Schweiz
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ARCHIVBILD ZUR MELDUNG DES BAV, DASS DIE VERLAGERUNG DES SCHWERVERKEHRS AM GOTTHARD AUF DIE SCHIENE FUNKTIONIERE, AM DONNERSTAG, 23. MAERZ 2017 - Ein Lastwagen faehrt auf der Autobahn A-2; und ein Gueterzug befaehrt die noerdliche Gotthard Bergstrecke zwischen Erstfeld und Goeschenen bei Wassen am Mittwoch, 11. Mai 2016. Wenn im Dezember 2016 die ersten Zuege fahrplanmaessig durch den Gotthard-Basistunnel fahren, bedeutet dies einen Epochenwechsel fuer die alte Bergstrecke. Mindestens bis zum Auslaufen der Fernverkehrskonzession Ende 2017 soll die Strecke allerdings weiterbetrieben werden. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Der Schwerverkehr hat sich 2016 von der Strasse auf die Schiene verlagert. Bild: KEYSTONE

Seit 20 Jahren sind nicht mehr so wenig Lastwagen durch die Schweizer Alpen gefahren



Zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren ist die Zahl der Lastwagenfahrten durch die Schweizer Alpen auf unter eine Million gesunken. Dennoch ist damit das Verlagerungsziel der Alpeninitiative von 650'000 Lastwagen längst nicht erreicht.

Seit dem Ja zur Alpenschutzinitiative ist in der Bundesverfassung verankert, dass der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze auf der Schiene erfolgen muss. Gemäss Gesetz dürfen ab 2018 höchstens noch 650'000 Lastwagen pro Jahr die Alpen queren.

2016 sank die Menge der Güter, die mit dem Lastwagen durch die Alpen gekarrt wurde, um 2.5 Prozent auf 11.7 Millionen Tonnen. Die Anzahl Lastwagenfahrten sank um 3.4 Prozent oder rund 35'000 auf 975'000. Diese Anzahl wurde letztmals Mitte der 1990er-Jahre verzeichnet, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) am Donnerstag mitteilte.

Güterverkehr auf Schiene wächst

Der Anteil der Güter, der per Bahn transportiert wurde, war 2016 mit 71 Prozent so hoch wie noch nie seit 2001. Damals wurde die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe eingeführt und die Gewichtslimite für Lastwagen schrittweise auf 40 Tonnen erhöht.

Nach Angaben des BAV wurden 2016 insgesamt 40.4 Millionen Tonnen Güter durch die Alpen transportiert – so viel wie nie zuvor. Die Zunahme wurde von der Bahn bewältigt. Auf der Schiene wurden 28.6 Millionen Tonnen Güter transportiert, 6.4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Vom Güterverkehr profitierte vor allem die Lötschberg-Simplon-Achse, wie das BAV weiter mitteilte. Die Gotthardachse spielte eine etwas weniger wichtige Rolle, weil der 4-Meter-Korridor noch nicht fertig ausgebaut ist. Am meisten wurden Container und Sattelauflieger verladen; dieser unbegleitete kombinierte Verkehr legte um gut 5 Prozent. Er macht im alpenquerenden Schienengüterverkehr 63 Prozent aus. (whr/sda)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • trio 23.03.2017 18:06
    Highlight Highlight Zum Glück bauen wir eine zweite Röhre 😒
    • Pasch 23.03.2017 21:33
      Highlight Highlight Ja zum Glück!!! Vollsperrung bestehende Röhre während Sanierung, X-Arbeitsplätze die wegfallen nach der Fertigstellung des Eisenbahntunnels, und endlose Abhängigkeit zu der einen Röhre...
      Wenns dann doch weniger Verkehr geben "sollte" ( hier gehts ja hauptsächlich um die ROLA ) seis drum, haben wir wieder was geleistet, kanns kaum erwarten das es losgeht!
    • trio 24.03.2017 06:17
      Highlight Highlight Wie bitte?! Milliarden ausgeben, damit wir wieder was geleistet haben??
      Es sollte ja keine Kapazitätserhöhung geben, somit kein Mehrwert. Und seit wann muss der Bund mit Steuergelder wegfallende Arbeitsplätze schaffen? Ist das ganze etwa ein Konjunkturprogramm? Dann ist es ein sehr schlechtes, wie bereits gesagt, eins ohne Mehrwert.
    • Pasch 24.03.2017 09:14
      Highlight Highlight Das war jetzt fast schon ein bisschen trumpisch, aber ich will net ausfallend werden 😉... das ist nur ein Aspekt der ganzen Sache, nehmen wir einen anderen Aspekt und zwar die Sicherheit, setzen den ganz nach oben und schon sieht das Ganze anderst aus.
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