Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bauern und Imker machen sich Sorgen wegen dem Insektensterben und fordern Aufklärung



Mehrere Natur-Verbände haben am Dienstag eine Petition lanciert, mit welcher die Behörden aufgefordert werden, das Insektensterben wissenschaftlich zu erforschen. Zudem müsse die Bevölkerung besser über das Phänomen aufgeklärt werden.

Forschungsergebnisse aus Deutschland würden zeigen, dass in den letzten dreissig Jahren mehr als die Hälfte aller Insekten verschwunden sei. Wie stark die Schweiz betroffen ist, wisse man immer noch nicht, kritisieren die Naturfreunde Schweiz, der Verband «Dark-Sky», der Bauernverband und die Imkerverband Apisuisse.

«Jede und jeder soll sich bewusst werden, was Insekten in ihrer Vielfalt, Schönheit und wegen ihrer Schlüsselrolle in der Ökologie für uns alle bedeuten»

Mit ihrer am Dienstag lancierten Initiative wollen sie die Behörden dazu auffordern, die wissenschaftliche Aufklärung des Insektensterbens zu finanzieren. Zudem sollen bestehende Aktionspläne (Biodiversität, Bienengesundheit, Pflanzenschutzmittel) umgesetzt und weitere Massnahmen gegen das Insektensterben lanciert werden. Bis zur Wintersession sollen Bundesrat und Parlament mindestens 50'000 Unterschriften eingereicht werden.

Damit soll auch Aufklärungsarbeit geleistet werden: «Jede und jeder soll sich bewusst werden, was Insekten in ihrer Vielfalt, Schönheit und wegen ihrer Schlüsselrolle in der Ökologie für uns alle bedeuten», umschreiben die Organisationen das Ziel ihrer Petition.

Jacques Bourgeois, Direktor Schweizer Bauernverband, rechts, spricht an der Seite von Urs Wuethrich-Pelloli, Praesident Naturfreunde Schweiz NFS, links, waehrend einer Medienkonferenz der Naturfreunde Schweiz, apisuisse, Dark Sky Switzerland und dem Schweizer Bauernverband zum Thema Insektensterben, am Dienstag, 4. September 2018 in Bern. Studien weisen darauf hin, dass seit 1990 in der Schweiz mehr als die Haelfte der Insekten verschwunden sind. Wo aber Insekten verschwinden, da ist auch unsere Lebensgrundlage gefaehrdet. Darum lancieren die Naturfreunde Schweiz gemeinsam mit der Organisation Dark-Sky Switzerland, dem Schweizer Bauernverband SBV und apisuisse die an Bundesrat und Parlament gerichtete Petition

Jacques Bourgeois (rechts), Direktor Schweizer Bauernverband und Urs Wuethrich-Pelloli, Praäsident Naturfreunde Schweiz NFS während der Medienkonferenz am Dienstag in Bern. Bild: KEYSTONE

Wichtig für Ökosystem

Insekten haben für das Ökosystem vielfältige Funktionen. So dienen sie etwa als Nahrung für Vögel, Frösche, Fische, Igel und Fledermäuse. «Ohne Insekten sind auch sie bald verschwunden», glauben die Organisationen.

Ähnliches gelte für Wild- und Kulturpflanzen, welche auf die Bestäubung durch die Insekten angewiesen seien. Damit habe das Insektensterben auch einen Einfluss auf die Nahrungsmittelproduktion.

Die Sammelfrist für die Petition endet am 24. November. (whr/sda)

Die magische Welt der Insekten und Co.

Drastischer Rückgang der Schweizer Feuchtgebiete

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Neuseeland: Erster Coronafall seit Monaten

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Burka, CO2, Pestizide: Die Schweiz erlebt ein «heisses» Abstimmungsjahr

Das Politikjahr 2021 dürfte turbulent werden. Einige umstrittene und emotional aufgeladene Vorlagen sind reif für die Volksabstimmung. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt Corona.

Die Schweiz steht nach wie vor im Banne der Corona-Pandemie. Eine Entspannung ist trotz der angelaufenen Impfkampagne nicht in Sicht. Am letzten Mittwoch hat der Bundesrat die Massnahmen erneut verschärft. Gleichzeitig hat die «ordentliche» Politik ihren Betrieb wieder aufgenommen.

So wurden letzte Woche mehrere Referenden eingereicht, gegen das CO2-Gesetz , das Antiterror-Gesetz und das Covid-19-Gesetz. Ausserdem wurde mit Medienkonferenzen der Abstimmungskampf zu den drei Vorlagen eingeläutet, …

Artikel lesen
Link zum Artikel