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The cashier hands over the receipt to the customer, pictured on March 5, 2013, at the Migros branch in Baden, Switzerland. Migros is Switzerland's the largest retail company. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Kassierin haendigt dem Kunden die Kaufquittung aus, aufgenommen am 5. Maerz 2013 in der Migros-Filiale in Baden. (KEYSTONE/Gaetan Bally))

Es läuft nicht mehr so richtig bei Migros: Die Gewinne beim Unternehmen sind zurückgegangen.
Bild: KEYSTONE

Frankenstärke drückt bei der Migros den Gewinn: 4,2 Prozent weniger



Die Migros hat im letzten Jahr unter dem Einkaufstourismus und der Frankenstärke gelitten. Der orange Riese hat zwar gleich hohe Einnahmen erzielt wie im Vorjahr. Die Marge und damit der Gewinn sind jedoch gesunken.

Der Gewinn reduzierte sich um 4,2 Prozent auf 791.1 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn (EBIT) ging sogar um 12,8 Prozent auf 981.6 Millionen Franken zurück, wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Gründe für diesen Rückgang gibt die Migros nicht an. Sie sind jedoch offensichtlich. Die Frankenstärke und der Einkaufstourismus haben auf die Margen gedrückt.

Migros durchbricht 100'000-Mitarbeiter-Marke

So hat zwar die Migros Gruppe im letzten Jahr mit Übernahmen und neuen Ladenflächen die Geschäftstätigkeit und damit auch die Kosten ausgedehnt. Der Personalbestand ist auch erstmals über die Grenze von 100'000 Personen angestiegen. Die Einnahmen dagegen konnte der orange Riese nicht steigern. Sie blieben mit 27.4 Milliarden Franken konstant, wie die Migros bereits Mitte Januar mitgeteilt hatte. Die Betriebsmarge sank entsprechend von 4,1 auf 3,6 Prozent.

Aus welchem der vielen Geschäftsfelder dieser Renditerückgang stammt, weist die Migros nicht aus. Aus den Veränderungen der Umsatzzahlen lässt sich jedoch erahnen, wo die Migros unter Margenschwund besonders leidet.

Migrolino, Le Shop und Digitec im Aufwind

So ging der Umsatz der Hotelplan Gruppe markant um 7,1 Prozent auf 1.3 Milliarden Franken zurück. Die Migros schreibt denn auch in Bezug auf das Reiseunternehmen von einem schwierigen Jahr. Das gleiche gilt für Globus und Schild. Trotz erfolgreicher Integration von Schild und Marktanteilsgewinnen musste dieser Unternehmensbereich einen Umsatzrückgang von 3,3 Prozent auf 928.7 Millionen Franken hinnehmen.

Ebenfalls deutlich um 5,4 Prozent sanken sind die Verkäufe beim Tankstellenbetreiber Migrol (-16,2 Prozent auf 1.4 Milliarden Franken) und bei Ex Libris (-5,4 Prozent auf 121 Millionen Franken). Zulegen konnte die Migros dagegen mit den Bahnhofshops Migrolino (+10 Prozent auf 382 Millionen Franken), dem Hauslieferdienst Le Shop (+6,6 Prozent auf 176 Millionen Franken) dem Onlineshop Digitec Galaxus, beim dem die Migros im letzten Jahr die Beteiligung auf 70 Prozent aufgestockt hat.

Auto und Treibstoff bringen neue Kunden

Im grössten Geschäftsfeld, im Detailhandel, musste die Migros Gruppe dagegen im letzten Jahr leichte Rückgange hinnehmen. So reduzierte sich der Umsatz der zehn regionalen Migros-Genossenschaften im In- und Ausland um 1,9 Prozent auf 15.9 Milliarden Franken. Die Discount-Kette Denner erzielte mit 2.9 Milliarden Franken 0,4 Prozent geringere Einnahmen.

Die Migros wertet dies jedoch nicht als Rückschlag. «Das Marktumfeld war schwierig, trotzdem konnten wir im Detailhandel die Kundenfrequenzen wiederum steigern und markant Marktanteile ausbauen», lässt sich Migros-Präsident Herbert Bolliger in der Mitteilung zitieren. Gemäss BAK Basel hat die Migros-Gruppe 2015 ihren Marktanteil im Schweizer Detailhandel ohne die Bereiche Auto und Treibstoffe um 0,8 Prozent auf 21,2 Prozent erhöht. (sda)

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