Schweiz
Umwelt

Aus ökologischen Gründen aufs Fliegen verzichten? Die Alten machen es den Jungen vor

Aus ökologischen Gründen aufs Fliegen verzichten? Die Alten machen es den Jungen vor

24.11.2017, 09:0824.11.2017, 09:30

Ein Viertel der Bevölkerung hat in den letzten zwei Jahren aus ökologischen Gründen auf eine Flugreise verzichtet. Einiges tiefer ist der Anteil bei Menschen unter 40. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Schweizerischen Energiestiftung hervor.

23 Prozent der Befragten geben an, auf eine Flugreise aus ökologischen Gründen verzichtet zu haben. Dabei zeigen sich grosse Unterschiede zwischen den Generationen. Während der Anteil bei den über 40-Jährigen fast ein Drittel beträgt, sind es bei den Befragten unter 39 Jahren lediglich elf Prozent.

Bild

Über die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer ist in den letzten zwei Jahren einmal oder mehrmals geflogen. Dies zeigt eine am Freitag publizierte Umfrage des Forschungsinstituts gfs-zürich im Auftrag der Schweizerischen Energiestiftung (SES).

Bild

Die Umfrage zeigt auch, dass viele Menschen ihr Verhalten trotz des Wissens um die Klimaschädlichkeit von Flugreisen nicht ändern. So stimmen 60 Prozent der Aussage zu, dass der Flugverkehr das Klima aufheize. Eine Mehrheit gibt zudem an, im Alltag auf klimafreundliches Handeln zu achten.

Für die Umfrage hat gfs-zürich vom 9. bis 28. Oktober 1004 zufällig ausgewählte Personen in der Deutsch- und Westschweiz befragt. (whr/sda)

«Ich achte auf die Umwelt – und werde dafür blöd angemacht!»

Video: watson/Ralph Steiner, Emily Engkent
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
17 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Oshikuru
24.11.2017 10:19registriert Juni 2016
''So stimmen 60 Prozent der Aussage zu, dass der Flugverkehr das Klima aufheize.''
Nur so wenige? Ich dachte immer in der Schweiz seien wir aufgeklärter....
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
aglio e olio
24.11.2017 14:38registriert Juli 2017
Auch bei diesem Thema stösst man leider meist auf Ignoranz.
Umweltschutz ist schon wichtig, finden die meisten. Aber selber was tun? Lieber doch nicht. Ist ja anstrengend bzw. unbequem.
Wir können schon so richtig doof sein...
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Neunundneunzig
24.11.2017 13:45registriert April 2017
Naja, viele Leute in ihren 40ern haben die ausgedehnten Flugreisen wohl mehrheitlich schon gemacht und müssen neben ihren Umweltbedenken vermutlich auch familientechnisch aufs Budget schauen etc.
Ich mache heute nur noch sehr ungerne Ferienreisen mit Flugzeug, bin aber in meiner Jugend (18-25) ausgiebig in der Weltgeschichte rumgeflogen. Meiner Meinung nach vergleicht man hier bis zu einem gewissen Grad Äpfel und Birnen.
00
Melden
Zum Kommentar
17
Epstein unterhielt gute Beziehungen zu Schweizer Banken – die Sonntagsnews
Mögliche Exhumierungen von Opfern der Brandkatastrophe, Widersprüche bei den Gehaltsangaben von Moretti und WEF-Löhne im Visier des Bundes : Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Die Walliser Staatsanwaltschaft wälzt den Entscheid über mögliche Exhumierungen von Todesopfern der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS laut der «NZZ am Sonntag» auf die Familien ab. Sie ordne Exhumierungen und Obduktionen nur an, wenn die Opferfamilien das explizit verlangten, sagten Anwälte von Familien zur Zeitung. Laut Gesetz müsste die Staatsanwaltschaft selbst entscheiden, ob das notwendig sei. Die Ermittlungsbehörde habe auf eine Anfrage nicht reagiert. Akten der Staatsanwaltschaft zeigen laut der Zeitung, weshalb die Schweiz nur zwei Opfer obduzierte: Zwei Wochen nach dem Brand sollte die Kantonspolizei demnach herausfinden, ob bei Schweizer Bestattungsunternehmen noch unbeerdigte Leichen lagen. Die zwei Obduzierten seien vermutlich schlicht die letzten Opfer gewesen, die noch nicht beerdigt waren, schlussfolgerte die «NZZ am Sonntag».
Zur Story