DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Asylbewerber in Luzern wehren sich gegen Benimm-Flyer: «Sie haben uns als Wilde hingestellt»



Ende Januar stellte die Luzerner Regierung einen Benimm-Flyer für Asylsuchende vor, darunter auch Verhaltensregeln gegen sexuelle Übergriffe wie in der Silvesternacht in Köln.

1 / 6
Luzern: Benimm-Regeln für Asylsuchende
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die Zielgruppe hat nun in einem offenen Brief auf den Flyer reagiert. Darin heisst es:

«Wir fühlen uns gekränkt durch Ihre Aktionen der letzten Wochen. (...) Sie haben uns als Wilde hingestellt, die aufgeklärt werden müssen. Damit giesst die Regierung zusätzlich Öl ins Feuer und provoziert uns gegenüber Rassismus. Ja, wir wollen uns sehr gerne in das lokale Leben integrieren und die lokalen Menschen und Werte kennenlernen. Aber viele von uns sind über Monate in Bunkern untergebracht und es fällt uns tatsächlich schwer, in Kontakt zu kommen und einen Zugang zu finden.»

Offener Brief Flüchtlinge im Kanton Luzern
quelle «neue luzerner zeitung»

Mitunterzeichner des Briefes ist Süleyman Özbayhan, ein anerkannter Flüchtling, der seit fünf Jahren in der Schweiz lebt. Gegenüber der Tagesschau sagte Özbayhan am Samstagabend: «Die Regierung stellt uns unter Generalverdacht. Sie werfen uns alle in einen Topf und das stört uns.»

Der Luzerner Regierungsrat Guido Graf bestritt gegenüber der «Tagesschau», dass sich der Flyer explizit an Asylsuchende richte. «Der Auslöser war Köln und verschiedene Rückmeldungen aus der Bevölkerung.» (kri)

Du hast watson gern?
Sag das doch deinen Freunden!
Mit Whatsapp empfehlen

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Emmen war eine «Einbürgerungshölle»: Jetzt hat ein Migrant einen SVP-Nationalrat besiegt

Die Luzerner Gemeinde Emmen verweigerte vor 18 Jahren zahlreichen Ausländern die Einbürgerung per Stimmzettel. Nun wurde ein eingebürgerter Marokkaner in den Gemeinderat gewählt. Er setzte sich gegen ein SVP-Schwergewicht durch.

«Grosses Erstaunen in Emmen», schrieb die «Luzerner Zeitung» am Sonntag. Die Kandidaten von SP und CVP schafften im zweiten Wahlgang den Sprung in den Gemeinderat, während SVP-Nationalrat Felix Müri die Wahl verpasste. Er lag im ersten Durchgang an der Spitze.

Der Begriff «Erstaunen» bezieht sich auf diese Tatsache, denn Müri ist eine national bekannte Figur und die SVP die wählerstärkste Partei in der zweitgrössten Gemeinde der Zentralschweiz. Nicht weniger bemerkenswert aber ist es, gegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel