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Der Schwerverkehr hat sich 2016 von der Strasse auf die Schiene verlagert.
Der Schwerverkehr hat sich 2016 von der Strasse auf die Schiene verlagert.Bild: KEYSTONE

Seit 20 Jahren sind nicht mehr so wenig Lastwagen durch die Schweizer Alpen gefahren

23.03.2017, 13:1323.03.2017, 13:48

Zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren ist die Zahl der Lastwagenfahrten durch die Schweizer Alpen auf unter eine Million gesunken. Dennoch ist damit das Verlagerungsziel der Alpeninitiative von 650'000 Lastwagen längst nicht erreicht.

Seit dem Ja zur Alpenschutzinitiative ist in der Bundesverfassung verankert, dass der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze auf der Schiene erfolgen muss. Gemäss Gesetz dürfen ab 2018 höchstens noch 650'000 Lastwagen pro Jahr die Alpen queren.

2016 sank die Menge der Güter, die mit dem Lastwagen durch die Alpen gekarrt wurde, um 2.5 Prozent auf 11.7 Millionen Tonnen. Die Anzahl Lastwagenfahrten sank um 3.4 Prozent oder rund 35'000 auf 975'000. Diese Anzahl wurde letztmals Mitte der 1990er-Jahre verzeichnet, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) am Donnerstag mitteilte.

Güterverkehr auf Schiene wächst

Der Anteil der Güter, der per Bahn transportiert wurde, war 2016 mit 71 Prozent so hoch wie noch nie seit 2001. Damals wurde die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe eingeführt und die Gewichtslimite für Lastwagen schrittweise auf 40 Tonnen erhöht.

Nach Angaben des BAV wurden 2016 insgesamt 40.4 Millionen Tonnen Güter durch die Alpen transportiert – so viel wie nie zuvor. Die Zunahme wurde von der Bahn bewältigt. Auf der Schiene wurden 28.6 Millionen Tonnen Güter transportiert, 6.4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Vom Güterverkehr profitierte vor allem die Lötschberg-Simplon-Achse, wie das BAV weiter mitteilte. Die Gotthardachse spielte eine etwas weniger wichtige Rolle, weil der 4-Meter-Korridor noch nicht fertig ausgebaut ist. Am meisten wurden Container und Sattelauflieger verladen; dieser unbegleitete kombinierte Verkehr legte um gut 5 Prozent. Er macht im alpenquerenden Schienengüterverkehr 63 Prozent aus. (whr/sda)

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