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ARCHIV - ZUR VEROEFFENTLICHUNG IM ANGEBLICHEN MISSBRAUCHSFALL UM JUERG JEGGE STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Juerg Jegge, Paedagoge, stellt sein Buch

Jürg Jegge: Archivbild aus dem Jahr 1977. Bild: KEYSTONE

Untersuchung gegen Jürg Jegge eingestellt – alle Fälle sexuellen Missbrauchs sind verjährt



Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich hat die Untersuchung gegen den bekannten Reformpädagogen Jürg Jegge eingestellt.

Sein ehemaliger Schüler Markus Zangger hatte in seinem Buch «Jürg Jegges dunkle Seite» publik gemacht, dass er und weitere Schüler von Jegge über Jahre hinweg sexuell missbraucht worden waren. Laut Einstellungsverfügung sind alle bekannten Fälle verjährt.

In der Einstellungsverfügung heisst es, Jürg Jegge habe die sexuellen Kontakte zwischen ihm und Markus Zangger sowie weiteren Schülern bestätigt. Er könne sich nicht mehr an die Namen erinnern, aber es seien weniger als zehn gewesen. 

Markus Zangger an einer Medienkonferenz in Zuerich, am Dienstag, 4. April 2017. Der Schweizer Paedagoge und Schriftsteller Juerg Jegge steht unter Missbrauchsverdacht: Zangger hat am Dienstag an einer Pressekonferenz ein Enthuellungsbuch praesentiert. So soll Jegge den Buchautoren ueber Jahre sexuell und psychisch missbraucht haben. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Markus Zangger wurde von Jürg Jegge sexuell missbraucht und trat damit an die Öffentlichkeit. Bild: KEYSTONE

Nach 1985 sei es aber nicht zu weiteren sexuellen Handlungen mit Kindern gekommen. Wie die Staatsanwaltschaft nun verlauten liess, seien alle Delikte, die vor dem 30. September 1992 vernommen worden waren, verjährt.

Weiter hat der Staatsanwalt 18 männliche Personen ermittelt, die nach diesem Datum noch minderjährig waren und in der Stiftung Märtplatz, wo Jegge arbeitete, eine Ausbildung absolviert hatten. Diese bestätigten jedoch, dass es zu keinen sexuellen Handlungen mit Jürg Jegge gekommen sei, heisst es in der Einstellungsverfügung. Auch ein Aufruf in den Medien sei ergebnislos verlaufen.

Die Verfahrenskosten von 4'400 Franken werden Jürg Jegge auferlegt. Indem er die sexuellen Handlungen mit mehreren Minderjährigen gestanden habe, sei klar, dass er die Persönlichkeit seiner ehemaligen Schüler verletzt habe. Deshalb seien sämtliche Voraussetzungen für eine Kostenauflage an den Beschuldigten erfüllt. (cma)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • wezuercher@gmail.com 22.01.2018 17:01
    Highlight Highlight war zu erwarten! zu viel macht und einfluss haben mittlerweile gleichgesinnte in dieser ach so modernen, toleranten gesellschaft.
    mit der verherrlichung von homosexualität bekommen auch pädophile auftrieb! forderen immer frecher! beides geht hand in hand! grüne forderten in deutschland vor jahren schon mal die aufhebung des schutzalter für kinder. in norwegen läuft das gleiche! auch im vatikan soll es diese strömungen geben! die gesellschaft nähert sich immer mehr dem ende der fahnenstange!
    aber darüber darf man natürlich nicht sprechen.
    • El Vals del Obrero (ex Meine Senf) 23.01.2018 06:20
      Highlight Highlight Was hat Sex mit dem gleichen Geschlecht mit Sex mit Kindern zu tun?
    • SemperFi 23.01.2018 07:50
      Highlight Highlight wezuercher@gmail.com: In welchem Jahrhundert sind denn Sie aufgewachsen?
  • Haiderfroh 22.01.2018 14:15
    Highlight Highlight Wie sagt man dem, wenn ein Schwein, Schwein gehabt hat?
  • Gavi 22.01.2018 13:55
    Highlight Highlight Schön für den Sexgrüsel. Die Sache ist für ihn gegessen. Wie sich wohl die Missbrauchten fühlen? Ist es für sie auch verjährt?
    Gott sei Dank wurde das Gesetz geändert.
    Sexueller Missbrauch sollte nie, nie verjähren.
    Aber das sah die Liebe SP natürlich nicht so.
    Scheinbar sind denen die Opfer egal.
    • Haiderfroh 22.01.2018 16:37
      Highlight Highlight Warum sollte sexueller Missbrauch nicht verjähren, aber z. B. schwere Körperverletzung, oder Betrug schon? Das leuchtet mir nicht ein.
    • Echo der Zeit 22.01.2018 20:10
      Highlight Highlight Weil viele Kinder in einer sehr schwierigen Situation sind - und so einfach nicht Hilfe holen können - der Fall zeigt ja gerade schön auf wieso solche Fälle nicht verjähren sollen.
    • Haiderfroh 22.01.2018 22:13
      Highlight Highlight @Echo der Zeit
      Das trifft für viele Opfer anderer Verbrecher gleichermassen zu, egal wie alt sie zum Zeitpunkt der Tat waren. Warum also sollte Pädophilie als einzige Ausnahme nicht verjähren auch verjähren, wie tausend andere Straftaten?
      Es war vorgesehen die Verjährungsfristen ab erreichen der Volljährikeit des Opfers laufen zu lassen. Hätte das Deinem Anspruch nicht auch genügt?
      Was ist mit einem Kind, das von seiner Mutter verprügelt wird wird? Es ist gleichfalls in einer schwierigen Situation, aber die an ihm begangenen Missetaten verjähren. Das ist nicht gerecht. Findest Du nicht auch?
  • derEchteElch 22.01.2018 13:23
    Highlight Highlight Da ist sie wieder, die Verjährung. Ich finde dies bei Kindsmissbrauch unpassend und sollte abgeschafft werden.

    Die ganzen #metoo-Opfer, die ebenfalls erst jetzt damit hervorkommen, gehen in die gleiche Richtung. Warum erst jetzt? Erwachsen und fest im Leben stehen alle schon lange..
    • Hashtag 22.01.2018 15:40
      Highlight Highlight Wie kommst du darauf, dass alle Erwachsenen fest im Leben stehen?

      Ich finde Personen die so etwas nie erlebt haben, sollten aufhören darüber zu urteilen, wie sich Betroffene verhalten.
    • derEchteElch 22.01.2018 16:32
      Highlight Highlight @Hashtag du bist ein perfektes Beispiel für einen Befürworter von Täterschutz vor Opferschutz. Kannst es nicht leugnen..
    • Hashtag 22.01.2018 16:53
      Highlight Highlight Musst du mir jetzt erklären, was dass mit Täterschutz zu tun hat.
  • PhiLem 22.01.2018 12:12
    Highlight Highlight Und wieder ein Kinderschänder, der sich nie verantworten muss.
    Traurig und beschämend...
  • Wald Gänger 22.01.2018 10:12
    Highlight Highlight Nun gut, niemand scheint sich gemeldet zu haben.
    Dass aber ein untherapierter Pädophiler, der erfolgreich seinen Neigungen nachging, plötzlich aufgehört haben soll, dies zu tun, ist äusserst unwahrscheinlich.
    • Judge Dredd 22.01.2018 14:34
      Highlight Highlight Da gebe ich dir recht, Triebtäter haben in der Regel Mühe nicht mehr straffällig zuwerden.
      Falls es weitere Opfer gibt, deren Taten noch nicht verjährt sind und die sich jetz nicht melden gilt leider der Grundsatz "wo kein Kläger da kein Richter".

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