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Forscher entdecken krebshemmenden Wirkstoff im Safran.

epa05614018 A picture made available on 02 November 2016 shows a Kashmiri girl displaying the saffron after picking it from flowers outside a saffron field in Pampore, some 25 kilometers south of Srin ...
Safran macht nicht nur den Kuchen gelb – es könnte gegen Krebs helfen.Bild: EPA/EPA

Macht nicht nur den Kuchen gelb – Safran könnte im Kampf gegen Krebs helfen

25.07.2017, 09:2025.07.2017, 14:01
Team watson
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Im Mutterland des Risottos haben Forscher im Kampf gegen den Krebs eine hoffnungsvolle Entdeckung gemacht. Ihnen ist gelungen die krebshemmende Wirkung von Crocetin nachzuweisen, einem Inhaltsstoff von Safran.

Wie das Journal of Agricultural Food and Chemistry berichtet, konnte das italiensch-amerikanische Forscherteam aufzeigen, wie Crocetin die Ausbreitung von Gebärmutterhals- und Lungenkrebszellen blockiert, ohne dabei das normale Zellwachstum zu verhindern.

Konkret unterdrückt das im Safran enthaltene Crocetin ein Enzym, welches in Krebszellen besonders aktiv ist. Dieses Enzym wird sonst für die Produktion von Milchsäure gebraucht. Der Körper produziert Milchsäure, wenn Zellen ungenügend mit Sauerstoff versorgt sind – beispielsweise Muskelzellen bei sportlicher Betätigung.

A bee rests on a saffron flower at a farm in Pampore, south of Srinagar, Indian controlled Kashmir, Sunday, Nov. 1, 2015. Huge quantities of these flowers are used to produce saffron, an aromatic herb ...
Eine Safran-Blüte im nordindischen Srinagar.Bild: AP/AP

Diese natürliche Produktion von Milchsäure wird bei Krebsbefall auch bei genügender Sauerstoffversorgung angeregt. Dadurch können sich Krebszellen schneller vermehren. 

Der Safran-Bestandteil Crocetin blockiert das Wachstum von L-Lactatdehydrogenase (LDH), einem zur Produktion von Milchsäure notwendigen Enzym.

Noch befindet sich die Forschung über die krebshemmende Wirkung von Safran in den Kinderschuhen. Bis zur allfälligen Entwicklung eines markttauglichen Medikaments mit dem Inhaltsstoff Crocetin kann noch viel Zeit verstreichen. Ein bisschen Safran in den Reis oder in den Kuchen zu tun, ist aber schon heute keine schlechte Idee – und sei es allein wegen dem Geschmack und der schönen, gelben Farbe.

Gleich geht's weiter mit den Good-News, vorher gönnen wir uns eine kleine Erfrischung:

So gehört dein Feierabend zu den besten.

Ein gelungener Abend geht so einfach: die guten Neuigkeiten von watson, ein paar Freunde und natürlich ein Somersby – am besten auf Eis. Ob Apple Original, Elderflower Lime oder Red Rhubarb – alle drei werden euch fruchtig erfrischen.

>>> Frauen aus dem Mittleren Osten schlagen zurück: Erstes Boxstudio für Frauen boomt

Lina Khalifeh (mitte) mit Kursteilnehmerinnen.
Lina Khalifeh (mitte) mit Kursteilnehmerinnen.bild: SheFighter gallery

Lina Khalifeh hatte es satt, immer wieder zu hören, dass Frauen im Mittleren Osten Gewalt akzeptieren müssten. Deshalb gründete die Jordanierin in ihrem Heimatland das erste Kampfstudio des Mittleren Osten, das Frauen und Mädchen beibringt, sich selbst zu verteidigen. Damit stiess sie auf grosses Interesse. 

Seit der Eröffnung des Studios im Jahr 2012 wollen immer mehr Frauen Taekwondo, Kung Fu und Boxen erlernen. Zurzeit nehmen insgesamt über 5000 Frauen und junge Mädchen an den Kursen teil. Nun eröffnet Khalifeh weitere Kampfstudios in Saudi Arabien und Kuwait, um auch den dortigen Frauen eine Möglichkeit zur Selbstverteidigung zu bieten, schreibt das Newsportal PRI.

Zwei Mädchen an einem Kurs in Jordanien.
Zwei Mädchen an einem Kurs in Jordanien.bild: shyfighter gallery

Khaliefeh freut sich, dass sie ihre Kurse nun auch in weiteren Ländern anbieten kann, in denen Frauen immer noch unterdrückt werden. Doch in der Gesellschaft habe sich in den letzten Jahren bereits etwas verändert, so die Jordanierin. «Endlich wollen auch immer mehr Männer, dass ihre Töchter lernen, wie sie sich selbst verteidigen können. Das freut mich sehr.»

Für die Dienste, die sie den jungen Frauen ihrer Region mit den Kursen erbringt, wurde Khaliefeh 2015 sogar vom ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama geehrt. Er lud sie ins Weisse Haus ein und bezeichnete sie als «Anführerin eines gesellschaftlichen Wandels». 

Lina Khalifeh hat auch bereits ein TeDx-Rede gehalten.

Auf die Idee, ein Kampfstudio zu eröffnen, kam Khaliefeh, als eine Kommilitonin immer wieder mit blauen Augen zur Uni kam. Ihr Vater hatte sie geschlagen. Die junge Frau schlug nicht zurück, weil sie das nicht gelernt hatte.

>>> Schweizer Wissenschaftler entdecken Molekül, das Frühgeburten verhindert

Die Zahl Totgeburten hat in den letzten Jahrzehnten massiv abgenommen. Doch noch immer kommen 4 von 1000 Säuglingen in der Schweiz Tod auf die Welt, wie Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen. Ein schmerzhaftes Erlebnis für die Eltern. 

Zukünftig könnte die Zahl Totgeburten noch weiter reduziert werden. Das Inselspital Bern ist zuversichtlich ein Mittel gefunden zu haben, dass das Risiko für eine Totgeburt erheblich reduziert. «Die Ergebnisse sind sehr vielversprechend und ermutigen uns zu weiterer Forschung an diesem neuen Ansatz», lässt sich Daniel Surbek, Chefarzt Geburtshilfe und feto-maternale Medizin, in einer Mitteilung zitieren.

Die Hoffnungen der Wissenschaftler beruhen auf einer synthetischen Variante des Schwangerschafts-Moleküls (PIF). Gemeinsam mit einem Team aus Rom haben die Schweizer Mediziner herausgefunden, dass dieses Molekül die Wahrscheinlichkeit für eine Entzündung und Infektion während der Schwangerschaft reduziert – und somit das Risiko für den vorzeitigen Tod eines ungeborenen Babys. Martin Müller, Leitender Arzt der Universitätsklinik für Frauenheilkunde: «Damit wird es erstmals möglich, Entzündungsreaktionen in der Schwangerschaft zu beeinflussen.»

Derzeit prüfen die Forscher die Durchführung einer klinischen Studie mit Schwangeren. Ziel wäre es, das synthetische Molekül bei Risikoschwangerschaften prophylaktisch einzusetzen.

>>> Paar bläst Hochzeit ab – und lädt Obdachlose zum 30'000-Dollar-Festmahl ein

Janice Williamson-Cox, from Dayspring, left, hugs Sarah Cummins as she and others arrive at the Ritz Charles to enjoy a reception, Saturday, July 15, 2017. Cummins called off her wedding which was sup ...
Viele Leute zeigten sich von Sarah Cummins (r.) Geste überwältigt.Bild: AP/The Indianapolis Star

Nächstes Wochenende sollte Sarah Cummins (25) ihren Verlobten heiraten. Doch dann, vor wenigen Tagen, eröffnete sie ihm, dass sie nicht mit ihm vor den Altar treten wird. Das geplante Fest, das 30'000 Dollar kosten sollte, war futsch. 170 Gäste, die ans Hochzeits-Dinner eingeladen waren, mussten wieder ausgeladen werden. 

Über die Gründe für die Trennung will sich Cummins nicht öffentlich äussern. Allerdings sei sie am Boden zerstört gewesen: «Ich rief alle an, sagte das Fest ab, entschuldigte mich, weinte, rief die Lieferanten an, weinte etwas mehr, und fühlte mich immer schlechter, weil all das Essen für den Empfang nun weggeworfen werden musste», erzählt Cummins dem «Indianapolis Star».

Dann kam ihr die Idee: Sie wies das Personal im gemieteten Hotel an, das Essen am Tag des Events doch aufzutragen – und telefonierte anschliessend die Obdachlosen-Unterkünfte in Indianapolis und Umgebung ab, um die Bewohner zur Party einzuladen.

Auf dem Menü stehen mit Bourbon glasierte Fleischbällchen, Ziegenkäse und geröstete Knoblauch-Bruschette. Danach gibt es Pouletbrust mit Artischocken und Chardonnay-Rahm-Sauce. Und zum krönenden Abschluss die obligate Hochzeitstorte. 

Die Direktorin eines Obdachlosen-Zentrums zeigt sich überwältigt von der Geste: «Ich war so berührt, dass Sarah diese schmerzvolle Erfahrung nutzt, um Familien in Not glücklich zu machen.» Für die Obdachlosen, darunter viele Familien, werde es sehr speziell sein, in einem solch schönen Hotel zu speisen.

Pilotprojekt: In Schottland bekommen Frauen nun gratis Tampons

Für manche Frauen ist der Kauf von Hygieneartikel wie Tampons oder Binden ein regelrechter Einschnitt ins Budget. Ein Pilotprojekt in Schottland verteilt solch ärmeren Mädchen und Frauen die Hygieneprodukte nun gratis.

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Schottland ist das erste Land weltweit, das ein Angebot für gratis Binden und Tampons hat.Bild: Jennifer Zimmermann

Mit dem Projekt soll auf das Problem der «Period Poverty» (Periodenarmut) aufmerksam gemacht werden. Schottland ist das erste Land, das eine solche Unterstützung anbietet. Endgültiges Ziel des Projektes ist es, allen Frauen im Land ein Recht auf kostenfreie Mens-Produkte zu verschaffen, egal wie viel sie verdienen, berichten verschiedene Medien.

Die Wohltätigkeitsorganisation «The Trussell Trust» wird den Frauen und Mädchen die Hygiene-Produkte über sechs Monate verteilen. Unterstützt wird das Ganze auch von der schottischen Politikerin Angela Constance. Sie sagt: «Es ist inakzeptabel, dass eine Frau oder ein Mädchen nicht in der Lage ist, Zugang zu Damenhygieneartikeln zu haben.»

Hitze in Katar: WM-Bauarbeiter bekommen bald Helme mit Kühlfunktion

Rund 18'000 Menschen arbeiten derzeit in der Wüste Katars, um die Infrastruktur für die Fussball-Weltmeisterschaft 2022 zu bauen. Keine einfache Arbeit, herrschen dort in den Sommermonaten Temperaturen von bis zu 50 Grad. Katarische Wissenschaftler haben nun einen Helm entwickelt, der die Hauttemperatur der Bauarbeiter um bis zu zehn Grad senken kann. 

epa03956764 Foreign construction workers queue up for the bus back to their accommodation camp in Doha, Qatar, 19 November 2013. The previous day, football's ruling body FIFA said it will continu ...
Die vor Ort herrschenden Arbeitsbedingungen stehen immer wieder in der Kritik. Bild: EPA

Ein am Projekt beteiligter Wissenschaftler erklärte «CNN»: «Ein solarbetriebener Ventilator bläst Luft über ein gekühltes Materialelement im oberen Bereich des Helms.» Die frische Luft ströme dann vorne über das Gesicht des Trägers nach unten und biete dem Arbeiter so für mindestens vier Stunden ein kühleres Mikroklima. «In der Pause legen sie das Kältepack dann in einen Kühlschrank und entnehmen ein neues, das sie in ihrem Helm platzieren.»

Durch die Senkung der Kopf- und Gesichtstemperatur werde auch der restliche Körper wirkungsvoll gekühlt, so der Forscher. «Damit werden die Arbeiter während des gesamten Tages durch kühlere Luft erfrischt». Die Helme wiegen nur 300 Gramm mehr als herkömmliche Helme und könnten schon bald auf den Baustellen eingesetzt werden.

>>> Alkohol ist gut für eure Beziehung (aber nur, wenn ihr zusammen trinkt): Prost!

Homer Simpsons legendäres Bonmot, «Auf den Alkohol, Ursprung und Lösung sämtlicher Lebensprobleme», muss nach jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen revidiert werden – zumindest, wenn es um Beziehungen geht.

Eine Studie, publiziert in der Wissenschaftszeitschrift «Journals of Gerontology», legt nahe, dass gemeinsamer Alkoholkonsum bei Paaren zu einer glücklicheren Beziehung führt. Das gleiche Bild ergibt sich bei Paaren, die konsequent auf Alkohol verzichten. Trinkt hingegen ein Beziehungspartner und der andere nicht, führt das laut den Forschern statistisch zu einer unglücklicheren Beziehung.

Zur Untersuchung wurden 4864 Verheiratete, die alle mindestens 33 Jahre in einer Beziehung lebten, zu ihrem Alkoholkonsum befragt.

Wie Alkohol genau auf Beziehungen wirkt, ist damit aber noch lange nicht geklärt. Dr. Kira Birdtt von der University of Michigan, die die Studie mitverfasst hatte, sagte gegenüber Reuters: «Wir sind nicht sicher, weshalb das passiert, aber es könnte sein, dass Paare, die zusammen Freizeitaktivitäten verbringen, eine bessere Beziehungsqualität haben.»

Kleiner Wermutstropfen: Dr. Fred Blow, ebenfalls von der University of Michigan, gibt aber zu Bedenken, dass 20 Prozent der Männer und sechs Prozent der Frauen, die an der Umfrage teilgenommen hatten, schwere Trinker seien.

«Spoilern ... Wer macht sowas?! WER?!»

Video: watson/Helene Obrist, Emily Engkent

>>> Ein Herz aus Silikon: Forscher der ETH Zürich haben ein künstliches Pump-Organ entwickelt

Das Silikonherz soll die Bewegung eines menschlichen Herzens imitieren. Das klappt auch ganz gut, berichten die Entwickler von der ETH, allerdings bisher nur für begrenzte Zeit.
Das Kunstherz aus Silikon sieht dem Original sehr ähnlich.bild: Zurich Heart

Viele Herzpatienten, die einen Herzschrittmacher tragen, haben ein mulmiges Gefühl: Ihr Leben hängt von der Technik ab. Wie wird es dann erst den Patienten der Zukunft ergehen? Denn wenn es nach den Forschenden der ETH Zürich geht, werden einige Menschen in Zukunft ein Silikonherz in sich tragen – frisch aus dem 3D-Drucker.

Nicholas Cohrs, Doktorand der ETH, hat ein Silikonherz entwickelt, das unverkennbar aussieht wie ein echtes Herz, und wie das Original hat es zwei Herzhälften. Das künstliche Pump-Organ wiegt 390 Gramm und hat ein Volumen von 679 Kubikzentimetern.

Unterstützt bei seinem Projekt wird Cohrs von Anastasios Petrou, der getestet hat, ob das Herz auch funktioniert. Und tatsächlich, das Herz pumpt. Davon kann sich jeder im Video selber überzeugen.

Hier pumpt ein künstliches Herz

Soeben haben die beiden jungen Forscher die ersten Resultate ihrer Pumpversuche mit dem künstlichen Herzen im Fachmagazin Artifical Organs publiziert. Das Erfreuliche der Tests: Das Herz aus dem 3D-Drucker funktioniert und bewegt sich sehr ähnlich wie ein richtiges Herz. Das Problem: Das Herz macht nach rund 3000 Schlägen schlapp. Oder anders ausgedrückt: Nach etwas mehr als einer halben Stunde im Menschen würde es bereits wieder aufhören zu schlagen.

«Es handelt sich bei diesem Versuch klar um einen Machbarkeitstest», lässt sich Nicholas Cohr von der ETH zitieren. «Unser Ziel war nicht ein implantierbares Herz vorzustellen, sondern bei der Entwicklung von künstlichen Herzen in eine neue Richtung zu denken». Die Reissfestigkeit des Materials und die Leistung müssten noch entscheidend erhöht werden. 

Beide Forschenden möchten dem Forschungsgebiet treu bleiben und ihr Kunstherz weiterentwickeln. Anastasios Petrou versucht seine Faszination in Worte zu fassen: «Ich hätte nie gedacht, dass ich als Maschinenbauer je ein weiches Herz in den Händen halte.»

Weltweit leben rund 26 Millionen Menschen mit einer Herzinsuffizienz. Die Zahlen zeigen: Es wäre hilfreich, wenn Mediziner auf ein gut funktionierendes Kunstherz zurückgreifen könnten. Denn: Spenderherzen sind und bleiben Mangelware.

>>> «Sensationell niedriger Wert»: Noch nie gab es so wenige Flugunfälle

A flight attendant serves breakfast during the flight to Zurich, pictured on April 12, 2013, in an Airbus A319. The Airbus A319, an aircraft of Swiss International Air Lines, flies from Zurich to Oslo ...
Fliegen ist so sicher wie noch nie.Bild: KEYSTONE

Gute Nachrichten aus Hamburg. Das dort ansässige Flugunfallbüro JACDEC vermeldet, dass die Zahl tödlicher Flugunfälle drastisch abnimmt. Es spricht gar von einem «sensationell niedrigen Wert».

Seit Januar starben weltweit 16 Menschen bei einem Flugzeugabsturz. Diese kamen aber alle bei Fracht-, Demonstrations- oder regionalen Bedarfsflügen ums Leben. An Bord eines kommerziellen Linienflugs gab es im ersten Halbjahr gar keine Toten. Dies obwohl die Zahl Passagiere weiter zugenommen hat. 2016 reisten bereits 3,7 Milliarden Menschen pro Jahr mit dem Flugzeug.

«Diese Bestmarke ist umso beeindruckender, da im Durchschnitt der letzten zehn Jahre 286 Menschen in der ersten Jahreshälfte zu Tode gekommen sind», kommentiert JACDEC-Gründer Jan-Arwed Richter die Studienergebnisse gegenüber der Deutschen Presseagentur DPA. Jetzt bereits eine Prognose für das ganze Jahr zu machen, sei aber noch zu früh.

Richter zieht den Vergleich zum Strassenverkehr: «Allein die Toten im Reisebus in Bayern waren mehr als im gesamten Halbjahr des weltweiten Flugverkehrs.» 18 Menschen starben bei diesem Verkehrsunfall anfangs Juli.

Auch Markus Wahl von der Pilotenvereinigung Cockpit betont: «Die Statistik zeigt in der Tat, was wir schon seit Langem wissen: dass das Fliegen sicher ist.»

In ihren Analysen erfasst JACDEC alle Unfälle und schweren Zwischenfälle in der Zivilluftfahrt mit Flugzeugen, die schwerer als 5,7 Tonnen sind und mehr als 19 Sitze haben. Die Studie wurde im Luftfahrtmagazin «Aero International» veröffentlicht.

>>> Nachwuchs im Dom – bald fliegen die Jungfalken aus

Junge Falken im Aachener Dom
bild: Facebook/ Bistum Aachen

«Flausch fürs Wochenende <3 Unseren drei Jungs geht es blendend. In zirka zehn Tagen werden sie flügge», schreibt das Bistum Aachen stolz auf seiner Facebook-Seite und publiziert Fotos der jungen Turmfalken, die im Juni im Turm des Doms geschlüpft sind.

Das Bistum Aachen informiert in regelmässigen Abständen über die Jungtiere. Vom Eier legen, über das Brüten, bis hin zum ersten Flug. Alle Fortschritte werden auf der Facebook-Seite festgehalten.

Auf der Website der Dombauhütte kann man selber die Küken beobachten. Die zusätzliche Aussenkamera stellt sicher, dass der Vogelliebhaber auch live dabei sein kann, wenn die Jungtiere den Dom verlassen und zum ersten Mal in Aachen in die Lüfte steigen. Bereits 2016 konnte man bei den ersten Flugversuchen eines Falken dabei sein.

2016: Der Wanderfalke im Aachener Dom übt sich im Fliegen

Denn der Dom ist bei Falken als Nistplatz beliebt. Im vergangenen Jahr beispielsweise kamen vier weibliche Wanderfalken zur Welt.

Allgemein scheinen Vögel die Ruhe in den Gotteshäuser zu geniessen. So nistet auch im Freiburger Münster derzeit ein Turmfalke. «In fast jedem geeigneten Kirchturm in Freiburg sind Turmfalken angesiedelt. Und das sind viele, denn prinzipiell ist der Turmfalke relativ anspruchslos», sagt Matthias Schmidt, Experte für Gebäudebrüter beim Naturschutzbund Freiburg gegenüber der Badischen Zeitung. Die Turmfalken haben übrigens einen Vorteil: Sie schrecken Tauben ab.

Ein spezieller Fall ereignete sich im Frühjahr im Bistum Hildesheim. Hier schlüpften über dem Kreuzgang des Domes Uhus.

>>> Diese Superbanane kann Leben retten

Bild
bild: PAUL ET AL, PLANT BIOTECHNOLOGY JOURNAL/WILEY

Jährlich sterben 750'000 Kinder an Vitamin-A-Mangel. Während in vielen Weltgegenden in den letzten Jahren Verbesserungen erzielt worden sind, ist das Vitamin-A-Problem in Ostafrika noch immer virulent. Alleine in Uganda ist die Rate von Kindern, die an Vitamin-A-Mangel leiden, von 2006 bis 2011 um 18 Prozent gestiegen.

Wissenschaftler könnten nun aber ein Mittel gegen die Unterversorgung mit Vitamin A gefunden haben: Die Superbanane.

Mittels genetischer Anreicherung gelang es Forschern in Australien, eine Banane mit hohem Provitamin-A-Gehalt herzustellen. Dafür wurde eine in Papua-Neuguinea heimische Banane mit einer herkömmlichen Cavendish-Banane gekreuzt, wie es sie in jedem Lebensmittelgeschäft zu kaufen gibt.

Vitamin A hat mehrere vitale Funktionen und ist beim Menschen unter anderem verantwortlich für das Wachstum, die Sicht oder das Immunsystem. Provitamin A, eine Vorstufe, wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt.

Ein Meilenstein

10 Jahre lang forschten die Wissenschafter an der Queensland University of Technology in Australien an der Superbanane, unterstützt von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, die 7.6 Millionen Dollar in das Projekt eingeschossen haben.

Typisch für die Superbanane ist das goldig-orange Fleisch, im Gegensatz zum hellen, cremefarbenen Fruchtfleisch der klassischen Banane. 

Professor und Forschungsleiter James Dale sagte gegenüber «Newsweek», dass die Entwicklung der Superbanane ein «Meilenstein in der Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten in einigen der ärmsten Gegenden Afrikas» bedeuten könnte.

In Uganda ist die Kochbanane eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Sie enthält viel Stärke, jedoch nur einen spärlichen Anteil an Vitamin A. Spätestens 2021 sollte die Superbanane dann in Uganda angepflanzt werden – und so Tausende Kinderleben retten.

>>> Bauernhoftiere könnten Schlüssel für Asthma-Prävention sein

ARCHIVBILD ZUR ABLEHNUNG DER HORNKUH-INITIATIVE DURCH DIE WAK, AM DIENSTAG, 27. JUNI 2017 - Die Braunvieh Kuh Seraina, links, mit Hoernern des Bio-Bauers Kari Haerri, aufgenommen in Oberwil-Lieli, Kan ...
Kühe und Co. leisten einen Beitrag zur Asthmaprävention.Bild: KEYSTONE

Kinder vom Lande haben weniger Asthma und leiden seltener an Allergien. Der Grund dafür ist nicht nur wie bisher angenommen auf Mikroben aus der Umgebung zurückzuführen, sondern auch auf ein Molekül der Bauernhoftiere.

Kühe, Schafe und Ziegen sind also ebenfalls für diese Resistenz verantwortlich. Das haben Forscher der Universität Zürich, des Kinderspital St. Gallen und des Allergy Research and Education (CK-Care) in Davos herausgefunden.

«Der frühkindliche Kontakt zu Tieren und auch der Verzehr von tierischen Nahrungsmitteln scheint die Entzündungsreaktionen des Immunsystems zu regulieren», so Immunologe Remo Frei von CK-Care in einer Medienmitteilung.

Der rege Kontakt mit den Tieren hätte laut Frei also zur Folge, dass die Kinder Antikörper produzierten, die vorbeugend wirken. Dafür verantwortlich sei die Sialinsäure Neu5Gc. Diese werde aufgrund einer genetischen Mutation beim Menschen nicht mehr produziert.

Zu hygienische Umgebung

Diese Erkenntnis soll nun der Allergieforschung helfen: «Unsere Forschungsresultate eröffnen Möglichkeiten, wie der schützende Effekt des Bauernhofs auf alle Kinder übertragen werden könnte», so Frei.

Allergien und Asthma haben in den letzten Jahrzehnten in industrialisierten Ländern rasant zugenommen. Bis zu 30 Prozent der Kinder seien betroffen. Den Grund dafür sehen viele Forscher darin, dass die Umgebung, in der die Kinder aufwachsen, zu hygienisch sei.

>>> Drei Monate nach der Bein-Amputation: Billy Monger sitzt wieder im Rennboliden

Billy Monger musste nach seinem Rennunfall beide Unterschenkel amputieren. Dies hindert ihn aber nicht an der Rückkehr auf die Rennstrecke.
Billy Monger musste nach seinem Rennunfall beide Unterschenkel amputieren. Dies hindert ihn aber nicht an der Rückkehr auf die Rennstrecke.bild: Facebook/Billy Monger Racing

«Ich bin zurück», verkündet der 17-jährige Rennfahrer Billy Monger seinen Fans über die sozialen Medien. Dazu postet er ein Video, wie er aus seinem Rollstuhl in ein Rennauto einsteigt. Geschafft, er sitzt wieder auf dem Fahrersitz. Es sei zu lange her, schreibt der Teenager. Dabei sind erst drei Monate seit seinem schrecklichen Rennunfall im englischen Donington Park vergangen. 

Es passierte an einem Formel-4-Rennen am 16. April, am Ostersonntag. Das Auto seines Rennfahrkollegen Patrik Pasma verlor plötzlich an Geschwindigkeit, Billy Monger konnte nicht mehr bremsen und fuhr mit voller Geschwindigkeit in das Heck.

Der schreckliche Unfall von Billy Monger

Patrik wurde beim Unfall nur leicht verletzt, Billy hatte weniger Glück. Erst nach 90 Minuten konnten die Rettungskräfte ihn aus seinem zerstörten Boliden befreien und den Briten ins Spital in Nottingham bringen. Seine Verletzungen an den beiden Beinen waren so gravierend, dass die Ärzte ihm beide Unterschenkel amputieren mussten.

Seine jetzige Rückkehr in den Boliden soll nur der erste Schritt von vielen sein. Denn trotz des Unfalls: Monger will Rennfahrer bleiben. Dabei verfolgt der 17-Jährige grosse Ziele: Eines Tages will er das 24-Stunden Rennen von Le Mans gewinnen. 

Dabei kann er auf einen wichtigen Unterstützer zählen – Frédéric Sausset. Der sowohl arm- wie auch beinamputierten Franzose will beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2020 mit einem eigenen Team antreten. Dabei sollen drei Piloten mit einer körperlichen Behinderung eingesetzt werden. Darunter Billy. Dass es möglich ist, bewies Sausset im vergangenen Jahr gleich selbst, als er am berühmtesten Langstreckenrennen der Welt an den Start ging. Als erster vierfachamputierter Rennfahrer.

«Es war unglaublich, als Fred mich nach meinem Unfall kontaktiert hat und mich gefragt hat, ob ich Teil seines Projekts werden will, das behinderten Menschen Motorsport auf höchstem Level ermöglichen soll», sagte Billy Monger gegenüber dem Magazin «Autosport».

>>> Sexy Selfies: So genial trollt ein Vater seine Tochter auf Instagram

Links das Original, rechts das Remake.
Links das Original, rechts das Remake.Bild: shutterstock

So manch ein Vater schüttelt wohl den Kopf angesichts der Selfie-Fixiertheit seiner Kinder. Wenn dann die Sprösslinge auch noch versuchen, möglichst sexy in die Smartphone-Kamera zu blicken, läuten bei den Erziehungsberechtigten schnell einmal die Alarmglocken.

Chris Martin, ein US-amerikanischer Komiker, hält offenbar nicht viel von Alarmismus und Aufklärung über den Schutz der Privatsphäre im Netz. Stattdessen drehte der zweifache Familienvater den Spiess kurzerhand um.

Auf Instagram postete er Fotos, die denen seiner Tochter nachgestellt sind. 

Ob mit Lorbeer in den Haaren ...

... oder mit Rouge und Kayal im Gesicht ...

... Burr macht fast immer eine exzellente Figur.

Burr schreibt dazu: 

«Meine Tochter postet seit einiger Zeit sexy Selfies. Anstatt ihr zu sagen, sie soll damit aufhören, naja, dachte ich mir etwas Besseres aus.»

Er gibt sich aber auch alle Mühe, besser auszusehen. Als seine Tochter ein Selfie mit ihrem Freund postete, bastelte er sich flugs eine Puppe.

Das Ergebnis spricht für sich. 

Burr hat es aber nicht nur auf die Selfies seiner Tochter abgesehen, auch sein Sohn bekommt sein Fett weg. 

>>> Drohnen und Suchtrupp versagten – dank Wurstgeruch tauchen verschollene Hunde wieder auf

Es ist der Albtraum aller Hundehalter: Die beiden Zwergschnauzer Theo und Charlie liefen dem 21-jährigen John Hampson während eines Spaziergangs im dichten Nebel des nordenglischen Lake District National Park davon.

Miniatur Schnauzer
Bei diesen beiden Zwergschnauzern handelt es sich nicht um Theo und Charlie. Aber Würste mögen sie bestimmt auch.Bild: shutterstock

John informierte umgehend seine Eltern, Liz und Graham, die Besitzer der Hunde. Sie mobilisierten alle Kräfte, um die beiden verschollenen Hunde wiederzufinden und starteten eine Rettungsaktion. Gemeinsam mit Freunden, Familienangehörigen und Mitarbeitern des Nationalparks suchten sie während 96 Stunden nach dem siebenjährigen Theo und dessen einjährigen Sohn Charlie. Doch auch der Einsatz von insgesamt 120 Helfern und zwei Drohnen brachte kein Glück: Ihre Lieblinge blieben wie vom Erdboden verschluckt.

In this March 21, 2017 photo, a sample of wild boar sausage simmers in a frying pan at the Springfield Slaughterhouse in Springfield, La. The small Louisiana slaughterhouse has a big mission: getting  ...
Wie Charlies und Theos Lieblingswürste aussehen, ist nicht überliefert. Das hier ist ein Symbolbild.Bild: Gerald Herbert/AP/KEYSTONE

Doch bevor die Suche erfolglos abgebrochen werden musste, probierten die Hampsons auf Anraten eines Freundes noch einen letzten Trick aus: Exakt an der Stelle, an dem Theo und Charlie davonliefen, brieten sie über einem Feuer die Lieblingswürste der beiden Hunde.  

Nach wenigen Minuten tauchten die beiden Hunde wie aus dem Nichts auf. Besitzerin Liz Hampson erklärte gegenüber dem «Telegraph», dass Theo und Charlie die Würste, die sie wieder zum Vorschein brachten, jeden Sonntag zum Frühstück bekommen: Es ist ihr absolutes Lieblingsessen. Unterdessen kann sie mit Humor auf die bangen Stunden zurückschauen: «Sie haben wohl einfach ein Vatertagswochenende zusammen verbracht.»

>>> Deepwater-Horizon-Ölpest: Neu entdeckte Mikrobenart säubert Golf von Mexiko

FILE - In this April 21, 2010 file photo, oil can be seen in the Gulf of Mexico, more than 50 miles southeast of Venice on Louisiana&#039;s tip, as a large plume of smoke rises from fires on BP&#039;s ...
Eine Rauchsäule steigt von den Überresten der Ölbohrplattform Deepwater Horizon auf (April 2010) – die Ölpest gilt als eine der grössten Umweltkatastrophen der Neuzeit.Bild: Gerald Herbert/AP/KEYSTONE

Sieben Jahre ist es her, seit ein Brand auf der Ölplattform Deepwater Horizon zu einer der grössten Umweltkatastrophen der jüngeren Menschheitsgeschichte geführt hat. 11 Menschen wurden bei der Explosion auf der Plattform getötet, vier Millionen Barrel Rohöl in den Golf von Mexiko gespült. 

Das ausgelaufene Öl beeinflusste das Ökosystem im Golf von Mexiko erheblich. Nun hat ein US-Wissenschaftsteam eine Mikrobenart gefunden, die einen Gutteil des Öls verzehrte: Candidatus Bermanella macondoprimitus.

Die exakte Menge des von den Mikroben abgebauten Öls sei zwar nicht zu beziffern, sagte Gary Andersen, Ökologe an der Universität von Kalifornien gegenüber CNBC. Auch ist unter Wissenschaftlern unklar, wie viel Öl sich noch im Golf von Mexiko befindet. 

Laut Andersen habe sich das Meeresleben aber insgesamt gut von der Ölpest erholt, ein Zeichen dafür sei, dass in der Region wieder gefischt wird. 

Die Entdeckung der Mikrobenart räumt auch mit der Befürchtung aus, dass das kurz nach der Katastrophe eingesetzte Öldispersionsmittel, das den Ölteppich auf der Wasseroberfläche auflösen sollte, den Abbau verzögerte. Im Gegenteil sorgte das «Einschliessen des Öls» in kleine blasenartige Körper dafür, dass die Mikroben das Öl besser abbauen konnten. 

>>> Neuer Guinness-Rekord – 1,5 Millionen Inder pflanzen 66'750'000 Bäume in 12 Stunden

Der Bundesstaat Madhya Pradesh im Zentrum Indiens darf sich seit dem Sonntag mit einer Auszeichnung der ganz besonderen Art schmücken: 1,5 Millionen Beteiligte trugen dazu bei, dass innerhalb von nur 12 Stunden über 66 Millionen Baumsetzlinge gepflanzt wurden.

Damit schaffte die es beteiligte Bevölkerung – von Hausfrauen über Studenten bis hin zum Regierungsangestellten – den nördlichen Nachbarstaat Uttar Pradesh als Rekordhalter abzulösen. Dort waren im letzten Sommer innerhalb weniger Stunden 50 Millionen Bäume gepflanzt worden, wie das Digital Journal berichtet. 

Der Chefminister des Bundesstaates sagte, dass die Bevölkerung Madhya Pradesh damit ein konkreter Schritt im Kampf gegen den Klimawandel unternommen habe, während andere bloss darüber sprechen würden.

Indian para-military force soldiers plant saplings on the outskirts of Allahabad, India, Monday, July 11, 2016. Hundreds of thousands of people in India&#039;s most populous state Uttar Pradesh are jo ...