Schweiz
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ZUM MOEGLICHEN UMZUG VOM SRG RADIOSTUDIO VON BERN NACH ZUERICH, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 4. APRIL 2018 FOLGENDES BILDMATERIAL VOM LEUTSCHENBACH ZUR VERFUEGUNG - View on the roof of the building of the Swiss Radio and Television SRF with the broadcasting station of the television program «Meteo Schweiz», in the former industrial area Leutschenbach, pictured in Zurich, Switzerland, on January 17, 2018. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Blick auf das Dach des Gebaeudes des Schweizer Radios und Fernsehens SRF mit der Sendestation von «Meteo Schweiz», im ehemaligen Industriegebiet Leutschenbach, aufgenommen am 17. Januar 2018 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Journalisten müssen sich am Riemen reissen: SRF-Chefin will Service public neu justieren 



Die Sender des Schweizer Radio und Fernsehens SRF sollen künftig auf Meinungsjournalismus verzichten. Nachrichtenbeiträge sollen bloss noch abbilden, nicht mehr bewerten, sagte die designierte neue SRF-Direktorin Nathalie Wappler im Interview mit der «NZZ am Sonntag».

Die neue SRF-Direktorin Nathalie Wappler spricht an der Medienkonferenz, aufgenommen am Montag, 5. November 2018 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

«Wir müssen ein Programm machen, das informiert, aber nicht polarisiert. Wir müssen keinen Meinungsjournalismus machen», sagte die 50-Jährige, die im Frühjahr 2019 Nachfolgerin von SRF-Direktor Ruedi Matter wird. Wappler, die derzeit Programmdirektorin des Mitteldeutschen Rundfunks in Halle ist, will in der Schweiz nach der heftig umkämpften «No Billag»-Abstimmung den Service public neu justieren.

Nachrichtenbeiträge sollen bloss noch abbilden, nicht mehr bewerten. «Wenn wir in einem Beitrag einen Politiker zu Wort kommen lassen und wenn der Journalist dann den Eindruck erweckt, er wisse es besser, provoziert das einen Vertrauensverlust.» Journalisten müssten sich am Riemen reissen, dass sie nicht einfach Klischees des Typs «SVP gleich Stumpenraucher» bedienen würden. Der Sender war wiederholt von Politikern aus der stärksten Schweizer Partei kritisiert worden.

Ideen für Zusammenarbeit mit Privaten

Die Unterhaltung des Service public dürfe auf keinen Fall menschenverachtend oder voyeuristisch sein. Und in der Information solle nicht skandalisiert werden. «Ich will auch künftig keine reisserischen Titel, damit es möglichst viele Clicks gibt», sagte die langjährige TV-Redaktorin und frühere SRF-Kulturchefin. Der Recherche will sie mehr Platz geben.

Wappler kündigte weiter an, künftig mit privaten Medien und Verlegern zusammenarbeiten zu wollen. Ihr schweben gemeinsame Journalistenpools in den Regionen vor, über die kleine Redaktionen das Knowhow von SRF anzapfen dürften. «Die BBC hat mit Regionalmedien ein Netzwerk von Lokaljournalisten erstellt, auf das kleinere Redaktionen zurückgreifen können. So stärkte sie den Lokaljournalismus.» Solche Modelle könnten auch für die Schweiz interessant sein.

Peter Blunschi analysiert die No-Billag-Abstimmung:

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Video: Peter Blunschi, Nico Franzoni, Angelina Graf

Mehr Serien

Stärken will Wappler die Kultur, sie werde diese keinem Quotenausdruck aussetzen. «Unsere Beiträge müssen auf Youtube nicht 16 Millionen Mal angeschaut werden. Vielmehr möchte ich eine Methode finden, mit der man Relevanz messen kann.» Kulturbeiträge würden oft über die Zeit eine respektable Reichweite erhalten. Kultur vermittle Werte und sei wichtig für den Zusammenhalt einer Gesellschaft. Künftig will die neue Direktorin etwa mehr Serien wie «Wilder» produzieren.

Da die SRG ab 2019 jährlich 100 Millionen Franken einsparen muss, wird Wappler laut eigenen Angaben bei SRF voraussichtlich 47 Stellen abbauen müssen. Wo sie den Hebel konkret ansetzen will, dazu äusserte sie sich im Interview nicht. «Ich werde Entscheide treffen müssen, die nicht allen gefallen.» (sda/vom)

Da musstet ihr doch selber lachen, liebe No-Billag-Gegner:

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Video: Christoph Bernet, Angelina Graf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Meier (1) 12.11.2018 07:13
    Highlight Highlight Kurzversion: eigene Umfrage bei SRF, 70% der Mitarbeiter sehen sich "links positioniert. Manipulation bei ARD, Tagesthemen-AFD-Chemnitz, ARD entschuldigt sich (dies sei aber üblich). Staatsmedien haben ohne Manipulation zu berichten, private Medien dürfen sich politisch positionieren ohne dies speziell zu erwähnen. SRF Journalisten sollen und müssen Aufdecken, bei Streitfragen dürfen sie aber nicht nur eine Seite positiv beleuchten und die Argumente der Gegener unterschlagen oder schlecht reden, da es der eigenen politischen Meinung nicht entspricht, ganz einfach.
  • Majoras Maske 11.11.2018 16:34
    Highlight Highlight Ach wie schön, wenn die Medien nur noch PR-Meldungen unhinterfragt verbreiten. Politiker und die Wirtschaftelite werden sich wohl die Hände reiben. Endlich keine nervigen Zwischenrufe à la "Wahrheit" mehr. Die direkte Demokratie dankt.
  • WHYNOT 11.11.2018 16:24
    Highlight Highlight SRF macht vieles vorbildlich, aber die Qualität muss gepflegt werden. Journalisten sollen weitmöglichst recherchieren, aufdecken, berichten und dies ungefärbt. Wenn ich mir gewisse 10vor10-Beiträge nschaue, habe ich indes oft den Eindruck das sehr einseitig und teilweise manipulativ berichtet wird. Die Geschichte lehrt uns, dass sich sogenannte Tatsachen aus einem anderen Blickwinkel betrachtet oft nicht als eindeutig erweisen, so gibt es in Konflikten oft nicht nur einen Aggressor auf der einen u unschuldige Opfer auf der anderen Seite. Daher lieber kein Meinungssender.
  • asips 11.11.2018 15:13
    Highlight Highlight danke für srf-news, die nur noch publiziert werden dürfen, wenn vier unabhängige quellen das gleiche melden und nachdem frau martullo und frau funiciello ihr ok zur publikation gegeben haben.
    verwechselt die neue chefin da nicht die rolle von srf mit derjenigen der sda?
  • pascii 11.11.2018 12:28
    Highlight Highlight Das kann ja heiter werden. Die Aufgabe eines Journalisten ist es ja, Aussagen zu filtern. Der Zuschauer kann sich ja bei Gott selber eine Meinung bilden wenn er nicht einverstanden ist was er hört.
    • PPP 11.11.2018 15:59
      Highlight Highlight Da der SRF Journalist aber von Steuergeldern finanziert wir, (und genau dies sind die Zwangsgebühren) müsste er sich seine einseitige Berichterstattung abgewöhnen.

      SRF ist krass linkslastig.
      In der jetzigen Form, ist dieses Linkenparadies nicht tragbar.
      Hoffe Frau Wappler meint es ernst.
    • ingmarbergman 12.11.2018 08:26
      Highlight Highlight Beispiel für Linkslastig?
      In der Arena beispielsweise hat die SVP mit Abstand die meiste Redezeit. Auch sonst wird jeder Furz von Rechts in der Tagesschau breitgetreten.
      Das SRF ist eindeutig zu sehr rechts..
    • pascii 12.11.2018 12:03
      Highlight Highlight Womit der Beweis erbracht ist, dass man es niemandem Recht oder Link machen kann,
  • Flughund 11.11.2018 11:52
    Highlight Highlight Die Frau imponiert mir. Das sie auf den richtigen Weg ist zeigt mir hier das Aufgeheule in den Komentarspalten. Auch bei Watson wäre mehr Informationsjournalismus statt Empörungsjournalismus angesagt.
    • Klaus07 11.11.2018 13:03
      Highlight Highlight Informationsjournalismus ist was gutes, gell, vor allem wenn die Informationen Rechtsbürgerlich ok sind.
    • FrancoL 11.11.2018 14:37
      Highlight Highlight Ja da könntest Du doch gleich selbst anfangen. Wieso immer bei den anderen ansetzen?
      Eine gute Information bedingt dass man die Aussagen genau prüft und wenn falsch auch anprangert. Die Wahrheit ist immer au der Seite der Fakten und nicht gleichmässig zwischen links und rechts verteilt.
  • dan2016 11.11.2018 11:37
    Highlight Highlight Freue mich auf den Kassensturz, da kann man ein Joint Venture mit Home. Shopping Europe machen
    • Ursus der Rächer 11.11.2018 13:39
      Highlight Highlight Kassensturz wird nicht mehr möglich sein, da er ja einseitig für die Konsumenten ist und somit eine direkte Bedrohung der SVP, die mehr Konsumentenschutz im Parlament seit Jahren abschmettert. Ja Herr Schmeltzer, ihre Stunde hat geschlagen!
  • dan2016 11.11.2018 11:29
    Highlight Highlight Wenn das Service Public ist, dann kann Twitter, Facebook und YouTube gerne die LRF—Gelder haben.
  • Garp 11.11.2018 10:27
    Highlight Highlight Manche Dinge wissen Journalisten besser, als Politiker. Ich will keine Journalisten, die nicht auf Fehler oder allenfalls falsche Aussagen nicht mehr hinweisen dürfen und nicht nachhaken. Mir kommt da Herr Zanetti in den Sinn.
    • FrancoL 11.11.2018 14:38
      Highlight Highlight Die Journalisten wissen diese Dinge oft besser weil die Politiker bewusst an der Wahrheitsschraube drehen, um ihre Ideen zu stützen.
  • Revolutionärer Abbau Zürich 11.11.2018 10:11
    Highlight Highlight Ein Staatssender, der über eine Steuer finanziert wird, hat politisch neutral zu sein. Dass das nicht geht, wenn 3/4 der Journalisten sich selber als links bezeichnet, sollte jedem klar sein.

    https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/fast-drei-viertel-aller-srgjournalisten-sind-links/story/17411512
    • Marry.Daveson 11.11.2018 13:21
      Highlight Highlight Schreibt hier nun der Revolutionäre Aufbau/ Abbau oder die revolutionäre Jugend Zürich?
      Dass zweitere sich als Jugendplenum der ersteren sieht ist ja bekannt... da zweitere aber inhaltlich durchaus Differenzen hat mit der RJZ wäre es spannend zu erfahren was hier gerade abgeht....
      Oder ist das hier nur fals flagg shit um linke noch schlechter zu machen als sie ohnehin sind?
    • Geralt 11.11.2018 13:29
      Highlight Highlight Politische Neutralität schliesst die Korrektur von falschen Aussagen nicht aus.
    • FrancoL 11.11.2018 14:40
      Highlight Highlight Man kann durchaus die Wahrheit von Unwahrheiten trennen ohne genau in der Mitte zu sein. Dies vor allem wenn wir die grobschlächtigen Lügen zB Trump betrachtet, da muss man wahrlich nicht eine neutrale Position haben um diese Fake News zu erkennen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 11.11.2018 10:06
    Highlight Highlight Etwas genauer betrachtet würde dies auch heissen dass man Bilder einer Jury vorlegen müsste, die dann bestimmt, ob diese Bilder genügend neutral sind, denn gerade Bilder oder Videos haben eine hohe Aussagekraft und diese müsste frei von jeder Meinung sein.
    • wasylon 11.11.2018 20:46
      Highlight Highlight Oh je Franco manchmal sind deine Kommentare auf tiefstem Kindergarten Niveau. Wenn Du nicht weisst was Meinungsjournalismus bedeutet informiere dementsprechend.
  • ingmarbergman 11.11.2018 09:58
    Highlight Highlight „Kulturbeiträge müssen keine Quote machen“ und dann „wenn man nur lange genug misst, dann stimmt die Quote schon“ hä?
    Sorry, aber das ist eine Kapitulation vor dem Feind. Auch Kulturbeiträge können so gemacht werden, dass sie ein Publikum finden.
    Was jetzt passieren wird sind einfach Inhalte bei denen der Redakteur sich nicht mehr reinlassen wird.
    Bei den Filmen/Serien das gleiche. Dabei zeigt gerade Dänemark, dass auch ein kleines Land hervorragende Filme produzieren kann - WENN die Filmemacher unabhängig sind und meinen TV-Kulturredakteur dabeihaben, der ihnen ständig reinredet..
  • Roterriese 11.11.2018 09:46
    Highlight Highlight Die SRG - als öffentlich rechtliches Staatsmedium, welches von allen Einwohnern finanziert wird, egal ob sie das wollen oder nicht - hat politisch weder links noch rechts, sondern neutral zu sein.


    • Klaus07 11.11.2018 13:07
      Highlight Highlight Die Politik sowie alle Politiker, als vom Volk gewählte Demokratievertreter, die vom allen Einwohnern finanziert werden, egal ob sie wollen oder nicht - haben politisch weder links noch rechts, sondern neutral zu sein.
    • Garp 11.11.2018 13:21
      Highlight Highlight Es hat trotzdem kritisch zu sein und den Horizont und die Sichtweisen zu erweitern.
    • FrancoL 11.11.2018 14:45
      Highlight Highlight Und das hiesse, den Quatsch von rechts und von links umkommentiert passieren zu lassen? Denn wenn man linke Aussagen mit falschem Gehalt geisselt, ist die Linke beleidigt und wenn man rechte Aussagen mit falschem Gehalt mahnt, sind die Rechten beleidigt.
      Journalisten müssen nun mal hinterfragen und versuchen der Wahrheit auf die Spur zu kommen, sonst können wir gleich den Parteizentralen die Nachrichtenerfassung und Verbreitung überlassen. Weisst Du wieso in den Gemeinden Partei übergreifend gut zusammengearbeitet wird? Weil die Resultate gut erkennbar sind und Fake News keinen Platz haben.
  • Skeptischer Optimist 11.11.2018 09:32
    Highlight Highlight Wappler scheint sich an der - völlig überbewerten BBC - zu orientieren, die ebenfalls auf "Meinungsjournalismus" verzichtet. Mit dem Resultat, dass Lügner und Hasardeure wie Farage und Johnson unwidersprochen den gröbsten Unsinn behaupten können und damit ihr Land in die grösste selbstverursachte Krise der Geschichte geritten haben.

    SVP ist eben meist Stumpenraucher, so wie Brexiter eben meist insularer Chauvinist ist. Dies absichtlich zu übersehen befeuert Ignoranz und gesellschaftliche Spaltung.

  • skofmel79 11.11.2018 09:17
    Highlight Highlight Mit dieser neuen Haltung verschwindet dann endlich eine Sendung: Schawinski👍
    • dan2016 11.11.2018 14:22
      Highlight Highlight Eigentlich bleiben nur noch Glanz und Gloria, schon infoauswahl beruht auf einer journalistischen Beurteilung. Nach der Verabschiedung vom föderalen Aufbau Jett der Abschied vom Journalismus
    • FrancoL 11.11.2018 14:47
      Highlight Highlight Dafür lassen wir dann etwas mehr Somm zur Geltung kommen.
  • peigi 11.11.2018 08:52
    Highlight Highlight Wenn ein Politiker, ob links, Mitte oder rechts, faktisch falsche Behauptungen macht (und ja, es gibt objektive Fakten), dann hat ein guter Journalist die Aufgabe, darauf hinzuweisen.

    Alles andere ist kein Journalismus sondern unkritisches verbreiten von Pressemitteilungen. Propaganda halt.

    Die Aussage von Frau Wappler ist hoffentlich unglücklich formuliert und ohne Kontext missverständlich. Wenn nicht, sollte sie besser bei der APG Plakatwände vermieten. Dort funktioniert ihr Konzept.
    • Hein Blöd 11.11.2018 09:16
      Highlight Highlight @peigi
      Also ich finde, die Aussage der Frau Wappler ist ziemlich klar: Sie findet Neutralität besser als Objektivität.
    • R. Peter 11.11.2018 15:18
      Highlight Highlight Ist es zum beispiel richtig oder falsch, dass das bundesgericht 2018 einen „revolutionären“ Entscheid getroffen hat? Die Einschätzung(!) gründet aber nicht auf fakten alleine sondern auf deren Bewertung. Wir machen es uns mit angeblichen Wahrheiten deutlich zu leicht).
  • beaetel 11.11.2018 08:21
    Highlight Highlight Das würde ja bedeuten, dass nicht mehr die hochbezahlten Moderatoren die Stars wären, sondern die Leute, die man einlädt und nach ihrer Meinung fragt. Das würde bedeuten, ausreden lassen und die Fragen kurz zu fassen. Die letzte Arena hat mir wieder einmal gezeigt, dass STF gar nichts begriffen hat, was es mit der No-Billag geschlagen hat. Wenn ich Infotainment haben will, schaue ich „Privat“. Das man die Frechheit hat, sogar eine Abstimmungssendung der Logik der Quotenbolzerei zu unterwerfen, macht unsere Demokratie nur noch zu einem Witz, die Typen wie Trump hilft an die Macht zu spülen.
  • Mia_san_mia 11.11.2018 07:47
    Highlight Highlight Das hört sich ja nach Action an 😴
  • Rabbi Jussuf 11.11.2018 07:32
    Highlight Highlight "Nachrichtenbeiträge sollen bloss noch abbilden, nicht mehr bewerten."
    Finde ich gut. Obwohl ich nicht das Gefühl habe, dass das bei SRF ein grosses Problem wäre. Es ist wohl der Versuch, nicht ins Fahrwasser von ARD/ZDF zu kommen. (Projer müsste sie vermehrt an die Kandarre nehmen!)

    Ebenso ihr Ansatz für Kulturbeiträge. Bin mal gespannt, was für Kriterien sie da ansetzen will.
    • FrancoL 11.11.2018 09:32
      Highlight Highlight So in Richtung Fox, der Präsident darf alle sagen und der Journalist nickt es ab.
      Ja dann brauchen wir keine SRG mehr, denn die „Fakten“ verbreiten die Parteien schon fleissig ohne SRG und dies nicht unwesentlich in Abhängigkeit von den finanziellen Mitteln der einzelnen Parteien. Minderheiten müssten dann lediglich noch einen Sponsor finden.
    • arni99 11.11.2018 13:26
      Highlight Highlight Francol, nein der Journalist berichtet über das gesagte oder das Geschehene, und zeigt die Folgen auf, und der mündige Bürger kann sich aufgrund der Infos seine Meinung bilden.
    • Rabbi Jussuf 11.11.2018 15:44
      Highlight Highlight Wenn da Minderheiten Rechte eingeräumt werden sollen, geht es bereits um Meinungsjournalismus. Das sollte doch klar sein.
      Da steht "ein Politiker" nicht "der Politiker" und zudem haben wir ein anderes Regierungssystem. Da besteht kaum Gefahr, dass die SRG zum Hofberichterstatter degradiert wird.
      Auf "Recherchen" soll auch Wert gelegt werden! Das scheint einfach überlesen worden zu sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alphonse Graf Zwickmühle 11.11.2018 07:26
    Highlight Highlight ...am Riemen reissen, Militärsprache bei einer Frau, und alle so, hä was?
  • Humpe 11.11.2018 07:19
    Highlight Highlight Aua. Mir graut vor der Zukunft der SRG. Wenn eine Seite behauptet, dass es draussen regnet und die andere das Gegenteil behauptet, dann ist es der verdammte Job eines Journalisten, aus dem Fenster zu schauen und herauszufinden, was stimmt. Es hat nichts mit Journalismus zu tun, nur akribisch darauf zu achten, dass beide Seiten möglichst gleich viel Sendezeit erhalten. Demnächst kommen bei Einstein wahrscheinlich regelmässig Flat Earther zu Wort.
    • bebby 11.11.2018 08:07
      Highlight Highlight Trotzdem ist es wohl schon so, dass die Arenasendung zur Polarisierung beigetragen hat. Was uns fehlt, sind echte Diskussionen anstatt Debatten auf dem Niveau eines Herr Glarners.
      An dieser Sendung zeigt sich allerdings das Problem: Quoten werden oft nur erreicht, wenn möglichst viel Zoff und Drama entsteht. Nüchterne Betrachtung passt nicht ins Konzept von Infotainment. Watson funktioniert ja auch so letztlich.
    • Hein Blöd 11.11.2018 08:24
      Highlight Highlight @Humpe
      Leider bewegt sich unsere Gesellschaft immer mehr in die Richtung von 'Neutralität ist wichtiger als Objektivität', weil man ja keine Gefühle verletzen will. Hat man ja schon mit der Homöopathie gemacht. Während die Schulmedizin beweise der Wirksamkeit erbringt, hinkt dem die Homöopathie hinterher; weit, weit hinterher. Aber der Schweiz scheint das egal zu sein, Neutralität zahlt halt eben mehr als Fakten.
    • alizia 11.11.2018 09:51
      Highlight Highlight Ich verstehe, was Sie sagen möchten. Aber der Vergleich zwischen SRF und Medizin ist ziemlich waghalsig. Zu häufig musste ich in meinem Umfeld miterleben, dass wissenschaftlich untersuchte Medis und Techniken nicht wirkten, aber die behandelten Ärzte auf der Behandlung beharrten, da es ja wirken MUSS!
      Bei leichteren Erkrankungen ist es mir meist egal, was die Wissenschaft sagt. Ich schaue, was meinem Körper gut tut und probiere es gerne zuerst mit diesen Humpuk-Globuli, bevor ich mich mit starken Medis zudröhne;)
      Und auf die Nebenwirkungen kann ich auch gerne verzichten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 11.11.2018 07:15
    Highlight Highlight Oh ja! Lasst uns Journalisten kastrieren.

    Welcome to the World of Trump and SVP.
    • flying kid 11.11.2018 09:12
      Highlight Highlight Seit wann ist Nathalie Wappler SVP-Mitglied?

      Hauptsache du kannst deine anti SVP-Leier unter jeden Kommentar schreiben, ob angebracht oder nicht.

      Welcome to the World of banda69.
    • Roterriese 11.11.2018 09:43
      Highlight Highlight Naja die SP und nicht die SVP will ja den Migrationspakt unterschreiben, der wahrscheinlich faktisch die Zensur der Medien vorsieht, die von der Leitmeinung abweichen

      Welcome to the world of Stalin and SP
    • ströfzgi 11.11.2018 09:59
      Highlight Highlight Aber nur nur die SVP nahen, gell?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roboter 11.11.2018 06:25
    Highlight Highlight So kommt es, wenn eine Kultur-„Spezialistin“ zur SRG Chefin macht.
  • Zeit_Genosse 11.11.2018 06:25
    Highlight Highlight Und wie will sie die persönlichen Twitter-Accounts ihrer Moderatoren bewertungsfrei kriegen? Wenn nicht, gibt es ein Schatten-TV auf Twitter oder die profilierten Moderatoren sind bald weg.
  • Zeit_Genosse 11.11.2018 06:21
    Highlight Highlight Also, beim Sport darf der Moderator eine Doppeladler-Geste nur noch so kommentieten; „Als Zuschauerin und Zuschauer können sie die deutliche Kulturverständigung sehen.“ Über Sport sagt sie nichts. Die ARENA oder der Club stelle ich mir langweilig vor, wenn die provokativen Fragen weg sind, die oft eine Wertung beinhalten. Für Serien gibt es Netflix, ausser selbstgemachtes, das schnell nach dem „No Billag-Kahlschlag“ hohe Kosten verursacht. Kultur gibt es genug und wer bewertet welche Kultur wir sehen? So wird SRF gemäss dem profilierten Personalentscheid zu einem Schnarch-TV.
  • Amboss 11.11.2018 06:12
    Highlight Highlight Könnte man auch erfahren, weshalb sie der Meinung ist, die SRF mache Meinungsjournalismus?
    Sorry, aber dass die SRF hier ein Problem hat, ist doch Quatsch. Die SRG-Programme sind nun wirklich kein Meinungsjournalismus. Nur weil die SVP Mal wieder bellt, muss man ja nicht gleich die eigenen Angestellten schlecht machen...
    • Roman Loosli 11.11.2018 06:38
      Highlight Highlight Im Gegenteil, man hätte der Svp viel stärker paroli bieten müssen..
    • Eric Lang 11.11.2018 06:41
      Highlight Highlight Den Meinungsjournalismus, hat man doch gerade wieder in der letzten Arena erleben dürfen!
      Aber die Linken, finden dies ja normal, da ist es auch klar, dass man es nicht bemerken will.
    • Amboss 11.11.2018 07:55
      Highlight Highlight @Eric: inwiefern denn?
      Ich habe die Sendung nicht gesehen
    Weitere Antworten anzeigen
  • flying kid 11.11.2018 04:25
    Highlight Highlight Richtig so.
    Journalismus sollte informativ sein und von guter Qualität. Die persönliche Meinung der Journalisten hat dabei eigentlich keinen Platz.

    In meinen Augen ein guter Start der neuen Direktorin.
    • Hein Blöd 11.11.2018 08:05
      Highlight Highlight Der Journalist darf also nicht mehr kritisch hinterfragen, wenn ein Politiker etwas behauptet?
      Wieso findest du das gut? Sollte ein Journalist nicht eher objektiv anstatt neutral sein? Wenn ein Politiker etwas nachweisbar Falsches behauptet, muss dann der Journalist sich zum Komplizen machen, und das ohne Klarstellung propagieren? Findest du das richtig?
    • flying kid 11.11.2018 08:35
      Highlight Highlight Doch, ein Journalist soll und darf kritisch hinterfragen.
      Jedoch nur so weit, dass seine persönliche Meinung nicht zum tragen kommt.
      Und ausgeglichen, sprich es sollen linke, wie rechte Politiker nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. Was leider momentan beim SRF nicht immer der Fall ist.
    • Hein Blöd 11.11.2018 09:11
      Highlight Highlight @flying kid
      1/2
      >«Wenn wir in einem Beitrag einen Politiker zu >Wort kommen lassen und wenn der Journalist >dann den Eindruck erweckt, er wisse es besser, >provoziert das einen Vertrauensverlust.»

      Also darf ein Journalist kritisch hinterfragen, aber nicht so kritisch, dass nur schon der Eindruck entstehen kann, er wisse es besser. Was, wenn der Journalist es wirklich besser weiss, weil er recherchiert hat und darum kritisch ist? Da läuft doch eine solche Aussage der Chefin gleich dagegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beasty 11.11.2018 03:02
    Highlight Highlight Ohweh. Chefs/Cheffinen, die noch keinen Tag in ihrem Job sind, aber schon alles ändern wollen - enden meist bald im Desaster oder der Versenkung.
    • matcha 11.11.2018 05:31
      Highlight Highlight Und wie. Und so innovativ... Es gibt ja nur ein einziges klischee (?), messerscharf erfasst von ihr. Dann ja keine debatten mehr, oder wie?



  • Hein Blöd 11.11.2018 02:51
    Highlight Highlight >«Wenn wir in einem Beitrag einen Politiker zu Wort >kommen lassen und wenn der Journalist dann den >Eindruck erweckt, er wisse es besser, provoziert das >einen Vertrauensverlust.»

    Das hört sich sehr nach 'der Politiker darf sagen, was er will, und unser Journalist soll nicht hinterfragen oder überprüfen'.

    Diese Praktik ist in den USA gang und gäbe. Statt objektiv wird halt zwanghaft neutral berichtet, und die nachweisbare Wahrheit bleibt auf der Strecke, weil die Chefs zu grosse Angst haben, von der Politik kritisiert zu werden.
    • arni99 11.11.2018 08:55
      Highlight Highlight zb in der Rundschau werden solange fragen gestellt bis der gefragte das sagt was der Interviewer hören will, und das ist schlechter Journalismus. Ein guter Journalist stellt die Fragen so das sich der gefragte (sofern er zb die Unwahrheit sagt) selber blossstellt und dann kann der Zuhörer sich selber ein Urteil über das gesagte fällen. Denn mich interessiert nicht die Meinung des Journalisten, sondern ich will dank seiner Arbeit mir eine eigene Meinung bilden können.
    • Hein Blöd 11.11.2018 09:06
      Highlight Highlight @arni99
      >bis der gefragte das sagt was der Interviewer >hören will

      >so das sich der gefragte (sofern er zb die >Unwahrheit sagt) selber blossstellt

      Das ist ein und dasselbe. Der Interviewer will doch das der Befrage entweder die Wahrheit sagt, oder die Unwahrheit und sich somit blossstellt. Und darum wird solange gefragt, bis die gewünschte Antwort eintrifft.

      >sich selber ein Urteil über das gesagte fällen
      >eine eigene Meinung

      Aber ein Journalist soll doch Fakten aufdecken. Und die sprechen für sich selber. Subjektive Urteile und Meinungen sind da irrelevant. Fakten sind Fakten.
    • FrancoL 11.11.2018 09:53
      Highlight Highlight @arni99; Und das genau geht nur durch ein „nachhaken“ bei den Fragestellungen. Wer in der Rundschau auftritt ist sehr wohl geübt nur das zu sagen, was er kommunizieren will und nicht seine Ansicht torpediert. Darum geht es nicht mit einer einfachen Frage sondern mit dem Nachhaken. Und wenn der Gefragte seine Aussage ständig etwas ändert dann ist das eben ein Zeichen dass er wohl nicht gerade einen zwingenden Fakt darstellen mag.
      Eine naive Ansicht dass sich geübte „Gefragte“ bloss stellen ohne dass der Druck etwas erhöht wird.

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Einst bot er Forschern in der Arktis Schutz vor Kälte, in den letzten Wintersaisons prägte er modisch Schweizer Stadtbilder – der pelzbesetzte Parka, besonders derjenige der Marke Canada Goose. Nun flaut der haarige Hype ab. 

Er war der grosse Renner der letzten Schweizer Winter: der Jackenhersteller Canada Goose. Hätte man für jede Sichtung dieser omnipräsenten Parkas mit Kojotenkapuze einen Franken gekriegt, hätte man sich selbst bald schon eines der teuren Exemplare leisten können. Und das alles trotz heftiger Kritik der Tierschutzorganisationen.

Diese Saison hatten die Status-Parkas aber einen schweren Start. «Im Vergleich zu 2017 ist der Verkauf der Jacken und Mäntel der Marke stark eingebrochen», sagt …

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