Schweiz
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ZUR EINFUEHRUNG DES SWISSPASSES VOR DREI MONATEN STELLEN WIR IHNEN HEUTE, MITTWOCH, 4. NOVEMBER 2015, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- A conductor verifies a train passenger's SwissPass, photographed on November 4, 2015 in an Eurocity train of the Swiss Federal Railways SBB bound from Zurich, Switzerland, to Milano, Italy. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Zugbegleiter kontrolliert den SwissPass eines Zugreisenden in einem Eurocity-Zug der Schweizerischen Bundesbahnen SBB unterwegs am 3. November 2015 von Zuerich nach Mailand. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Mehr als 100'000 Personen erhielten im letzten Jahr ein Rabatt-GA. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) prüft nun, ob das wirklich nötig ist. Bild: KEYSTONE

Kein günstiges GA mehr für Bundespersonal? BAV prüft Rabattsystem



Über 100'000 Personen im Umfeld des öffentliche Verkehrs (ÖV) haben im letzten Jahr von vergünstigten Generalabonnementen (GA) profitiert. Nun untersucht das Bundesamt für Verkehr (BAV) das Rabattsystem.

Jedes sechste GA wird mit Rabatten zwischen 30 und 82 Prozent abgegeben, wie die «SonntagsZeitung» unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente zu den Lohn-Nebenleistungen berichtet. Der Verkauf der rabattierten GA-FVP («Fahrvergünstigung Personal») bringe jährlich rund 120 Millionen Franken ein. Der Verkaufspreis eines GA beträgt 6300 Franken für die 1. Klasse und 3860 Franken für die 2. Klasse.

Der hochgerechnete Marktwert betrage 380 Millionen Franken, schreibt die Zeitung weiter. Wie Ueli Stückelberger, Direktor des Verbands öffentlicher Verkehr (VÖV), auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte, ist diese Zahl ein rechnerisch theoretischer Wert, den man so nicht übernehmen kann.

In den Genuss solcher Rabatte kamen im vergangenen Jahr demnach 101'243 Personen, neben den Angestellten auch Familienangehörige und Rentner. Von den Rabatten profitierten nicht nur Angestellte des öffentlichen Personenverkehrs sondern auch Pensionskassenangestellte oder Beschäftigte im Cargo-Bereich.

Gemäss Stückelberger ist der Grund dafür, dass auch ehemalige SBB-Unternehmen wie zum Beispiel Helvetino oder SBB-Cargo rechtlich neu organisiert wurden und deshalb profitieren können. Es handle sich nicht um Unternehmen, die neu dazugekommen seien. Insgesamt profitieren über 250 Unternehmen im ÖV-Umfeld von den Vergünstigungen.

Untersuchung eingeleitet

Wie jetzt bekannt wurde, hat das BAV im Dezember eine Untersuchung eingeleitet. Es prüft mögliche Einnahmenausfälle im regionalen Personenverkehr durch das Rabattsystem. Bund und Kanton subventionieren diesen mit jährlich je einer Milliarde Franken.

Es handle es sich zwar um Lohn-Nebenleistungen, wie es sie in jeder Branche oder Unternehmen gebe, gab das BAV auf Anfrage bekannt. Auch sehe das Gesetz vor, dass Transportunternehmen "mit Sonderabmachungen die Preise ermässigten oder andere Vergünstigungen gewähren könnten.

Aus subventionsrechtlicher Sicht sei es aber angezeigt, dass die Transportunternehmen die effektive Nutzung der FVP an die Tariforganisation ch-direct und den VÖV entschädigten. Die effektive Nutzung müsse nicht dem Preis eines GA entsprechen.

In einem Schreiben vom 19. Dezember 2018 an die Tariforganisation ch-direct sei die ÖV-Branche aufgefordert worden, einen Mechanismus einzuführen, mit welchem die effektive Nutzung des FVP erfasst werde. Wie VÖV-Direktor Stückelberger sagte, soll noch im März dazu eine Antwort erfolgen. Er glaubt nicht, dass durch die Vergünstigungen Einnahmen verloren gehen, weil sonst Unternehmen höhere Spesen auszahlen und Löhne anheben müssten.

Jeannine Pilloud, presidente de ch-direct et responsable du trafic voyageurs des CFF, pose pour le photographe avec le SwissPass a l'occasion des un an de SwissPass ce vendredi 26 aout 2016, a Lausanne. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals ist erzürnt. Die Bedingungen für ein vergünstigtes GA sei keineswegs ein Privileg, sondern angemessen. Bild: KEYSTONE

Gewerkschaft protestiert

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) wehrt sich derweil in einer Medienmitteilung vom Sonntag vehement gegen die Aussagen im Zeitungsbericht. Das GA-FVP sei kein «luxuriöses Gratis-GA» und kein Geschenk, sondern ein Lohnbestandteil, der von den Mitarbeitenden zu versteuern sei.

Die Bedingungen für den Bezug seien kein Privileg, sondern landesüblich, angemessen und korrekt. Andere Schweizer Unternehmen würden ihrem Personal Dienstwagen zur Verfügung stellen, die steuerlich günstiger seien. Zudem sei das GA-FVP kein Geheimnis: Die Konditionen für den Bezug und die Finanzierung seien durch die Branche und die Steuerbehörden klar geregelt. (sda)

Die SBB renoviert die Züge aus den 90ern

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • knollo 11.03.2019 18:15
    Highlight Highlight Dafür wird beim Service gespart und nichts passiert! Ständig Zugsausfälle der S23 zum Beispiel. Ohne Toilette auf einer Strecke zwischen Romanshorn Bis Zürich (!!!). Seit Wochen beobachte ich den gleichen eingetrockneten Fleck auf einem Fenstertablar und werde unweigerlich daran erinnert, wenn ich mal wieder diesen Platz nutze. Seit mindestens schon acht Wochen! Was wird da geputzt? Wahrscheinlich ist es ein ausgelagerter Putzauftrag, für den andere Schuld sind. War die SBB nicht mal ein Vorzeigebetrieb? Wahrscheinlich ist beim vielen Vorzeigen das Hinterfragen auf der Strecke geblieben...
  • TanookiStormtrooper 10.03.2019 18:51
    Highlight Highlight Die Frage ist doch was teurer wäre, jedem Angestellten einen Parkplatz zur Verfügung stellen oder eben ein GA? Parkfläche ist ja auch nicht kostenlos und wenn die Autoindustrie weiterhin immer breitere Kisten baut, wird es auf lange Sicht auch immer weniger Parkfläche geben.
  • SolInvictus 10.03.2019 18:46
    Highlight Highlight Als SBB-Angestellter sieht das so aus:

    GA-FVP 2. Klasse = CHF 0 / Jahr (CHF 125

    GA-FVP 1. Klasse = CHF 400 / Jahr (CHF 150 monatlicher Lohnbestandteil für die Steuern)

    Auch wenn ich persönlich dieses Angebot sehr gerne nutze, finde ich es trotzdem nicht fair, was normale Bürger dafür bezahlen.
    Läuft sehr sehr viel schief in dem Laden. Verlegte Schienenteile im Wert von ein paar Mio, extrem ineffiziente IT,...
    • bintang 10.03.2019 21:30
      Highlight Highlight Kannst mein GA sofort haben. Fagre orivat nie Zug
  • bansaighdear 10.03.2019 15:54
    Highlight Highlight Nein, nein, nein. Den Politikern gehört das Gratis-GA entzogen, nicht dem Personal, welches evt noch darauf angewiesen ist!
  • die Freiheit die ich meine 10.03.2019 15:28
    Highlight Highlight Super !
    Stop mit dieser Steuergeld verschwendung.
    • Unkel Wullewu 10.03.2019 16:23
      Highlight Highlight - Das GA wurde uns als Lohnanteil verkauft. Gibt es das GA fürs Personal nicht mehr, muss die SBB den Geldwert an die Mitarbeitenden ausbezahlen.
      - Sehr viele SBB Mitarbeiter arbeiten Schicht oder unregelmässig und können den ÖV für jeweils mindestens einen Arbeitsweg gar nicht benützen.

      Die 380.Millionen sind ein sehr theoretischer Wert. Auch hier ist der Sachverhalt einiges komplizierter, als uns ein kurzer online Artikel weiss machen will.
    • Pisti 10.03.2019 18:08
      Highlight Highlight Das GA gilt bei der SBB als Lohnbestandteil und wird versteuert.
    • bintang 10.03.2019 21:32
      Highlight Highlight Als Lokführer dient sas GA hauptsächlich dem Arbeitgeber, ich muss viele Dienstfahrten machen, teurer Spass ohne GA aber der Vollpreiszahler zahlt auch diesen Leerlauf.
  • Wat Sohn 10.03.2019 15:26
    Highlight Highlight @watson: geht es hier wirklich um “Bundespersonal”, wie im Titel geschrieben, oder nicht eher um Angestellte der SBB selber? Die Angestellten des Bundes erhalten nämlich lediglich einen kleinen Zustupf in Höhe von ca 10% ans GA.
  • zettie94 10.03.2019 14:32
    Highlight Highlight "ehemalige SBB-Unternehmen wie zum Beispiel Helvetino oder SBB-Cargo"
    SBB Cargo ist nach wie vor eine Konzerngesellschaft der SBB, die Elvetino(!) AG ist eine 100-%-ige Tochtergesellschaft der SBB.
    Inwiefern sollen das "ehemalige SBB-Unternehmen" sein?
    Des weiteren erhalten die Angestellten das GA-FVP nicht einfach geschenkt. Das GA-FVP ist ein Lohnbestandteil und muss dementsprechend versteuert werden.
    Zudem ist es denke ich im Interesse aller Fahrgäste, wenn die Bahnangestellten auch selbst mit der Bahn fahren.
  • HallerK. 10.03.2019 14:06
    Highlight Highlight Auch das Bundespersonal kocht nur mit Wasser. Deshalb bin ich der Meinung, sie sollen das GA ganz normal kaufen, wie alle Anderen. Ein Bankangestellter bekommt auch nicht einfach so, eine Kiste voller Geld......Ein Arzt gratis Operationen, oder ein Fahrlehrer ein gratis Auto........
    • bintang 10.03.2019 16:45
      Highlight Highlight Ich brauche kein FVP GA, gebe es sofort ab. Der Stezerzahler wird dann jede eintelne dienstliche Fahrt zum vollen Preis bezahlen. Danke, diese Rechnung wurd gesalzen.
    • Stichelei 10.03.2019 16:53
      Highlight Highlight Wo warst du bis jetzt angestellt? Ein Bankangestellter hat sehr wohl seine Fringe-Benefits. Bei zahlreichen anderen Berufsgruppen und Firmen läuft das mit z.B. Mitarbeiter-Rabatten auch nicht anders.
    • Astrogator 10.03.2019 17:25
      Highlight Highlight Der Fahrlehrer bekommt das Auto als Arbeitsgerät wenn er angestellt ist. Falls er selbständig ist kann er es als Arbeitsgerät vollumfänglich von den Steuern absetzen.

      Und der Banker bekommt Kontoführung und Hypotheken zu speziellen Konditiondn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SpoonerStreet 10.03.2019 14:06
    Highlight Highlight In der Privatindustrie können die meisten nur davon träumen so viele Vergünstigungen, Lohnerhöhungen, Sozialleistungen und kurze Arbeitszeiten zu haben wie es SBB Angestellte haben. Ich gönne es jedem, würde es aber mehr als begrüssen wenn andere Arbeitgeber hier mithalten könnten und würden.
    • Sir Eau Tonin 10.03.2019 17:21
      Highlight Highlight Beneidest du uns auch um die Sanierungsbeiträge für die Pensionskasse? 41 Stunden-Woche finde ich eher normal als kurz.
    • Pisti 10.03.2019 18:14
      Highlight Highlight Die SBB zahlt marktübliche Löhne, vor allem in den höheren Positionen wirst du bei den Privaten wohl deutlich mehr verdienen. Einige Goodies gibt es, aber das gibt es bei jedem Grossunternehmen.
      Und was heisst kurze Arbeitszeiten, auch bei der SBB wird wohl jeder 8h+ am Tag arbeiten.
    • purpletrain 10.03.2019 19:13
      Highlight Highlight Wie die ÖV Branche immer wieder mit SBB gleichgesetzt wird ist doch einigermassen erstaunlich. Insbesondere bei diesem Artikel der diesen Fehler nicht begeht
    Weitere Antworten anzeigen
  • Randalf 10.03.2019 13:49
    Highlight Highlight Das Mitarbeiter*innen ein GA bekommen verstehe ich ja, aber deren Angehörige? Es hat jetzt schon zuwenig freie Sitzplätze.
    Aber wenn Armeeangehörige ihren Platz nicht freimachen gibt es wieder einen Aufschrei.
    • Astrogator 10.03.2019 15:21
      Highlight Highlight "Aber wenn Armeeangehörige ihren Platz nicht freimachen gibt es wieder einen Aufschrei."
      Naja, zu meiner Zeit war es eine Frage der Ehre in Uniform anderen Platz zu machen. Die Zeiten ändern sich, heute hängt man auch in Uniform den Asi raus, tolle Werbung für die Armee.
    • Randalf 10.03.2019 17:08
      Highlight Highlight @Astrogator
      Ist auch heute noch eine Frage der Ehre, ob Uniform oder nicht. Aber für ältere Leute und nicht für Kreti und Pleti.
    • Pingupongo 10.03.2019 17:31
      Highlight Highlight Also ich hab einfach die normale Partner-GA Vergünstigung, wie wenn jemand im Haushalt ein normales GA hätte. Macht also für Angehörige keinen Unterschied ob die Basis ein GA-FVP oder ein normales GA ist.
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  • ingmarbergman 10.03.2019 13:44
    Highlight Highlight Bei anderen Firmen gibts auch fringe benefits. Um gute Mitarbeiter zu halten, darf auch die SBB etwas sparen.
    Wenn ich ein GA kriege, bin ich bereit den gleichen Betrag weniger Lohn zu akzeptieren als anderswo..das gibt Masse für Lohnverhandlungen.

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