Schweiz
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Le logo de la Coop et le logo de la Migros sont  photographies cote a cote sur un batiment commercial commun ce mardi 23 aout 2016 sur la place de la Sallaz a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die beiden Genossenschaftsriesen stehen in der Kritik. Bild: KEYSTONE

Fehlende Sensibilität bei Migros und Coop: Keine «Sonderwünsche» für Autisten

Eine britische Supermarktkette hat eine stille Einkaufsstunde für Menschen mit Autismus eingeführt. Migros und Coop zieren sich.

Benjamin Weinmann



Die beiden Genossenschaftsriesen Migros und Coop sollten sich an der britischen Supermarktkette Morrisons ein Vorbild nehmen und eine stille Einkaufsstunde für Menschen mit Autismus einführen. 60 Minuten pro Woche wären ein kleines, aber bedeutendes Zeichen, um Autisten im Alltag besser mit einzubeziehen.

Doch sowohl Migros als auch Coop zieren sich. Ihre Rechtfertigungen zum Thema widerspiegeln im Kern leider die vielfach herrschende Einstellung in der Schweiz, wonach Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung «Sonderwünsche» einer Minderheit darstellen. Ihre Erfüllung gilt oft als notwendiges Übel, das mit Zusatzaufwand verbunden ist.

So sagt die Migros, Menschen mit Autismus könnten ganz einfach kleinere Filialen auswählen. Doch auch in kleineren Filialen können der Geräuschpegel und vor allem der Dichtestress hoch sein. Irritierend ist auch die Aussage, sie könnten ja schliesslich online einkaufen. Mit dieser Aussage werden Autisten vom Einkauf mit der Allgemeinheit ausgegrenzt und zur «Sondergruppe» abgestempelt.

Diese Einstellung ist für eine Genossenschaft, die sich den sozialen Gedanken auf die Fahne schreibt, rückwärtsgewandt. Sie zeugt von mangelnder Sensibilisierung und zeigt, dass das Verständnis für Beeinträchtigungen, die nicht so offensichtlich wie körperliche Behinderungen sind, noch immer sehr gering ist.

Auch sonst hinkt die Schweiz in Behinderungsfragen gegenüber dem Ausland vielfach hinterher. Vor allem in den Vereinigten Staaten gilt die Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung im Alltag als selbstverständlich – nicht nur, wenn jemand aus der eigenen Familie betroffen ist, sondern generell: Sei es bei der Integration am Arbeitsplatz, in der Schule oder beim hindernisfreien Bauen.

Der Schweizer Dachverband Inclusion Handicap brachte es zuletzt auf den Punkt: «Es braucht in erster Linie den Abbau von Vorurteilen», sagte dessen Präsidentin Pascale Bruderer. «Die Eingliederung von Behinderten hat vor allem in unseren Köpfen noch nicht genügend Platz gefunden.» Dabei hat die Schweiz 2014 die UNO-Behindertenrechtskonvention ratifiziert und sich so verpflichtet, Behinderten die soziale Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Gerade die beiden Grossverteiler mit ihrem immensen Marktanteil in der Schweiz ständen hier in der Verantwortung, ihren Anteil zu leisten, um Menschen mit Behinderung in ihrer Selbstständigkeit stärker zu unterstützen. (aargauerzeitung.ch)

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87Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 31.07.2018 06:13
    Highlight Highlight Eine solche unverschämte Diskriminierung dürfen wir nicht hinnehmen!
  • lansky 30.07.2018 21:52
    Highlight Highlight Oy Vey!
  • nass 30.07.2018 16:44
    Highlight Highlight Richtig so. Dieses mimimi von allen Möglichen und die gewünschten Sondeebehamdlungen gehen mir sowas von auf den Keks. Kauft abends um 19 Uhr ein, dann habt ihr eure stille Stunde...
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 30.07.2018 20:51
      Highlight Highlight *Montagabends*
  • Jazzdaughter 30.07.2018 16:22
    Highlight Highlight Die vielen Kommentare hier bestätigen leider die Aussage des Artikels: Es herrscht gesellschaftliche Unverständnis gegenüber Menschen mit Behinderungen und deren Bedürfnisse werden als spezielle Wünsche abgewinkt.

    Die Schweiz hat enormen Nachholbedarf in diesem Bereich, vor allem mental.
  • stadtzuercher 30.07.2018 13:46
    Highlight Highlight Ein schönes Beispiel von Identitätspolitik, wie sie bei uns etwa die SP und die Grünen betreiben.

    Zudem: Wer immer so polemisch gegen die "heterosexuelle weisse Mehrheit" wettert, sollte nicht vergessen, dass dies eben keine Mehrheit ist, sondern Tausende Minderheiten mit unzähligen Gleichstellungs- und Unterscheidungsmerkmalen. Wenn jede Minderheit auf Ihr Recht pocht, dann viel Spass beim Einkaufen in der Migros zu deinem wöchentlichen 30min-Slot.

    tsts...
  • Narzyss 30.07.2018 13:21
    Highlight Highlight Kann mir Jemand erklären weshalb das genau nötig ist und wie so eine stille Stunde umgesetzt wird?

    Darf man da nicht reden? Oder dürfen da weniger Menschen in den Laden?

  • Echo der Zeit 30.07.2018 13:13
    Highlight Highlight Gibt doch da so Kopfhörer die Geräusche Rausfiltern - Kenne da einen mit ADHS - Arbeitet in einer Geschützten Arbeitsstelle in einer Institution - hatte so ein Ding an. Wer Motzt Rum - Die Sozialpädagogin aus Gutem Hause, Das geht nicht , ich will das nicht, gehört sich nicht usw.... - So ist es - Die wohl Studierten Pädagogen kommen mit dem Normalisierung Prinzip - von Empowerment wollen die nichts wissen, weil sie da die Behinderten nicht mehr rum Gängele können.
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 30.07.2018 12:30
    Highlight Highlight Bitte, bitte keine identity politics, auch wenn ich definitiv dafür bin, die Duftkerzenabteilung in den Keller zu verbannen. Für immmäääärrr.
  • Pergjo 30.07.2018 12:18
    Highlight Highlight "Mit dieser Aussage werden Autisten vom Einkauf mit der Allgemeinheit ausgegrenzt und zur «Sondergruppe» abgestempelt."

    Würden sie das nicht auch, wenn man Ihnen diese Sonderbehandlung geben würde?
  • Töfflifahrer 30.07.2018 12:09
    Highlight Highlight die Migros-Führung hat mit den Idealen von Dutti rein gar nichts mehr zu tun.
    • winglet55 30.07.2018 15:16
      Highlight Highlight vo der Geschäftsphilosophie her, geb ich ihnen ja recht, trotzdem ein Blitz. Weil, auch Transgender, die Schwul/lesbische Vereinigung, Der Verein alleinerziehender Mütter, die Vereinigung gleichgeschlechtlich orientierter Väter, die Unterstützer der Rollatorbenutzer, sie alle und noch mehr hätten gern ihren eigenen Einkaufsslot, viel Spass!
  • Jazzdaughter 30.07.2018 11:27
    Highlight Highlight Diese Mentalität ist zum Kotzen. Behinderte ja, aber nicht dort wo ich bin! Alles soll so sein, dass die gesunde, schweizerische, heterosexuelle etc sogenannte Mehrheit sich nicht im geringsten an Bedürftigere anpassen muss. Anpassen sollen sich die anderen! Es ist nicht schwer zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die nicht irgendwelchen Normen entsprechen und sich nicht anpassen können, im Gegensatz zur Norm die aus Rücksichtslosigkeit nicht will. Es braucht nur ein bisschen Einfühlungsvermögen. Solche stillen Stunden wären für die "Norm" unschädlich und für Autisten eine grosse Hilfe.
    • Jazzdaughter 30.07.2018 11:41
      Highlight Highlight Ausserdem, das Argument "ist ja nur eine Minderheit" zieht nicht. 1% der CH Bevölkerung macht ca. 83'000. Gar nicht mal so wenig in Zahlen. Auf der Erde macht 1% heute 76.394024 Mio. Da ist die schweizer Bevölkerung dagegen eine Minderheit. Sollten wir deshalb nicht das Recht auf z.B. Souveränität haben? Natürlich sollten wir. Das Wort "Minderheit" rechtfertigt aber bequem warum man diese 76 Mio Menschen grausam ignorieren darf.
    • Raphael Stein 30.07.2018 11:45
      Highlight Highlight völlig daneben, jazz.

      Willst du mir weismachen, dass für 2 Menschen eine Stunde lang ein grosser Laden beleuchtet werden soll...
      Was für Enerigekosten zu Lasten der Natur da entstehen, wohl kein Einfühlungsvermögen diesbezüglich.

      Immer einseitig anpassen aber nicht vernünftig. Wenn die USA das wohl eingeführt haben, was für Verbrechen begehen die an der Natur mit ihren Produkten, im gleichen Laden zu kaufen....





    • Dr. Zoidberg 30.07.2018 12:15
      Highlight Highlight Nun, äh, sorry. Bei dieser stillen Stunde werden, soweit ich das verstanden habe, die Umgebungsgeräusche verringert. Hätte ich auch gerne, ich hasse Lärm. Nur: das Lauteste in den Läden, die ich besuche, sind die Kunden und deren wohlerzogener Nachwuchs. Und dann muss ich ja auch noch irgendwie in den Laden kommen, selbst in dem Kaff, in dem ich wohne, kann der Weg zum Dorfladen ziemlich laut sein. In der Stunde müsste man also alle Nichtautisten aus dem öffentlichen Raum verbannen. Vielleicht wäre es zielführender, die IV würde noise cancelling headphones bezuschussen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sarkasmusdetektor 30.07.2018 11:06
    Highlight Highlight Wenn man bei uns am Samstag nach 19 Uhr in den Migros geht, kommt das einer stillen Stunde schon sehr nahe.
  • Beat Galli 30.07.2018 11:03
    Highlight Highlight Was nir am meisten zu denken gibt, ist die Tatsache, dass solche Sachen, egal ob sinvoll oder nicht sinvoll, gelöst sind wenn dies Migro und Coop einführen oder eben nicht.
    Es ist schlimm, für eine Volkswirtschaft, wenn scheinbar alles nit noch um zwei zu gross gewachsene Teilmonopolisten drehen.
    Werbetechnisch ist es mir ein Geheimnis, dass alle Werbeabhängigen Medien Ihre möglichen Kunden gratis beim Namen nehmen.
    Mann könnte fast meinen, diese sind auch schon im Besitz der zwei Orangen Riesen.

    Früher hätte mann von „grösseren Ladenketten“ gesprochen“ ausser mann wurde bezahlt dafür...
  • drüber Nachgedacht 30.07.2018 10:59
    Highlight Highlight Für wie Dumm werden hier Autisten mit sensibler Hörwahrnehmung verkauft??

    Die haben sich schon längst selbst geholfen. Schon seit mehrere Jahren gibt es lärmabsorbierende Kopfhörer.

    Wenn man dann nicht reagiert, wenn man angesprochen wird, ist es ja klar warum man nicht reagiert. Man trägt ja schliesslich einen Kopfhörer.

    Hört endlich auf, Behinderte mit solch idiotischen Aktionen zu diskriminieren. Behinderte sind nicht dumm.
    • Sam Dis 30.07.2018 12:09
      Highlight Highlight Da kann ich dir nur recht geben. Ich denke aber auch, dass die geforderte stille Stunde oder ähnlich grossangelegte Massnahmen Unsichtbares sichtbar machen und so Vorurteile in der Gessellschaft abbauen und ein Bewusstsein für Diversität schaffen können. Dadurch können langfristig Vorurteile in der Gesellschaft abgebaut werden, was wiederum den sozialen Zusammenhalt stärkt.
    • Echo der Zeit 30.07.2018 13:16
      Highlight Highlight Danke für diese Worte !
  • Nausicaä 30.07.2018 10:57
    Highlight Highlight Viele Menschen beschweren sich, dass die Menschlichkeit verloren geht, dass nur noch Leistung zählt, dass jeder für sich schaut. Aber andererseits machen die meisten von uns da auch fleissig mit. Wenn ich Kommentare lese im O-Ton "man muss halt lernen mit der Behinderung umzugehen und nicht die anderen 'zwingen'" sich einem anzupassen frage ich mich schon ob der mangelnden Empathie...Die Gesunden sollten mMn die Reserven haben um Rücksicht zu nehmen und den Eingeschränkten zu helfen.
  • mAJORtOM95 30.07.2018 10:56
    Highlight Highlight Ich habe überhaubt nichts gegen Autisten. Doch man kann einfach nicht auf alle Sonderwünsche achtgeben. !Angenommen! ich währe nur 1.50 gross, sollte ich dann Beschwerde einreichen weil ich die obersten Regale nicht erreiche.
    Dieses gesammte pseudosozialle Verhalten in letzter Zeit geht mir auf den Sack.
    • Frl. Elli 30.07.2018 12:32
      Highlight Highlight Ich BIN 1.50 Meter gross... und habe einen Mund, um umstehende Angestellte oder notfalls einen Mit-Kunden zu fragen, ob er/sie mir etwas herunterreichen kann. Jesses, man kann aber auch aus allem ein Problem machen (damit meine ich nicht Deinen Kommentar, sondern den Artikel).
    • Gringo99 30.07.2018 13:15
      Highlight Highlight Ich habe nichts gegen Autisten, aber..

      Ich bin kein Rassist, aber..

      Ich möchte etwas gegen den Klimawandel tun, aber..

    • one0one 30.07.2018 14:51
      Highlight Highlight Ihr merkt aber schon das es nicht dasselbe ist jemanden zu bitten etwas von einem Regal zu holen oder mit Autismus den ganzen Laden zu bitten mal ein bisschen leiser zu sein? Oder findet ihr das echt dasselbe? Nur so, ohne jetzt zu werten ob das eine gute oder schlechte Idee ist mit der "autismusstunde", damit ihr merkt das es nicht dasselbe ist ob man 1.50 gross ist oder Autist. Jesses... Man kann aber auch zu jedem Thema scheisse rauslassen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pafeld 30.07.2018 10:28
    Highlight Highlight Was genau hat das erfundene Propagandawort "Dichtestress" einer populistischen Partei in einem Artikel über Autismus verloren? Nehmen wir solche offiziell gekührten Unworte jetzt schon in unseren Alltagswortschatz auf oder was?
    • Lichtblau550 30.07.2018 19:24
      Highlight Highlight Dichtestress ist nun mal ein Wort, das kurz und treffend einen Zustand beschreibt. Z.B. das Gefühl, das einen in der S-Bahn, im übervollen Freibad oder am Zürcher Bellevue zur Stosszeit ergreifen kann.

      Bestimmt nun bereits die Sprachpolizei, wie wir uns ausdrücken dürfen oder was? Erfundenes Propagandawort: meine Fresse.
  • Ms. Song 30.07.2018 10:07
    Highlight Highlight Etwas mehr Ruhe würde uns allen gut tun. Ich meide Läden auch, da mich die Musik und die ständige Beschallung nervt. Erst wenn die Musik einmal abgedreht wird, merkt man, welchem Lärmpegel man ausgsetzt war.
  • Nik G. 30.07.2018 09:43
    Highlight Highlight Tut mir leid aber dies ist nur ein Marketing Gag. Wieviele Autisten gibt es in der Schweiz? Jeder Coop und Migros in der Schweiz soll dies einführen für teilweise keinen Autisten im Dorf? Ich bezweifle das dies in Enlgand in jedem Laden auf dem Land durchgeführt wird. Wahrscheinlich nur in London. Der Vergleich, dass die Schweiz zu wenig für Menschen mit Behinderung macht hat 2 Seiten. Die USA hat viele Menschen mit Behinderung ausgelöst durch Kriegsverletzungen. Ja wir können mehr machen, aber man muss sehen das wir zum Glück weniger Menschen mit Behinderung haben.
    • Gringo99 30.07.2018 13:17
      Highlight Highlight 1 von 1000 ist von Autismus betroffen.

      Befass dich doch mal mit Schule und Autismus - in den USA gibt es Schulen die auf die Bedürfnisse von Autisten ab 3 Jahren eingehen damit Sie später in unserer reizüberfluteten Welt klarkommen können.

      In schweizerischen (Regel)schulen wissen die meisten Lehrkräfte kaum wie man das Wort Autismus schreibt.
    • Nik G. 30.07.2018 14:18
      Highlight Highlight 1 von 1000 und in jedem Laden sollen Autisten Zeiten eingeführt werden? Zusätzlich sind die Zahlen aus der USA und nicht aus England. In der Schweiz sind es übrigens ca. 1% (https://www.autismus.ch/autismus-spektrum-stoerungen-summary/autismus-spektrum-stoerungen.html?page=autismus-spektrum-stoerungen-summary/autismus-spektrum-stoerungen.html&gclid=EAIaIQobChMI_5LDq-bG3AIVx4TVCh17tQjQEAAYASAAEgKhr_D_BwE) Wenn du richtig gelesen hättest würdest du sehen, dass ich nur die Sinnfrage stelle so etwas in jedem Laden einzuführen.
    • Gringo99 30.07.2018 19:55
      Highlight Highlight Danke, ich kann lesen.

      Ist in deiner Familie auch jemand von Autismus betroffen wie in meiner?

      Ich habe die USA erwähnt weil du diese bezüglich Kriegsbehinderungen (was hat das mit Ruhezeiten für Autisten zu tun?) erwähnt hast. Und weil sie ein vorbildliches Schulsystem für Autisten haben.

  • Helona 30.07.2018 09:38
    Highlight Highlight Mein Vorschlag: gratis Hauslieferung für Behinderte.
    • Gringo99 30.07.2018 13:17
      Highlight Highlight Damit sie dich im Supermarkt nicht stören?
  • Hohl mich der Teufel 30.07.2018 09:32
    Highlight Highlight Ich bin selber nicht Autist, wünsche mir aber musikfreies Einkaufen wie viele andere aus meinem Bekanntenkreis auch. Die "Hintergrundmusik" ist oft im Vordergrund, also viel zu laut. Wenn ich Disco will gehe ich in die Disco.
  • Uf em Berg 30.07.2018 09:23
    Highlight Highlight Das ist doch logisch: Separate Zeit zum Einkaufen für eine Gruppe, damit sie nicht ausgegrenzt wird... *Ironie off*
  • rolf.iller 30.07.2018 09:11
    Highlight Highlight Absolut zu unterstüzen! Wer aber immer noch zu kurz kommt sind Epilleptiker. Deshalb sollen Coop und Migros endlich auf dieses grelle Orange verzichten und farbige Verpackungen in graue Schutzhüllen stecken. Wir sind immerhin nicht mehr im Mittelalter hier.
  • Matrixx 30.07.2018 09:04
    Highlight Highlight Und Rollstuhlfahrer möchten dann am besten alles eben haben und fordern, dass man keine hohen Regale mehr hat.
    Und für die Schlaflosen muss man unbedingt nachts offen haben.
    Die Analphabeten möchten nichts mehr geschrieben, sondern alles in Bildern haben.


    Aber technischer Fortschritt, der solche Sachen sogar ermöglichen könnte, den will niemand.
  • Ohniznachtisbett 30.07.2018 08:52
    Highlight Highlight Super Idee. Aber: Wenn es in dieser Zeit keine Lautsprecherdurchsagen gibt, wie macht der Grossverteiler dann die autistische Mutter darauf aufmerksam, dass der kleine Fridolin beim Infodesk abgeholt werden kann, weil er sein Mami sucht? Ein Paradoxon, dass vorgängig geklärt werden sollte. Danke.
  • x4253 30.07.2018 08:50
    Highlight Highlight Mal nicht übertreiben in den Kommentaren. Die sog. "quiet hour" wie sie bei Morrisons jeden Samstag gemacht wird wäre für Migros und Coop einfach umzusetzen:
    a) Musik ausschalten
    b) Keine bzw. leisese Durchsagen
    c) Piepstöne der Kassen leiser drehen

    und das für eine (!) Stunde pro Woche.

    Gerade die Migros, die frech auf ihrer Homepage folgenden Satz stehen hat "Darüber hinaus engagieren wir uns aktiv für die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen." macht sich ein bisschen lächerlich.
    • Lichtblau550 30.07.2018 19:29
      Highlight Highlight Wären diese „Forderungen“ im Artikel so klar und deutlich formuliert worden, hätten sich tatsächlich einige Kommentare erübrigt. Danke.
  • Gianini92 30.07.2018 08:26
    Highlight Highlight „Mit dieser Aussage werden Autisten vom Einkauf mit der Allgemeinheit ausgegrenzt und zur Sondergruppe abgestempelt.“

    Weil Autisten ohne diese Aussage völlige Durchschnittsmenschen sind...
  • Peanutbutter7 30.07.2018 08:19
    Highlight Highlight So schauen die Massnahmen diesbezüglich bei Lidl Irland/Nordirland aus:

    wird die Beleuchtung im Laden reduziert.

    gibt es keine Lautsprecherdurchsagen.

    wird keine Musik abgespielt.

    dürfen Menschen mit Autismus die Schlange an der Kasse überhüpfen und direkt zahlen.

    sind die Scanner-Töne leiser als sonst

    Das wären doch ökonomisch tragbare Massnahmen, welche grösstenteils selbst uneingeschränkten Menschen ein stressfreieres Einkaufen ermöglichen würde. Zudem gibt es weltweit keine anderen Detailhandelsketten, welche solch hohe Margen auf ihre Produkte haben, wie Coop & Migros..
  • mrsmarple1965 30.07.2018 08:07
    Highlight Highlight Der Artikel ist schlecht recherchiert, die silent hour gilt für sehr viel mehr Menschen.und eben genau dadurch stellt es wirklich Inklusion dar.

    Wird wenn erfolgreich sowieso weiter schwappen. Die Kritik nur an Coop und Migros richten find ich sehr vereinfacht.
  • fcsg 30.07.2018 07:19
    Highlight Highlight „Vorallem in den Vereinigten Staaten gilt die Berücksichtigung von Behinderten im Alltag als selbstverständlich“
    Sorry, das ist schlicht falsch. In den USA erhalten viele Behinderte keinerlei Unterstützung, weil es keine Sozialleistungen gibt und viele keine Krankenversicherung haben. Viele psychisch Kranke und Behinderte werden sich selbst überlassen und leben obdachlos in den Ghettovierteln der Grossstädte.
    Man kann es nunmal nicht allen Gruppen zu 100% recht machen. Autisten können ja auch zu Randzeiten einkaufen, dann ist der Dichtestress und der Lärmpegel viel geringer.
    • Karl33 30.07.2018 09:06
      Highlight Highlight Murica kennt nicht mal einen Krankenkassenschutz für alle. Kein Rentensystem für alle.
      Im Vergleich dazu sind wir fortschrittliche Avantgarde.
    • Paddiesli 30.07.2018 10:58
      Highlight Highlight Die sind eben clever. Wenn mal ein verarmter Mensch mit Behinderung einkaufen KÖNNTE, könnte er überall hin und einkaufen. Denn wenn nicht, wir der Laden verklagt. Das ist der wahre Grund für dieses behindertengerecht in den USA.
    • Dong 30.07.2018 14:12
      Highlight Highlight Ergänzend: Ich hab dort Übergewichtige gesehen, die den Behindertenparkplatz im Restaurant benutzt haben - war auch eine entsprechende Plakette am Auto. Aber abgesehen vom BMI haben die einen quickfidelen Eindruck gemacht.

      PS: Hoppsanggale!
  • Frances Ryder 30.07.2018 07:18
    Highlight Highlight Versteh ich nicht. Wenn man so um 10 oder 15 Uhr einkaufen geht sind die Läden doch sowieso praktisch leer und mit Selfcheckout muss man nicht mal mit den Kassierern reden.
  • DerGrosseSee 30.07.2018 07:17
    Highlight Highlight Ich kenne Authisten, die lassen nur Ihre Betreuungspersonen in die Nähe. Für die benötigt man dann ein Einzelshopping.

    Auch lustig ist wie hier geschrieben wird, dass in der USA die behandlung von Menschen mit Behinderung deutlich besser ist wie hier. Zitat von meinem Freund aus der USA "Say anything they dislike, and people will gather a ragemob. So better stay calm" auch nicht die beste aller Lösungen.

    Ich als misophoniker habe immer Kopfhörer auf in den Läden. Man muss lernen mit der "Behinderung" zu leben, nicht alle anderen "zwingen" wollen sich Dir anzupassen.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.07.2018 07:16
    Highlight Highlight In meinen Augen macht der Artikel zwei Argumentationsfehler.
    1Wenn Migrosfilialen zu laut und hecktisch für Autisten sind, wie kommen sie dann bitte von zu Hause zum Migro? Ein Migro mag mal hecktisch und laut sein, meiner Erfahrung nach jedoch kein Vergleich zur öffentlichen Spähre.
    2Onlineeinkauf wird als Ausgrenzung dargestellt, sry das ist mir zu plump. Welches Feature fehlt dann beim Onlineeinkauf gegenüber dem Einkaufen im Laden? Ist die Möchlichkeit, heute viele Dienstleistungen auch Online beziehen zu können nicht ein grosser Fortschritt, weil sie vielen Menschen Autonomie zurückgibt?
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.07.2018 09:06
      Highlight Highlight Bei der Kritik an der Onlienmöchlichkeit beisst sich meiner Meinung nach die Katze auch in den Schwanz. Online einzukaufen sei diskriminierend weil man zur Sondergruppe werde, aber eine Sonderstunde extra für diese Menschen einzuführen stempelt sich nicht zur Sondergruppe ab?
  • Marex1950 30.07.2018 07:15
    Highlight Highlight Ich bin der gleichen Meinung wie Coop und Migros. Es gibt genügend Frequenzschwache Zeiten, um in Ruhe und ohne „Dichtestress“ einkaufen zu können.
  • Mokka Sofi Scout 30.07.2018 07:15
    Highlight Highlight Ich bin kein Autist, sondern einfach ein bisschen seltsam. Ich ertrage Läden nur schwer. Das unnatürliche Licht, der permanente Geräuschpegel, die verschiedenen Gerüche und so viele Menschen machen mich extrem nervös. Darum gehe ich halt nicht einkaufen, sondern lasse liefern. Gottseidank ist das im Internetzeitalter möglich. Es gibt die verschiedensten Anbieter von Onlinehofladen über Deluxe bis hin zu den orangen Riesen. Mit einem Lieferabo hat man auch die Kosten im Griff. Mir hilft diese Variante Stress zu vermeiden. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, eine stille Stunde zu fordern.
  • mrmikech 30.07.2018 07:11
    Highlight Highlight Gefundenes fressen für die knallharten unserer gesellschaft. Gewinnmaximierung ist salonfähig, empathie sooo anno dazumal.
  • Jesses! 30.07.2018 07:10
    Highlight Highlight Bei allem Respekt, aber das ist nun wirklich übertrieben. Online einkaufen ist keine Eindchränkung oder Diskriminierung. Sondern eine alternative Möglichkeit. In 20 Jahren gibt‘s sowieso keine physischen Läden mehr. Ich verstehe die Grossverteiler. Das geht einfach zu weit. Imso mehr, dass Alternativen vorhanden sind.
  • Dr Barista 30.07.2018 06:56
    Highlight Highlight Man kann es nie allen recht machen... ich erinnere mich An ein paradebeispiel: ein fussgägerstreifen (zebrastreifen, fussgägerinnenstreifen, passantenstrassenquerung oder wie auch immer das heute heisst) sollte für gehbehinderte personen angepasst werden, also keine randsteine, keine absätze beim inseli oder am strassenrand. Kaum fertig kamen schon die ersten beschwerden: für menschen mit sehbehinderung ist dieser übergang zu gefährlich, da sie die ränder mit ihren stöcken nicht ertasten konnten... moral von der geschichte: es ist unmöglich es allen recht machen zu wollen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Patronus 30.07.2018 06:13
    Highlight Highlight Wie genau würde eine solche stille Stunde aussehen? Keine Musik/durchsagen? Oder Aufforderung an Kunden und Personal, ruhig zu sein?
    Ersteres wäre mit sehr geringem Aufwand umsetzbar.
    Letzteres bräuchte nebst dem Willen der Supermärkte auch jenen der Kunden, was bedeutend schwieriger werden dürfte.
  • walsi 30.07.2018 06:04
    Highlight Highlight Wir finden sicher noch 10 andere Gruppen die irgendwelche Speziellen Bedürfnisse haben auf die sich Migros u. Coop einstellen müssen.

    Ich mag mich an einen 1. April Scherz von DRS 3, hiess damals noch so, erinnern, wo gefordert wurde, dass Pensionierte unter der Woche nicht mehr über Mittag einkaufen dürfen weil sie den Berufstätigen im Wege stehen.
    • Flötist 30.07.2018 06:43
      Highlight Highlight Welche 10 anderen?
    • Guzmaniac 30.07.2018 07:07
      Highlight Highlight Nudisten z.B.
    • saja 30.07.2018 07:11
      Highlight Highlight Herzt solche Kommentare nur. Behinderungen sind in vielen Fällen nicht angeboren. Mal schauen, ob es euch noch trifft. Oder eure Kinder. Ich wünsche es euch nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • R4ZKO 30.07.2018 05:45
    Highlight Highlight Es reicht halt nicht aus irgend eine Konvention zu ratifizieren und guten Willen zu heucheln! Siehe jüngstes Beispiel des ‚SBB-Fails’ bei nicht-barrierefreien Zügen etc. Es braucht Empathie... ist das echt zu viel verlangt?
    • neutrino 30.07.2018 06:10
      Highlight Highlight Ein Unternehmen soll in erster Linie Gewinn machen.

      Ohne Gewinn keine Angestellten, keine Löhne, gar nichts. Wenn ein Unternehmen kein Gewinn mehr macht, dann wird's sehr schnell asozial.
    • philosophund 30.07.2018 07:34
      Highlight Highlight Wenn Unternehmen „gewinn machen“ sollen, sehen wir ja an diversen Beispielen wie Ruoffäre / Postauto, SBB etc wohin dies führt...
    • H. L. 30.07.2018 07:56
      Highlight Highlight @ neutrino: Definiere den Begriff asozial. Das Ziel jedes Unternehmens ist Wachstum. Der soziale Gedanke ist grundsätzlich völlig nebensächlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Legume 30.07.2018 05:13
    Highlight Highlight coop und migros mit sozialem gedanken?? wo auch?? ich sehe nur gewinnmaximierung und marktanteileroberung in 1. linie.. wo bleiben unsere dorfläden und spezialisten? ich muss schon fast das auto nehmen um einen zu finden, was völlig nicht dem dorfladen flair entspricht.
    • redeye70 30.07.2018 06:40
      Highlight Highlight Die Dorfläden sind verschwunden weil der Konsument lieber ins Shoppingcenter einkaufen ging. Heute kämpfen unsere Grossverteiler gegen Aldi und Co. um Marktanteile.
    • Walter Sobchak 30.07.2018 08:28
      Highlight Highlight Dorfläden müssen Sie auch nicht bei Coop und Migros suchen, dafür gibt es mit Volg einen Spezialisten!
    • Legume 30.07.2018 10:57
      Highlight Highlight ich finde die migros und coop sind immer noch hochpreisig und sollen sich aldi und co anpassen. viele lange jahre haben sie mio an uns verdient und immer noch. ich denke da auch mehr an die bäckereien, gemüseläden und metzger die es nicht mehr gibt. volg ist noch einer der letzten die den grossen detailhändlern die stirn bieten. ich gebe immer gerne mehr aus für einen spezialisten als jedes mal mein auto aus der garage zu fahren um in einem grossen super markt einkaufen zu gehen. aber ja, unsere gesellschaft will das scheinbar so.
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Shitstorm wegen Tomatenhälften in Plastik – doch Konsumenten lieben Obst-to-go

Immer wieder erzürnen aufwändig verpackte Lebensmittel die Konsumenten. Das jüngste Beispiel kommt aus Frankreich, wo eine Supermarktkette wegen geschnittener Tomaten in der Kritik steht. Doch die Nachfrage nach geschnittenen Obst- und Gemüsestücken ist auch in der Schweiz gross.

Nur wenige hundert Meter von der schweizerisch-französischen Grenze entfernt schiesst Cemil Sanli zwei Fotos  die seither im Internet die Runde machen. Der Franzose entdeckt beim Einkaufen im Supermart Géant Casino in Annemasse bei Genf eine Packung mit drei halbierten Tomaten für 3.20 Euro.

Das Gemüse liegt in einer Hartplastikschale und ist mit Cellophan verschweisst. Ein weiteres Foto zeigt ein ganzes Kühlregal voller ähnlich verpackter Früchte und Gemüse für den sofortigen …

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