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Seit Jahren macht der TCS Pannenservice für den Bund – dies war aber nie ausgeschrieben



Für den Bund fahren viele Angestellte mit Fahrzeugen herum, vom Kontrolleur des Bundesamtes für Landwirtschaft über den Militär-Instruktor bis zum Chauffeur des Departementchefs. Wann immer einer von ihnen eine Panne hat, wird eine Telefonnummer gewählt: jene des TCS.

Der Dienst des Touring Club Schweiz wurde vom Bund seit dem Jahr 2009 für jeweils rund 190'000 Franken pro Jahr in Anspruch genommen. Das sind summiert rund 1,7 Millionen Franken. Öffentlich ausgeschrieben wurde dieser Auftrag allerdings nie, berichtet 20 Minuten. Das bedeutet, dass Konkurrenten des TCS niemals die Möglichkeit bekamen, sich zu bewerben.

Leute beim Toeff-Check durch den TCS auf dem Schallenberg am Sonntag, 18  Mai 2014. (PHOTOPRESS/Daniel Teuscher)

Der TCS hat bisher den Auftrag des Bundes ausgeführt. Bild: PHOTOPRESS

Der Bund erklärt diese Tatsache gegenüber «20 Minuten» damit, dass sich die Kosten für die Pannenhilfe in den Jahren 2009 und 2010 auf 60'000 Franken belaufen haben. Dieser Betrag liegt unterhalb der relevanten Schwelle für eine öffentliche Ausschreibung. welche bei 150'000 Franken angesetzt ist. Daher sei es zur freihändigen Vergabe an den TCS gekommen.

Dass es sich dabei um einen marktverzerrenden Vorteil handeln könnte, sieht der TCS nicht ein. «Der TCS hat eine Offerte geliefert und aufgrund der gelieferten Qualität den Auftrag erhalten. Wir können nicht nachvollziehen, was daran marktverzerrend sein soll», sagt TCS-Sprecher Daniel Graf.

Obwohl der Bund nach wie vor betont, dass die Vergabe rechtens gewesen sei, wird der Auftrag für die Unfall- und Pannenhilfe 2019 erstmals öffentlich ausgeschrieben. Der TCS wird sich aber wieder bewerben, sagt ein Sprecher. Auch Allianz Global Assistance zeigt sich erfreut: «Wir erachten den Bund als einen potenziell spannenden Kooperationspartner. Daher prüfen wir aktuell unsere Teilnahme an der Ausschreibung», so Sprecher Sandro Schwaerzler.

Die Leiden einer Coiffeuse

Video: watson/Deborah Gabuzzini, Emily Engkent

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