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Head Coach of Switzerland Patrick Fischer, centre, during a international ice hockey game between Switzerland and Russia Olympic Team, at the Lucerne Cup in Lucerne, Switzerland, on Friday, December 14, 2018. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Patrick Fischer hat ein Team, das es so noch nie gab. Bild: KEYSTONE

Das verspricht sich Nati-Coach Fischer von den «Prospect Games» der B-Auswahl

Im Schwabenland kommt es heute und morgen zu zwei Eishockey-Repräsentativspielen zwischen Olympia-Finalist Deutschland und WM-Finalist Schweiz. Beide Nationen treten mit U25-Teams an.



«Prospect Games» – so lautet der neue Schweizer Begriff für die zwei Partien mitten in der entscheidenden Phase der Meisterschafts-Qualifikation kurz vor den Playoffs. Das Team der grössten Schweizer Talente nennt sich Prospect Team. Und Deutschland sucht den Superstar in einer Mannschaft, die als «Top Team Peking» daherkommt.

Die beiden Partien im Schwabenland – heute in Memmingen, morgen in Bietigheim-Bissingen – entsprangen einem gut-schweizerischen Kompromiss. Die Liga wollte im Februar auf die Nationalmannschaftspause verzichten, die Klubs wollten ihre Schlüsselspieler einen Monat vor den Playoffs nicht mehr abgeben, und die Nationalmannschaft pochte auf Daten. Herausgekommen sind zwei Länderspiele unter der Woche ohne Schlüsselspieler. Die Schweiz und Deutschland einigten sich darauf, nur Spieler mit Jahrgang 1994 und jünger zu nominieren. Und auch für 2020 sind die Prospect Games bereits fix vereinbart – dannzumal wird zweimal in der Schweiz gespielt.

Viele Ex-Nachwuchs-Nationalspieler an Bord

Für Patrick Fischer, den Schweizer Nationalcoach, sind die zwei Spiele kein schlechter Deal. «Ich verstehe die Situation der Liga und der Klubs. Der Nationalmannschaft bietet diese kurze Woche die Gelegenheit, mit Zukunftshoffnungen zu arbeiten. Im Sommer 2017 führten wir ein erstes (fünftägiges) Prospect Camp durch. Jetzt im Februar haben wir die Möglichkeit, diese jungen Spieler, die hoffentlich dereinst die Schweiz auch mal an Weltmeisterschaften vertreten werden, in zwei Spielen ans internationale Niveau heranzuführen.»

Die vielen ehemaligen Junioren-Internationalen sollen in diesem Zusammenzug die Gelegenheit bekommen, auch nach der Juniorenzeit mit dem Nationalmannschaftsprogramm in Verbindung zu bleiben. Mit Tim Berni, Janis Moser und Nicolas Müller erhielten drei Akteure ein Aufgebot, die über die Jahreswende in der erfolgreichen U20-Auswahl spielten. Nicolas Müller, einer von 13 Debütanten, ist sogar der erste Akteur der Neuzeit, der vom Nationaltrainer ein Aufgebot erhielt, ohne vorher jemals in einer Profiliga gespielt zu haben. Der 19-jährige Basler spielt seit vier Saisons im schwedischen Örnsköldsvik und ist bei MoDo Hockey Captain auf höchster Juniorenstufe.

Das Schweizer Aufgebot

Tor (2): Gilles Senn (Davos). Joren van Pottelberghe (Kloten).

Verteidigung (8): Tim Berni (ZSC Lions). Yanik Burren (Bern). Mauro Dufner (Genève-Servette). Michael Fora (Ambri-Piotta). Fabian Heldner (Davos). Roger Karrer (ZSC Lions). Janis Moser (Biel). Elia Riva (Lugano).

Sturm (13): Yannick-Lennart Albrecht (Zug). Jérôme Bachofner (ZSC Lions). Thierry Bader (Davos). Dominik Diem (Biel). Luca Fazzini (Lugano). André Heim (Bern). Michael Hügli (Biel). Nathan Marchon (Fribourg-Gottéron). Dario Meyer (Davos). Marco Miranda (ZSC Lions). Nicolas Müller (MoDo Hockey/SWE). Marco Müller (Ambri-Piotta). Raphael Prassl (ZSC Lions). (sda)

Ambri-Aufsteiger Müller als Teamsenior

In Fischers Aufgebot wimmelt es von interessanten Spielern. Marco Müller ist mit 25 Jahren der älteste Schweizer Akteur. Der Berner – vom SCB verschmäht und diese Saison bei Ambri-Piotta als Center zwischen Dominik Kubalik und Dominic Zwerger gross herausgekommen – ist als Elfter auch der einzige von den Aufgebotenen, der in der Skorerliste unter den Top-40 erscheint. Ausserdem wurde mit Joren van Pottelberghe, dem Goalie Klotens, ein Akteur aus der Swiss League berücksichtigt.

Gespielt wird in der schwäbischen Provinz. Im bayerischen Memmingen tritt die Schweizer Auswahl zum dritten Mal an: 1995 gab es im Rahmen des Deutschland-Cups ein 1:1 gegen Kanada, am 7. April 2000 folgte ein 3:2-Erfolg über Deutschland. In Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg), wo die Schweizer seit Sonntag trainieren, gab es bislang erst ein Länderspiel: Am 4. November 1993 unterlag die Schweiz einer russischen Auswahl im Rahmen des Deutschland-Cups mit 1:2 nach Verlängerung. (ram/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • magnet1c 05.02.2019 21:52
    Highlight Highlight Eine weitere Niederlage gegen die Deutschen. Schon bald tritt dann wieder Herr Zaugg auf, der uns erklärt, dass die DEL bloss eine Opperettenliga und die Schweiz viel besser wäre. Ohne NHL-Spieler ist es sehr ausgeglichen. Die jüngsten Olympiade sowie die CHL sagen eher aus, dass unsere überrissenen Ligalöhne nicht sinnbildlich für das Niveau stehen...
  • Matungus Jones 05.02.2019 18:08
    Highlight Highlight Und ich dachte, Hollenstein und Praplan wären für sehr lange Zeit die letzten Klotenern in der A-Nati gewesen. Nun steht da schon wieder der EHC auf dem Matchblatt. Jänu, sieht man natürlich gerne. Aber dass René Back nicht berücksichtigt wird kann ich wiederum nicht verstehen. /s
  • StB 05.02.2019 17:48
    Highlight Highlight Kann jemand dem Herrn Fischer sagen das es Emmental auch noch ein Team gibt? 🤔 Vieleicht besser so, wenn mal alle im Training hat für die endscheidende Fase.
    • Gondeli 05.02.2019 18:27
      Highlight Highlight Ist doch gut so. Die Tiger sind dann fit fürs Meisterrennen!
    • Bacchus75 05.02.2019 18:52
      Highlight Highlight Wie viele Spieler die Potential haben, eine gute Saison hinter sich und unter 24 Jahren alt sind hat den Langnau? Mir fällt nur Glauser ein und der bekam ja schon eine Chance...

      Ich finde das Aufgebot gut. Für mich hätten vielleicht im Tor Aeschlimann aus Zug oder Nyffeler aus Rappi vor Van Pottelberge eine Chance verdient. Aber beide spielten ha noch am Sonntag.

    • Mario Siegenthaler 05.02.2019 18:57
      Highlight Highlight Ich bin ja auch Langnau Fan aber mir ist schon schleierhaft welchen U25 Spieler du in der Prospect Nati siehst

Vertragspoker – bekommt Patrick Fischer die halbe Million, die er verdient?

Das grosse Pokerspiel um die vorzeitige Vertragsverlängerung von Nationaltrainer Patrick Fischer hat begonnen. Verbandspräsident Michael Rindlisbacher bestätigt offiziell den Beginn der Verhandlungen. Muss er das bisherige Gehalt verdoppeln?

Darin sind sich eigentlich alle einig: Nationaltrainer Patrick Fischer (43) müsste mindestens 600 000 Franken brutto verdienen. Sein Wert als «Poster Boy» unseres Hockeys kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Patrick Fischer hat der Nationalmannschaft die Wertschätzung zurückgegeben, die sie verdient. Die NHL-Stars eilen nach einer langen Saison herbei, um bei der WM zu helfen. Es gibt kein Absagen-Theater mehr. Und inzwischen stimmen die Resultate wieder: WM-Final 2018, …

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