Schweiz
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Kurden, Flughafen Zürich, Transit, Asyl,

Die zwei 13-jährigen kurdischen Mädchen freuen sich über die Geschenke. Bild: zvg

Geschenke von Unbekannten: Das Schicksal der Kurden in der Transitzone bewegt

Seit über sieben Wochen sitzen 20 Kurden am Zürcher Flughafen in der Transitzone fest. Nachdem watson über die Geschichte der Gestrandeten berichtete, erhalten sie Geschenke von Unbekannten.



Das Schicksal der Kurden, die zum Teil seit über sieben Wochen im Transitbereich des Flughafens Zürich festsitzen, berührt viele watson-Leser. Vor allem, dass es für die acht Kinder kaum einen unterhaltsamen Zeitvertreib gibt und sie so der Lethargie ausgeliefert sind, scheint viele zu besorgen. 

Am Donnerstagmorgen aber brachte ein unerwartetes Geschenk kurzzeitig etwas Abwechslung in den tristen Alltag der Kurden. «Ein Polizist brachte uns ein Paket, das jemand per Post geschickt hatte», schreibt Mamay. Darin befanden sich Bastelsachen für die Kinder, ein Mikado-Set, Spielkarten und Guetzli. «Wir wissen nicht, von wem das Geschenk ist. Aber wir haben uns sehr darüber gefreut. Vor allem die Kinder.»

«Die Situation ist unverändert», schreibt Mustafa Mamay in einer WhatsApp-Nachricht. Der Journalist ist einer der 20 Kurden, die vor Wochen in die Schweiz flüchteten und hier Asyl beantragten. Weil sie aber über Brasilien oder Südafrika einreisten, wollen die Behörden nicht auf die Gesuche eintreten. Sie argumentieren, wenn die Einreise über ein sicheres Drittland erfolge, sei die Schweiz nicht für ihr Asylgesuch zuständig. 

Seither hängen die vier Familien und die fünf allein reisenden Männer im Transitbereich fest und müssen abwarten, was als Nächstes geschieht. Ihnen allen droht die Abschiebung.

Dass Asylsuchende im Transitbereich des Flughafens stranden, kommt immer wieder vor. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) verzeichnete im Laufjahr 89 Personen, die bei ihrer Ankunft am Flughafen Zürich ein Asylgesuch stellten. Die meisten Gesuchsteller kamen aus der Türkei, gefolgt von Sri Lanka und Irak. 2017 waren es 170 Personen, die über den Flughafen Zürich einreisten.

Wie lange die Gesuchsteller danach jeweils in der Asylunterkunft im Transitbereich ausharren müssen, werde nicht erfasst. SEM-Sprecher Daniel Bach sagt aber: «In diesem Jahr sind 44 Personen innerhalb einer Woche in die Schweiz eingereist, bei ihnen läuft nun ein nationales Asylverfahren.» Bei allen anderen habe der Aufenthalt im Transitbereich länger gedauert. (sar)

Diese Kurden leben seit 49 Tagen im Flughafen Zürich

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Video: watson/Nico Franzoni

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Nikitine76 26.10.2018 08:50
    Highlight Highlight Könnte man mal einen Tagesausflug für die Kinder organisieren?? Ich würde sie gerne in den Zoo bringen. Wer soll ich kontaktieren? Ich bringe sie am Abend zurück...
  • Evan 25.10.2018 19:07
    Highlight Highlight Da ich am Flughafen arbeite wäre es kein Problem für mich, ihnen etwas zu bringen, frage mich aber, wie das Paket wohl adressiert war, dass es angekommen ist 🤔
  • Tartaruga 25.10.2018 18:38
    Highlight Highlight Versteht mich nicht falsch. Aber wieso reist man über Brasilien in die Schweiz? Ist man nicht einfach froh aus dem Kriegsgebiet entkommen zu sein?
    • Ichiban 25.10.2018 19:03
      Highlight Highlight Würdest du für dich und deine kinder nicht auch die sicherste option wählen. Einen ort wo man eine sichere zuflucht hat (ich bezweifle jetzt einfach mal dass das brasilien ein sicheres land ist für flüchtlinge und arme).
    • ScottSterling 25.10.2018 20:06
      Highlight Highlight Ich kanns nachvollziehen. Brasilien oder auch Südafrika sind bestimmt sicherer als Syrien, aber wenn du es schon bis dort geschafft hast, ist es nur noch ein relativ kleiner Schritt bis zu richtiger Sicherheit. Ich würde es auch versuchen.
    • azoui 25.10.2018 20:36
      Highlight Highlight @Tartaruga, wir verstehen Dich nicht falsch, aber in diesem Artikel geht es nicht darum, wie sie in die Schweiz kamen, sondern dass hier irgend wer eine tolle Idee hatte und den Kindern etwas zukommen lässt, dass sie auf andere Gedanken bringt.
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