Schweiz
Luftfahrt

Ju-Absturz: Todesopfer geborgen, Wrack abtransportiert, Gebiet wieder freigegeben

Ju-Absturz: Todesopfer geborgen, Wrack abtransportiert, Gebiet wieder freigegeben

07.08.2018, 16:4907.08.2018, 17:07

Die Bergungsarbeiten nach dem Absturz einer Ju-52 am Piz Segnas oberhalb von Flims GR sind am Dienstag abgeschlossen worden. Die Wanderwege sind wieder freigegeben, die Luftraumsperre wird um 18 Uhr aufgehoben.

Die zwanzig Todesopfer des Flugzeugunglücks vom Samstag sind geborgen und das Wrack abtransportiert worden, wie die Bundesanwaltschaft (BA) mitteilte. Dies sei einem ausserordentlichen Einsatz aller beteiligten Behörden und Organisationen zu verdanken.

Die Geschichte der «Tante Ju»

1 / 18
Die Geschichte der «Tante Ju»
Am Piz Segnas oberhalb von Flims in Graubünden ist am 4. August 2018 ein mehrplätziges Flugzeug abgestürzt. Beim Flugzeugtyp handelt es sich um eine Junkers Ju-52, ein Oldtimer, der in den 1930er in Deutschland entwickelt und bis Anfang der 1950er Jahre gebaut wurde. (Bild: ju-air.ch)
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Beteiligt waren die Kantonspolizei Graubünden, die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST), die Feuerwehr, die Rega, die Luftwaffe, der Schweizer Alpen-Club (SAC), der Zivilschutz, das Care Team Grischun, die Gemeinde Flims und das Amt für Natur und Umwelt des Kantons Graubünden.

Nach Abschluss der Bergung wird auch die Luftraumsperre um den Piz Segnas im Verlauf des Dienstagabends aufgehoben, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) per Twitter meldete.

Parallele Untersuchungen

Unter der Koordination der BA werde nun die formelle Identifizierung der Opfer vorgenommen. Zudem würden die eingeleiteten Untersuchungen und Abklärungen weitergeführt.

Die strafrechtlichen Abklärungen der Bundesanwaltschaft werden laut der Mitteilung parallel zu den Untersuchungen der SUST durchgeführt, welche im Rahmen einer Sicherheitsuntersuchung die Unfallursache abklärt. Diese Arbeiten dürften mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nehmen.

Flugbetrieb soll noch im August wieder aufgenommen werden

Die Betreiberin der Unglücksmaschine, die Dübendorfer Ju-Air, hatte zuvor mitgeteilt, dass sie den Flugbetrieb am 17. August wieder aufnehmen will. Sie hatte nach dem Absturz der historischen «Tante Ju» den Betrieb auf freiwilliger Basis vorübergehend eingestellt.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) nahm von den Absichten der Ju-Air Kenntnis, wie es mitteilte. Solange kein erhärteter Verdacht eines technischen Defektes vorliege, könne das BAZL kein Grounding der Ju-Air-Flotte anordnen. Sollten sich bis zum 17. August neue Erkenntnisse ergeben, würde die Behörde aber Massnahmen treffen und wenn nötig ein Flugverbot erteilen. (sda)

Die 4 schlimmsten Flugzeugabstürze und ihre Ursachen

Video: srf

Aktuelle Polizeibilder

1 / 95
Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt
2.3.2020, Bremgarten (AG): Mehrere Feuerwehren rückten nach Bremgarten aus, nachdem ein Brand in einer Liegenschaft ausgebrochen war. Personen wurden keine verletzt. Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.bild: kapo Aargau
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Keine Vaseline auftragen»: Das steht im Demo-Leitfaden der G7-Gegner
Die Gruppe Antirep hat einen Leitfaden für Teilnehmende der Anti-G7-Demonstration vom 14. Juni in Genf veröffentlicht. Darin finden sich Tipps und Verhaltensempfehlungen für den Umgang mit Polizeikontrollen, Festnahmen oder DNA-Proben.
Der G7-Gipfel rückt näher – und nicht nur die Polizei bereitet sich darauf vor. Auch auf Seiten der Demonstrierenden laufen die Vorbereitungen. Derzeit kursiert ein Leitfaden mit Tipps und Warnhinweisen für Teilnehmende der Anti-G7-Demo. Verfasst wurde das 14-seitige Dokument von der Genfer Sektion von Antirep, einer linksalternativen Gruppe, die sich dem Kampf gegen Polizeirepression verschrieben hat.
Zur Story