aber wie sollen sie denn eine Lehre wählen? 🤷‍♀️
    • Yuigo 30.07.2018 08:55
      Highlight Highlight zu deiner zweiten Frage:
      Ja es ist von Kanton zu Kanton anders. In Glarus (Kt. Glarus) musst du eine Aufnahmeprüfung absolvieren. In Schlieren (Kt. Zürich) muss ein gewisser Schnitt in der Sek erreicht werden. Wie es jedoch ist, wenn man von der Primarschule direkt ans Gymnasium möchte, kann ich dir nicht weiterhelfen.
    • Maracuja 30.07.2018 08:58
      Highlight Highlight @lilie

      1. Wenn Akademikerkinder im Gymi generell übervertreten sind, dann ist nicht erstaunlich, dass sie bei den schlechtesten Schülern dort die Mehrheit stellen. Im übrigen wird zumindest in Stadt Zürich am Gymi fleissig selektiert. Beim meinem Ältesten waren es zu Beginn 28 Schüler, am Ende 16, beim Jüngeren hielten von 25 gerade 14 bis zum Abschluss durch. Bei der Mittleren (Lehre mit BMS) mussten hingegen nur 2 den Kurs verlassen.
      2. Kantonal geregelt. Gibt Orte ohne Aufnahmeprüfung.
      3. Da schlägt der Bildungsökonom natürlich die Lehre vor, die am lukrativsten ist.
    • zettie94 30.07.2018 09:05
      Highlight Highlight 2. Ist teilweise sogar zwischen Gemeinden unterschiedlich. In Bern z. B. gibt es in manchen Gemeinden noch die Spez-Sek, von wo aus ein Übertritt ins Gymnasium ohne Aufnahmeprüfung möglich ist, wenn der Notenschnitt über einem bestimmten Wert ist. Von der normalen Sek aus ebenfalls, da braucht es aber einen höheren Notenschnitt und aus der Real muss man sowieso die Prüfung machen.
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  • Jein 30.07.2018 07:37
    Highlight Highlight Ich hatte Mühe in der Mathematik, und bin letztendlich dank einem ETH-Student der mir in circa 20 Lektionen à 20 CHF die Materie auf einer verständlicheren Art als mein Lehrer beigebracht hat ins Gymi gekommen.

    Gemäss Herrn Wolter ist das also falsch, und ich war einer dieser "schlechten Schüler" die nur dank Doping im Wert von saghaften 400 CHF ins Gymnasium kamen.

    Oder aber mein Fall zeigt dass die Sache nicht so schwarz und weiss ist wie im Interview dargestellt, Nachhilfe kann positive Effekte wenn sie in einem Mass zur Anwendung kommt das die Chancengleichheit nicht beinträchtigt.
    • lilie 30.07.2018 08:36
      Highlight Highlight @Jein: Ich kann dir nur beipflichten. Es mag ja sein, dass reiche Eltern ihre Kinder pushen, bis zum Gehtnichtmehr - im wahrsten Sinne des Wortes, denn irgendwann geht es nicht mehr und die Schüler fliegen raus.

      Ich hingegen habe während meiner Gymizeit viel Nachhilfe gegeben. Und das waren oft Kinder aus bescheidenen Verhältnissen, deren Familien nicht in der Lage waren zu helfen.

      Da ging es oft darum, das Selbstvertrauen zu stärken.

      Oder, wie du sagst, einfach mal einen anderen Erklärungsansatz zu suchen, so dass der Knoten sich lösen konnte.

      Hat mir immer viel Spass gemacht. 😊
    • Grigor 30.07.2018 10:08
      Highlight Highlight Warum werden solche Interviews immer schwarz/weiss interpretiert? Er hat doch nur gesagt das es nicht gut ist die Nachhilfe als Standard zu etablieren. Natürlich ist es sinnvoll gezielt Nachhilfe zu nehmen wenn man einen Knopf hat. Es gibt aber heutzutage unglaublich viele Eltern die ihre Kinder einfach aus Prinzip in die Nachhilfe stecken. Diese Entwicklung ist bedenklich und genau das spricht er an. Er hat dich nicht direkt angegriffen, da bin ich mir sehr sicher.
    • chicadeltren 30.07.2018 11:48
      Highlight Highlight Das Ding ist halt, dass es bei jeder Prüfung hilft, wenn man den Aufbau vorher kennt, weil mann dann weiss, was einen ungefähr erwartet. Nicht inhaltmässig, aber die Art der Aufgabenstellung. Daher ist eine minimale Vorbereitung schon essentiell. Wenn das der Lehrer von sich aus anbieter, gut (machen auch viele), aber wenn nicht, ist ein Kurs halt schon hilfreich...
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