Schweiz
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Wegen Fluchtgefahr: «Rollstuhl-Bomber» und Komplizen bleiben in Sicherheitshaft



Eine Gerichtszeichung gezeichnet von Karin Widmer im Gerichtssaal am dritten Prozesstag, in Bellinzona, am Mittwoch 2. Maerz 2016. Der Prozess gegen vier mutmassliche IS-Mitglieder begann am 29. Februar vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona. Die vier in der Schweiz lebenden Iraker muessen sich fuer die Beteiligung an einer kriminellen Organisation verantworten. Zudem wird ihnen vorgeworfen, einen terroristischen Anschlag geplant zu haben. Der Prozess soll rund eine Woche dauern und findet unter massiven Sicherheitsvorkehrungen statt. (KEYSTONE/Karin Widmer)

Die vier mutmasslichen «IS»-Helfer wurden im März zu Haftstrafen verurteilt – nun entschied das Bundesstrafgericht, dass Fluchtgefahr besteht. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Die drei Iraker, die am 18. März erstinstanzlich wegen Beteiligung beziehungsweise Unterstützung einer kriminellen Organisation verurteilt worden sind, bleiben weiterhin in Sicherheitshaft. Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat entschieden, dass Fluchtgefahr besteht.

Davon geht das Gericht auch beim Hauptangeklagten aus, der aufgrund einer Kriegsverletzung Paraplegiker ist. Weil er jedoch nach seiner Einreise in die Schweiz Kontakte zu Schleusern hatte und sich davor in verschiedenen Ländern aufhielt, schreibt das Bundesstrafgericht, dass er als «durchaus agil zu bezeichnen» sei.

Auch der zweite Verurteilte kennt Schleuser und damit die Möglichkeit «sich jenseits behördlicher Blicke in diversen Ländern zu bewegen», halten die Richter in Bellinzona fest. Er hat zwei Kinder aus zwei Ehen in der Schweiz. Zudem verfügt er über eine C-Bewilligung. Diese wird derzeit jedoch überprüft.

Der dritte Iraker ist ein abgewiesener Asylbewerber. Er wurde vor seiner Einreise in die Schweiz in Italien registriert.

Die drei Männer befinden sind nun seit rund zwei Jahren in Haft. Das Bundesstrafgericht hat sie zu Freiheitsstrafen zwischen dreieinhalb und vier Jahren und acht Monaten verurteilt. Dagegen können sie beim Bundesgericht Beschwerde einlegen. Die Verlängerung der Sicherheitshaft gilt bis Mitte Juni. (Beschluss SN. 2016.5 vom 18.03.2016) (wst/sda)

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