Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Doppelmörder wegen erneutem Tötungsdelikt in Frenkendorf BL vor Gericht



Ein im Kanton Solothurn verurteilter zweifacher Mörder steht wegen eines neuen Falls seit Dienstag vor dem Baselbieter Strafgericht: Der 2011 bedingt entlassene Mann soll im November 2015 in Frenkendorf BL eine Ex-Freundin erstochen haben.

Beim Beschuldigten handelt es sich um jenen Mann, der 1994 in Hägendorf SO eine Ex-Freundin und deren Bruder erschossen hatte. Dafür wurde er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Doppelmörder wurde dann aber 2011 bedingt entlassen, dies mit einer Probezeit von fünf Jahren.

Angeklagter entschuldigt sich

Der 63-jährige Beschuldigte gab sich beim Auftakt des viereinhalbtägigen Prozesses am Baselbieter Strafgericht reuig. Er entschuldigte sich für die «schreckliche Tat». Diese sei nicht geplant gewesen, sondern auf die «unerwartete Reaktion» seiner Ex-Freundin zurückzuführen. Er sei in einem emotionalen Ausnahmezustand gewesen und habe die Kontrolle verloren.

Zur Tat war es am Abend des 12. November 2015 am Wohnort des Opfers in Frenkendorf gekommen. Der Beschuldigte hatte der 64-Jährigen gemäss Anklageschrift aufgelauert und sie nach deren Heimkommen überrascht. Als sie zu schreien begann und sich gegen Annäherungen wehrte, stach er mit zwei mitgebrachten Messern insgesamt 20 Mal auf die Frau ein.

Nach Trennung «massiv gekränkt»

Der Beschuldigte und das Opfer hatten zuvor eine mehrwöchige Beziehung geführt. Laut Anklageschrift hatte sich die Frau Ende Oktober jedoch vom Beschuldigten getrennt, da er sie immer mehr eingeengt hatte, ihr Handy kontrollierte und einen Entscheid erzwingen wollte, betreffend ihren getrennt lebenden Ehemann.

Aufgrund der Trennung, im Zuge derer die Frau dem Mann auch einen Geschenkgutschein schenkte, habe sich der Beschuldigte «massiv gekränkt» gefüllt und den Racheakt geplant, hiesst es in der Anklageschrift. In einem Brief schrieb die Frau ihm auch, dass seine übertriebene Fürsorge sie zurück in die Arme ihres Mannes trieb.

Systematisch habe der Beschuldigte danach begonnen, die Frau auszukundschaften. Nach einer kurzen Reise nach Italien kehrte er am 11. November in die Schweiz zurück. Zuvor habe er erfahren, dass sich seine Ex-Freundin und ihr Ehemann mehrfach getroffen hatten.

Fall von «äusserster Brutalität»

Am Abend des 12. Novembers fuhr er mit einer Tasche, in der unter anderem mehrere Messer, Kabelbinder und eine Axt waren, nach Frenkendorf. Zuvor hatte er sich mit seinem Handy im Internet über «brutale Foltermethoden» informiert. In seiner Wohnung platzierte er gemäss Anklageschrift zudem leicht auffindbar seine Agenda, in welcher er notiert hatte, dass er sich das Leben nehmen wolle.

Nach der Tat entwendete der Beschuldigte das Mobiltelefon des Opfers und fuhr zunächst nach Liestal, um später wieder nach Frenkendorf zurückzukehren. Dort wurde er kurz vor 23 Uhr an der Tatortabsperrung von der Polizei kontrolliert und festgenommen. Seither befindet er sich in Haft.

Beim Prozessauftakt am Dienstag sprach der Gerichtspräsident von einem Fall von «äusserster Brutalität». Er sagte während der Befragung zudem, dass dem Beschuldigten in einem Gutachten eine narzisstische Persönlichkeitsstörung attestiert worden sei. Die Urteilseröffnung ist auf den 25. April angesetzt.

(whr/sda)

Aktuelle Polizeibilder

Das könnte dich auch interessieren:

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

Zwei Schweizer bei Badeunfall in Kolumbien getötet

Link zum Artikel

Ein ziemlich seltsames Outfit – so erklärt Serena Williams ihren Netzstrumpf-Auftritt

Link zum Artikel

Drei Lawinen fordern eine Tote und mehrere Verletzte im Wallis

Link zum Artikel

Nico soll Schneeketten montieren und bringt damit den Chef zur Verzweiflung 😂

Link zum Artikel

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Link zum Artikel

So hast du die Karriere von Roger Federer noch nie gesehen

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

Vorsicht! Mit den Apple-Ohrstöpseln wird das iPhone zur Wanze 😳

Link zum Artikel

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Link zum Artikel

Der Lambo-Trottel, sein High-Heels-Schrank und ich

Link zum Artikel

Die grössten Apple-Irrtümer – was nicht nur iPhone-Fans wissen sollten

Link zum Artikel

Die grosse Game-Vorschau: Auf diese 50 Spiele dürfen wir uns 2019 freuen

Link zum Artikel

So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten 🤔😂

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Trump will den Notstand ausrufen – aber darf er das überhaupt?

Link zum Artikel

«Gölä ist die falsche Art von Büezer» – Nico bügelt mit dem Berner Rapper Nativ

Link zum Artikel

Samsung, Huawei oder doch Nokia? Diese Android-Handys erhalten am längsten Updates

Link zum Artikel

Sie wollte dieses Kleid kaufen – und brach bei der Lieferung (zu Recht) in Tränen aus

Link zum Artikel

HSG reicht Strafanzeige gegen Professor ein

Link zum Artikel

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen

Link zum Artikel

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Link zum Artikel

«Die toten Hoden» – neue Twitter-Challenge ruiniert die Namen deiner Lieblingsbands

Link zum Artikel

«Familie wird mich töten»: Rahaf auf Flucht aus Saudi-Arabien in Thailand vorerst sicher

Link zum Artikel

Wenn sogar Fox News Trumps Grenz-Lüge anprangert

Link zum Artikel

Das Beste an den Golden Globes? Diese Wasserträgerin

Link zum Artikel

Die bizarre Liebesgeschichte der KZ-Aufseherin, die sich in eine Gefangene verliebte

Link zum Artikel

7 Wahlen hat er analysiert – jetzt meint er: «Das System könnte aus den Fugen geraten»

Link zum Artikel

Sexy Särge oder phallische Felsen – welcher Wandkalender darf's denn sein?

Link zum Artikel

Bellydah: «Diesen Job nennt man ‹Rap-Video-Bitch›»

Link zum Artikel

Kann man wirklich zu lange schlafen?

Link zum Artikel

Der einzige Schweizer auf Mikronesien braut Bier und lebt auf diesem Inselcheln

Link zum Artikel

6 Webseiten, auf denen du dir toll die Zeit totschlagen kannst – klicken auf eigene Gefahr

Link zum Artikel

7 Dinge, die dir bei diesen bekannten Weihnachtsfilmen noch nie aufgefallen sind

Link zum Artikel

Jetzt muss Trump die Börse mehr fürchten als Mueller 

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ujay 17.04.2018 17:57
    Highlight Highlight Ein Doppelmörder, zu lebenslänglicher Haft verurteilt, kommt nach 16 Jahren frei. Das soll mal jemand den Angehörigen der Ermordeten erklären. Lebenslänglich sollte heissen; bis zum Tod des Verurteilten.
  • Kong 17.04.2018 15:41
    Highlight Highlight Ist ein Kürzung der Strafe üblich in schweren Fällen? Es wurde ihm eine Störung attestiert. Aber doch hat jemand den Entscheid getroffen ihn gehen zu lassen. Hier wären mehr Hintergrundinfos interessant.
  • Butschina 17.04.2018 15:40
    Highlight Highlight Wenn die Tat nicht geplant war, wieso hatte er zwei Messer, eine Axt und Kabelbinder dabei? Eine etwas unglaubwürdige Aussage.

Zwei Mitglieder der Jungen SVP für «Zigeuner»-Plakat verurteilt – die Reaktionen im Video

Wegen Rassendiskriminierung sind die beiden Chefs der Jungen SVP Kanton Bern erstinstanzlich verurteilt worden. Das Regionalgericht in Bern sprach am Montag bedingte Geldstrafen gegen Nils Fiechter und Adrian Spahr aus.

Die beiden Jungpolitiker sind verantwortlich für eine Zeichnung, die vor den kantonalen Wahlen vom März 2018 auf Facebook gepostet wurde. Sie machte Stimmung gegen Transitplätze für ausländische Fahrende.

Die Illustration zeigte einen Schweizer in Sennentracht, der sich vor einem …

Artikel lesen
Link zum Artikel