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Egal wo, was oder ob du studiert hast: Diese 9 Dozenten-Typen kennst auch du

Das Hochschulleben weilt noch im Semesterferien-Schlummerschlaf, doch die Zeit des neuerlichen Büffelns und Beissens in den Rängen der Vorlesungssäle naht unweigerlich. Eine Auseinandersetzung mit den neun Dozenten-Typen, welche diese Szenen orchestrieren.



Gutmensch-Dozenten

Ausgestattet mit vollends ausformulierten Powerpoint-Folien, wobei idealerweise die wichtigsten Punkte rot markiert sind, bedienen sie sich gerne Formulierungen, wie «... das könnte zum Beispiel eine Prüfungsfrage sein». Und, oh Überraschung, es ist dann auch eine Prüfungsfrage.

Etwa so:

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Bild: watson / shutterstock

Pragmatik-Dozenten

Nicht das direkte Gegenteil der Gutmensch-Dozenten, aber dennoch beinahe diametral dazu zu verstehen. Eine Powerpoint-Präsentation umfasst hier zirka acht Folien à maximal drei Stichworten – für eine Doppelvorlesung. Dazu gibt es harte Fakten, präsentiert in einer zeitlichen Abfolge, die jegliches kognitives Fassungsvermögen um ein Vielfaches überschreitet.

Etwa so:

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Bild: watson / shutterstock

Technophobie-Dozenten

Erfahrungsgemäss einem älteren Semester entspringend, verraten sich Exponenten dieser Dozenten-Gattung durch ein überdurchschnittliches Technologie-Unverständnis. Begriffe wie Powerpoint, Mikrofon oder Filmausschnitte sind hierbei rote Tücher und werden kategorisch gemieden. Gut und gerne wird dafür auf Flipchart, Hellraumprojektor und Öl-Lampe Wandtafel gesetzt.

Etwa so:

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bILD: WATSON / SHUTTERSTOCK

Wirrwarr-Dozenten

Stolze Vertreter der Konfuse-Professoren-Zunft. Sie halten stolz die Werte der alt-ehrwürdigen Verwirrten-Tradition hoch. Mit einem geordneten Ablauf der Vorlesung darf keinesfalls gerechnet werden. Ausufernde Gedankenzüge werden schamlos ausgeführt, das Gedachte unportioniert verbal wiedergegeben. Der Fundus an Wissen ist dabei immens, ohne Frage, aber kaum verwertbar. Zeigt typischerweise eine Nähe zu Technophobie-Dozenten auf.

Etwa so:

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Bild: watson / shutterstock

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Bild: watson / shutterstock

Technophilie-Dozenten

Die Antithese zu den Dozenten-Typen 3 und 4. Die breite Auswahl an audio-visuellen Hilfsmitteln wird erschöpfend eingesetzt, Online-Plattformen werden zum zentralen Angelpunkt der Unterrichtsvorbereitung und der Vorlesungssaal wird zu einem Multimedia-Erlebnis-Park.

Etwa so:

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Bild: watson / shutterstock

Witzbold-Dozenten

Die Lehrbuch-Beispiele sind für diese Dozenten-Sorte ein alter Schuh. Stattdessen werden die skurrilsten Vergleiche und Analogien gezogen, untermalt von ach-so-lustigen Bildern und nicht selten abgeschmeckt mit einem kecken Spruch auf der Vorlesungs-Folie. Je nach Ausprägung ist die Performance durchzogen von sarkastischen Seitenhieben gegen andere Fachrichtungen, fakultätsinterne Kolleginnen und Kollegen und die Universität als Institution. 

Etwa so:

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Bild: watson / shutterstock

Interaktivität-Dozenten

Sie segeln unter der Flagge der «Das hier soll kein Ort des Frontalunterrichts sein»-Fraktion. Schlagwörter wie Input, Diskussion und gemeinsames Erarbeiten dominieren das Vokabular. Hierbei beliebt ist der Verweis auf die antiquierte Vorstellung einer Lehrform, bei der die Dozenten «ihr Wissen Monolog-artig präsentieren». Die wiederholte Betonung auf den Mehrwert, der aus dem Miteinander generiert werden kann, gleicht zusehends einer akademischen Litanei.

Etwa so:

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Bild: WATSON / SHUTTERSTOCK

Kollegen-Dozenten

Verwandtschaft zu Dozenten-Typen 6 und 7 kaum wegzudiskutieren. Grenzen sich aber insofern ab, als dass sie krampfhaft versuchen, sich als Teil der Studentschaft zu geben. Dies schlägt sich unter anderem im Kundtun eigener Meinungen und Positionen, einem niedrigen Mass an Formalität und krampfhaften Wir-Parolen nieder.

Etwa so:

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Globetrotter-Dozenten

Die Welt scheint sich um sie zu reissen. Symbolisch dafür wird der Vorlesungssaal von Zeit zu Zeit triumphierend mit einem Gepäckstück betreten. Bevor dieser Status auch je von Zweifeln angekratzt werden kann, werden Vorlesungen und Seminare verschoben oder gestrichen, weil Symposien, Tagungen und Gipfel besucht werden müssen.

Etwa so:

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Bild: watson / shutterstock

Und welchen Dozenten-Typ hast du vermisst?

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    Alle Leser-Kommentare
  • Knety 05.09.2017 15:39
    Highlight Highlight Der Skriptkorrigierer.
    Vor jeder Vorlesung wird erst einmal 10 Minuten das Skript korrigiert.
  • Zap Brannigan 05.09.2017 10:11
    Highlight Highlight Derjenige, der dauernd unnötige englische Wörter nutzt, diese aber so ausspricht, wie Adolf Ogi: War eine tschällänsch mit all diesen Stödis. Aber mit viel piir impäkt und tollen sitaischons. Wo ist noch mal der Pauerböttön des Biimers?
    Oh föck, dachte man jeweils.
  • HAL9000 05.09.2017 08:49
    Highlight Highlight Regula... :'-D Ich chan nömm... sorry aber die näme woner amigs nänd sind eifach de hammer...
    Regula xD
    • HAL9000 05.09.2017 11:11
      Highlight Highlight Blitzvoter sind sicher Regulas

      Sorry ;)
  • Phrosch 04.09.2017 22:32
    Highlight Highlight Hach, ich werde nostalgisch... Die Professoren dozierten, wir schrieben mit und tauschten später Notizen aus. Bei den zwei oder drei gewissenhaften Dozenten gab es sogar Skripte. Und natürlich hatten wir Regale voller Bücher und lebten zeitweise in der Bibliothek.
  • smoenybfan 04.09.2017 22:28
    Highlight Highlight Der Wirtschaftsprof, der 'als Unterricht' von seinen Luxusferien erzählt (war aber nur Gastdozent in einer ansonst guten Vorlesung)

    Der Marketingprof, der MyMuesli eine Stunde lang Werbung machen liess, derweil in Monaco weilte und das auch noch als Gastvortrag verkaufte...

    Der Prof, der die Folien statt auf Ilias lieber auf seine persönliche Geschäftsseite lädt und sie mit Passwort versieht, damit sie ja nicht bearbeitet werden können. Das Passwort dann aber gleich mitliefert.

  • Whatif... 04.09.2017 22:21
    Highlight Highlight Der Hyperaktive: behandelt in einer Doppelvorlesung den Stoff des ganzen Semsters, Pause und pünktliches Ende ist für ihn ein Fremdwort, kritzelt 20 Wandtafeln voll, wirft mit unbekannten Fremdwörter um nur so um sich und bezichtigt die kompliziertesten Herleitungen als Trivial. Dass er keinen Herzstillstand erleidet ist wohl eher verwunderlich. Auch bekannt als ETH- Prof...Wobei es ihn überall gibt, jedoch mit Berücksichtigung der fehlenden Überlebensfähigkeit in freier Wildbahn.
  • mooi 04.09.2017 20:53
    Highlight Highlight In Luzern resp. Horw gibt's noch die Zürcher Dozenten, welche an einem Luzerner Feiertag trotzdem unterrichten, weil ja in Zürich nicht frei ist.
    • jjjj 04.09.2017 21:24
      Highlight Highlight Recht so! #zwinglirulez
    • mAJORtOM95 04.09.2017 22:56
      Highlight Highlight haha nice 😂
  • Ani_A 04.09.2017 20:35
    Highlight Highlight Ach der Globetrotter-Dozent: Da hast du zwar einen grossen Respekt, weil er schon von irgendwelchen Regierungschefs und Unternehmen als Berater tätig war. Andererseits hast du auch nie einen Plan, ob heute nun Vorlesung ist oder nicht und deine Arbeiten kriegst du dann irgendwann zurück, wenn er im Flugzeug/Auto/Zug dazu kommt, diese zu bearbeiten.
  • Boogie Lakeland 04.09.2017 20:23
    Highlight Highlight Noch der “ich hab noch 4 Jahre bis zur Pension und meine Frau ist mit einem Philosophie Prof durchgebrannt“ Typ
    Und die “sobald eine Frage kommt verlier ich den Faden“ Typen.
    Letztere zwangen mich an den Rand der Verzweiflung.
  • Süffu 04.09.2017 20:12
    Highlight Highlight Mir fehlen ein paar:
    - der "...als ich bei xy das Projekt Laserschwert-Huftrimmung geleitet habe..."
    - die Schlaftablette (mit vielen oberlangweiligen Self-Study "Aufgaben")
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