Schweiz
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Urs Schwaller, VR - Praesident Post CH AG an der Medienkonferenz  Rueckzahlungen im ÇFall PostAutoÈ in Zuerich am Freitag, 21. September 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Post-Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller an der Medienkonferenz vom 21. September 2018. Bild: KEYSTONE

Postauto-Skandal: Werden jetzt die Chefs zur Kasse gebeten?



Die Post prüft im Zusammenhang mit dem Postauto-Skandal auch Organhaftungsklagen. Dies sagte Post-Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF.

Mitglieder des Verwaltungsrats und alle mit der Geschäftsführung oder Revision befassten Personen können gemäss Aktienrecht für entstandenen Schaden persönlich verantwortlich gemacht werden.

Der Verwaltungsrat der Post habe beschlossen, Organhaftungsklagen zu prüfen. «Wir stellen die Verantwortlichkeitsfragen für alle, unabhängig von Personen», sagte Schwaller. Zusammen mit Anwälten werde geprüft, was möglich sei und was in Frage komme. Im kommenden Frühjahr werde der Verwaltungsrat dann entscheiden. Er wies auch darauf hin, dass derzeit die ganzen variablen Lohnbestandteile der entlassenen Postauto-Führungskräfte blockiert sind.

Über 205 Millionen Franken

Es gehöre zu den Aufgaben des Verwaltungsrats und des Verwaltungsratspräsidenten, die Verantwortungen aufzuarbeiten und die notwendigen Folgen daraus zu ziehen. Menschlich gesehen sei das nicht immer einfach, weil man mit Leuten konfrontiert sei, die man kenne. Von den Betroffenen werde das zudem auch nicht immer verstanden.

Am Freitag war bekannt geworden, dass die Post wegen der ungerechtfertigt bezogenen Gelder der öffentlichen Hand Bund, Kantonen und Gemeinden insgesamt über 205 Millionen Franken zurückzahlen wird. Finanziell dürfte der Skandal um die erschwindelten Subventionen damit erledigt sein, juristisch hingegen wohl noch lange nicht. Beim Bundesamt für Polizei läuft seit Februar ein Verwaltungsstrafverfahren. Ob und wann es zu Anklagen gegen Verantwortliche kommt, ist noch offen. (viw/sda)

Urs Schwaller über das Sorgenkind Postauto

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Video: watson/Christoph Bernet

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    Alle Leser-Kommentare
  • Der Kritiker 22.09.2018 20:10
    Highlight Highlight Ich frage mich, wann die Verantwortlichen bei Post Logistics endlich an die Kasse kommen. Die liessen mich (und die halbe Nachbarschaft) monatelang nicht durchschlafen, weil sie jeweils trotz Nachtfahrverbot einem Geschäft unterhalb jeweils Waren lieferte. Das machte natürlich nicht die Post selbst, sondern ein Subcontractor, der soeben seine Filiale in der CH eröffnete. Bestimmt ein alter Kumpel des Logistics-Verantwortlichen, der ja auch aus dem grossen Kanton kommt. Das wäre dann das nächste Eigentor der Uni SG.
    • Dein Vater 23.09.2018 00:37
      Highlight Highlight Vom Sonntags- und Nachtfahrverbot ausgenommen sind:

      1. Fahrzeuge zum Personentransport
      2. Landwirtschafliche Fahrzeuge
      3. ...
      .
      .
      6. Die schweizerische Post
      .
      .
      8. Schlachttiere und Sportpferde
      9. Schnittblumen
      10. Pannendienst
      Hinweis:
      Bei Fahrten nach Ziffern 6 – 10 kann ein Viertel des Ladevolumens des Fahrzeugs mit anderen Gütern aufgefüllt werden.
  • Ruedi56 22.09.2018 19:08
    Highlight Highlight Aber mal ehrlich: das Geld ging ja nicht verloren, nun wandert es zurück mit Zinsen, dorthin wo es herkam, also vom einen Steuer Sack in den Anderen. Natürlich geht sowas nicht. Aber wenn anderswo legal viel mehr Steuer Millionen verlocht (verlauert) werden, interessiert das kein Schwein.
  • T13 22.09.2018 17:32
    Highlight Highlight "Postauto-Skandal: Werden jetzt die Chefs zur Kasse gebeten?"
    Haha der war gut.
    Wenn dann wird man da sparen wos der teppichetage am wenigsten weh tut.
    Dreimal raten wo das sein könnte?
  • Füdlifingerfritz 22.09.2018 16:29
    Highlight Highlight Auf gewisse Art bewundere ich Herrn Schwaller. Wie er es schafft mittels Phrasendrescherei und Unschuldsmiene seinen Posten zu verteidigen... nicht schlecht.
  • RandyRant 22.09.2018 15:55
    Highlight Highlight Nope. Dafür A-Post 10 Rappen teurer.
    CVP-Mafia 1x1.
  • andre63 22.09.2018 14:19
    Highlight Highlight herr schwaller ist schon lange nicht mehr tragbar! Der vr sollte zur verantwortung gezogen und haftbar gemacht werden.
    • RandyRant 22.09.2018 15:55
      Highlight Highlight Bei einem nicht Bundesbetrieb wäre so was kaum möglich.
    • dan2016 22.09.2018 16:48
      Highlight Highlight Artikel gelesen? Begründung?
    • andre63 22.09.2018 20:11
      Highlight Highlight @dan2016...
      weil er vr präsident ist und somit die ganzen skandale zu verantworten hat... ganz einfach.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Samurai Gra 22.09.2018 14:10
    Highlight Highlight Dann wird der VR hoffentlich bei sich Anfangen
  • Astrogator 22.09.2018 13:46
    Highlight Highlight "Zusammen mit Anwälten werde geprüft, was möglich sei und was in Frage komme."

    Wie so oft, vieles wird möglich sein, aber nichts wird passieren. Oder wie heisst es im Managersprech so schön: "wir müssen in die Zukunft schauen."

    Aber wehe ein Chauffeur bezahlt einen Kaffee nicht...
    • dan2016 22.09.2018 16:49
      Highlight Highlight Wieviele wurden bei der Swissair verurteilt? und falls keine, warum nicht? Und wieviele bei der UBS, und falls keine, warum nicht?
    • RandyRant 23.09.2018 20:35
      Highlight Highlight Ja solange man in der CH auf der richtigen Seite steht, passiert einem nichts.
      Wenn man aber wie bei Raiffeisen sich kritisch äussert, dann landet schnell mal einer wegen "Ungereimtheiten" in U-Haft ;))

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