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Der Fall Jürg Jegge wird wissenschaftlich untersucht – und schneidet miserabel ab

Nun wird im Fall des pädophilen Lehrers und Autors Jürg Jegge das Versagen der Wissenschaft untersucht.

Andreas Maurer / Schweiz am Wochenende



Jürg Jegge (74) staunt rückblickend selber, was 1976 nach der Publikation seines Buches «Dummheit ist lernbar» passiert war. Vierzig Jahre später sagte er in einem Interview mit der «Weltwoche»: «Ich war von einem Tag auf den anderen vom schlechtesten Lehrer Embrachs zum gefeierten Pädagogen geworden. An jedem Kiosk konnte man das Buch kaufen, ich war in Illustrierten, im Fernsehen, im Radio, überall.»

Als Autor mit einer Auflage von 200'000 Exemplaren wurde er unantastbar. Mit dieser Autorität schaffte er es, Kritiker zum Verstummen zu bringen und Mehrheiten für seine Schulversuche zu gewinnen. Die Freiheiten nutzte er, um seine Schüler sexuell zu missbrauchen.

ARCHIV - ZUR VEROEFFENTLICHUNG IM ANGEBLICHEN MISSBRAUCHSFALL UM JUERG JEGGE STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Juerg Jegge, Paedagoge, stellt sein Buch

Jürg Jegge, der «Lehrer der Nation», mit seinem Bestseller im Jahr 1977. Bild: KEYSTONE

Die strafrechtliche Aufarbeitung wurde vor einem halben Jahr abgeschlossen. Die Straftaten seien verjährt, heisst es in der Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft.

Die politische Aufarbeitung wurde diese Woche abgeschlossen. Die Schulbehörden hätten Jegge zu viele Freiheiten gewährt, heisst es in einem externen Untersuchungsbericht.

Der Dummheit auf der Spur

Nun steht die pädagogische Aufarbeitung vor ihrem Abschluss. Die Pädagogik-Professoren Damian Miller und Jürgen Oelkers geben im Herbst das Buch «Ist Dummheit lernbar?» heraus. Miller macht auf Anfrage die Resultate schon jetzt bekannt.

Die beiden Wissenschafter der Pädagogischen Hochschule Thurgau und der Universität Zürich haben gemeinsam mit anderen Autoren den Bestseller von 1976 nochmals gelesen und auf seinen pädagogischen Gehalt abgeklopft. Dabei bleibt nicht viel übrig, eigentlich nur der originelle Titel.

Der Inhalt ist gemäss der Analyse der beiden Pädagogen pseudowissenschaftlich und wurde vierzig Jahre lang überschätzt. So kam es, dass Jegge bis zuletzt, zum Beispiel im zitierten «Weltwoche»-Interview, gefeiert wurde. Nach dem Aufliegen des Skandals strich der Berner Zytglogge-Verlag Jegges «Dummheit» zwar aus dem Programm. Dennoch ist in der Lehrer- Generation, die mit dem Buch gross geworden ist, bis heute Respekt für Jegges Buch vorhanden.

Jegge traf den Zeitgeist, weil er nach 1968 wie viele andere die sozio-kulturellen Einflüsse betonte – deshalb der Titel. Was andere staubtrocken formulierten, erzählte er bunt und anschaulich. Das Buch lebt von den geschilderten Beispielen von «Schulversagern».

Miller erklärt die Faszination: «Die Fälle machen extrem betroffen, auch heute noch. Sie machen das Buch irgendwie glaubwürdig und lassen Jegge als einzige Person erscheinen, die sich richtig für die Kinder einsetzt.»

Doch mittlerweile ist bekannt, dass Jegge die Schüler-Beispiele inszeniert hat und diese teilweise sogar erfunden sind. Miller: «Wenn man nun die Fälle aus dem Buch entfernen würde, bliebe nur noch eine Collage von Gedanken und Bruchstücken der Schulkritik anderer.»

Wissenschaftliche Standards erfüllte das Buch schon in der damaligen Zeit nicht. So nennt Jegge die Wissenschafter, die er kritisiert, nicht beim Namen. Dadurch entziehe er das Buch dem Diskurs, moniert Miller. Zudem schreibe er stets von Widerständen. Mit diesem Begriff aus der Psychoanalyse pathologisiere er die Kritik vorweg, die man gegen ihn äussern könnte.

Seine Thesen konnte Jegge zudem mit seinen Schulversuchen nicht wissenschaftlich belegen. «Der durchschlagende Erfolg seiner Methoden, wie er ihn beschreibt, wurde in der Schulpraxis nicht durch externe Personen bestätigt», sagt Miller. Dennoch hielt der Hype um Jegge jahrzehntelang an. Auf seinem Regal stapelten sich die Preise. Drei Beispiele: 1977 ehrte ihn der Kanton Zürich, 1999 erhielt er den Robert-Mächler-Preis und 2011 den Doron-Preis. Miller wundert sich: «Diese Preise legitimieren sich nicht. Das Buch hat eine Faszination ausgelöst, aber eine kritische Rezeption hat praktisch nicht stattgefunden.»

Auch Jegges Qualifikation wurde nicht hinterfragt. Er unterrichtete 14 Jahre als Oberstufen-Lehrer für Sonderklassen, obwohl er doppelt unqualifiziert war. Er besass weder ein Diplom für Oberstufen noch für Sonderklassen. Sein Studium in Pädagogik und Psychologie hatte er nach einem Jahr abgebrochen.

Blinde Flecken der Wissenschaft

Dass Jegge mit seiner Lebenslüge ein ganzes Land blenden konnte, ist auch ein Versagen der Pädagogik. Die damals noch junge Wissenschaftsdisziplin arbeitete in dieser Zeit noch nicht wie heute mit empirischen Methoden. Dennoch meint Miller: «Eigentlich hätten wir schon damals merken müssen, dass das kein Vorzeige-Pädagogikwerk ist.»

Die Pädagogen liessen nicht nur Jegge gewähren. «Die Muster sind immer dieselben», sagt Miller, der mit Oelkers bereits die Odenwaldschule untersuchte, in der es ebenfalls zu systematischem sexuellen Missbrauch gekommen war. Übergriffe passierten stets in Institutionen mit charismatischen Führungspersönlichkeiten, bei denen man es nicht wage, genau hinzuschauen.

Markus Zangger,  Autor des Buches Juerg Jegges dunkle Seite an der Medienkonferenz Resultate der Aufarbeitung des Falls Juerg Jegge in Zuerich am Donnerstag, 28. Juni 2018. KEYSTONE/Walter Bieri)

Markus Zangger war eines der Missbrauchsopfer. Bild: KEYSTONE

Die Karriere, die mit einem Buch begann, endete ebenfalls mit einem Buch. Jegges Schüler Markus Zangger machte 2017 «Jürg Jegges dunkle Seite» publik. Diese Woche durfte Zangger an der Medienkonferenz der Zürcher Bildungsdirektion auftreten. Er beklagte sich dabei über das mangelnde Interesse von Pädagogen an seinem Buch. Dies schliesst er aus seinen Verkaufszahlen. Sein Erfahrungsbericht wurde hundert Mal weniger verkauft als Jegges Werk. Zangger setzte nur 2000 Stück ab.

Nun folgt quasi der letzte Teil einer Trilogie; wie Jegges Werk ebenfalls im Zytglogge-Verlag. An den Erfolg des Bestsellers dürfte die pädagogische Aufarbeitung aber ebenfalls nicht anknüpfen können. (aargauerzeitung.ch)

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • grandvlad 01.07.2018 12:54
    Highlight Highlight Immer wird in der Vergangenheit gewühlt; Vergangenes soll berichtigt werden - passt bloss auf, dass ihr die Realität nicht verpasst, was sich heute alles Negative in der Pädagogik abspielt, das dann in 50 Jahren wieder aufgearbeitet werden muss....
    • Maya Eldorado 02.07.2018 01:39
      Highlight Highlight Wie recht sie haben. Als Mensch ist man von der Geburt bis ans Lebensende Lernender.
      Jede neue Generation schüttelt über die vorhergehende den Kopf.
      Und der vorhergehenden Generation stehen die Haare zu Berge, wenn sie sieht wie die Jungen das Leben so packen und was denen wichtig ist und was nicht mehr.
  • Maya Eldorado 01.07.2018 11:08
    Highlight Highlight 2) Er wusste genau, dass ich das nicht machte.
    Dann bekam ich zuhause Schelte wegen der plötzlich schlechten Noten.
    Eine Zeitlang wusste ich gar nicht mehr so richtig, warum ich überahaupt lebte.
    • Astrogator 01.07.2018 21:17
      Highlight Highlight Kann das nachfühlen, wurde als 7 jähriger von einem Mönch betatscht und geküsst. Er war als Religionslehrer tätig, hat das nicht nur bei mir gemacht und als "Dank" gab es jeweils ein Heiligenbildchen. Wenn man es erzählte lachte man nur darüber. Später wurde der Mönch auf einem Fussgängerstreifen überfahren und verstarb. Das einzige mal in meinem Leben lächelte ich als jemand starb.
    • Maya Eldorado 01.07.2018 22:04
      Highlight Highlight Bei mir war das Gefühl sehr zwiespältig, war doch bekannt, dass er selbst Opfer war - vorher. Sein Vater ist sehr früh gestorben, als er noch ein Kind war. Wie man munkelte musste er so quasi die Stelle des Vaters einnehmen. Er löste sich nie von seiner Mutter und ist sein ganzes Leben zuhause (bei ihr) geblieben.
      Als dann die Mutter starb, ist es dann erst so recht krass mit ihm geworden.
      Als sein Mami gestorben war hatte er niemanden mehr, ausser ..... na ja eben.....
  • Spooky 01.07.2018 11:07
    Highlight Highlight "Der Fall Jürg Jegge wird wissenschaftlich untersucht..."

    Haha! Extrem lustig.

    Vielleicht sollten sie den Jörg - an sich - selber untersuchen.

    NIcht nur den Fall.


  • Maya Eldorado 01.07.2018 11:07
    Highlight Highlight 1)
    Früher hat man nie, nie über sexuellen Missbrauch geredet.
    Ich bin 3 Jahre jünger als Jegge.
    Ich wurde in der Schule von einem Lehrer sexuell missbraucht.
    Ich begann es zuhause zu erzählen. Aber schon nach dem ersten Satz sagte mir meine Mutter, dass sie nicht wisse was sie habe. Es sei doch ein so netter.
    Dann habe ich mich beim Lehrer gewehrt, während einer Probe. Dann liess er mich diesbezüglich in Ruhe. Dafür bekam ich ab dann schlechte, sehr schlechte Noten. Vorher hatte ich zu recht immer gute.
    Ich reklamierte. Der Lehrer behauptete, ich hätte abgeschrieben.
  • Roman Stanger 01.07.2018 10:26
    Highlight Highlight So gut und richtig die Aufarbeitung des Falls Jegge auch sein mag, fragt man sich doch, wieso eine kritische Auseinandersetzung mit sogenannter Reformpädagogik anscheinend vorwiegend im Zusammenhang mit Sexuellem Missbrauch stattfindet. Die Konzepte von Montessori, Steiner-Schulen, Summerhill und dergleichen basieren grösstenteils auch nur auf frei zusammengesponnenen Ideen und Behauptungen ihrer Begründer, darunter auch abstruser esoterischer Hokuspokus.
  • Gawayn 01.07.2018 10:20
    Highlight Highlight Das ist ein Phänomen das auch heute präsent ist.

    Irgend jemand bringt laut genug irgendwelche Behauptungen.
    Dann kommen irgendwelche Pseudowissenschaftler, die billig sich einen Namen machen wollen und stützen diesen Schwachsinn.

    Dann wird es zum Selbstläufer.

    Das selbe Prinzip nutzt auch Trump.
    Nur bei ihm sind es reiche Börsenhaie...
  • Spooky 01.07.2018 08:28
    Highlight Highlight "Als Autor mit einer Auflage von 200'000 Exemplaren wurde er unantastbar. Mit dieser Autorität schaffte er es, Kritiker zum Verstummen zu bringen..."

    Er wurde unantastbar. Er brachte Kritiker zum Verstummen. So ähnlich wie die Rolling Stones.

    Alle diese Leute haben damals vom Zeitgeist profitiert. Und tun es immer noch.
    • pamayer 01.07.2018 08:59
      Highlight Highlight Wie wahr!
    • Don Sinner 01.07.2018 12:11
      Highlight Highlight "wie die Rolling Stones"?...?
    • Spooky 01.07.2018 12:43
      Highlight Highlight @Don Sinner
      Ja, genau so wie die Rolling Stones. Die sind ja auch jenseits von jeder Kritik. Jürg Jegge muss sich vorgekommen sein wie Bill Wyman.
    Weitere Antworten anzeigen

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